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Emotionale Worte des Gründers: Deutscher Lotto-Anbieter kündigt 120 Mitarbeitern

Emotionale Worte des Gründers: Deutscher Lotto-Anbieter kündigt 120 Mitarbeitern
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Bochum (NRW) – Massiver Jobabbau beim Lotto-Anbieter Faber! Nach BILD-Informationen wurden die Angestellten von Faber Lotto in Bochum am Dienstagvormittag zusammengerufen. Sie bekamen die bittere Nachricht: 71 Mitarbeiter des Callcenters verlieren ihren Job. Auch die Zentrale ist betroffen. Dort werden 49 Arbeitsplätze gestrichen.

Firmen-Gründer Norman Faber zu BILD: „Es schmerzt sehr und macht mich traurig, langjährige bewährte Mitarbeiter entlassen zu müssen.“

So erfuhren Mitarbeiter von ihrer Entlassung

Die Angestellten wurden gegen 11 Uhr in den Firmenräumen in Nordrhein-Westfalen über die Pläne informiert. Einige bekamen schon ihr Kündigungsschreiben in die Hand gedrückt. Inhalt: „Hiermit kündigen wir das mit Ihnen bestehende Arbeitsverhältnis ordentlich wegen dringender betrieblicher Erfordernisse (betriebsbedingt) zum nächstzulässigen Termin.“

In einem Schreiben, das BILD vorliegt, steht: „Die Abfindung beträgt gemäß § 1a Abs. 2 KSchG 0,5 Monatsverdienste für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses.“ Und: „Über die Höhe Ihrer individuellen Abfindung informieren wir Sie gesondert.“ Unterschrieben hat Geschäftsführer Kai Faber. Faber Lotto ist vielen Lottospielern ein Begriff. Das Unternehmen tritt als Vermittler auf.

Die Kündigungen betreffen mehr als ein Drittel der Mitarbeiter. Sie seien „seit Jahren Teil von Faber und haben das Unternehmen mit ihrer Erfahrung, ihrem Engagement und ihrer Nähe zu den Kunden entscheidend mitgeprägt“, so eine Faber-Sprecherin auf BILD-Anfrage.

Der Grund für die Kündigungen

Auf BILD-Anfrage heißt es von Faber zu den Kündigungen: „Neben dem rückläufigen schriftlichen Geschäft belasten gestiegene Kosten für Werbung und Versand sowie veränderte glücksspielrechtliche Vorgaben für den telefonischen Vertrieb die Wirtschaftlichkeit einzelner Angebote. Zugleich eröffnet der wachsende digitale Lotteriemarkt neue Möglichkeiten.“ Weiterhin teilt das Unternehmen, das insgesamt 315 Mitarbeiter beschäftigt, mit: „Deshalb passt Faber seine Organisation und die betrieblichen Abläufe an und konzentriert seine Kräfte stärker auf das digitale Geschäft.“ Der Lotto-Anbieter über die Dringlichkeit: „Faber handelt jetzt, solange das Unternehmen seine weitere Entwicklung aus eigener Kraft bestimmen kann.“

Unternehmen seit Jahrzehnten im Lotto aktiv

Die Faber-Firmengruppe wurde Ende der 70er-Jahre von Norman Faber in Bochum gegründet. Das Unternehmen vertreibt große staatlich lizenzierte Lotterien. Dazu zählen Lotto 6aus49, der Eurojackpot sowie die Nordwestdeutsche Klassenlotterie (NKL) und die Süddeutsche Klassenlotterie (SKL).

Zum Unternehmen gehört auch das Callcenter Direct Call, das sich selbst als Inhouse-Callcenter der Faber-Firmengruppe bezeichnet. Faber wirbt auf seiner Internetseite damit, seit 45 Jahren im deutschen Lotto-Geschäft tätig zu sein und für „Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Innovation“ zu stehen.

Für die Beschäftigten geht es jetzt allerdings erst einmal um ihre berufliche Zukunft. Besonders hart trifft der angekündigte Stellenabbau das Callcenter. Nach BILD‑Informationen werden viele direkt am Ende des Jahres an den Feiertagen ihren Job verlieren.

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