Berlin – Deutschland soll bei Künstlicher Intelligenz endlich aufholen! BILD weiß: Das Kanzleramt arbeitet offenbar an einem großen KI-Pakt mit US-Chipgigant Nvidia. Das Ziel: Die Regierung will zukünftig KI unabhängig in Deutschland betreiben – dafür braucht es auch Nvidia-Chips.
Nvidia-Boss Jensen Huang (63) gehört zu den Stargästen, die Kanzler Friedrich Merz (70) zum Investitionsgipfel „Invest in Germany“ eingeladen hat. Dort soll laut „Handelsblatt“ am Montag auch der neue KI-Pakt verkündet werden. Schon im vergangenen Jahr hatte die Bundesregierung das Ziel ausgegeben, Deutschland zu „einer führenden KI-Nation“ zu machen. Der neue Pakt soll Deutschland diesem Ziel nun näherbringen.
Für das Projekt will der Bund laut „Handelsblatt“ viel Geld in die Hand nehmen. Im Gespräch ist ein dreistelliger Millionenbetrag. Ein Teil davon könnte in zusätzliche Rechenleistung fließen: Geplant ist dem Bericht zufolge, Kapazitäten in der „Industrial AI Cloud“ der Deutschen Telekom anzumieten. Finanziert werden könnte das Vorhaben aus Mitteln der Hightech-Agenda des Bundes.
Wildberger: Potenzial „ist gewaltig“
Digitalminister Karsten Wildberger (57, CDU) setzt große Hoffnungen in den KI-Pakt. „Das Potenzial, die Wertschöpfung der deutschen Industrie zu steigern, ist gewaltig“, sagte er dem „Handelsblatt“. Deutschland könne so im weltweiten Wettrennen um Künstliche Intelligenz aufholen.
Auch Nvidia soll den Pakt unterstützen. Der Konzern will dem Bericht zufolge Ingenieure für das Projekt bereitstellen und zusätzliche Chips liefern. Rund ein Dutzend deutsche Unternehmen wollen bei dem Projekt mitmachen, darunter Siemens, Audi und die KI-Firma „Black Forest Labs“, die als wertvollstes deutsches KI-Start-up gilt. Der US-Technologiekonzern Nvidia ist einer der wichtigsten Chip-Hersteller für Künstliche Intelligenz. Bekannt wurde die Firma mit Grafikkarten fürs Gaming, heute treiben ihre Prozessoren vor allem KI-Anwendungen und Rechenzentren an. Der Chip-Hersteller gilt mittlerweile als wertvollstes Unternehmen der Welt.