Hannover – Die niedersächsische Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf (63) hat ihr Amt niedergelegt. Die SPD-Politikerin verabschiedet sich nach mehr als 13 Jahren aus dem Landtag, teilte die SPD-Fraktion in einem Instagram-Post mit und bedankte sich für ihren Einsatz. Damit verliert die SPD ein bundesweit bekanntes Gesicht, auch wenn ihr Einfluss in der Partei als gering gilt. Für den Rücktritt soll es persönliche und gesundheitliche Gründe geben.
Die SPD-Landtagsabgeordnete gibt damit rund ein Jahr vor der Landtagswahl ihr Mandat ab. Schon zuvor hatte sie mitgeteilt, sich nicht mehr zur Wahl stellen zu wollen. Schröder-Köpf sitzt seit 2013 für die SPD im niedersächsischen Landtag. Die 63-Jährige war jahrelang Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, zuletzt leitete sie den Innen- und Sportausschuss. Außerdem engagierte sie sich für Kinder und Jugendliche, unter anderem für Beratungstelefone, eine Drogentherapiestation und Leseförderprojekte.
Ex-Frau von Gerhard Schröder
Vor allem ihr Privatleben sorgte immer wieder für Schlagzeilen: Schröder-Köpf war mit Ex-Kanzler Gerhard Schröder (82) von 1997 bis 2016 verheiratet. Nach der Trennung war sie von 2016 bis 2022 mit dem heutigen Verteidigungsminister Boris Pistorius (66) liiert. Beide Männer gehören wie sie der SPD an. Mit Schröder adoptierte sie 2004 ein dreijähriges Mädchen aus St. Petersburg. 2006 folgte die Adoption eines Jungen. Aus einer vorherigen Beziehung hat Schröder-Köpf bereits einen Sohn und lebt mit ihrer Familie in Hannover-Döhren.
Laut dem NDR gibt es für den Rücktritt persönliche und gesundheitliche Gründe. Demnach wurde sie bereits 2020 am offenen Herzen operiert, weil sich ihre Herzklappen nicht mehr ausreichend öffneten. Neben Schröder-Köpf ziehen auch Oliver Lottke (53), René Kopka (49) und Brian Baatzsch (30) einen Schlussstrich im Landtag. Sie gehen in die Kommunalpolitik.