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US-Zwischenwahlen im Herbst ++ Umfrage-Schock für Republikaner: Kann nur die Fußball-WM Trump retten?

US-Zwischenwahlen im Herbst ++ Umfrage-Schock für Republikaner: Kann nur die Fußball-WM Trump retten?
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Washington – Die USA befinden sich im Wahlkampf! Zahlreiche Vorwahlen in den Bundesstaaten läuten derzeit die „Midterm Elections“ (dt. Zwischenwahlen) im November ein, wenn Senat und Repräsentantenhaus neu gewählt werden. Seit Trumps Amtsantritt haben die Republikaner die Mehrheit im Kongress – doch jetzt schwindet der Rückhalt in der Bevölkerung immer mehr!

Der US-Präsident stürzt in den Umfragen immer weiter ab. Seine aktuelle Ablehnungsquote liegt bei 58,3 Prozent. Die Zahlen stammen aus einer Auswertung von 16 nationalen Umfragen durch das Politik-Portal „RealClearPolitics“ (RCP). Dazu: Nachdem das US-Militär iranische Stellungen angriffen hatte, kündigten die Mullahs in der Nacht umgehend Vergeltung an.

Trump: „Medien haben völlig den Verstand verloren“

Folge: Trump zürnte am Dienstag auf seinem Portal „Truth Social“ gegen die US-Medien: Selbst wenn der Iran kapituliere, würden „die scheiternde New York Times, das China Street Journal (Anm.: Wall Street Journal), das korrupte und irrelevante CNN sowie alle anderen Fake-News-Medien“ verkünden, dass der Iran gesiegt hätte. Trump polterte, die „Dumacrats“ und die Medien hätten „völlig den Verstand verloren“.

Der nächste Dämpfer für Trump folgte: Der US-Präsident will in bestimmten Bundesstaaten die Wahlkreise zugunsten seiner Republikaner verändern – erlitt aber am Dienstag eine doppelte Niederlage. In South Carolina blockierten Senatoren eine neue Wahlkreiskarte. Und in Alabama stoppte sie ein Gericht. Dazu hatten zuletzt republikanische Abgeordnete den US-Präsidenten wegen eines Justiz-Skandals scharf kritisiert.

Politologe Prof. Michael A. Bailey von der Georgetown University in Washington zu BILD: „Das sind Risse in Trumps Rückhalt unter den republikanischen Senatoren.“ Veränderungen würden erst dann eintreten, „wenn die Partei an Macht verliert“.

Trumps Hoffnung: Selbstinszenierung während der WM

In diesem Jahr feiern die USA das 250-jährige Jubiläum ihrer Unabhängigkeit. Mit dem Projekt „Liberty 250“ plant Trump große Feierlichkeiten. Ebenfalls unter dem Namen „Liberty 250“ feiert Trump am 14. Juni mit einem Cagefight-Event seinen 80. Geburtstag. Auch ein „IndyCar“-Rennen ist geplant.

Und vor allem beginnt am 11. Juni die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada. Die WM spielt Trump und dessen Zielen in die Karten, glaubt Politologe Prof. Jules Boykoff von der Pacific University in Portland. „Trump versteht die Macht des Sports und wird sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, sie politisch zu nutzen.“ Die vielen Sport-Events könnten unter Trump zum „Sportswashing“ werden — also zur politischen Imagepflege über Sportgroßevents.

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