Frankfurt/Main – Dramatische Szenen auf Deutschlands größtem Flughafen: Eine fast fabrikneue Lufthansa-Maschine ist am Donnerstag in Frankfurt plötzlich in sich zusammengesackt. Das Bugfahrwerk der Boeing 787 Dreamliner knickte unvermittelt ein – der Flugzeugrumpf stürzte nach unten und das Cockpit krachte auf den Boden!
Eine Sprecherin der Flughafenbetreibergesellschaft Fraport bestätigte gegenüber BILD den Vorfall. Demnach kam es am Donnerstag gegen 12.45 Uhr zum Crash der von der Lufthansa betriebenen Boeing 787-9. Wie es heißt, befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks keine Passagiere an Bord des Großraumflugzeugs.
Crewmitglieder und Mitarbeiter verletzt
„Auf einer Parkposition klappte unerwartet das Bugfahrwerk des Flugzeugs ein“, so ein Lufthansa-Sprecher zur dpa. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich Crew- und Bodenmitarbeitende an Bord, heißt es weiter. „Mehrere Mitarbeitende wurden verletzt und werden derzeit medizinisch versorgt.“
Fotos zeigen die nach der deutschen Stadt Herne benannte Boeing auf dem Vorfeld des Terminals, aufliegend mit eingeknicktem Fahrwerk. Rettungskräfte umringen den Pannenflieger, die rechte Frachttür steht offen, ein Servicefahrzeug ist angedockt.
Pannen-Boeing sollte nach Los Angeles fliegen
Daten von „FlightRadar24“ zufolge sollte die Maschine am Donnerstag vom Flughafen Frankfurt/Main nach Los Angeles (USA) fliegen. Sie sei 2025 gebaut und erst im Februar 2026 in Dienst gestellt worden. In der Boeing finden 260 Passagiere in drei Klassen Platz, die Reichweite beträgt rund 15.000 Kilometer. Laut der Agentur „Bloomberg“ wird das Fahrwerk der 787 Dreamliner von Safran Landing Systems gefertigt. Es besteht aus zwei Hauptfahrwerksgestellen mit jeweils vier Rädern sowie einem zweirädrigen Bugfahrwerk.
Bislang ist unklar, ob das Unglück auf menschliches Versagen oder einen technischen Defekt zurückzuführen ist. Die genauen Umstände werden nach Angaben des Lufthansa-Sprechers derzeit gemeinsam mit den zuständigen Stellen geprüft. Techniker und Hilfskräfte seien vor Ort.