Der Fifa-Skandal um US-Präsident Donald Trump (80) und die aufgehobene Rote Karte von US-Torjäger Folarin Balogun (25) beschäftigt weiterhin die Fußball-Welt. Und auch das Weiße Haus. Nun verteidigt Trumps WM-Beauftragter seinen Präsidenten – und attackiert den Schiedsrichter Raphael Claus (46).
Andrew Giuliani (40) sagt vor Journalisten in Washington: „Wir fanden es äußerst verdächtig, dass ein Schiedsrichter im Einsatz war, der zuvor im Zusammenhang mit einer Untersuchung zu Spielmanipulationen genannt worden war – und zwar speziell im Zusammenhang mit unrechtmäßig ausgesprochenen Roten Karten.“ Laut des „Guardian“ soll Giuliani auch behauptet haben, dass gegen Claus 2024 wegen falscher Roter Karten und Spielmanipulation ermittelt worden war.
Der Leiter der Fifa-Taskforce des Weißen Hauses fügt hinzu: „Und wenn man dann noch berücksichtigt, dass der VAR-Prozess falsch angewendet wurde: Bei Kontaktfouls darf man in der VAR-Überprüfung eigentlich keine Zeitlupenbilder verwenden – und genau das wurde getan. Nimmt man diese beiden Faktoren zusammen, erschien uns das äußerst, äußerst verdächtig.“
Zuvor hatte bereits Trump behauptet, der brasilianische Schiri sei wegen seiner Vergangenheit „etwas verdächtig“. Einen Grund für seine Behauptung nannte der US-Präsident dabei aber nicht.
Ein brasilianischer Journalist entgegnete Giuliani, Claus habe in der Untersuchung lediglich als Zeuge ausgesagt und sei selbst nie Ziel der Ermittlungen gewesen. Darauf antwortete Giuliani: „Er wurde keiner Straftat beschuldigt. Das wissen wir. Ich sage lediglich, dass er mit einer Untersuchung zu Spielmanipulationen in Brasilien vor einigen Jahren in Verbindung stand, bei der es – ich zitiere – um ‚unrechtmäßige Rote Karten‘ ging. Das sind die Fakten. Er stand in Zusammenhang mit dieser Untersuchung.“
Fifa und Schiri-Boss verteidigten Claus gegen Trump-Kritik
Die Fifa um Schiri-Boss Pierluigi Collina (66) hatte Claus mit einem offiziellen Statement verteidigt: „Im Laufe seiner gesamten Karriere hat er stets höchste Professionalität und Integrität bewiesen.“ Auch der brasilianische Fußballverband erklärte: „Es gibt nichts in seiner Laufbahn, das seine Integrität infrage stellt oder irgendeinen Verdacht auf Fehlverhalten stützt.“