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Sachsen-Monitor 2026: Wirtschaft verdrängt Migration als Hauptsorge

Sachsen-Monitor 2026: Wirtschaft verdrängt Migration als Hauptsorge
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Dresden – Jahrelang war Migration DAS große Reizthema im Freistaat Sachsen. Jetzt wird es von einer anderen Sorge überholt: der schwächelnden Wirtschaft! Der neue Sachsen-Monitor 2026 zeigt einen bemerkenswerten Stimmungsumschwung. Das geht aus den Zahlen hervor, die das Umfrageinstitut Ipsos im Auftrag der Sächsischen Staatsregierung ermittelte. Dabei zeigen sich deutliche Verschiebungen gegenüber der letzten entsprechenden Umfrage von 2023.

So nennen bei der offenen Frage nach dem größten Problem im Freistaat jetzt 28 Prozent die Wirtschaft, Unternehmen und industriellen Strukturwandel sowie Arbeitsmarkt, Jobs, Löhne und Fachkräftemangel. Migration und Zuwanderung kommen mit 12 Prozent nur noch auf Platz zwei. Und: Die Sachsen haben Angst um ihren erarbeiteten Wohlstand. Fast zwei Drittel der Befragten (62 Prozent) beurteilen die wirtschaftliche Lage des Freistaats inzwischen als schlecht. Nur noch 35 Prozent sagen „gut“.

Vor drei Jahren sah die Welt noch ganz anders aus. 2023 hielten 53 Prozent die Wirtschaftslage für gut, nur 45 Prozent für schlecht.

Sachsen verlieren Zukunfts-Mut fürs Land

Auch beim Blick nach vorn schwindet die Zuversicht. Nur noch 48 Prozent sehen Sachsens Zukunft optimistisch, genauso viele pessimistisch. 2023 gehörten noch 55 Prozent zum Lager der Optimisten.

Dabei gibt es einen Widerspruch: Für sich selbst sehen die Sachsen längst nicht so schwarz. 61 Prozent blicken optimistisch auf ihre persönliche Zukunft. Privat herrscht also Zuversicht, beim Blick aufs Land hingegen Krisenstimmung!

Liebe zur Demokratie, wenig Vertrauen in die Politik

Und noch ein Sachsen-Paradox: Die Demokratie selbst gewinnt an Rückhalt. 87 Prozent halten sie für eine gute Regierungsform, 2023 waren es 83 Prozent. Mit der politischen Realität fremdeln allerdings viele: 51 Prozent sind unzufrieden damit, wie die Demokratie in Sachsen funktioniert. Parteien, Bundesregierung und europäische Institutionen schneiden beim Vertrauen besonders schwach ab. Heißt: Die Sachsen sind skeptisch gegenüber dem Staat, zweifeln aber offenbar weniger an der Demokratie als an denen, die Politik machen.

Rückzug ins Private?

Während draußen Wirtschaftskrise, Kriege und politische Konflikte drücken, scheint die Welt vor der eigenen Haustür erstaunlich heil: 90 Prozent fühlen sich an ihrem Wohnort wohl, 88 Prozent finden ihn lebenswert, 86 Prozent fühlen sich dort sicher. Das könnte auf einen Rückzug ins persönliche Umfeld hindeuten: Die große Welt macht Sorgen, die kleine eigene Welt gibt Halt.

Das Sachsen-Paradox 2026: Mit ihrem eigenen Leben kommen viele klar. Angst macht ihnen, was aus ihrem Land wird.

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