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Sachsen-Anhalt: Linke erwägt Gegenkandidatur zu AfD-Kandidat Siegmund

Sachsen-Anhalt: Linke erwägt Gegenkandidatur zu AfD-Kandidat Siegmund
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Magdeburg – Bei der Wahl zum Ministerpräsidenten deutet sich in Sachsen-Anhalt eine Überraschung an. AfD-Kandidat und Wahlsieger Ulrich Siegmund (36) könnte im Landtag unerwartet Konkurrenz bekommen. Zwar schließt Noch-Ministerpräsident und CDU-Fraktionschef Sven Schulze (47) eine Gegenkandidatur aus. Überlegungen gibt es jetzt aber bei einer der kleinen Fraktionen.

Linken-Fraktionschefin Eva von Angern (49) überlegt, im ersten Wahlgang als Gegenkandidatin von Siegmund anzutreten. Ihre Fraktion berate darüber, „eine echte Alternative in Form einer eigenen Kandidatin für das Amt der Ministerpräsidentin aufzustellen“, sagte sie der „Magdeburger Volksstimme“. Eine Entscheidung soll am Dienstag in der Fraktionssitzung fallen. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kam die Linke im September auf 8,6 Prozent, wurde fünftstärkste Kraft nach AfD, CDU, SPD und Grünen.

Bei der Ministerpräsidentenwahl ist im ersten und zweiten Wahlgang eine absolute Mehrheit von 42 Stimmen nötig. Die AfD verfügt über 39 Sitze und wäre auf Überläufer aus anderen Fraktionen angewiesen. Linke, SPD und Grüne haben jeweils acht Abgeordnete in ihren Fraktionen, bei der CDU sind es 15, beim BSW fünf Sitze. Die CDU-Fraktion hat mehrheitlich beschlossen, bei der Wahl den Saal zu verlassen. Das BSW beabsichtigt, sich zu enthalten.

Um Ministerpräsidentin zu werden, müssten Linke, CDU, SPD, Grüne und BSW geschlossen für von Angern stimmen. Das gilt allerdings als unwahrscheinlich. Die Wahl findet voraussichtlich in der Landtagssitzung am 15., 16. oder 17. Dezember statt – möglicherweise als Duell.

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