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Interner Auftritt: VW-Chef Blume nennt nächsten 50.000-Job-Hammer

Interner Auftritt: VW-Chef Blume nennt nächsten 50.000-Job-Hammer
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Wolfsburg – Nächster Job-Schock bei VW! Konzernchef Oliver Blume (58) spricht in einem internen Interview offen über mögliche weitere Einschnitte. Bei den Kosten liege VW rund 20 Prozent über vergleichbaren Unternehmen. Da die Hälfte der Ausgaben auf Personal entfällt, ergibt sich daraus theoretisch ein Anpassungsbedarf von nochmals „rund 50.000 Stellen weltweit“ – sofern die Arbeitskosten nicht anders gesenkt werden.

Fest beschlossen ist diese Zahl nicht. Aktuell werde geprüft, was tatsächlich nötig und möglich sei. Klar ist aber: Der Druck auf Deutschlands größten Autobauer wächst. In dem Gespräch im VW-Intranet, das BILD vorliegt, erklärt Blume den neuen Zukunftsplan für den Konzern. Der Vorstand habe dem Aufsichtsrat ein Paket mit zwölf Initiativen, rund 150 Seiten und 45 Einzelbeschlüssen vorgestellt. Beschlossen ist der Plan aber noch nicht.

Insgesamt 100.000 Jobs könnten wegfallen

Blume sagt: „Wir haben keine Wahl und keine Zeit zu verlieren.“ Er nennt den Plan die „umfassendste Neuausrichtung der Unternehmensgeschichte“. Bereits vereinbart ist ein Abbau von rund 50.000 Stellen in Deutschland bis 2030 bei VW, Audi, Porsche und Cariad – freiwillig und sozialverträglich. Laut Blume gibt es dafür schon 37.000 unterschriebene Verträge. Bis Ende des Jahres sollen rund 27.000 Beschäftigte ausgeschieden sein. Insgesamt könnten dann 100.000 Arbeitsplätze im Konzern wegfallen.

Besonders brisant: Blume nennt erstmals selbst die Werke, deren Zukunft offen ist. Für Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm könne VW „in den 30er-Jahren noch keine wettbewerbsgerechte Belegung bestätigen“.

VW plant drei Millionen Autos weniger

Heißt: Eine Schließung ist damit nicht beschlossen. Aber eine sichere Zukunft kann Blume diesen Standorten aktuell auch nicht geben. Er betont: „Intelligente Lösungen sind immer besser, als ein Werk zu schließen.“ Der Grund für den Druck: VW plant künftig deutlich kleiner. Vor Corona war die Produktion auf 12 Millionen Fahrzeuge ausgelegt. Künftig richtet sich der Konzern nur noch auf rund 9 Millionen Autos pro Jahr ein. Weltweit seien bereits zwei Millionen Überkapazitäten abgebaut worden.

Auch die Modellpalette soll um bis zu 50 Prozent schrumpfen. Neue US-Zölle kosten VW laut Blume bis zu 5 Milliarden Euro jährlich. In China drücken mehr als 150 Wettbewerber die Preise. Blume spricht von besten Voraussetzungen für eine Transformation. Seine Zahlen klingen anders: weniger Autos, weniger Modelle, weniger Jobs – und vier Werke ohne sichere Zukunft.

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