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Deutsche Post: Standardbrief wird 20 Cent teurer

Deutsche Post: Standardbrief wird 20 Cent teurer
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Bonn – Der Gang zum Briefkasten wird zum teuren Vergnügen! Die Deutsche Post will das Porto zum 1. Januar 2027 kräftig erhöhen. Ein Standardbrief soll dann 1,15 Euro kosten. Bisher sind es 95 Cent. Das sind gut 21 Prozent mehr auf einen Schlag. Die endgültige Zustimmung der Bundesnetzagentur steht allerdings noch aus.

Und es bleibt nicht beim normalen Brief: Auch Postkarten, Großbriefe und weitere Sendungen innerhalb Deutschlands werden teurer. Wer einen Brief ins Ausland schicken will, soll künftig 1,45 Euro bezahlen. Die neuen Preise sollen zwei Jahre lang gelten.

Was bedeutet das für Kunden?

Wer zehn Standardbriefe verschickt, zahlt künftig 11,50 Euro statt 9,50 Euro. Bei 50 Briefen werden aus 47,50 Euro ganze 57,50 Euro. Besonders ärgerlich für alle, die häufig Dokumente, Glückwunschkarten oder Einladungen mit der Post verschicken. Selbst eine schlichte Rechnung per Brief kostet dann mehr.

Auch Paketkunden müssen sich auf höhere Kosten einstellen. Die Bundesnetzagentur erlaubt der Post bei Privatkunden-Paketen Preissteigerungen von fast elf Prozent. Wie teuer einzelne Pakete tatsächlich werden, hat das Unternehmen noch nicht verraten. Die neuen Tarife will die Post erst später bekannt geben.

Warum wird die Post teurer?

Die Post erklärt die Erhöhung mit einem Problem, das seit Jahren wächst: Immer weniger Menschen verschicken Briefe. Gleichzeitig steigen die Ausgaben für Personal, Energie und Material. Trotzdem muss das Unternehmen in ganz Deutschland Briefkästen und Filialen bereithalten. Post-Vorständin Nikola Hagleitner (52) nennt Preiserhöhungen deshalb „unvermeidbar“. Je weniger Briefe durch das bestehende Netz gingen, desto höher seien die Kosten für jede einzelne Sendung.

In Dänemark ist die Post schon einen Schritt weiter: Ende 2025 stellte PostNord die Briefzustellung komplett ein und baute seine rund 1500 Briefkästen ab. Ein privater Anbieter übernimmt seitdem den Briefversand.

Die Bundesnetzagentur hatte vor rund einer Woche grünes Licht für höhere Briefpreise gegeben. Demnach darf die Post das Porto für Privatkundenbriefe im Durchschnitt um bis zu 20,35 Prozent anheben. Einzelne Briefarten dürfen auch stärker verteuert werden. Die endgültige Genehmigung steht noch aus.

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