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Berlin: Kai Wegner verabschiedet sich einen Tag nach Rückzug in den Urlaub

Berlin: Kai Wegner verabschiedet sich einen Tag nach Rückzug in den Urlaub
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Berlin – Einen Tag nach seinem Rückzug kehrt Kai Wegner der Hauptstadt den Rücken – und fährt erst einmal in den Urlaub. Wie BILD erfuhr, bricht Berlins Regierender Bürgermeister im Laufe des Tages gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Katharina Günther-Wünsch und drei Kindern in den Süden auf. Wohin es den CDU-Politiker genau zieht und ob er mit dem Auto oder dem Flugzeug verreist, wollte eine Senatssprecherin auf Nachfrage nicht sagen.

ABER: Die Sprecherin betonte, der Urlaub sei schon länger geplant gewesen und keine spontane Entscheidung nach Wegners Rückzug als Spitzenkandidat. Trotzdem: Der Zeitpunkt für eine Auszeit könnte besser sein. DENN: Wegner hinterlässt seinem Nachfolger, Finanzsenator Stefan Evers (46), und der Berliner CDU einen Berg an Aufgaben. In Berlin wird schon am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus gewählt.

Evers und die CDU müssen in einer schwierigen Lage die Weichen für einen neuen Wahlkampf stellen, der auf Evers zugeschnitten ist. In den Umfragen liegt die CDU hinter Linken, Grünen und der AfD, das Gesicht des Finanzsenators kennen viele Hauptstädter noch gar nicht. Und schon ab dem 2. August soll plakatiert werden. Angesichts dieser Mammutaufgabe muss Evers nun fürs Erste auf die Unterstützung seines Chefs verzichten. Bis zum 24. Juli will Wegner der Hauptstadt fernbleiben.

Wegner und Günther-Wünsch im Familienurlaub

Wegner und Günther-Wünsch nehmen drei der insgesamt sieben Kinder des Paares mit in den Urlaub. Wegner hat aus zwei früheren Beziehungen drei Kinder, Günther-Wünsch hat vier Kinder – zwei leibliche, ein Pflegekind und ein Kind, das ihr getrennter Mann mit in die Ehe brachte. Seit Herbst 2023 sind Wegner und Günther-Wünsch ein Paar. Ein halbes Jahr zuvor hatte Berlins Regierender die frühere Lehrerin zur Bildungssenatorin gemacht.

Am Freitag hatte der 53-Jährige nach langem Hin und Her seinen Verzicht auf die CDU-Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenhauswahl erklärt. Der Druck auf ihn war wegen seiner Kommunikation infolge des Stromausfalls im Januar zu groß geworden. Mehrere Aussagen des Regierenden hatten sich im Nachhinein als unwahr herausgestellt.

Auch Evers sucht Zerstreuung

„Ja, ich habe kommunikative Fehler gemacht“, räumte der CDU-Landeschef in einer Erklärung am Freitag ein. Dies sei „Mist“ gewesen. ABER: In der Sache müsse er sich keine Vorwürfe machen – sein Krisenmanagement sei erfolgreich gewesen. Viele Berliner sehen das anders. Nun muss Evers für die CDU die Scherben aufkehren – aber erst ab Montag, denn vor der Arbeit kommt nochmal das Vergnügen.

Auf X schrieb Evers: „Manche Tage verlaufen deutlich anders, als man sich das beim Aufstehen vorgestellt hat. Aber für heute kann ich als persönliches Highlight sicher vorhersagen: Pet Shop Boys in der Waldbühne Berlin“. Den passenden Wahlkampfsong liefert er gleich dazu: „Together“ (auf Deutsch „Zusammen“).

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