Sewastopol (Ukraine) â Ăber der russisch annektierten Krim sollen laut russischen MilitĂ€rbloggern erstmals sogenannte Ballondrohnen abgefangen worden sein. Der prorussische Kanal âtactical 13â schrieb, ĂŒber der Stadt seien âBallons abgeschossenâ worden, die âschnelle Drohnenâ transportiert hĂ€tten. Die Ballons wĂŒrden demnach in â5000 bis 7000 Meternâ Höhe fliegen und ihre Kamikaze-Drohnen erst ĂŒber der Zielzone ausklinken. Diesmal seien die Drohnen âbereits ĂŒber der Stadt abgeschossenâ worden. Auch der Kanal âchpkrymâ berichtete von dieser âneuen Taktikâ der Ukraine. UnabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen lassen sich die Angaben nicht.
Bereits vor wenigen Tagen tauchte ein teilweise KI-generiertes Video solcher Ballondrohnen von der Firma Kettle Tech Labs in den sozialen Medien auf. Darin zu sehen: eine ukrainische âHornetâ-Drohne, die von einem Ballon aus rund acht Kilometern Höhe gestartet wird. Ukrainische Quellen behaupten, die Reichweite der Drohne könne sich durch die Kombination aus Ballontransport und Höhenstart von etwa 150 auf bis zu 300 Kilometer erhöhen.
So funktioniert die Ballon-Methode
Vereinfacht funktioniert die Methode so: Der Ballon trĂ€gt die Drohne zunĂ€chst mehrere tausend Meter hoch und gleichzeitig nĂ€her an ihr Ziel heran. Dabei verbraucht die Drohne kaum Batterie. Erst ĂŒber der Zielregion wird die Drohne ausgeklinkt, startet ihren Motor und kann zunĂ€chst sogar im Gleitflug Strecke machen.
Fast eine halbe Million tote russische Soldaten
Die neue Methode könnte es der Ukraine ermöglichen, noch mehr russische Ziele deutlich weiter hinter der Front anzugreifen. Der prorussische MilitĂ€rblogger âRybarâ warnte zuletzt bereits vor wachsenden Problemen bei der russischen Logistik im SĂŒden. Auf der Krim drohe inzwischen sogar ein âMangel einzelner Warenâ. Russische Truppen sind im SĂŒden stark von StraĂen- und Bahnverbindungen zur Versorgung mit Munition, Treibstoff und VerstĂ€rkungen abhĂ€ngig.
Werden diese Verbindungen dauerhaft gestört, erschwert das die russischen Operationen an der Front. Die Folge: noch mehr tote russische Soldaten. Bereits jetzt spricht die Chefin des britischen Geheimdienstes GCHQ, Anne Keast-Butler (56), von fast einer halben Million toter russischer Soldaten seit Beginn der Vollinvasion.