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Name von Donald Trump muss vom Kennedy Center in Washington verschwinden

Name von Donald Trump muss vom Kennedy Center in Washington verschwinden
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Washington – Donald Trump schmollt: Der US-Präsident will plötzlich nichts mehr mit dem berühmten Kennedy Center in Washington zu tun haben. Der Grund: Ein Richter hat angeordnet, dass Trumps Name von der Fassade der Kulturinstitution der amerikanischen Hauptstadt verschwinden muss. Zuvor hatte ein von Trump kontrolliertes Gremium die Umbenennung in „Trump Kennedy Center“ beschlossen – zu Unrecht, wie ein Richter nun feststellte. Dieses Recht sei ausschließlich dem Parlament vorbehalten.

UND: Anders als von Trump geplant, darf das Zentrum nicht für zwei Jahre wegen Renovierungsarbeiten geschlossen werden. Die Entscheidung ist rund zwei Wochen vor Trumps 80. Geburtstag, der mit viel Tamtam ausgerichtet werden soll, ein Rückschlag für seine Pläne, sich in der Hauptstadt auch über seine Amtszeit hinaus zu verewigen.

Trump reagierte angefasst auf das Urteil. „Es gab noch nie einen Präsidenten der Vereinigten Staaten, der von den Gerichten so ungerecht behandelt wurde wie ich“, polterte er in einem langen Beitrag auf Truth Social. Doch statt eine Berufung anzukündigen, blies er die von ihm geplante Renovierung des Zentrums ab. Er habe „kein Interesse“ mehr, das Projekt voranzutreiben.

Trump gibt das Projekt an Kongress ab

Er habe angeordnet, die Verantwortung für die Kultureinrichtung „komplett“ an den Kongress zu übertragen – inklusive „des Betriebs, der Instandhaltung und der Verwaltung“. Der Richter solle sich schämen, motzte Trump. Das Gericht hatte die Entscheidung damit begründet, dass der Kongress einst dem Kennedy Center seinen Namen gegeben habe, und folglich dürfe auch nur der Kongress diesen ändern.

Heißt: Es ist nicht ganz ausgeschlossen, dass Trumps Name am Ende doch wieder an der Fassade landet. Denn momentan haben Trumps Republikaner eine knappe Mehrheit in beiden Parlamentskammern. Ob sich in diesem Fall aber auch alle republikanischen Senatoren und Abgeordneten hinter Trump stellen würden, noch dazu in einem Wahljahr, scheint fraglich.

Trump: „Anti-amerikanische Propaganda“

Trump hatte das Kennedy Center kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2025 unter seine Kontrolle gebracht und einen Kampf gegen „anti-amerikanische Propaganda“ in der Kulturwelt angekündigt. Er entließ mehrere Mitglieder des Kuratoriums, übernahm den Vorsitz und beauftragte vorübergehend seinen Vertrauten Richard Grenell (59), die Institution neu auszurichten. Grenell war zuvor Botschafter der USA in Berlin und hatte dort immer wieder mit brüsken Äußerungen für Aufsehen gesorgt.

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