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Iran ruft zu „äußerster Vorsicht“ in Verhandlungen auf – Rubio zuversichtlich mit Blick auf Abkommen

Iran ruft zu „äußerster Vorsicht“ in Verhandlungen auf – Rubio zuversichtlich mit Blick auf Abkommen

Seit Anfang April gilt im Iran-Konflikt eine fragile Waffenruhe. Gespräche über eine dauerhafte Friedenslösung gestalten sich schwierig. Zentrale Streitpunkte sind der künftige Status der Straße von Hormus und das iranische Atomprogramm. Der US-Sender CBS und das Nachrichtenportal „Axios“ hatten am Freitag berichtet, das US-Militär bereite sich auf die Wiederaufnahme der Angriffe vor. „Axios“ zufolge hatte Trump am Freitagmorgen darüber mit seinen engsten Sicherheitsberatern gesprochen. Der Präsident sei zunehmend „frustriert“ über die Verhandlungen mit Teheran.

Verfolgen Sie hier alle Entwicklungen im Konflikt zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten:

18:04 Uhr – Iran und USA laut Berichten vor Verständigung auf Absichtserklärung

Die USA und der Iran stehen nach Angaben aus informierten Kreisen kurz vor einer Verständigung über eine Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges. So schilderten es zwei Regierungsvertreter aus der Nahost-Region und ein westlicher Diplomat. Teheran sprach von Anzeichen für eine Annäherung in den Verhandlungen mit den USA.

Die zwei regionalen Regierungsvertreter und der westliche Diplomat zeigten sich hoffnungsvoll, dass innerhalb von 48 Stunden eine Entscheidung über ein von Pakistan eingebrachtes Memorandum fallen könnte, das von Washington und Teheran geprüft werde. Sie wollten anonym bleiben, weil sie keine Freigabe erhalten hatten, Medien über den Vorgang zu informieren.

Ihren Angaben zufolge spielten US-Vizepräsident J.D. Vance sowie die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Trump, eine wichtige Rolle dabei, die verbliebenen Differenzen zu überbrücken. Katar habe die Vermittlungsbemühungen Pakistans unterstützt, indem es einen ranghohen Vertreter nach Teheran entsandt habe.

17:48 Uhr – Iranischer Präsident offen für diplomatische Lösung

Der iranische Präsident zeigt sich zwar offen für eine diplomatische Lösung im aktuellen Konflikt mit den USA, hat zugleich jedoch zu „äußerster Vorsicht“ bei den Verhandlungen aufgerufen. „Wir sind weiterhin gesprächsbereit, aber die Erfahrungen aus vergangenen Verhandlungen mit den USA zwingen uns zu äußerster Vorsicht“, sagte Massud Peseschkian bei einem Treffen mit Pakistans Armeechef Asim Munir. Pakistan vermittelt in dem Konflikt mit den USA.

Der Iran hege aufgrund wiederholter Vertragsbrüche und militärischer Angriffe während laufender Verhandlungen ein „tiefes Misstrauen“ gegenüber den USA, sagte Peseschkian laut dem Webportal des Präsidialamts. Er warnte zudem vor den globalen Folgen einer erneuten militärischen Eskalation. „Der Krieg hat nie jemandem irgendeinen Nutzen gebracht, und auch die USA werden in diesem Konflikt nicht als Sieger hervorgehen“, sagte Peseschkian demnach.

17:04 Uhr – Iran spricht von „Trend zur Annäherung“ und erstellt 14-Punkte-Plan

Die iranische Regierung steht nach Angaben von Außenministeriumssprecher Esmaeil Bakaei kurz vor der Fertigstellung eines 14 Punkte umfassenden Rahmenplans für eine Einigung mit den USA über ein Kriegsende. Zwischen beiden Kriegsgegnern sei „ein Trend zur Annäherung“ zu beobachten, sagte Bakaei am Samstag im iranischen Staatsfernsehen. Auf der Basis des Rahmenplans sollten innerhalb von 30 bis 60 Tagen weitere Details zwischen beiden Seiten besprochen und schließlich eine „abschließende Vereinbarung“ getroffen werden.

Zu den in dem Entwurf für eine gemeinsame Absichtserklärung enthaltenen Punkten gehörten ein Ende der Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine, sagte Bakaei. Auch Regelungen für die Schifffahrt in der Straße von Hormus seien enthalten. Um das umstrittene Atomprogramm des Iran gehe es dagegen „in dieser Phase“ noch nicht. Darüber solle zu einem späteren Zeitpunkt in „getrennten Gesprächen“ verhandelt werden.

17:02 Uhr – Iran sieht „kleiner werdende Differenzen“

Der Iran sieht in den Verhandlungen mit den USA Anzeichen für eine Annäherung. Nach weiteren Gesprächen von Pakistans Armeechef Asim Munir in Teheran sprach das iranische Außenministerium von „kleiner werdenden Differenzen“. Pakistan tritt in dem Konflikt als Vermittler auf.

15:49 Uhr – Rubio zeigt sich zuversichtlich mit Blick auf mögliches Abkommen

US-Außenminister Marco Rubio äußerte sich zuversichtlich mit Blick auf eine mögliche Einigung mit dem Iran zur Beendigung des Krieges. „Es besteht die Möglichkeit, dass wir, entweder später heute, morgen oder in ein paar Tagen, etwas bekanntzugeben haben“, sagte Rubio vor Reportern im indischen Neu-Delhi. Er hoffe auf „gute Nachrichten“, fügte der Außenminister hinzu.

14:50 Uhr – Iran droht USA mit „vernichtender“ Reaktion bei Wiederaufnahme der Angriffe

Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf droht den USA mit einer „vernichtenden“ Reaktion, sollte US-Präsident Trump die Wiederaufnahme von Angriffen auf den Iran anordnen. Das iranische Militär habe sich während des sechswöchigen Waffenstillstands neu aufgestellt, weshalb neue kriegerische Auseinandersetzungen für die USA noch „niederschmetternder und bitterer“ ausfallen würden als bisher, erklärte Ghalibaf in Onlinediensten.

Ghalibaf, der auch der iranische Verhandlungsführer in den Gesprächen mit den USA ist, veröffentlichte die Warnung nach einem Treffen mit dem pakistanischen Armeechef Asim Munir in der Hauptstadt Teheran. Pakistan tritt im Iran-Krieg als Vermittler zwischen den USA und dem Iran auf. Munir war am Freitag im Iran eingetroffen und hatte Gespräche mit mehreren Regierungsvertretern geführt.

13:30 Uhr – Trump erwägt laut Medienberichten offenbar neue Angriffe auf den Iran

Angesichts zäher Verhandlungen mit dem Iran fasst US-Präsident Trump Medienberichten zufolge neue Angriffe auf das Land ins Auge. Bei einer Sitzung mit seinen Sicherheitsberatern habe Trump zu neuen Angriffen tendiert, berichtete das Nachrichtenportal „Axios“ am Freitag. Trump selbst teilte in seinem Onlinedienst Truth Social mit, er werde wegen der „Umstände“ über das Feiertagswochenende in Washington bleiben. Der Iran drohte den USA am Samstag mit einer „vernichtenden Reaktion“, sollte das US-Militär die Attacken wieder aufnehmen.

„Axios“ berichtete weiter, Trump habe sich bei der Sitzung mit seinen Beratern zunehmend „frustriert“ über die Verhandlungen mit Teheran gezeigt. Der US-Sender CBS meldete unter Berufung auf anonyme Quellen, Militär- und Geheimdienstvertreter hätten ihre Reisepläne für das lange Wochenende angesichts möglicher Angriffe gestrichen. Beide Medien betonen aber auch, dass noch keine Entscheidung getroffen worden sei.

Zu seinen Plänen für das lange Wochenende hatte Trump am Freitag bei Truth Social erklärt, er könne nicht an der geplanten Hochzeit seines ältesten Sohnes Donald Trump Jr. teilnehmen – „obwohl ich gerne dabei gewesen wäre“. „Ich halte es für wichtig, während dieser wichtigen Zeit in Washington, D. C., im Weißen Haus, zu bleiben“, fügte er hinzu. Nähere Angaben machte Trump nicht.

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