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Hitze! Erste Regionen in Deutschland schlagen Trinkwasser-Alarm

Hitze! Erste Regionen in Deutschland schlagen Trinkwasser-Alarm
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Jülich/Hille-Südhemmern – Die ersten Regionen in Deutschland schlagen Alarm – und das schon nach wenigen Hitzetagen: Das Trinkwasser wird knapp! Die Behörden geben den Verbrauchern die Schuld, sprechen von Verschwendung.

Besonders betroffen ist aktuell Jülich im Kreis Düren (Nordrhein-Westfalen). Dort melden die Stadtwerke einen drastisch gestiegenen Wasserverbrauch. Sie rufen die Menschen dazu auf, „sehr sparsam“ mit Trinkwasser umzugehen. Vor allem das Wässern von Rasenflächen und das Befüllen von Pools soll unterbleiben.

Wasserverbrauch mehr als verdoppelt

„Diese Maßnahmen sind unerlässlich, damit wir gerade bei den heißen Temperaturen ausreichend Trinkwasser zur Verfügung haben“, sagte der Technische Leiter der Stadtwerke, Uwe Macharey. Besonders auffällig sei der Verbrauch in der Nacht. „In den Nachtstunden füllen sich normalerweise unsere Wasserspeicher. Jetzt hat sich der Verbrauch mehr als verdoppelt.“ Offenbar werden genau dann zahlreiche Rasensprenger eingeschaltet. Die Reserven sinken nach Angaben des Unternehmens zunehmend.

Auch im Mühlenkreis in Nordrhein-Westfalen verschärft sich die Lage offenbar. Der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ in Hille-Südhemmern hat seine Trinkwasser-Ampel schon am Sonntag auf Rot geschaltet. Betroffen sind Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne.

700.000 Liter Trinkwasser fehlen

Ein Pressesprecher sagt: „Die Sicherung der Trinkwasserversorgung in unserem Verbandsgebiet hat jetzt oberste Priorität.“ Nach Angaben des Verbands laufen die Brunnenanlagen bereits mit maximaler Leistung. Und trotzdem fehlen innerhalb von nur 24 Stunden rund 700.000 Liter Trinkwasser. Je nach Kommune liege der Mehrverbrauch aktuell bei bis zu 40 Prozent. Auch hier sind Gartenbewässerung, Pool-Befüllungen sowie Außenreinigung und Autowäsche im Fokus. Sie sollen komplett eingestellt werden.

Wie lange die Wasserknappheit anhält, hängt jetzt vor allem vom Wetter ab. Von einer Entspannung ist erst mal nicht auszugehen. Zwar sinken die Temperaturen in den kommenden zwei Tagen in vielen Regionen wieder deutlich Richtung 20-Grad-Marke, Niederschläge bleiben aber Mangelware. Mehr noch: Schon zum Wochenende hin steigen die Temperaturen wieder deutlich an. Deutschland und Europa sind aktuell in einem „Heat Dome“ gefangen, so die Wetterexperten.

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