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Handball: Deutsches Endspiel in Europa! Gíslason staunt und gibt einen Final-Tipp

Handball: Deutsches Endspiel in Europa! Gíslason staunt und gibt einen Final-Tipp
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„Melsungen hat bislang die Mannschaft gestellt, die am besten gespielt hat. Sie haben deutlich mehr Breite im Kader als der THW. Trotzdem muss man sagen: Es kann alles passieren.“ Sagt Alfred Gíslason (66). Der deutsche Handball-Bundestrainer wird auch heute wieder ganz genau hinschauen.

Gíslason erlebte am Samstag in der Hamburger Barclays Arena vor mehr als 11.000 Zuschauern zwei dramatische Halbfinals, die primär von zwei Torhütern entschieden wurden – Andreas Wolff (35) auf Kieler, Nebojsa Simic (33) auf Melsunger Seite.

Nach dem 29:28 des THW gegen Montpellier freute sich Gíslason besonders für seinen Nationaltorwart. Wolff habe eine „sehr gute Leistung“ gezeigt, „fünf bis sieben Siebenmeter“ gehalten und in den Schlusssekunden noch eine „fantastische Parade“ ausgepackt. Sein Ex-Klub Kiel habe „verdient gewonnen“, auch wenn die Norddeutschen es laut Gislason „ein bisschen verschlafen“ hätten, die Partie früher zuzumachen. Wichtig sei auch gewesen, „dass sie das Sieben-gegen-Sechs clever gespielt haben“.

Im zweiten Halbfinale setzte dann die MT Melsungen ein beeindruckendes Ausrufezeichen. Das klare 37:30 gegen Titelverteidiger Flensburg überraschte auch den Bundestrainer. Der SG-Auftritt sei für ihn unerklärlich gewesen. „Man muss sagen, dass Melsungen ein sehr starkes Spiel gemacht hat“, lobt Gíslason im Gespräch mit BILD. Dazu kam für ihn eine „überragende Torhüterleistung von Simic – ähnlich wie bei Andi im ersten Spiel“.

Und genau daraus entsteht die Wucht dieses Endspiels (18 Uhr, live bei Dyn/Anzeige): Hier der THW, der sich mit Erfahrung, Mentalität und Wolffs Wahnsinn ins Finale gekämpft hat. Dort Melsungen, die laut Gíslason bislang „die Mannschaft ist, die am besten gespielt hat“.

Dennoch sieht der Isländer keinen klaren Favoriten. Zwar verfüge die MT über „deutlich mehr Breite im Kader“, zugleich könnte die kürzere Regenerationszeit zum Faktor werden. Deshalb endet auch seine Analyse mit einer Warnung an alle, die dieses Finale schon entschieden sehen:

„Dass der THW gut spielen muss, ist klar. Aber es kann alles passieren.“

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