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Ausgesetzte Brüder kehren zurück. Bei wem können sie jetzt leben?

Ausgesetzte Brüder kehren zurück. Bei wem können sie jetzt leben?
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Alcácer do Sal (Portugal) – Das Schicksal der Kinder, die in einem Wald in Portugal ausgesetzt worden sind, ist noch immer ungewiss. Eine erste Entscheidung gab es nun von den Behörden: Die Brüder Zacharie (3) und Barthélémy (5) werden zurück nach Frankreich gebracht. Dort lebt auch ihr leiblicher Vater – bei dem sie aber nicht wohnen dürfen.

Wie das Bezirksgericht Setúbal am Dienstag mitteilte, haben die Kinder ihren gewöhnlichen Wohnsitz in der französischen Stadt Colmar. In der französischsprachigen Pflegefamilie in Portugal waren sie nur vorübergehend untergebracht. Jetzt übernehmen die französischen Behörden.

Mutter sitzt im Frauengefängnis

Die beiden Brüder waren von ihrer Mutter Marine R. (41) und ihrem Lebensgefährten Marc B. (55) – mit verbundenen Augen – in der Einöde von Alcácer do Sal in Portugal ausgesetzt worden. Sie hatten nur etwas Obst und eine Flasche Wasser dabei. Ein portugiesischer Bäcker entdeckte die Jungen später an einer verlassenen Haltestelle und alarmierte die Polizei. Zwei Tage später wurde das Paar 200 Kilometer entfernt, im Wallfahrtsort Fátima festgenommen, sitzt seitdem in Haft.

Leiblicher Vater darf Kinder unter Bewachung sehen

Zwar soll sich der leibliche Vater nach dem Auffinden der Kinder sofort auf den Weg gemacht haben, um seine Söhne aus Portugal abzuholen. Doch einfach mitnehmen durfte er sie nicht. Nach Recherchen französischer Medien lag das Sorgerecht bei der Mutter. Der Vater soll lediglich ein eingeschränktes Besuchsrecht haben. Warum, ist bislang unklar.

Wann genau Zacharie und Barthélémy zurück nach Colmar gebracht werden, ist noch nicht geklärt. Sobald der französische Sozialdienst die Betreuung der Kinder übernommen hat, soll geprüft werden, ob es Verwandte oder andere geeignete Personen gibt, die die Kinder aufnehmen können. Zudem müsse man entscheiden, wie das überwachte Besuchsrecht des leiblichen Vaters geregelt werde.

Das Geschwisterpaar befindet sich nach seiner Rettung in Sicherheit. Auf gerichtlichen Beschluss lebt es vorübergehend bei einer französischsprachigen Pflegefamilie in Portugal. Wie die beiden die dramatischen Erlebnisse bisher verarbeitet haben, ist nicht bekannt.

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