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Yandex sucht bewaffnete Wachleute nach Drohnenangriffen

Yandex sucht bewaffnete Wachleute nach Drohnenangriffen
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Moskau – Ukrainische Drohnen, brennende Server, gestörte Dienste! Nachdem die Ukraine mindestens fünf Rechenzentren des russischen Google-Pendants Yandex mit Drohnen angegriffen haben soll, sucht das Unternehmen nun bewaffnete Sicherheitskräfte. Das geht aus einer Stellenanzeige auf dem russischen Jobportal hh.ru hervor.

Gesucht wird ein „bewaffneter Wachmann für eine Yandex-Anlage“ in Moskau. Die Bezahlung: 8.500 Rubel pro 24-Stunden-Schicht – umgerechnet nur etwa 3,94 Euro pro Stunde. Zu den Aufgaben zählen die „Verhinderung von Notfällen und Verbrechen“ und der „Schutz von Sachwerten“. Auch gegen ukrainische Drohnen? Die Voraussetzung für den Job ist zumindest eine gültige Lizenz der „6. Qualifikationsstufe“ (erlaubt das Tragen und Nutzen von Waffen) sowie zwingend „Erfahrung im Umgang mit Waffen“.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums sollen in der vergangenen Nacht ukrainische Drohnen über russischem Gebiet abgewehrt worden sein. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin zufolge sollen 613 Drohnen in Richtung der Hauptstadtregion geflogen sein, 231 davon seien beim Anflug auf Moskau abgeschossen worden. Unabhängig bestätigen lassen sich die Angaben nicht.

Außerhalb der Hauptstadt wurden Schäden gemeldet. In Sterlitamak in der russischen Teilrepublik Baschkortostan wurde in der Nacht bei einem ukrainischen Drohnenangriff eine Fabrik getroffen. Laut einer Analyse des russischen Oppositionsmediums ASTRA handelt es sich vermutlich um das Baschkirische Soda-Unternehmen (BSK). Es produziert Rohstoffe für hochfeste Fasern, die unter anderem bei der Herstellung kugelsicherer Westen verwendet werden.

8330 ukrainische Opfer in nur drei Monaten

Die Ukraine setzt ihre Langstreckenangriffe im Rahmen ihres Abwehrkampfes gegen den russischen Angriffskrieg ein. Die ukrainischen Drohnenangriffe zielen insbesondere darauf ab, den Krieg auch für die russische Zivilbevölkerung spürbar zu machen und die russische Kriegswirtschaft möglichst empfindlich zu treffen.

DENN: Allein zwischen Juli und September 2026 beschoss Russland die Ukraine mit 16.086 Langstreckendrohnen. Im gleichen Zeitraum wurden laut den Vereinten Nationen 8330 ukrainische Zivilisten getötet oder verletzt – 90 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch am Morgen des heutigen Donnerstags wurden bei einem russischen Drohnenangriff auf den Bahnhof von Dnipro mindestens 13 Menschen getötet und mindestens 13 weitere verletzt – darunter auch ein elfjähriger Junge.

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