Jetzt spricht Watzke! Nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann (38) soll Jürgen Klopp (59) neuer Bundestrainer werden. Im Interview mit dem ZDF hat sich DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke (67) nun zum Stand im Klopp-Poker geäußert – und bestätigt die anstehenden Gespräche.
Watzke: „Es ist schon richtig, dass wir zeitnah in die USA wollen. Mal schauen, wohin – das hängt auch ein bisschen von Jürgen ab.“
BILD hatte am Sonntag berichtet, dass die entscheidenden Gespräche in New York stattfinden sollen. Die DFB-Bosse um Präsident Bernd Neuendorf (64) und Watzke planen in der zweiten Wochenhälfte einen Geheimflug, um mit Klopp zu reden und zu verhandeln. Der ist als Experte für MagentaTV im Einsatz, hat sein WM-Quartier in New York.
Was ist aktuell noch die größte Hürde im Klopp-Poker? Watzke: „Es gibt mehrere Hürden. Eine der wesentlichen ist, dass Jürgen einen Vertrag hat. Er ist Angestellter des Red-Bull-Konzerns.“
Klopp hat dort noch einen Vertrag bis 2029 als globaler Fußball-Chef. Nach BILD-Informationen haben zwischen dem DFB und Red Bull bislang noch keine offiziellen Verhandlungen stattgefunden. Zunächst soll Klopp persönlich mit Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (50) sprechen, der ebenfalls in den kommenden Tagen nach New York reist.
Watzke: „Wahrscheinlichkeit ist größer als 50 Prozent“
Grundsätzlich ist Watzke aber optimistisch: „Die Wahrscheinlichkeit ist größer als 50 Prozent, davon bin ich überzeugt. Aber es ist auch nicht 100. Wenn ich die Medien verfolge, dann ist das ja schon abgehakt. Das ist definitiv noch nicht abgehakt.“
Das Finanzielle sieht Watzke hingegen nicht als Hindernis. „Wir haben natürlich unsere Schmerzgrenze“, sagte er und fügte schmunzelnd an, dass er von Klopp „einen leichten Patriotismus-Abschlag“ erwarte.
Sportlich traut Watzke seinem langjährigen Weggefährten beim BVB ohnehin einiges zu: „Jürgen macht Spieler besser – definitiv.“ Das deutsche Spiel werde „etwas körperbetonter, etwas intensiver, etwas rustikaler“ werden. Bis wann möchte der DFB idealerweise den neuen Bundestrainer präsentieren? Watzke: „Ich denke mal vier Wochen, längstens, das sollten wir hinkriegen.“