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Verschollenes Fass lag 50 Jahre in den Alpen: Wie das Bier schmeckte

Verschollenes Fass lag 50 Jahre in den Alpen: Wie das Bier schmeckte
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Ahrntal (Italien) – Dieses Bier war wirklich lange kaltgestellt! Jahrzehntelang lag ein Fass in einer Gletscherspalte in Südtirol. Jetzt wurde es geborgen – und dann stellte sich die wichtigste Frage: Ist das Gebräu noch genießbar? Der Bierexperte fällte ein überraschendes Urteil.

Bei einem Hubschrauberflug über den südtiroler Teil in den Zillertaler Alpen fiel das Fass aus dem Transportnetz – und verschwand in einer Gletscherspalte. Bergläufer Daniel Oberlechner (42) kannte die Geschichte von einem Hüttenwirt und hielt bei seinen Touren immer wieder nach dem verschollenen Bier Ausschau.

Diesen Sommer half schließlich der Zufall: Ein heftiges Gewitter und Gletscherschwund legten das Fass auf rund 3000 Meter Höhe unterhalb der Schwarzensteinhütte frei. Der 42-Jährige buckelte den 40-Kilo-Fund mit einer Kistenkarre über Gletscher und Geröll und schließlich mit der Seilbahn ins Tal. Die Aktion sei „kräftezehrend“ gewesen, zitieren italienische Medien den Fass-Fahnder.

So schmeckt das verschollene Bier

Dort angekommen, ließ er seinen Chef, den Getränkehändler Lukas Harpf, kosten. Der „Master of Beer“ nahm einen guten Schluck. Natürlich in großer Runde mit Kollegen und Freunden.

Sein Urteil: „Das Bier war einwandfrei. Der Geschmack, die Bernsteinfarbe und sogar der Kohlensäuregehalt waren noch in Ordnung.“ Und das nach fast 50 Jahren im Eis – das Herstellungsjahr „1978“ war sogar noch im Fass eingraviert, das genaue Braudatum ist unklar. Egal – in seiner Heimat geht die Geschichte viral – der durchtrainierte Oberlechner wird als Held gefeiert.

Zum Vergleich: Fassbier hält normalerweise Wochen bis einige Monate. Dieses hier überdauerte dagegen Jahrzehnte im Eis – und schmeckte anschließend offenbar immer noch nach Bier. Bierexperte Harpf vermutet, dass das Bier nie richtig durchgefroren war und deshalb so gut erhalten ist.

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