Garmisch-Partenkirchen (Bayern) – Erst Ende 2025 wurde Deutschlands berühmtestes Gipfelkreuz auf der Zugspitze (2962 Meter) aufwendig restauriert. Hunderte illegal aufgeklebte Sticker hatten das 300 Kilogramm schwere und 4,88 Meter hohe Wahrzeichen beschädigt. Für rund 1500 Euro wurde das Kreuz instand gesetzt, neu vergoldet und Ende November an seinem angestammten Platz auf Deutschlands höchstem Berg montiert.
Doch die Freude währte nicht lange. Nur wenige Monate nach der Wiederaufstellung ging der Aufkleber-Wahnsinn in den Alpen wieder los. Der Zugspitzbahn-Betreiber „fahndet“ auf seinem Instagram-Account (106.000 Follower) nach zwei männlichen Sticker-Chaoten.
In einem Post vom Mittwochmorgen heißt es: „Oida, euer Ernst?! Das Bekleben des Gipfelkreuzes ist kein harmloser Spaß, sondern Sachbeschädigung und eine Straftat.“ Auf dem Insta-Post ist ein Mann zu sehen, der am Fuße des Gipfelkreuzes ein Klebebild anbringt und sich von einem anderen Mann per Handy dabei filmen lässt.
Betreiber fordert Männer zur Meldung auf
Der Zugspitzbahn-Betreiber in Bayern richtet sich in dem Beitrag direkt an die beiden Männer: „Jungs, ihr habt bis zum 31.08.26 Zeit, euch freiwillig bei uns zu melden. Danach geben wir die Aufnahmen zur Anzeige weiter.“
Bereits nach der Wiederaufstellung des restaurierten Gipfelkreuzes hatten die Verantwortlichen angekündigt, künftig deutlicher darauf hinzuweisen, dass das Anbringen von Klebebildern eine Sachbeschädigung darstellt.
Wichtige Rettungsnummern überklebt
Der Vandalismus beschränkt sich nicht nur auf das Gipfelkreuz. In dem Instagram-Beitrag heißt es: „Auf Warnschildern an den Aufstiegsrouten zur Zugspitze ist z.B. die Telefonnummer für wichtige Infos zu Schneefeldsprengungen zugeklebt. Und das nur wenige Monate, nachdem das Schild erneut mühsam freigekratzt wurde.“