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Türkei: Präsident Erdogan tuschelt mit Wladimir Putin auf Gipfel gegen den Westen

Türkei: Präsident Erdogan tuschelt mit Wladimir Putin auf Gipfel gegen den Westen
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Bischkek – Es kommt selten vor, dass Kirgisistan im Zentrum der internationalen Politik steht. Doch in diesen Tagen blickt die Welt nach Bischkek: Xi Jinping (73) und Wladimir Putin haben gerufen, und viele sind ihnen gefolgt. Staats- und Regierungschefs aus aller Welt, die vor allem eines eint: der Wille, den Westen zu schwächen. Und mittendrin der Präsident eines Nato-Staates, der sich dort ungewöhnlich wohlzufühlen scheint. Offiziell hat sich die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) hehre Ziele gesetzt: In den Statuten des Bündnisses ist von „regionaler Stabilität“, der „Förderung von Forschung und Kultur“ und dem „Kampf gegen Terrorismus“ die Rede. Doch ein Blick auf die Teilnehmerliste der aktuellen Zusammenkunft muss daran unweigerlich Zweifel aufkommen lassen.

Mit dabei sind etwa Irans Präsident Massud Peseschkian (73), Weißrusslands Machthaber Alexander Lukaschenko (72) und Russen-Herrscher Wladimir Putin, der dem Bündnis gemeinsam mit Xi Jinping (73) vorsteht.

Türkei sucht Nähe zu Anti-West-Bündnis

Viele der anwesenden Staatenlenker haben in ihren Heimatländern autoritäre Systeme errichtet, die politischen Gegnern nur wenig Luft zum Atem lassen. Putin selbst führt seit viereinhalb Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine und bedroht den Westen. Kann es einem Nato-Verbündeten in dieser Gesellschaft gefallen? Offenbar ja! Fotos zeigen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan im vertrauten Gespräch mit Putin. Er soll sich zudem mit Lukaschenko ausgetauscht haben.

Was auf den ersten Blick paradox erscheint, passt zur außenpolitischen Strategie Erdogans. Die Türkei ist schon 1952 (und damit vor der Bundesrepublik) der Nato beigetreten und im Grunde auch ein verlässlicher Partner – doch gleichzeitig hält sich Erdogan alle Kanäle offen, von denen er sich einen Vorteil erhofft. So unterstützte er die Ukraine militärisch, bezieht aber auch weiter Energie aus Russland.

Von der SOZ dürfte er sich neue Investitionen für seine Wirtschaft erhoffen, die unter einer hohen Inflation ächzt. Offiziell beigetreten ist er dem Anti-West-Bündnis bislang nicht – als „Beobachter“ nimmt er jedoch häufig an dessen Gipfeltreffen teil.

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