Melbourne – Was für ein Brocken! Ein Angler aus Australien hat den Fang seines Lebens gemacht und damit Geschichte geschrieben. Mit einem seltenen Süßwasser-Räuber lieferte er sich einen kräftezehrenden Kampf, der ihm einen Platz in den Rekordbüchern sicherte.
Kasey Parkinson legte sich morgens um 9 Uhr mit einem speziellen Ausrüstungsgegenstand in seinem Boot im Murray River auf die Lauer: einem Kunstköder von Bassmann Silijag mit Fransen, die die Bewegungen eines kleinen Fischs imitieren, und einem gewaltigen Haken daran.
Was für ein Fisch angebissen hat
Dann ruckte es beim Angeln plötzlich und an der Leine zappelte ein wahrer Gigant: ein sogenannter Murray-Kabeljau (Murray-Cod). Der gewaltige Süßwasser-Räuber hatte sich in den Köder an seiner Abu-Garcia-Angel verbissen.
Der Brocken verlangte dem Angler einiges an Kraft ab, dann gelang es ihm, den Prachtfisch an Bord seines Bootes zu ziehen. Stolz posierte er für eindrucksvolle Fotos und Videos mit dem Tier. Nur mühsam konnte er den riesigen Fisch festhalten und hochwuchten.
So groß war das seltene Tier
Schwer atmend, zitternd und schnaufend verkündete er die Länge seines Fischs. Eine Messung ergab eine Länge von 135,7 cm – neuer Landesrekord in Australien. Damit übertraf Kasey gleichzeitig seine persönliche Bestleistung, einen Fang mit 130 cm.
Der Angler zeigte sich auf seinem Instagram-Account überwältigt von seinem Fang: „Ich kann immer noch nicht glauben, wie groß dieser Fisch tatsächlich war. Er hat meinen persönlichen Rekord regelrecht pulverisiert, und einen Fisch dieser Größe ganz allein am Haken zu haben, werde ich nie vergessen.“
Das sagt der Angler zum Rekord
Auf BILD-Anfrage erklärt Kasey: „Ich habe insgesamt drei große Fische an diesem Morgen gefangen. Dies war der größte.“ Den Kampf mit dem Riesenbrocken kommentiert er augenzwinkernd: „Ich war ganz schön erschöpft danach – und bin es noch.“
Seine Fans zeigten sich begeistert von dem Rekordfisch: „Das ist ein verrückter Fisch“, „Glückwunsch“ und „Wo zur Hölle hast Du dieses Biest gefangen?“, kommentierten die Nutzer.
Was den Fang besonders macht
Auch die Experten der Angelzeitschrift „Blinker“, die ebenfalls über den Fang berichten, zeigen sich beeindruckt: „Dass er die Landung dieses Giganten völlig ohne Hilfe im Boot meisterte, macht den Fang umso bemerkenswerter.“ Für die Bestände, die unter Schutz stehen, gilt die Catch-&-Release-Pflicht: Nach Erinnerungsfoto und Videoaufnahmen entließ Kasey den Fisch regelgemäß wieder ins Wasser, in die Freiheit.