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Rom: Schüler (13) attackiert Lehrerin live auf Telegram

Rom: Schüler (13) attackiert Lehrerin live auf Telegram
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Rom – Ein 13-jähriger Schüler hat am Freitag seine Lehrerin Isabella Marsilio (66) brutal angegriffen. Er sprühte ihr Pfefferspray ins Gesicht und stach dreimal mit einem Tauchmesser in ihre Achselhöhle – während er die Tat live auf Telegram übertrug.

Die Attacke ereignete sich an der Mittelschule Giovanni Verga in Rom im Stadtteil Centocelle. Ein mutiger Mitschüler stoppte den Angreifer. Die Lehrerin wurde nicht lebensbedrohlich verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Sie konnte noch am selben Tag entlassen werden.

Der Angriff war kein spontaner Ausbruch – der 13-Jährige hatte ihn minutiös geplant. Nur kurz vorher postete er laut der Il Giornale einen Countdown auf TikTok: ein schwarzer Bildschirm mit der Aufschrift „-5 Stunden“. In der Schule zog er sich auf der Toilette um, setzte eine Schutzbrille und einen präparierten Helm mit befestigtem Smartphone auf. Als Letzter betrat er das Klassenzimmer, hatte sich bereits in einen Gruppen-Videoanruf geschaltet. Ermittler untersuchen jetzt seine technischen Geräte, um Zuschauer des Livestreams und mögliche Komplizen oder Anstifter zu identifizieren.

Wut über schlechte Noten

Das Motiv war laut Mitschülern und dem 13-Jährigen die Wut über schlechte Noten und angeblich zu harte Bewertungen durch die Lehrerin im Vorjahr. Isabella Marsilio steht kurz vor dem Ruhestand. Laut La Sicilia äußerte sich die Lehrerin bereits versöhnlich. Sie soll noch in der Klinik gesagt haben, dass sie dem Jungen verzeiht und sich gerne mit ihm treffen würde, „um ihn zu umarmen“. Nach italienischem Recht ist der 13-Jährige aufgrund seines Alters nicht strafmündig – er kann strafrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden. Die Jugendstaatsanwaltschaft wurde informiert, konnte aber keine Haft anordnen.

Der italienische Bildungsminister Giuseppe Valditara sprach bereits mit der Schulleitung, drückte seine Solidarität mit der Lehrerin und der gesamten Schulgemeinschaft aus. Er forderte in einem Beitrag im Netzwerk X, Minderjährigen unter 15 Jahren den Zugang zu einschlägigen Social-Media-Kanälen zu verwehren.

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