Wolfsburg (Niedersachsen) – Ein lauter Knall erschreckte am Morgen mehrere Menschen in Wolfsburg. Eine Kindertagesstätte stürzte teilweise in sich zusammen. Anwohner verständigten sofort Polizei und Feuerwehr. Die Einsatzkräfte sperrten den Bereich weiträumig ab. Trümmer liegen auf dem Grundstück am Schachtweg, auf dem die Kita noch am Morgen stand.
Die gute Nachricht: Niemand wurde verletzt, berichtet die Polizei. Denn die Kita in Niedersachsen war wegen des Wochenendes geschlossen. Keine Kinder, keine Erzieher oder Eltern – niemand war im Gebäude.
Die Polizei wurde um kurz nach 9 Uhr alarmiert. Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und das Technische Hilfswerk sind im Einsatz. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass rund die Hälfte der Kindertagesstätte eingestürzt ist. Die genaue Ursache für den Einsturz ist noch nicht bekannt. Eine Vermutung, was passiert sein könnte, gibt es vor Ort bereits.
Feuerwehr vermutet Gasexplosion
Wie ein Stadtsprecher der „Braunschweiger Zeitung“ sagte, könnte sich eine Gasexplosion ereignet haben. „Die Druckwelle war heftig“, so Sprecher Henry Eichberg gegenüber der Lokalzeitung. „Wir können von Glück reden, dass es am Sonntag passiert ist. Hier wird vermutlich auf längere Zeit kein Kitabetrieb stattfinden“, so der Sprecher.
In dem Bericht heißt es, in dem Kindergarten werde noch mit Gas gekocht. Die Polizei geht von einem technischen Defekt als Ursache für die Druckwelle am Morgen aus. Auch an Wohnhäusern in der Nachbarschaft seien Fenster samt Rahmen herausgesprengt worden, heißt es. Auch Oberbürgermeister Dennis Weilmann war vor Ort, um sich einen Überblick zu verschaffen.
Das Kinder- und Familienzentrum Martin Luther ist eine Einrichtung des evangelischen Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen. In der Kita werden rund 90 Kinder im Alter zwischen einem und sechs Jahren betreut.