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Reckless Ben: YouTuber schleust sich undercover ins ehemalige Internat von Paris Hilton ein

Reckless Ben: YouTuber schleust sich undercover ins ehemalige Internat von Paris Hilton ein
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Utah (USA) – Durch Paris Hilton wurde die Provo Canyon School in Utah (USA) als „Schreckens-Internat“ berühmt. Die Hotelerbin berichtete mehrfach öffentlich von körperlicher und seelischer Gewalt in der therapeutischen Einrichtung für verhaltensauffällige Jugendliche, die sie am eigenen Leib erfahren habe. Jetzt untermauert ein YouTuber die Vorwürfe mit einer Undercover-Aktion – schockierende Einblicke inklusive.

Der YouTuber Benjamin Schneider (30), bekannt als „Reckless Ben“, schleuste sich als angeblich 17-jähriger Schüler in die Einrichtung für schwer erziehbare Jugendliche ein. Sein Plan: die Zustände hinter den Kulissen aufdecken. Um aufgenommen zu werden, engagierte er einen Schauspieler, der seinen Vater spielte. Dessen erfundene Geschichte gegenüber der Internatsleitung: Er wolle seinen „Sohn“ von angeblichen homosexuellen Gedanken „heilen“ lassen.

Was der YouTuber erlebt haben will

Die von Schneider in seiner YouTube-Doku erhobenen Vorwürfe wiegen schwer. Er berichtet von dramatischen Erlebnissen. So sei er 30 Stunden lang in einem Isolationsraum eingesperrt worden. Das Essen sei knapp gewesen, Schüler hätten unter Schlafentzug gelitten. Es habe ein „Klima der Angst“ geherrscht.

Schon vor seiner eigenen Einweisung habe sich sein Freund Sheldon als Mitarbeiter in der Schule beworben. Brisant: Trotz erfundener krimineller Vergangenheit und ohne Schulabschluss sei er angenommen worden. In seiner Einarbeitung habe er zudem gelernt, wie man Kinder mit Fixierungsgriffen und Medikamenten ruhigstellt. Sheldon selbst beschreibt die Jugendlichen, mit denen er im Internat zu tun hatte, als „ganz normal“.

Behörden ermitteln wegen schwerer Vorwürfe

Auch die Behörden in Utah werfen der Einrichtung schwere Verstöße gegen die Sicherheit und Fürsorge von Minderjährigen vor. Die mutmaßlichen Vergehen u. a.: unnötiger Zwang, aggressiver Körperkontakt, verletzte Aufsichtspflicht, zu wenig Personal. Bereits im Mai sollen die Behörden Auflagen gegen die Einrichtung verhängt haben, weil ein verletzter Jugendlicher nicht rechtzeitig medizinisch versorgt worden sein soll.

So reagieren die Betreiber

Und die Internatsverantwortlichen? In seiner Doku konfrontiert Benjamin Schneider sie nicht direkt. Nach der Veröffentlichung teilte die Muttergesellschaft Universal Health Services (UHS) mit, man nehme die Vorwürfe sehr ernst und kooperiere vollumfänglich mit den ermittelnden Behörden.

Kurz vor der Veröffentlichung der Doku, am 6. August, wurde die Provo Canyon School vom zuständigen Gesundheitsministerium geschlossen – als Grund wurden körperliche und seelische Gewalt genannt.

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