Paris – Sie nutzten die Demonstrationen für Gewalt und Chaos, plünderten in großem Stil Geschäfte mit Designer-Sachen, Smartphones, Laptops. Jetzt tauchten die ersten Beutestücke auf Verkaufsplattformen im Internet auf. Und die Chaoten versuchen teilweise noch nicht mal, die Herkunft der Stücke zu verschleiern.
Geklaute Designer-Mode zum Verkauf angeboten
Wie mehrere Medien berichten, tauchten geplünderte Sachen unter anderem auf der Plattform Vinted auf, wo Privatleute gebrauchte Dinge verkaufen können. Smartphones von Apple und Samsung, gleich beutelweise teure Kosmetika. Laut „Blick“ wurde sogar eine nagelneue Jacke von Louis Vuitton für 540 Euro angeboten. Dazu der unverblümte Verkaufstext: „Louis-Vuitton-Jacke, gestohlen am 17. Oktober in Paris.“
Vinted hat reagiert und durchforstet die Angebote systematisch nach mutmaßlicher Beute der Plünderungen. Verdächtige „Schnäppchen“ wurden entfernt. Ein Sprecher erklärte: „Wenn gegen unsere Regeln verstoßen wird, gehen wir gegen die betreffenden Konten vor, bis hin zu dauerhaften Sperren.“ Und: „Wir arbeiten aktiv mit den Strafverfolgungsbehörden und den französischen Behörden zusammen.“
Verkäufer der Beute sollen bestraft werden
Die französische Regierung hat Vertreter von Vinted und anderen Plattformen wie eBay, TikTok und Amazon zu einem Treffen geladen, um sich über das weitere Vorgehen abzustimmen. Auf X veröffentlichte Serge Papin (71), Frankreichs Minister für kleine und mittlere Unternehmen: „Wir erwarten von diesen Plattformen, dass sie die fraglichen Anzeigen unverzüglich entfernen. Darüber hinaus werden sie eng mit den staatlichen Behörden zusammenarbeiten, damit die Wiederverkäufer strafrechtlich verfolgt werden können.“
Hunderte Millionen Euro Schaden in Frankreich
Über 2000 Geschäfte wurden während der Ausschreitungen am Wochenende in Frankreich geplündert. Der französische Industrie- und Handelskammertag schätzt den Schaden auf mehrere hundert Millionen Euro – nicht nur durch gestohlene Waren, sondern auch durch die komplette Demolierung mancher Geschäfte.
Die Zerstörungswut der Chaoten soll laut Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) nicht ungestraft bleiben. Er kündigte an: „Es ist unerträglich, die Straßen unserer Städte derart verwüstet zu sehen. Diejenigen, die zerstört haben, werden zahlen müssen.“