Pirna (Sachsen) – Großeinsatz in der Kreisstadt Pirna: Am Donnerstag um 22.15 Uhr eilten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst zu einer Wohnung im Ortsteil Sonnenstein. Hier soll ein Vater (41) gedroht haben, seine Tochter (4) und anschließend sich selbst zu töten. Das Kind wurde mit schweren Verletzungen aufgefunden.
Feuerwehr und Polizei begannen sofort mit der Erstversorgung, dann übernahm der Rettungsdienst. Parallel dazu blockierten Einsatzkräfte die engen Straßen in dem Wohngebiet in Sachsen. Auch zwei Notärzte aus Pirna und Heidenau sowie der Rettungshubschrauber Christoph 62 aus Bautzen rückten an.
Beide in Kliniken gebracht
Nach der medizinischen Erstversorgung wurde die Tochter in ein Krankenhaus gebracht. Sie schwebt inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr. Während die Polizei den Einsatzort absicherte und Spuren sicherte, kümmerte sich ein Kriseninterventionsteam um Augenzeugen und Anwohner. Sie hatten das Geschehen offenbar miterlebt.
Die Polizei äußerte sich bislang noch nicht zu den Hintergründen des Einsatzes. Zeugen vor Ort gaben an, dass der Vater zunächst versucht haben soll, seine Tochter zu töten und sich dann selbst das Leben nehmen wollte. Auch die Staatsanwaltschaft geht inzwischen davon aus, dass der Vater seine Tochter „mit Tötungsvorsatz“ schwer verletzte, wie ein Sprecher bestätigte. Einige Medien hatten von Stichverletzungen berichtet. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht.
Der 41‑Jährige wurde vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft stellte einen Antrag auf einen Haftbefehl. Der Vater soll noch am Freitag einem Richter vorgeführt werden, der über den Haftbefehl entscheidet.