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Noch vor erstem Spiel ausgeschlossen: Pokémon-Weltmeister darf nicht bei WM antreten

Noch vor erstem Spiel ausgeschlossen: Pokémon-Weltmeister darf nicht bei WM antreten
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San Francisco (USA) – Rund 10.000 Kilometer reiste er für die Chance auf seinen zweiten WM-Titel – doch dann durfte er nicht einmal antreten. Der italienische Pokémon-Profi und Ex-Weltmeister Luca Ceribelli ist noch vor Beginn der Weltmeisterschaft in San Francisco vom Turnier ausgeschlossen worden. Der Grund: Vordrängeln. Doch nach eigener Darstellung hatte er nur versucht, einem Freund zu helfen.

Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag, einen Tag vor Beginn der WM. Ceribelli war gemeinsam mit den ebenfalls für die WM qualifizierten Spielern Luca Lussignoli und Ruben Gianzini am Pokémon Center, einem offiziellen Shop für Pokémon-Fanartikel. Ceribelli schilderte seine Sicht auf den Vorfall später in einem ausführlichen Statement, das er auf „X “ veröffentlichte.

„Er hat eine dokumentierte Behinderung, durch die er sich in großen Menschenmengen äußerst unwohl fühlt“, schrieb der Ex-Weltmeister. Anders als bei früheren Gelegenheiten habe es dieses Mal im Pokémon Center keine entsprechende Lösung für ihn gegeben.

Sie ließen ihren Freund in die Schlange

Ceribelli und Lussignoli ließen ihren Freund deshalb zu sich in die Warteschlange. „Ich will das nicht groß bestreiten, denn ich glaube, dass es unser Fehler war. Aber ich hoffe, ihr versteht uns“, erklärte Ceribelli. Sie hätten geglaubt, damit die beste Lösung für die Situation gefunden zu haben.

Doch die Security schritt ein und nahm den drei Italienern ihre Veranstaltungspässe ab. Nach Ceribellis Darstellung sei ihnen mehrfach zugesichert worden, dass sie für den eigentlichen Wettbewerb am folgenden Tag neue Pässe erhalten würden. Dazu kam es aber nicht und die drei konnten nicht an der Weltmeisterschaft teilnehmen.

Ausschluss für Ceribelli „niederschmetternd“

Der Italiener hatte 2024 den Pokémon-Weltmeistertitel gewonnen und konnte nach eigenen Angaben acht Monate lang an keinem Turnier teilnehmen. Umso mehr habe er sich darauf gefreut, wieder eine WM zu erleben. Dass ihm die Möglichkeit auf diese Weise genommen worden sei, sei „gelinde gesagt niederschmetternd“, erklärte Ceribelli. Er wisse nicht, ob er sich nach dieser Erfahrung jemals wieder in der Lage fühlen werde, an einem Turnier teilzunehmen.

Eine offizielle Stellungnahme der Pokémon Company zu den Vorwürfen und dem Ausschluss lag zunächst nicht vor. Die Pokémon-Weltmeisterschaft in San Francisco läuft noch bis Sonntag (30. August). Dann werden die neuen Weltmeister gekürt.

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