Berlin – Für die Union kommt es dicker und dicker: Noch nie lag die AfD so weit vor der CDU/CSU wie im aktuellen Sonntagstrend von INSA. Während die Union auf 20 Prozent (−1) zurückfällt, bleibt die AfD mit 29 Prozent stärkste Kraft und baut ihren Vorsprung auf 9 Punkte aus. INSA-Chef Hermann Binkert (61): „Das ist der höchste je gemessene Vorsprung der AfD vor der Union.“
Schlechte Nachrichten auch für die FDP: Die Liberalen verlieren ebenfalls einen Punkt, landen bei 4 Prozent und würden einen Einzug in den Bundestag damit verpassen. Auch die Linke büßt einen Prozentpunkt ein und erreicht 10 Prozent. Einzig das BSW kann um einen Prozentpunkt zulegen und zieht mit der FDP auf 4 Prozent gleich. Grüne (13 Prozent) und SPD (12 Prozent) treten auf der Stelle.
Der Zeitpunkt könnte für die CDU kaum ungünstiger sein: In einer Woche wählt Sachsen-Anhalt (6. September), zwei Wochen später folgen Berlin und Mecklenburg-Vorpommern (20. September).
Wer könnte überhaupt noch regieren?
Schwarz-Rot kommt zusammen nur noch auf 32 Prozent – nur knapp jeder dritte Wähler! Ein Bündnis aus Grünen, SPD und Linkspartei käme zusammen auf 35 Prozent. Ebenfalls zu wenig. Die politischen Ränder, AfD, Linkspartei und BSW, dagegen würden von 43 Prozent gewählt.
Eine Mehrheitsbildung wird dadurch immer schwieriger. 16 Prozent der Wählerstimmen entfallen auf Parteien unter der Fünf-Prozent-Hürde, deshalb reichen gut 43 Prozent für eine parlamentarische Mehrheit. Die würde aber selbst eine Kenia-Koalition aus CDU/CSU, Grünen und SPD mit 45 Prozent nur knapp erreichen.