Berlin – Der Absturz in der Metall- und Autobranche beschleunigt sich: Es droht ein Job-Massaker bis 2030! Der Verband Gesamtmetall warnt: In den Firmen wackeln insgesamt 300.000 Arbeitsplätze. Das wären im Schnitt rund 10.000 Jobs weniger jeden Monat.
Laut Verbandschef Oliver Zander (61) hat die Branche in den vergangenen sieben Jahren bereits 350.000 Stellen gestrichen. Das entspreche einem jährlichen Produktionsminus von 42 Milliarden Euro („Wertschöpfungsverlust“). „Angesichts der Unterauslastung sind weitere 300.000 Arbeitsplätze allein in der Metall- und Elektro-Industrie in den nächsten zwei bis drei Jahren bedroht“, sagt Zander zu BILD. Der befürchtete zusätzliche Wohlstandsverlust für Deutschland: rund 35 Milliarden Euro pro Jahr.
Warum es der Metallbranche so schlecht geht
Aktuell arbeiten rund 3,7 Millionen Personen in den deutschen Metall-Unternehmen. Künftig könnten es nur noch 3,4 Millionen sein. „Das wäre der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung 1990“, so Zander.
Die Gründe für den Absturz der Branche sind vielfältig. Die Billigkonkurrenz aus China macht den deutschen Firmen immer stärker zu schaffen. Dazu kommen die vergleichsweise hohen Arbeits- und Energiekosten in Deutschland, der Bürokratie-Wahnsinn sowie die US‑Zölle. Die IG Metall sieht noch einen weiteren Grund: Management-Versagen – vor allem bei den Autobossen.
Neue Tarifrunde läuft
Die Gewerkschaft verlangt trotzdem für die anstehende Tarifrunde fünf Prozent mehr Lohn. Um den Druck zu erhöhen, rufen die Funktionäre bereits zu Warnstreiks auf. Begründung: Das Arbeitgeber-Angebot von 1,8 Prozent mehr Lohn bis Ende 2028 sei „lausig“ und faktisch eine „Minusrunde“. Gesamtmetall-Boss Zander widerspricht: „Die Lage ist katastrophal. Die Unternehmen kämpfen vielfach um das Überleben, und eine Besserung ist nicht in Sicht.“ Die IG-Metall-Forderung sei deshalb „unverantwortlich“. Sie gefährde damit noch mehr Arbeitsplätze in der Industrie.