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Ifo-Index steigt erneut: Deutsche Wirtschaft schöpft Hoffnung

Ifo-Index steigt erneut: Deutsche Wirtschaft schöpft Hoffnung
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Berlin – Gute Nachrichten für Deutschland! Trotz steigender Energiepreise und internationaler Krisen wird die Stimmung in den Chefetagen immer besser. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Oktober zum sechsten Mal in Folge gestiegen. Das wichtige Konjunkturbarometer legte um 0,3 Punkte auf 90,2 Punkte zu und erreichte damit den höchsten Stand seit dem Frühjahr 2023. Experten hatten zuvor mit einem unveränderten Wert von 89,9 Punkten zum Vormonat gerechnet.

„Die Konjunkturbelebung setzt sich fort“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest (58). Befragt wurden rund 9000 Unternehmen. Vor allem die Erwartungen für die kommenden Monate machen Hoffnung. Ihre aktuelle Geschäftslage bewerteten die Unternehmen dagegen etwas schlechter als noch im September.

Besonders die deutsche Industrie schöpft wieder Hoffnung! Die Unternehmen bewerteten sowohl ihre aktuelle Lage als auch ihre Geschäftsaussichten deutlich besser. Erstmals seit mehr als drei Jahren liegen beide Indikatoren wieder im Plus. Auch am Bau hellte sich die Stimmung auf. Im Dienstleistungssektor trübte sie sich dagegen ein, im Handel stagnierte sie.

Belastung durch Unsicherheit und Krisen

Dabei bleibt die Lage am Markt insgesamt angespannt. Vor allem die zuletzt gestiegenen Energiepreise belasten die Unternehmen. Hinzu kommen der Iran-Krieg und die Unsicherheit durch die US-Zollpolitik. Trotzdem blicken die Firmen so optimistisch auf ihre künftigen Geschäfte wie seit mehr als viereinhalb Jahren nicht mehr.

Und auch die Wirtschaftsprognosen steigen: Die Bundesregierung erwartet für 2026 inzwischen ein Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent. Das Ifo-Institut rechnet sogar mit einem Plus von 1,4 Prozent. Zum Vergleich: 2025 war die deutsche Wirtschaft lediglich um 0,2 Prozent gewachsen. In den beiden Jahren davor war sie geschrumpft.

Doch Experten warnen vor zu viel Euphorie. Hohe Energiepreise, Trumps Zölle und der zunehmende Exportdruck aus China könnten die Erholung bremsen. Ein kräftiger Wirtschaftsboom ist deshalb vorerst nicht in Sicht.

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