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Gesichter eines widerlichen Verbrechens: 7 Studenten vergewaltigen Kommilitonin an Elite-Uni

Gesichter eines widerlichen Verbrechens: 7 Studenten vergewaltigen Kommilitonin an Elite-Uni
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New York – Sieben Studenten der Cornell-Universität im Bundesstaat New York sollen vor zwei Jahren eine junge Frau über Stunden vergewaltigt haben. Wie jetzt herauskommt, wurden die Ermittlungen damals eingestellt. Doch die Staatsanwaltschaft rollt den Fall neu auf.

Am 8. November 2024 erschien die damals 20-jährige Studentin bei der Uni-Polizei und zeigte an, dass sie im Haus der Studentenverbindung Chi Phi vergewaltigt worden sei, nachdem man sie mit Alkohol abgefüllt und unter Drogen gesetzt hatte. Den Behörden lag zudem der widerliche Verlauf des Verbindungschats vor, in dem das Opfer auch anderen Studenten zum Missbrauch zur Verfügung gestellt wurde. In der Snapchat-Gruppe waren 57 Mitglieder, alles Männer. Niemand tat etwas.

US-Medien sagte Bezirksstaatsanwalt Matthew Van Houten, der Chat sei „grob und vulgär“, es ginge aber nicht daraus hervor, ob die Studentin dem Geschehen zugestimmt hätte. In einer ersten Vernehmung sagte die nur als Jane Doe bekannte Frau, sie hätte freiwillig mitgemacht, wäre aber auch sehr betrunken gewesen. Die Ermittlungen verliefen im Sande. Jetzt fand die Frau den Mut und reichte Zivilklage ein – Grund genug für die Staatsanwaltschaft, den Fall wieder aufzurollen.

Opfer befand sich im Selbsterhaltungsmodus

Die Behörde erklärte offiziell: „Sobald wir die angemessenen Anklagepunkte festgelegt haben, wird der Fall auf die objektivste und unparteiischste Weise verfolgt werden.“ Ihre Aussage von damals erklärte der Anwalt des Opfers mit der Ausnahmesituation, in der die Frau sich befand: „In den Tagen nach dem Übergriff war [Jane Doe] traumatisiert, wie betäubt und unfähig, zu funktionieren oder das Grauen des Geschehenen zu verarbeiten. Sie befand sich im Selbsterhaltungsmodus.“ Erst jetzt hätte die junge Frau die Kraft für die Klage gefunden. Der „Sun“ sagte Jane Doe: „Was mir widerfahren ist, war entsetzlich und zutiefst verstörend. Fast zwei Jahre später spüre ich die Folgen noch immer Tag und Nacht.“

Vergewaltigung ging 7 Stunden lang

Die mutmaßlichen Täter sollen die Studentin, die nach einem Barbesuch ohnehin schon betrunken war, mit Rum abgefüllt, ihr Ketamin (ein hochwirksames Narkose- und Schmerzmittel) gegeben haben. Dann missbrauchten zwei Studenten die 20‑Jährige. Später sollen die Beschuldigten über die junge Frau im Verbindungschat geschrieben haben. Am Ende fielen, so die Klage, sieben Männer immer wieder über die Frau her, vergewaltigten sie fast sieben Stunden lang.

Studenten wurden suspendiert

Die Beschuldigten hatten schon damals alle Vorwürfe bestritten. Angeblich sollten sie vonseiten der Uni nur einen Aufsatz schreiben und sich erklären. Das weist die Universität zurück. Es seien umfassende Untersuchungen angestellt worden. Die Beschuldigten wurden teils vorübergehend suspendiert, einige sogar der Uni verwiesen. Cornell-Sprecher Kyle Kimball: „Keiner der Beschuldigten wurde als alleinige Folge seiner Beteiligung dazu aufgefordert, Essays zu verfassen.“ Die Studentenverbindung wurde außerdem aufgelöst und ist vom Campus verbannt.

Eine erste Gerichtsverhandlung zur Prüfung des Zivilverfahrens ist für den 23. Oktober in Manhattan angesetzt.

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