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Gedenkfeier für Peter Hermann (†74) wird zum Klassentreffen der Bundesliga

Gedenkfeier für Peter Hermann (†74) wird zum Klassentreffen der Bundesliga
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Leverkusen – Die Bundesliga hat Abschied vom besten Co-Trainer aller Zeiten genommen. 200 Gäste nahmen am Donnerstag in der BayArena an der Gedenkfeier für Peter Hermann teil. Er war am 19. September 2026 im Alter von 74 Jahren an der Krankheit ALS verstorben.

Der Abschied wurde zu einem Klassentreffen der Bundesliga. Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen flog aus München ein, der ehemalige Dortmund-Coach Trainer Edin Terzic aus Bilbao. Der BVB war durch Klub-Chef Carsten Cramer, Berater Matthias Sammer und die Trainer Niko und Robert Kovac vertreten. Es kamen langjährige Wegbegleiter und Trainerkollegen wie Dragoslav Stepanovic, Hermann Gerland, Hannes Wolf, Friedhelm Funkel, Reiner Calmund, Reinhard Saftig oder auch Vizeweltmeister Klaus Fischer.

Rolfes würdigt seinen großen Förderer

„Wer alles hier ist, zeigt die Wertschätzung, die Peter verdient hat. Das ist sensationell. Er war wirklich ein besonderer Mensch. Ich bin gerührt, wie viele Spieler gekommen sind, die alle von unserem Peter gelernt haben“, sagte der sichtlich bewegte DFB-Sportdirektor Rudi Völler.

Einer dieser Spieler ist Simon Rolfes, heute Sport-Boss in Leverkusen. „Peter und ich hatten schnell eine Gemeinsamkeit, weil wir beide aus Aachen zu Bayer 04 gekommen waren. Ich habe erst später erfahren, dass er mich von der Tribüne beobachtet hatte. Bei Peter hatte jeder Spieler vom ersten Tag an das tiefgreifende Gefühl: Er will dich wirklich besser machen. Er hat trainiert, weil er den Fußball liebte. Peter hat Karrieren angeschoben – wir Spieler haben dir unendlich viel zu verdanken“, würdigte Rolfes einen seiner größten Förderer.

Hermanns Töchter Rebecca und Sarah berührten die Gäste mit ihrer Rede. Sie bedankten sich für „die vielen, schönen Worte, die große Aufmerksamkeit und die Hilfe“, die Bayer 04 leistete: „Hier konnte unser Vater trotz seiner schweren Krankheit einfach wieder Peter sein.“ Hermann verfolgte die Heimspiele in der BayArena in einem Rollstuhl von der Tribüne. Am 5. September war er letztmals im Stadion, beim 4:0 gegen Union Berlin, zwei Wochen vor seinem Tod.

„Es tut weh, von Peter Hermann Abschied zu nehmen, von einem Menschen, der in unseren Herzen und Erinnerungen bleiben wird“, meinte Leverkusens Klub-Chef Fernando Carro.

Ex-Leverkusen-Star Völler bedankte sich in seiner Rede noch mal persönlich dafür, dass Hermann die Werkself 1996 als Interimscoach vor dem Abstieg bewahrte: „Es ist ihm hochanzurechnen. Wir lagen als Mannschaft am Boden. Peter hat es überragend gemacht. Aber er wollte sich bei seiner Bescheidenheit am Ende nicht für den Klassenerhalt feiern lassen, sondern lieber im Hintergrund bleiben.“

Peter Hermann wurde im engsten Familienkreis beigesetzt.

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