Washington/Teheran – Wollen die Mullahs alte und neue Rechnungen auf einen Schlag begleichen? Laut dem israelischen Geheimdienst plant die Führung im Iran die Ermordung von US-Präsident Donald Trump (80). Entsprechende Erkenntnisse seien mit Washington geteilt worden, berichtet das „Wall Street Journal“. Ein Attentatskomplott gegen den mächtigsten Mann der Welt – es wäre eine heftige Eskalation im US-iranischen Konflikt.
Laut Bericht sollen die Mullahs seit Jahren bestehende Mordpläne jetzt überarbeitet haben. Das Regime in Teheran hatte im Januar 2020 offen Rache an Trump geschworen, nachdem der Republikaner während seiner ersten Amtszeit Qasem Soleimani (†62) töten ließ, den mächtigen und gefürchteten Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden.
Der Präzisionsschlag gegen den Top-General mit einer Killer-Drohne des Typs MQ-9 Reaper nahe dem Flughafen von Bagdad (Irak) löste unter Mullah-Getreuen Mordaufrufe und Vergeltungsforderungen gegen Trump aus. Der Iran griff damals US-Stützpunkte in der Region an – und schmiedete einen Racheplan gegen den US-Präsidenten.
Hinweise auf „konkreten“ Anschlagsplan
Die jetzt bekannt gewordenen Pläne sollen von der Führung in Teheran aber erst kürzlich ausgearbeitet worden sein. CNN berichtet, die Hinweise aus Israel enthielten sogar einen „konkreten“ Anschlagsplan, damit gehen sie über andere Attentatswarnungen an die US-Regierung deutlich hinaus!
Als Motiv der Mullahs gilt die jüngste Eskalation mit den USA – und erneut die Tötung einer zentralen Figur des Regimes: Ober-Mullah Ali Chamenei (†86). Laut dem Büro des israelischen Ministerpräsidenten telefonierten Benjamin Netanjahu (76) und Trump am Donnerstag miteinander. Tauschten sie sich dabei auch über die Mordpläne aus?
Trump: „Sie wollen mich ausschalten“
Trump selbst hatte auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel in der Türkei an Bord der Air Force One das Thema angeheizt und vor Journalisten gesagt, er sei die Nummer eins auf der Todesliste des Iran. „Sie wollen den US-Präsidenten – mich – ausschalten“, sagte er. „Ich habe heute Morgen gesehen, dass ich auf jeder einzelnen ihrer Listen stehe. Und bisher hatte ich wohl etwas Glück, aber das wird wohl nicht lange anhalten.“