Berlin – Er galt als gefährlich und war stundenlang verschwunden! Ein 20-Jähriger verließ am Freitagvormittag die psychiatrische Station eines Krankenhauses in Berlin-Kreuzberg und löste damit einen Großeinsatz aus. Die Polizei warnte die Bevölkerung: Von ihm könnte eine erhebliche Gefahr ausgehen. Erst am Abend konnte Entwarnung gegeben werden.
Der Gesuchte wurde seit 10.45 Uhr vermisst. Laut Polizei soll der Mann Gewaltfantasien geäußert haben. Demnach habe er unter anderem davon gesprochen, einen Menschen mit Benzin zu übergießen und anzuzünden. Die Beamten stufen ihn deshalb als stark fremdgefährdend.
Polizei bringt Mann zurück in Klinik
Die Berliner Polizei appellierte während der Fahndung an die Bevölkerung, dem Mann keinesfalls zu nahe zu kommen oder ihn anzusprechen. Wer ihn sehe, solle sofort den Notruf wählen. Am Abend ging schließlich der entscheidende Hinweis ein: Der Gesuchte soll sich am Helsingsforser Platz aufgehalten haben. Der Ort liegt rund dreieinhalb Kilometer vom Krankenhaus entfernt.
Die Einsatzkräfte rückten umgehend aus. „Am Ort konnten die Einsatzkräfte den Vermissten schnell identifizieren und in Gewahrsam nehmen. Anschließend brachten sie ihn zurück ins Krankenhaus, wo er seitdem wieder in Obhut ist“, teilte die Berliner Polizei mit.
Damit endete die stundenlange Suche ohne weitere Zwischenfälle. Der 20-Jährige befindet sich inzwischen wieder in ärztlicher Betreuung. Das zur Öffentlichkeitsfahndung verwendete Foto wurde unkenntlich gemacht.