Wolfgang Kubicki (74) ist neuer Bundesvorsitzender der FDP. In einer Kampfabstimmung setzte er sich am Samstag mit 59,3 Prozent gegen Marie-Agnes Strack-Zimmermann (68) durch, die ihre Gegenkandidatur kurzfristig auf dem Parteitag in Berlin angemeldet hatte. Kubicki erhielt 390 Stimmen, auf Strack-Zimmermann entfielen 259 Stimmen.
Beim Bundesparteitag der FDP war es ĂŒberraschend zu der Kampfabstimmung um den Parteivorsitz. Die Europapolitikerin Strack-Zimmermann erklĂ€rte sich am Samstag bereit, gegen Wolfgang Kubicki anzutreten, der bislang der einzige Kandidat war. Die beiden gelten parteiintern seit Langem als Kontrahenten.
Die Verteidigungspolitikerin hatte ihre Kandidatur damit begrĂŒndet, dass die FDP einen neuen Aufbruch benötige, den sie besser verkörpern könne als Kubicki. Scharfe Kritik ĂŒbte Strack-Zimmermann an Ăberlegungen von Kubicki, die âBrandmauerâ zur AfD infrage zu stellen. Strack-Zimmermann rĂ€umte ein, dass ihre Kampfkandidatur der Geschlossenheit der FDP zunĂ€chst abtrĂ€glich sein könnte. Es könne aber âkeine Einigkeit auf einem faulen Burgfriedenâ entstehen, sagte sie.
Kubicki hatte die Gegenkandidatur in einer ersten Reaktion begrĂŒĂt. âMeine Danksagung geht an Marie-Agnes Strack-Zimmermann, weil ich froh darĂŒber bin, dass die beiden alten Schlachtrösser jetzt ins Geschirr gehenâ, sagte er in seiner Bewerbungsrede fĂŒr den Parteivorsitz.