Die Könige Europas kommen aus Paris! Frankreichs FuĂźball-Riesen haben ihren Titel verteidigt. Paris St. Germain gewinnt das Champions-League-Finale in Budapest mit 5:4 nach ElferschieĂźen gegen Arsenal London. In der regulären Spielzeit trifft Ballon-d’Or-Gewinner DembĂ©lĂ© (65./FE) zum 1:1. Dann verschieĂźt Arsenals Gabriel den entscheidenden Elfmeter.Â
Erst Blitztor, dann Final-Frust für unseren England-Legionär Kai Havertz (26), der im Endspiel den Vorzug vor Arsenals Sturm-Schweden Viktor Gyökeres bekommt.
Havertz trifft bereits nach 303 Sekunden zum 1:0. Nach einem Abpraller im Mittelfeld geht unser WM-Fahrer auf und davon, hämmert den Ball aus spitzem Winkel eiskalt mit links unter die Latte. Sein 4. Treffer im 6. Saisoneinsatz. In der Nachspielzeit in Halbzeit eins verpasst er die 2:0-Vorentscheidung (45.+3).
Der Ex-Leverkusener schoss Arsenals Lokalrivale Chelsea 2021 noch zum Champions-League-Triumph. Sein Gunners-Traum („Die Champions League zu gewinnen ist ein tolles Gefühl. Aber es wäre noch schöner, wenn ich das mit Arsenal schaffen könnte“) bleibt vorerst unerfüllt.
Für Havertz wäre es die Krönung seiner Klub-Saison gewesen. Sein Siegtreffer gegen den FC Burnley (1:0) sicherte dem Klub vor zwei Wochen noch den ersten Liga-Titel seit 22 Jahren. Und das, nachdem die Saison für ihn mit einer schweren Verletzung, Knie-OP und fast einem halben Jahr Pause begann. Nach dem geplatzten Champions-League-Traum startet er jetzt in die WM-Mission mit dem DFB-Team.
Titel-Party fĂĽr Paris!
Dembélé bringt den Titelverteidiger mit seinem verwandelten Foulelfer zurück ins Spiel. Seine Bilanz in den entscheidenden K.o.-Spielen: Doppelpack im Viertelfinale in Liverpool (2:0), Doppelpack beim 5:4-Jahrhundertspiel gegen Bayern sowie sein Tor beim 1:1 im Rückspiel. Nach 90 Minuten muss er angeschlagen vom Platz.
PSG ist erst der zweite Verein nach Real Madrid, der den Champions-League-Titel verteidigt. Trainer Luis Enrique gewinnt nach seinen Triumphen 2015 (mit Barcelona) und 2025 (5:0 gegen Inter Mailand) zum dritten Mal die Königsklasse, schließt zu den Trainerlegenden Bob Paisley, Zinédine Zidane und Pep Guardiola auf. Bei einem Kader mit einem Durchschnittsalter von unter 24 Jahren könnten die Franzosen den europäischen Fußball auf Jahre hinaus diktieren.