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14 Tage vor WM-Start: Flammt hier Trumps Krise mit ICE wieder auf?

14 Tage vor WM-Start: Flammt hier Trumps Krise mit ICE wieder auf?
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Newark – Jetzt flackern die Proteste gegen Abschiebepraktiken der US-Regierung unter PrĂ€sident Donald Trump (79) erneut heftig auf – rund zwei Wochen vor dem Start der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada. Der neue Brennpunkt teils gewalttĂ€tiger Demos liegt nur 20 Kilometer von der wichtigsten WM-Arena entfernt: dem MetLife Stadium in East Rutherford, in dem auch das Finale steigt.

In der Haftanstalt „Delaney Hall“ der Abschiebebehörde ICE in Newark im US-Bundesstaat New Jersey kommt es zu tĂ€glichen Krawallen. Demonstranten blockieren die Einfahrt, vermummte Bundesbeamte setzen TrĂ€nengas und Pfefferspray ein. In die Protestbewegung haben sich auch radikale Israel-Hasser mit PalĂ€stina-Flaggen gemengt.

Klagen ĂŒber Maden im Essen und Hungerstreiks

Auslöser waren Berichte ĂŒber angeblich menschenunwĂŒrdige ZustĂ€nde in der Anstalt. Migranten klagen ĂŒber verdorbenes Essen mit Maden, ĂŒberfĂŒllte RĂ€ume, fehlende Klimaanlage und mangelnde medizinische Versorgung. Einige sollen einen Hungerstreik begonnen haben. Die Anstaltsleitung dementiert.

Zahlreiche demokratische Politiker stellten sich hinter die Protestbewegung – und versuchten, das Reizthema politisch auszuschlachten, wie konservative Medien kritisierten. Das Heimatschutzministerium nannte den Besuch der Volksvertreter einen „politischen Stunt“. Dann gerieten die Demokraten selbst ins Gemenge: New-Jersey-Senator Andy Kim (43, D) klagte nach dem Einsatz von Pfefferspray durch ICE-Agenten ĂŒber „Atemprobleme“. Er habe „Chaos innerhalb und außerhalb“ der Einrichtung gesehen, sagte Kim.

Trump schaltete sich selbst ein. Er behauptete, in der Anlage seien „einige schreckliche Killer“ untergebracht. Kongress-MinderheitsfĂŒhrer Hakeem Jeffries (55, D) widersprach. Er erklĂ€rte, die Mehrheit der Insassen habe keine Vorstrafen. Zudem seien seit dem Antritt der Trump-Regierung bereits 48 Menschen in den USA in Abschiebehaft gestorben.

Trumps Abschiebetaktiken lösten Proteste aus

Trumps knallharte Immigrationspolitik ĂŒberschattet seine zweite Amtszeit: Nach Krawallen in Los Angeles und Chicago wurde vor allem Minneapolis zum Schauplatz brutaler ICE-Taktiken und massiver Gegenproteste. Mit RenĂ©e Good (†37) und Alex Pretti (†37) wurden vergangenen Winter zwei Aktivisten bei Protesten von Bundesbeamten erschossen.

Inmitten der nationalen Empörung zog das Weiße Haus damals die Reißleine: „Border Patrol“-Hardliner Greg Bovino (56), von Kritikern als „Gestapo-Greg“ verdammt, musste gehen – ebenso die umstrittene Heimatschutzministerin Kristi Noem (54). Ihr Nachfolger Markwayne Mullin (48) versucht seither, einige der umstrittensten „Rambo-Taktiken“ der ICE-Beamten einzudĂ€mmen.

Jetzt dementiert Mullin VorwĂŒrfe der Protestgruppen in New Jersey, besonders Meldungen eines Hungerstreiks: Einige Insassen hĂ€tten Essen verweigert, weil sie „ethnische Kost“ wollten, sagte er. Klar ist aber: Das Aufflammen der andauernden Proteste wirft einen Schatten auf das Top-Sportereignis des Jahres – die am 11. Juni startende Fußball-WM.

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