{"id":335800,"date":"2026-05-05T07:08:38","date_gmt":"2026-05-05T04:08:38","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/furchterliche-amokfahrt-tatverdachtiger-war-polizei-offenbar-bekannt\/"},"modified":"2026-05-05T07:08:46","modified_gmt":"2026-05-05T04:08:46","slug":"furchterliche-amokfahrt-tatverdachtiger-war-polizei-offenbar-bekannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/furchterliche-amokfahrt-tatverdachtiger-war-polizei-offenbar-bekannt\/","title":{"rendered":"\u201eF\u00fcrchterliche Amokfahrt\u201c \u2013 Tatverd\u00e4chtiger war Polizei offenbar bekannt"},"content":{"rendered":"<p>In Leipzig ist ein Autofahrer mitten am Tag in eine Menschenmenge gefahren. Oberb\u00fcrgermeister Burkhard Jung (SPD) sprach am Abend bei einer Pressekonferenz von mindestens zwei Toten, drei Schwerverletzten und \u201evielen weiteren Verletzten\u201c. Nach Angaben des Leipziger Branddirektors Axel Schuh gab es \u201e20 Betroffene\u201c. Bei den Toten handelt es sich nach Polizeiangaben vom Abend um eine 63-j\u00e4hrige Frau und einen 77-j\u00e4hrigen Mann. <\/p>\n<p>Der Fahrer wurde inzwischen festgenommen, von ihm gehe derzeit keine Gefahr mehr aus. Einer Sprecherin zufolge sa\u00df der mutma\u00dfliche T\u00e4ter noch in dem Auto, als die Polizei eintraf. Der Mann habe den Wagen selbst gestoppt und sich widerstandslos festnehmen lassen. Er sei von der Polizei noch im Auto \u201edingfest gemacht\u201c worden.<\/p>\n<p>Bei dem Festgenommenen handelt es sich laut Polizei um einen 33-J\u00e4hrigen mit deutscher Staatsangeh\u00f6rigkeit, der in Deutschland geboren ist und in Leipzig lebt. Er befindet sich nun im polizeilichen Gewahrsam. <\/p>\n<p>Nach Informationen von WELT soll es sich bei dem Tatverd\u00e4chtigen um den Boxtrainer Jeffrey K. handeln. Zahlreiche Bilder zeigen ihn im Internet. Es kursiert zudem auch ein Video, das den Moment der Festnahme zeigen soll. Eine offizielle Best\u00e4tigung f\u00fcr die Echtheit des Videos oder die Identit\u00e4t des Mannes gibt es bislang nicht. <\/p>\n<p>Der Festgenommene soll zudem polizeibekannt sein. Nach dpa-Informationen war er allerdings nicht einschl\u00e4gig bekannt, das hei\u00dft, nicht wegen \u00e4hnlicher Taten wie jener vom Montag. Zuvor hatte die \u201eLeipziger Volkszeitung\u201c dar\u00fcber berichtet. Bei der Festnahme soll er sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben. Die Tat soll demnach aktuell nicht der politisch motivierten Kriminalit\u00e4t links, rechts oder islamistisch zugeordnet werden, es gehe vielmehr in Richtung \u201eBeziehungstat\u201c. Eine offizielle Best\u00e4tigung gibt es bislang auch daf\u00fcr nicht.<\/p>\n<p>\u201eWir gehen von einer Amokfahrt aus\u201c, sagte die leitende Oberstaatsanw\u00e4ltin Claudia Laube bei einer Pressekonferenz. Es gebe derzeit \u201ekeinerlei Anhaltspunkte f\u00fcr eine andere Lesart, es gibt keinerlei Anhaltspunkte f\u00fcr einen weiteren Tatbeteiligten\u201c. Gegen den Fahrer werde wegen zweifachen Mordes und mindestens zweifachen versuchten Mordes ermittelt, teilte eine Polizeisprecherin mit.<\/p>\n<p>Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer schrieb \u00fcber die Amokfahrt im Onlinedienst X: \u201eDas ersch\u00fcttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien. Den Verletzten w\u00fcnsche ich Kraft und schnelle Genesung. So eine Tat macht uns sprachlos \u2013 und sie macht uns entschlossen.\u201c Der Rechtsstaat werde mit aller Konsequenz handeln. Jetzt werde es darum gehen, f\u00fcreinander da zu sein. \u201eSachsen h\u00e4lt zusammen.\u201c<\/p>\n<p>In der Leipziger Nikolaikirche und Thomaskirche k\u00f6nnen Menschen der Opfer gedenken. Am Dienstag sei um 17 Uhr eine \u00f6kumenische Gedenkandacht in der Nikolaikirche geplant, teilte der Superintendent der evangelisch-lutherischen Kirche, Sebastian Feydt, mit. Zudem gebe es in beiden Kirchen Raum zum Trauern, f\u00fcr Gespr\u00e4che, Seelsorge und um Kerzen anzuz\u00fcnden. Sie seien den ganzen Tag ge\u00f6ffnet. <\/p>\n<h3>Was \u00fcber den Ablauf der Tat bekannt ist<\/h3>\n<p>Nach ersten Angaben fuhr der T\u00e4ter gegen 16.45 Uhr aus Richtung Augustusplatz kommend \u00fcber die Grimmaische Stra\u00dfe, eine Einkaufsstra\u00dfe, bis zum Markt. Auf Bildern war ein graues Auto mit besch\u00e4digter K\u00fchlerhaube und zersplitterter Windschutzscheibe vor einem Poller zu sehen. Laut \u201eBild\u201c-Zeitung fuhr der Fahrer mit hoher Geschwindigkeit. <\/p>\n<p>Nach den Worten des Leipziger Polizeipr\u00e4sidenten Ren\u00e9 Demmler kam es dabei zu \u201ezwei schweren Kollisionen\u201c, durch die zwei Passanten gestorben seien. Zudem gebe es eine gro\u00dfe Zahl Verletzter. Oberstaatsanw\u00e4ltin Laube sprach von Menschen, \u201edie in Krankenh\u00e4usern um ihr Leben k\u00e4mpfen\u201c.<\/p>\n<p>\u201eIch war gerade in einem Gesch\u00e4ft, als ich ein lautes Ger\u00e4usch h\u00f6rte. Hier ist einer durchgebrettert\u201c, berichtete ein Augenzeuge der \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.lvz.de\/lokales\/leipzig\/autofahrer-faehrt-in-leipziger-fussgaengerzone-mehrere-verletzte-64LH76YA2VAQJA7YFHF43VKEMA.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.lvz.de\/lokales\/leipzig\/autofahrer-faehrt-in-leipziger-fussgaengerzone-mehrere-verletzte-64LH76YA2VAQJA7YFHF43VKEMA.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\">Leipziger Volkszeitung<\/a>\u201c. <\/p>\n<p>Kurz nach der Tat war am Leipziger Marktplatz \u00fcberall Blaulicht zu sehen, zahlreiche Einsatzkr\u00e4fte waren vor Ort. Ein Sichtschutz wurde aufgebaut. Vor dem Auto des T\u00e4ters war ein Tuch zu sehen. Mutma\u00dflich bedeckte es eine der Leichen.<\/p>\n<p>Vor dem ber\u00fchmten Lokal \u201eAuerbachs Keller\u201c flatterte Absperrband. Vor dem Seminargeb\u00e4ude der Leipziger Universit\u00e4t, die direkt an der Grimmaischen Stra\u00dfe liegt, gedr\u00fcckte Stimmung. Junge Leute sa\u00dfen in kleinen Gruppen auf den Stufen. Viele Gesch\u00e4fte in der Leipziger Innenstadt schlossen kurz nach der Tat, nur wenige G\u00e4ste sa\u00dfen noch vor den Caf\u00e9s. <\/p>\n<p>Die Lage sei gekl\u00e4rt, sagte Oberb\u00fcrgermeister Jung in seinem Statement. \u201eEs gibt keine Gef\u00e4hrdungslage mehr.\u201c Er sprach von einer \u201ef\u00fcrchterlichen Amokfahrt\u201c. Er sei in Gedanken bei den Opfern und Angeh\u00f6rigen. Ein Kriseninterventionsteam bot Betroffenen Hilfe an.<\/p>\n<p>Neben Jung bedankte sich auch Innenminister Armin Schuster ausdr\u00fccklich bei den Menschen, die vor Ort schnell und umsichtig geholfen h\u00e4tten. Besonnene Passanten h\u00e4tten schnelle Hilfe gespendet, Wasser gereicht und vorbildlich reagiert. <\/p>\n<p>In den sozialen Medien waren von dem Einsatz Bilder mit Helikopter und zahlreichen Rettungswagen zu sehen. \u201eDie Rettungskr\u00e4fte haben einen Massenanfall von Verletzten ausgerufen, die Polizei ist mit vielen Kr\u00e4ften im Einsatz\u201c, erkl\u00e4rte die Polizei.<\/p>\n<p>Die Polizei schaltete ein Hinweisportal und ein Hinweistelefon frei. Dort k\u00f6nnen Zeugen unter anderem Fotos und Videos hochladen oder Hinweise zum Tathergang geben.<\/p>\n<p>Im Kurzbotschaftendienst X warnten die Beamten parallel vor der Verbreitung von \u201eungepr\u00fcften Meldungen und Fotos\u201c. Sie riefen dazu auf, nur verifizierte Nachrichtenquellen und Beh\u00f6rdenaccounts zu nutzen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Leipzig ist ein Autofahrer mitten am Tag in eine Menschenmenge gefahren. 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Oberstaatsanw\u00e4ltin Laube sprach von Menschen, \u201edie in Krankenh\u00e4usern um ihr Leben k\u00e4mpfen\u201c.\u201eIch war gerade in einem Gesch\u00e4ft, als ich ein lautes Ger\u00e4usch h\u00f6rte. Hier ist einer durchgebrettert\u201c, berichtete ein Augenzeuge der \u201eLeipziger Volkszeitung\u201c. Kurz nach der Tat war am Leipziger Marktplatz \u00fcberall Blaulicht zu sehen, zahlreiche Einsatzkr\u00e4fte waren vor Ort. Ein Sichtschutz wurde aufgebaut. Vor dem Auto des T\u00e4ters war ein Tuch zu sehen. Mutma\u00dflich bedeckte es eine der Leichen.Vor dem ber\u00fchmten Lokal \u201eAuerbachs Keller\u201c flatterte Absperrband. Vor dem Seminargeb\u00e4ude der Leipziger Universit\u00e4t, die direkt an der Grimmaischen Stra\u00dfe liegt, gedr\u00fcckte Stimmung. Junge Leute sa\u00dfen in kleinen Gruppen auf den Stufen. Viele Gesch\u00e4fte in der Leipziger Innenstadt schlossen kurz nach der Tat, nur wenige G\u00e4ste sa\u00dfen noch vor den Caf\u00e9s. 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Nach den Worten des Leipziger Polizeipr\u00e4sidenten Ren\u00e9 Demmler kam es dabei zu \u201ezwei schweren Kollisionen\u201c, durch die zwei Passanten gestorben seien. Zudem gebe es eine gro\u00dfe Zahl Verletzter. Oberstaatsanw\u00e4ltin Laube sprach von Menschen, \u201edie in Krankenh\u00e4usern um ihr Leben k\u00e4mpfen\u201c.\u201eIch war gerade in einem Gesch\u00e4ft, als ich ein lautes Ger\u00e4usch h\u00f6rte. Hier ist einer durchgebrettert\u201c, berichtete ein Augenzeuge der \u201eLeipziger Volkszeitung\u201c. Kurz nach der Tat war am Leipziger Marktplatz \u00fcberall Blaulicht zu sehen, zahlreiche Einsatzkr\u00e4fte waren vor Ort. Ein Sichtschutz wurde aufgebaut. Vor dem Auto des T\u00e4ters war ein Tuch zu sehen. Mutma\u00dflich bedeckte es eine der Leichen.Vor dem ber\u00fchmten Lokal \u201eAuerbachs Keller\u201c flatterte Absperrband. Vor dem Seminargeb\u00e4ude der Leipziger Universit\u00e4t, die direkt an der Grimmaischen Stra\u00dfe liegt, gedr\u00fcckte Stimmung. 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Nach Informationen von WELT soll es sich bei dem Tatverd\u00e4chtigen um den Boxtrainer Jeffrey K. handeln. Zahlreiche Bilder zeigen ihn im Internet. Es kursiert zudem auch ein Video, das den Moment der Festnahme zeigen soll. Eine offizielle Best\u00e4tigung f\u00fcr die Echtheit des Videos oder die Identit\u00e4t des Mannes gibt es bislang nicht. Der Festgenommene soll zudem polizeibekannt sein. Nach dpa-Informationen war er allerdings nicht einschl\u00e4gig bekannt, das hei\u00dft, nicht wegen \u00e4hnlicher Taten wie jener vom Montag. Zuvor hatte die \u201eLeipziger Volkszeitung\u201c dar\u00fcber berichtet. Bei der Festnahme soll er sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben. Die Tat soll demnach aktuell nicht der politisch motivierten Kriminalit\u00e4t links, rechts oder islamistisch zugeordnet werden, es gehe vielmehr in Richtung \u201eBeziehungstat\u201c. Eine offizielle Best\u00e4tigung gibt es bislang auch daf\u00fcr nicht.\u201eWir gehen von einer Amokfahrt aus\u201c, sagte die leitende Oberstaatsanw\u00e4ltin Claudia Laube bei einer Pressekonferenz. Es gebe derzeit \u201ekeinerlei Anhaltspunkte f\u00fcr eine andere Lesart, es gibt keinerlei Anhaltspunkte f\u00fcr einen weiteren Tatbeteiligten\u201c. Gegen den Fahrer werde wegen zweifachen Mordes und mindestens zweifachen versuchten Mordes ermittelt, teilte eine Polizeisprecherin mit.Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer schrieb \u00fcber die Amokfahrt im Onlinedienst X: \u201eDas ersch\u00fcttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien. Den Verletzten w\u00fcnsche ich Kraft und schnelle Genesung. So eine Tat macht uns sprachlos \u2013 und sie macht uns entschlossen.\u201c Der Rechtsstaat werde mit aller Konsequenz handeln. Jetzt werde es darum gehen, f\u00fcreinander da zu sein. \u201eSachsen h\u00e4lt zusammen.\u201cIn der Leipziger Nikolaikirche und Thomaskirche k\u00f6nnen Menschen der Opfer gedenken. Am Dienstag sei um 17 Uhr eine \u00f6kumenische Gedenkandacht in der Nikolaikirche geplant, teilte der Superintendent der evangelisch-lutherischen Kirche, Sebastian Feydt, mit. Zudem gebe es in beiden Kirchen Raum zum Trauern, f\u00fcr Gespr\u00e4che, Seelsorge und um Kerzen anzuz\u00fcnden. Sie seien den ganzen Tag ge\u00f6ffnet. Was \u00fcber den Ablauf der Tat bekannt istNach ersten Angaben fuhr der T\u00e4ter gegen 16.45 Uhr aus Richtung Augustusplatz kommend \u00fcber die Grimmaische Stra\u00dfe, eine Einkaufsstra\u00dfe, bis zum Markt. Auf Bildern war ein graues Auto mit besch\u00e4digter K\u00fchlerhaube und zersplitterter Windschutzscheibe vor einem Poller zu sehen. Laut \u201eBild\u201c-Zeitung fuhr der Fahrer mit hoher Geschwindigkeit. 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Junge Leute sa\u00dfen in kleinen Gruppen auf den Stufen. Viele Gesch\u00e4fte in der Leipziger Innenstadt schlossen kurz nach der Tat, nur wenige G\u00e4ste sa\u00dfen noch vor den Caf\u00e9s. Die Lage sei gekl\u00e4rt, sagte Oberb\u00fcrgermeister Jung in seinem Statement. \u201eEs gibt keine Gef\u00e4hrdungslage mehr.\u201c Er sprach von einer \u201ef\u00fcrchterlichen Amokfahrt\u201c. Er sei in Gedanken bei den Opfern und Angeh\u00f6rigen. Ein Kriseninterventionsteam bot Betroffenen Hilfe an.Neben Jung bedankte sich auch Innenminister Armin Schuster ausdr\u00fccklich bei den Menschen, die vor Ort schnell und umsichtig geholfen h\u00e4tten. Besonnene Passanten h\u00e4tten schnelle Hilfe gespendet, Wasser gereicht und vorbildlich reagiert. In den sozialen Medien waren von dem Einsatz Bilder mit Helikopter und zahlreichen Rettungswagen zu sehen. \u201eDie Rettungskr\u00e4fte haben einen Massenanfall von Verletzten ausgerufen, die Polizei ist mit vielen Kr\u00e4ften im Einsatz\u201c, erkl\u00e4rte die Polizei.Die Polizei schaltete ein Hinweisportal und ein Hinweistelefon frei. Dort k\u00f6nnen Zeugen unter anderem Fotos und Videos hochladen oder Hinweise zum Tathergang geben.Im Kurzbotschaftendienst X warnten die Beamten parallel vor der Verbreitung von \u201eungepr\u00fcften Meldungen und Fotos\u201c. 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Oberb\u00fcrgermeister Burkhard Jung (SPD) sprach am Abend bei einer Pressekonferenz von mindestens zwei Toten, drei Schwerverletzten und \u201evielen weiteren Verletzten\u201c. Nach Angaben des Leipziger Branddirektors Axel Schuh gab es \u201e20 Betroffene\u201c. Bei den Toten handelt es sich nach Polizeiangaben vom Abend um eine 63-j\u00e4hrige Frau und einen 77-j\u00e4hrigen Mann. Der Fahrer wurde inzwischen festgenommen, von ihm gehe derzeit keine Gefahr mehr aus. Einer Sprecherin zufolge sa\u00df der mutma\u00dfliche T\u00e4ter noch in dem Auto, als die Polizei eintraf. Der Mann habe den Wagen selbst gestoppt und sich widerstandslos festnehmen lassen. Er sei von der Polizei noch im Auto \u201edingfest gemacht\u201c worden.Bei dem Festgenommenen handelt es sich laut Polizei um einen 33-J\u00e4hrigen mit deutscher Staatsangeh\u00f6rigkeit, der in Deutschland geboren ist und in Leipzig lebt. Er befindet sich nun im polizeilichen Gewahrsam. Nach Informationen von WELT soll es sich bei dem Tatverd\u00e4chtigen um den Boxtrainer Jeffrey K. handeln. Zahlreiche Bilder zeigen ihn im Internet. Es kursiert zudem auch ein Video, das den Moment der Festnahme zeigen soll. Eine offizielle Best\u00e4tigung f\u00fcr die Echtheit des Videos oder die Identit\u00e4t des Mannes gibt es bislang nicht. Der Festgenommene soll zudem polizeibekannt sein. Nach dpa-Informationen war er allerdings nicht einschl\u00e4gig bekannt, das hei\u00dft, nicht wegen \u00e4hnlicher Taten wie jener vom Montag. Zuvor hatte die \u201eLeipziger Volkszeitung\u201c dar\u00fcber berichtet. Bei der Festnahme soll er sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben. Die Tat soll demnach aktuell nicht der politisch motivierten Kriminalit\u00e4t links, rechts oder islamistisch zugeordnet werden, es gehe vielmehr in Richtung \u201eBeziehungstat\u201c. Eine offizielle Best\u00e4tigung gibt es bislang auch daf\u00fcr nicht.\u201eWir gehen von einer Amokfahrt aus\u201c, sagte die leitende Oberstaatsanw\u00e4ltin Claudia Laube bei einer Pressekonferenz. Es gebe derzeit \u201ekeinerlei Anhaltspunkte f\u00fcr eine andere Lesart, es gibt keinerlei Anhaltspunkte f\u00fcr einen weiteren Tatbeteiligten\u201c. Gegen den Fahrer werde wegen zweifachen Mordes und mindestens zweifachen versuchten Mordes ermittelt, teilte eine Polizeisprecherin mit.Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer schrieb \u00fcber die Amokfahrt im Onlinedienst X: \u201eDas ersch\u00fcttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien. Den Verletzten w\u00fcnsche ich Kraft und schnelle Genesung. So eine Tat macht uns sprachlos \u2013 und sie macht uns entschlossen.\u201c Der Rechtsstaat werde mit aller Konsequenz handeln. Jetzt werde es darum gehen, f\u00fcreinander da zu sein. \u201eSachsen h\u00e4lt zusammen.\u201cIn der Leipziger Nikolaikirche und Thomaskirche k\u00f6nnen Menschen der Opfer gedenken. Am Dienstag sei um 17 Uhr eine \u00f6kumenische Gedenkandacht in der Nikolaikirche geplant, teilte der Superintendent der evangelisch-lutherischen Kirche, Sebastian Feydt, mit. Zudem gebe es in beiden Kirchen Raum zum Trauern, f\u00fcr Gespr\u00e4che, Seelsorge und um Kerzen anzuz\u00fcnden. Sie seien den ganzen Tag ge\u00f6ffnet. Was \u00fcber den Ablauf der Tat bekannt istNach ersten Angaben fuhr der T\u00e4ter gegen 16.45 Uhr aus Richtung Augustusplatz kommend \u00fcber die Grimmaische Stra\u00dfe, eine Einkaufsstra\u00dfe, bis zum Markt. Auf Bildern war ein graues Auto mit besch\u00e4digter K\u00fchlerhaube und zersplitterter Windschutzscheibe vor einem Poller zu sehen. Laut \u201eBild\u201c-Zeitung fuhr der Fahrer mit hoher Geschwindigkeit. Nach den Worten des Leipziger Polizeipr\u00e4sidenten Ren\u00e9 Demmler kam es dabei zu \u201ezwei schweren Kollisionen\u201c, durch die zwei Passanten gestorben seien. Zudem gebe es eine gro\u00dfe Zahl Verletzter. Oberstaatsanw\u00e4ltin Laube sprach von Menschen, \u201edie in Krankenh\u00e4usern um ihr Leben k\u00e4mpfen\u201c.\u201eIch war gerade in einem Gesch\u00e4ft, als ich ein lautes Ger\u00e4usch h\u00f6rte. Hier ist einer durchgebrettert\u201c, berichtete ein Augenzeuge der \u201eLeipziger Volkszeitung\u201c. Kurz nach der Tat war am Leipziger Marktplatz \u00fcberall Blaulicht zu sehen, zahlreiche Einsatzkr\u00e4fte waren vor Ort. Ein Sichtschutz wurde aufgebaut. Vor dem Auto des T\u00e4ters war ein Tuch zu sehen. Mutma\u00dflich bedeckte es eine der Leichen.Vor dem ber\u00fchmten Lokal \u201eAuerbachs Keller\u201c flatterte Absperrband. Vor dem Seminargeb\u00e4ude der Leipziger Universit\u00e4t, die direkt an der Grimmaischen Stra\u00dfe liegt, gedr\u00fcckte Stimmung. Junge Leute sa\u00dfen in kleinen Gruppen auf den Stufen. Viele Gesch\u00e4fte in der Leipziger Innenstadt schlossen kurz nach der Tat, nur wenige G\u00e4ste sa\u00dfen noch vor den Caf\u00e9s. Die Lage sei gekl\u00e4rt, sagte Oberb\u00fcrgermeister Jung in seinem Statement. \u201eEs gibt keine Gef\u00e4hrdungslage mehr.\u201c Er sprach von einer \u201ef\u00fcrchterlichen Amokfahrt\u201c. Er sei in Gedanken bei den Opfern und Angeh\u00f6rigen. Ein Kriseninterventionsteam bot Betroffenen Hilfe an.Neben Jung bedankte sich auch Innenminister Armin Schuster ausdr\u00fccklich bei den Menschen, die vor Ort schnell und umsichtig geholfen h\u00e4tten. Besonnene Passanten h\u00e4tten schnelle Hilfe gespendet, Wasser gereicht und vorbildlich reagiert. 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