{"id":335613,"date":"2026-05-03T21:02:40","date_gmt":"2026-05-03T18:02:40","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/es-wird-vielleicht-ein-bisschen-zugespitzt-aber-neu-ist-es-nicht-sagt-merz-zum-truppenabzug\/"},"modified":"2026-05-03T21:02:48","modified_gmt":"2026-05-03T18:02:48","slug":"es-wird-vielleicht-ein-bisschen-zugespitzt-aber-neu-ist-es-nicht-sagt-merz-zum-truppenabzug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/es-wird-vielleicht-ein-bisschen-zugespitzt-aber-neu-ist-es-nicht-sagt-merz-zum-truppenabzug\/","title":{"rendered":"\u201eEs wird vielleicht ein bisschen zugespitzt, aber neu ist es nicht\u201c, sagt Merz zum Truppenabzug"},"content":{"rendered":"<p>Bundeskanzler Friedrich Merz hat den angek\u00fcndigten Abzug von mehr als 5000 US-Soldaten aus Deutschland heruntergespielt. \u201eEs wird vielleicht ein bisschen zugespitzt, aber neu ist es nicht\u201c, sagte der CDU-Politiker am Sonntag bei der Aufzeichnung der ARD-Sendung \u201eCaren Miosga\u201c nach Angaben des Senders. Es handele sich um ein Kontingent, das der fr\u00fchere US-Pr\u00e4sident Joe Biden auf Zeit stationiert habe und \u00fcber dessen Abzug seit l\u00e4ngerer Zeit gesprochen worden sei.<\/p>\n<p>Einen direkten Zusammenhang mit seinem Streit mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump \u00fcber den Iran-Krieg bestritt Merz: \u201eEs gibt keinen Zusammenhang.\u201c An der nuklearen Teilhabe der USA gebe es \u201e\u00fcberhaupt keine Abstriche\u201c, sagte der Kanzler. \u201eEs gibt keine Einschr\u00e4nkung der amerikanischen Zusage der nuklearen Abschreckung des Nato\u2011Gebietes. Da gibt es auch an keiner Stelle Zweifel.\u201c<\/p>\n<p>Zu seinem Verh\u00e4ltnis mit Trump sagte Merz, er \u200cm\u00fcsse akzeptieren, dass der US-Pr\u00e4sident eine andere Meinung habe. \u201eAber das \u00e4ndert nichts daran, dass meine \u00dcberzeugung bleibt, dass die Amerikaner f\u00fcr uns die wichtigsten Partner im Nordatlantischen B\u00fcndnis sind.\u201c Der Kanzler bekr\u00e4ftigte zugleich seine Kritik an der US-Iran-Strategie und verteidigte den Satz, wonach der Iran die USA \u201egedem\u00fctigt\u201c habe.<\/p>\n<p>Er habe Trump klar gesagt: \u201eWenn du willst, dass wir dir bei einem solchen Konflikt helfen, dann ruf uns vorher an.\u201c Er gebe die Arbeit am transatlantischen Verh\u00e4ltnis nicht auf, betonte Merz: \u201eIch gebe auch die \u200cZusammenarbeit mit Donald Trump nicht auf.\u201c<\/p>\n<p>Die Vereinigten Staaten wollen nach Angaben von Trump mehr Soldaten aus Deutschland abziehen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article69f542396fe2dee7bfb10261\/usa-kuendigen-abzug-von-5000-soldaten-aus-deutschland-an-was-der-schritt-bedeutet.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article69f542396fe2dee7bfb10261\/usa-kuendigen-abzug-von-5000-soldaten-aus-deutschland-an-was-der-schritt-bedeutet.html\">als zun\u00e4chst angek\u00fcndigt<\/a>. \u201eWir werden massiv abbauen, und wir bauen weit mehr als 5000 ab\u201c, sagte Trump am Samstag in Florida zu Journalisten. Deutschland ist derzeit mit gut 39.000 US-Soldaten der gr\u00f6\u00dfte St\u00fctzpunkt des US-Milit\u00e4rs in Europa und dient als wichtiges Ausbildungszentrum. Am Freitag war nur von einem Abzug von 5000 Soldaten binnen sechs bis zw\u00f6lf Monaten die \u200cRede gewesen. Nach bisherigen US-Angaben soll ein in \u200cDeutschland stationiertes Brigade-Kampfteam aus Deutschland abgezogen werden, und ein Bataillon f\u00fcr die Stationierung von Tomahawk-Marschflugk\u00f6rpern nicht mehr entsandt werden.<\/p>\n<p>Merz best\u00e4tigte in der ARD, dass die von Biden fr\u00fcher \u200czugesagten Tomahawk-Marschflugk\u00f6rper aus den USA zumindest vorerst nicht nach Deutschland geliefert w\u00fcrden. \u201eDie Amerikaner haben zurzeit selbst \u200cnicht \u200cgenug\u201c, sagte Merz. \u201eObjektiv gibt es aus den USA heraus kaum eine M\u00f6glichkeit, Waffensysteme dieser Art abzugeben.\u201c Zugleich betonte der Kanzler: \u201eDer Zug ist nicht abgefahren.\u201c <\/p>\n<h3>Duldung durch die AfD? \u201eDas kommt mit mir nicht infrage\u201c<\/h3>\n<p>Neben au\u00dfenpolitischen Fragen blickte Miosga auch auf den Zustand der schwarz-roten Koalition. Die SPD-Forderung nach einer st\u00e4rkeren Besteuerung h\u00f6herer Einkommen lehnte Merz ab. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) m\u00fcsse \u201ewissen, dass das mit der CDU\/CSU nicht geht \u2013 auch mit mir nicht\u201c, sagte der CDU-Vorsitzende am Sonntag. Kurz vor dem ersten Jahrestag seiner Wahl zum Kanzler r\u00e4umte er ein, dass in seiner Partei Unzufriedenheit \u00fcber die Koalition mit der SPD herrsche.<\/p>\n<p>Es gebe in der Union \u201eeinen gr\u00f6\u00dfer werdenden Unmut \u00fcber Kompromisse\u201c, die mit der SPD eingegangen werden mussten, sagte der Kanzler\u00a0\u2013 und rief zugleich die SPD zu Kompromissbereitschaft auf. \u201eKompromisse sind keine Einbahnstra\u00dfe\u201c, sagte Merz.<\/p>\n<p>Der Kanzler und CDU-Chef stellte klar, dass er trotz der Schwierigkeiten in der schwarz-roten Koalition keine andere Mehrheit im Bundestag suche\u00a0\u2013 und auch keine Duldung durch die AfD: \u201eDas kommt mit mir nicht infrage\u201c, sagte Merz. Diese Festlegung verband er mit einem Appell an den Koalitionspartner: \u201eDas sollte die SPD jetzt aber nicht zu dem Gedanken verleiten, sie k\u00f6nnte mit uns machen, was sie will.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bundeskanzler Friedrich Merz hat den angek\u00fcndigten Abzug von mehr als 5000 US-Soldaten aus Deutschland heruntergespielt. \u201eEs wird vielleicht ein bisschen zugespitzt, aber neu ist es nicht\u201c, sagte der CDU-Politiker am Sonntag bei der Aufzeichnung der ARD-Sendung \u201eCaren Miosga\u201c nach Angaben des Senders. 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Da gibt es auch an keiner Stelle Zweifel.\u201cZu seinem Verh\u00e4ltnis mit Trump sagte Merz, er \u200cm\u00fcsse akzeptieren, dass der US-Pr\u00e4sident eine andere Meinung habe. \u201eAber das \u00e4ndert nichts daran, dass meine \u00dcberzeugung bleibt, dass die Amerikaner f\u00fcr uns die wichtigsten Partner im Nordatlantischen B\u00fcndnis sind.\u201c Der Kanzler bekr\u00e4ftigte zugleich seine Kritik an der US-Iran-Strategie und verteidigte den Satz, wonach der Iran die USA \u201egedem\u00fctigt\u201c habe.Er habe Trump klar gesagt: \u201eWenn du willst, dass wir dir bei einem solchen Konflikt helfen, dann ruf uns vorher an.\u201c Er gebe die Arbeit am transatlantischen Verh\u00e4ltnis nicht auf, betonte Merz: \u201eIch gebe auch die \u200cZusammenarbeit mit Donald Trump nicht auf.\u201cDie Vereinigten Staaten wollen nach Angaben von Trump mehr Soldaten aus Deutschland abziehen als zun\u00e4chst angek\u00fcndigt. \u201eWir werden massiv abbauen, und wir bauen weit mehr als 5000 ab\u201c, sagte Trump am Samstag in Florida zu Journalisten. Deutschland ist derzeit mit gut 39.000 US-Soldaten der gr\u00f6\u00dfte St\u00fctzpunkt des US-Milit\u00e4rs in Europa und dient als wichtiges Ausbildungszentrum. Am Freitag war nur von einem Abzug von 5000 Soldaten binnen sechs bis zw\u00f6lf Monaten die \u200cRede gewesen. 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Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) m\u00fcsse \u201ewissen, dass das mit der CDU\/CSU nicht geht \u2013 auch mit mir nicht\u201c, sagte der CDU-Vorsitzende am Sonntag. Kurz vor dem ersten Jahrestag seiner Wahl zum Kanzler r\u00e4umte er ein, dass in seiner Partei Unzufriedenheit \u00fcber die Koalition mit der SPD herrsche.Es gebe in der Union \u201eeinen gr\u00f6\u00dfer werdenden Unmut \u00fcber Kompromisse\u201c, die mit der SPD eingegangen werden mussten, sagte der Kanzler\u00a0\u2013 und rief zugleich die SPD zu Kompromissbereitschaft auf. \u201eKompromisse sind keine Einbahnstra\u00dfe\u201c, sagte Merz.Der Kanzler und CDU-Chef stellte klar, dass er trotz der Schwierigkeiten in der schwarz-roten Koalition keine andere Mehrheit im Bundestag suche\u00a0\u2013 und auch keine Duldung durch die AfD: \u201eDas kommt mit mir nicht infrage\u201c, sagte Merz. 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Da gibt es auch an keiner Stelle Zweifel.\u201cZu seinem Verh\u00e4ltnis mit Trump sagte Merz, er \u200cm\u00fcsse akzeptieren, dass der US-Pr\u00e4sident eine andere Meinung habe. \u201eAber das \u00e4ndert nichts daran, dass meine \u00dcberzeugung bleibt, dass die Amerikaner f\u00fcr uns die wichtigsten Partner im Nordatlantischen B\u00fcndnis sind.\u201c Der Kanzler bekr\u00e4ftigte zugleich seine Kritik an der US-Iran-Strategie und verteidigte den Satz, wonach der Iran die USA \u201egedem\u00fctigt\u201c habe.Er habe Trump klar gesagt: \u201eWenn du willst, dass wir dir bei einem solchen Konflikt helfen, dann ruf uns vorher an.\u201c Er gebe die Arbeit am transatlantischen Verh\u00e4ltnis nicht auf, betonte Merz: \u201eIch gebe auch die \u200cZusammenarbeit mit Donald Trump nicht auf.\u201cDie Vereinigten Staaten wollen nach Angaben von Trump mehr Soldaten aus Deutschland abziehen als zun\u00e4chst angek\u00fcndigt. \u201eWir werden massiv abbauen, und wir bauen weit mehr als 5000 ab\u201c, sagte Trump am Samstag in Florida zu Journalisten. Deutschland ist derzeit mit gut 39.000 US-Soldaten der gr\u00f6\u00dfte St\u00fctzpunkt des US-Milit\u00e4rs in Europa und dient als wichtiges Ausbildungszentrum. Am Freitag war nur von einem Abzug von 5000 Soldaten binnen sechs bis zw\u00f6lf Monaten die \u200cRede gewesen. Nach bisherigen US-Angaben soll ein in \u200cDeutschland stationiertes Brigade-Kampfteam aus Deutschland abgezogen werden, und ein Bataillon f\u00fcr die Stationierung von Tomahawk-Marschflugk\u00f6rpern nicht mehr entsandt werden.Merz best\u00e4tigte in der ARD, dass die von Biden fr\u00fcher \u200czugesagten Tomahawk-Marschflugk\u00f6rper aus den USA zumindest vorerst nicht nach Deutschland geliefert w\u00fcrden. \u201eDie Amerikaner haben zurzeit selbst \u200cnicht \u200cgenug\u201c, sagte Merz. \u201eObjektiv gibt es aus den USA heraus kaum eine M\u00f6glichkeit, Waffensysteme dieser Art abzugeben.\u201c Zugleich betonte der Kanzler: \u201eDer Zug ist nicht abgefahren.\u201c Duldung durch die AfD? \u201eDas kommt mit mir nicht infrage\u201cNeben au\u00dfenpolitischen Fragen blickte Miosga auch auf den Zustand der schwarz-roten Koalition. Die SPD-Forderung nach einer st\u00e4rkeren Besteuerung h\u00f6herer Einkommen lehnte Merz ab. 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