{"id":322776,"date":"2026-02-02T19:26:23","date_gmt":"2026-02-02T16:26:23","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/"},"modified":"2026-02-02T19:26:59","modified_gmt":"2026-02-02T16:26:59","slug":"warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/","title":{"rendered":"Warum der Sport f\u00fcr Hamburg so wichtig ist"},"content":{"rendered":"<p>Hamburg will Olympia, jedenfalls die Wirtschaft und der regierende rot-gr\u00fcne Senat. Zum zweiten Mal nach dem gescheiterten Referendum von Ende 2015 bereiten die Elbhanseaten derzeit eine Olympiabewerbung vor, f\u00fcr die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, und der n\u00e4chste Zwischenschritt ist ein vom Senat organisiertes, erneutes Referendum der Hamburgerinnen und Hamburger am 31. Mai dar\u00fcber, ob sie eine Bewerbung diesmal \u00fcberhaupt wollen. Denn es gibt in Hamburg auch deutlichen Widerstand gegen eine erneute Olympiakampagne, vor allem auch von Umweltverb\u00e4nden. <\/p>\n<p>In diesem Kontext muss man die neue Studie des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) lesen, die am Montag von der Handelskammer und von Innensenator Andy Grote (SPD) vorgestellt wurde. Grote ist auch f\u00fcr den Sport zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Essenz der Studie: Rund 15.000 Arbeitspl\u00e4tze h\u00e4ngen in Hamburg direkt oder indirekt mit dem Sport zusammen, daraus ergibt sich eine gesamtwirtschaftliche Wertsch\u00f6pfung von etwa 5,3 Milliarden Euro im Jahr. \u201eJeder im Sportsektor erwirtschaftete Euro l\u00f6st zus\u00e4tzliche wirtschaftliche Aktivit\u00e4t aus und f\u00fchrt insgesamt zu 2,4 Euro zus\u00e4tzlicher Wertsch\u00f6pfung in der Stadt\u201c, hei\u00dft es in der Studie. \u201eJeder Arbeitsplatz im engeren Sportsektor sichert im Durchschnitt 2,3 weitere Stellen entlang der Wertsch\u00f6pfungskette \u2013 etwa in Eventorganisation, Medienproduktion, Tourismus, Einzelhandel oder Gesundheitsdienstleistungen.\u201c Sport im engeren Sinne ist laut Studie das Thema bei rund 1400 Unternehmen in Hamburg mit insgesamt etwa 6000 Besch\u00e4ftigten. <\/p>\n<p>Wirtschaftliche Wertsch\u00f6pfung durch den Sport entsteht nicht nur in jedem Fitnessstudio, sondern vor allem auch dann, wenn rund 250.000 Menschen in die Hansestadt kommen, um den Triathlon zu sehen, so wie im vergangenen Jahr. Geld verdient Hamburg aber auch, wenn seine Sportarenen zum Beispiel f\u00fcr Gro\u00dfkonzerte genutzt werden, etwa von US-Superstar Taylor Swift im Jahr 2024. So weit legt die HWWI-Studie den wirtschaftlichen Rahmen von \u201eSport\u201c aus.  <\/p>\n<p>\u201eDer Sport st\u00e4rkt Hamburg wirtschaftlich, gesellschaftlich und international. Er schafft Wertsch\u00f6pfung, zieht Talente an, steigert die Lebensqualit\u00e4t und macht die Stadt sichtbar\u201c, sagte Handelskammer-Pr\u00e4ses Norbert Aust. \u201eDie Ergebnisse zeigen: Sport ist ein Zukunftsfeld, in das sich zu investieren lohnt. Wir sollten Sport viel st\u00e4rker als Motor der Stadtentwicklung verstehen \u2013 mit moderner Infrastruktur, klarer Unterst\u00fctzung f\u00fcr Sportveranstaltungen und einer aktiven Haltung zu internationalen Formaten.\u201c Bislang gelte Sport in der Hamburger Statistik nicht als eigenst\u00e4ndiger Wirtschaftszweig, deshalb schaffe erst die HWWI-Studie einen Eindruck von der \u00f6konomischen Dimension des Sports in der Stadt.<\/p>\n<p>Die Handelskammer setzt sich nachdr\u00fccklich f\u00fcr einen neuerlichen Hamburger Versuch einer Olympiabewerbung ein. \u201eIch bin fest davon \u00fcberzeugt, dass Deutschland 2036, 2040 oder 2044 Olympische Sommerspiele ausrichten wird\u201c, sagte Aust, \u201eund daf\u00fcr gibt es keinen besseren Ort als Hamburg und den Norden.\u201c Bewerben wollen sich um die Austragung von Olympischen Spielen im kommenden oder \u00fcbern\u00e4chsten Jahrzehnt auch M\u00fcnchen, Nordrhein-Westfalen sowie Berlin gemeinsam mit mehreren anderen Bundesl\u00e4ndern. <\/p>\n<p>Die M\u00fcnchnerinnen und M\u00fcnchner haben bei einem Referendum bereits im Oktober 2025 klar f\u00fcr eine neuerliche Bewerbung um Olympische Spiele votiert. Die bayerische Landeshauptstadt hatte die Olympischen Sommerspiele 1972 ausgetragen, damals mit Kiel als Partner f\u00fcr die Segelwettbewerbe. Schleswig-Holstein w\u00e4re als Partnerland auch bei einer k\u00fcnftigen deutschen Olympiabewerbung wieder mit dabei, unter anderem auch bei der Hamburger Kampagne.<\/p>\n<p>Auch Innensenator Andy Grote stellte mit Blick auf die HWWI-Studie den Bezug zu den Olympischen Spielen her. \u201eJeder Euro f\u00fcr den Sport bringt Hamburg ein Vielfaches an Mehrwert. Da kann sich jeder selbst ausrechnen, welche Chance und Kraft erst in Olympia steckt\u201c, sagte er, auch mit Verweis auf die \u00f6konomischen Effekte der Sommerspiele 2024 in Paris f\u00fcr die franz\u00f6sische Hauptstadt. <\/p>\n<p>Etliche gro\u00dfe Infrastrukturprojekte in Hamburg k\u00f6nnten in den kommenden Jahren und Jahrzehnten nur mit finanzieller Hilfe des Bundes realisiert werden, sagte Grote, von der Sanierung der Elbbr\u00fccken bis zur neuen U-Bahn-Linie U5 und dem Neubau einer K\u00f6hlbrandbr\u00fccke: \u201eBei einer Bewerbung um Olympische Spiele und erst recht bei deren Austragung geht es darum, das Schaufenster eines modernen Deutschlands zu sein. Wir wollen dazu beitragen, dass die n\u00f6tigen Mittel des Bundes daf\u00fcr in den Norden gehen und nicht in den S\u00fcden.\u201c<\/p>\n<p>Ein Argument aus der HWWI-Studie hat Hamburg dabei ganz unabh\u00e4ngig von der Wirtschaft auf seiner Seite: Der Sport ist in Hamburg auf allen Ebenen verankert, vom Freizeit- und Breitensport bis hin zum Profi- und Hochleistungssport mit dem Olympiast\u00fctzpunkt Hamburg\/Schleswig-Holstein. Und der Anteil der Menschen, die sich t\u00e4glich mehr als eine Stunde lang bewegen, ist in den f\u00fcnf K\u00fcstenl\u00e4ndern mit jeweils 45 Prozent signifikant h\u00f6her als in S\u00fcddeutschland. \u201eHamburg ist eine echte Sportstadt\u201c, sagte Professor Michael Berlemann vom HWWI. In der Hansestadt z\u00e4hle man bei einer Gesamtbev\u00f6lkerung von etwa 1,9 Millionen Menschen etwa 692.000 Hobbysportler und rund 800 Sportvereine mit insgesamt etwa 583.000 Mitgliedern.<\/p>\n<p>Katharina von Kodolitsch, die Pr\u00e4sidentin des Hamburger Sportbundes, sagte, um die Breitenwirkung des Sports in der Hansestadt dauerhaft zu sichern, \u201ebraucht es verl\u00e4ssliche Investitionen in die Sportinfrastruktur sowie langfristige finanzielle und planerische Sicherheit f\u00fcr die Vereine. Nur so kann Hamburg seine Position als aktive und dynamische Sportmetropole nachhaltig st\u00e4rken.\u201c <\/p>\n<p><b><em>Olaf Preu\u00df ist Wirtschaftsreporter von WELT und WELT AM SONNTAG f\u00fcr Hamburg und Norddeutschland.<\/em><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg will Olympia, jedenfalls die Wirtschaft und der regierende rot-gr\u00fcne Senat. Zum zweiten Mal nach dem gescheiterten Referendum von Ende 2015 bereiten die Elbhanseaten derzeit eine Olympiabewerbung vor, f\u00fcr die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, und der n\u00e4chste Zwischenschritt ist ein vom Senat organisiertes, erneutes Referendum der<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":322777,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[59],"tags":[],"class_list":["post-322776","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-business-de"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v22.9 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Warum der Sport f\u00fcr Hamburg so wichtig ist - vof-news.eu<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Hamburg will Olympia, jedenfalls die Wirtschaft und der regierende rot-gr\u00fcne Senat. Zum zweiten Mal nach dem gescheiterten Referendum von Ende 2015 bereiten die Elbhanseaten derzeit eine Olympiabewerbung vor, f\u00fcr die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, und der n\u00e4chste Zwischenschritt ist ein vom Senat organisiertes, erneutes Referendum der Hamburgerinnen und Hamburger am 31. Mai dar\u00fcber, ob sie eine Bewerbung diesmal \u00fcberhaupt wollen. Denn es gibt in Hamburg auch deutlichen Widerstand gegen eine erneute Olympiakampagne, vor allem auch von Umweltverb\u00e4nden. In diesem Kontext muss man die neue Studie des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) lesen, die am Montag von der Handelskammer und von Innensenator Andy Grote (SPD) vorgestellt wurde. Grote ist auch f\u00fcr den Sport zust\u00e4ndig.Essenz der Studie: Rund 15.000 Arbeitspl\u00e4tze h\u00e4ngen in Hamburg direkt oder indirekt mit dem Sport zusammen, daraus ergibt sich eine gesamtwirtschaftliche Wertsch\u00f6pfung von etwa 5,3 Milliarden Euro im Jahr. \u201eJeder im Sportsektor erwirtschaftete Euro l\u00f6st zus\u00e4tzliche wirtschaftliche Aktivit\u00e4t aus und f\u00fchrt insgesamt zu 2,4 Euro zus\u00e4tzlicher Wertsch\u00f6pfung in der Stadt\u201c, hei\u00dft es in der Studie. \u201eJeder Arbeitsplatz im engeren Sportsektor sichert im Durchschnitt 2,3 weitere Stellen entlang der Wertsch\u00f6pfungskette \u2013 etwa in Eventorganisation, Medienproduktion, Tourismus, Einzelhandel oder Gesundheitsdienstleistungen.\u201c Sport im engeren Sinne ist laut Studie das Thema bei rund 1400 Unternehmen in Hamburg mit insgesamt etwa 6000 Besch\u00e4ftigten. Wirtschaftliche Wertsch\u00f6pfung durch den Sport entsteht nicht nur in jedem Fitnessstudio, sondern vor allem auch dann, wenn rund 250.000 Menschen in die Hansestadt kommen, um den Triathlon zu sehen, so wie im vergangenen Jahr. Geld verdient Hamburg aber auch, wenn seine Sportarenen zum Beispiel f\u00fcr Gro\u00dfkonzerte genutzt werden, etwa von US-Superstar Taylor Swift im Jahr 2024. So weit legt die HWWI-Studie den wirtschaftlichen Rahmen von \u201eSport\u201c aus. \u201eDer Sport st\u00e4rkt Hamburg wirtschaftlich, gesellschaftlich und international. Er schafft Wertsch\u00f6pfung, zieht Talente an, steigert die Lebensqualit\u00e4t und macht die Stadt sichtbar\u201c, sagte Handelskammer-Pr\u00e4ses Norbert Aust. \u201eDie Ergebnisse zeigen: Sport ist ein Zukunftsfeld, in das sich zu investieren lohnt. Wir sollten Sport viel st\u00e4rker als Motor der Stadtentwicklung verstehen \u2013 mit moderner Infrastruktur, klarer Unterst\u00fctzung f\u00fcr Sportveranstaltungen und einer aktiven Haltung zu internationalen Formaten.\u201c Bislang gelte Sport in der Hamburger Statistik nicht als eigenst\u00e4ndiger Wirtschaftszweig, deshalb schaffe erst die HWWI-Studie einen Eindruck von der \u00f6konomischen Dimension des Sports in der Stadt.Die Handelskammer setzt sich nachdr\u00fccklich f\u00fcr einen neuerlichen Hamburger Versuch einer Olympiabewerbung ein. \u201eIch bin fest davon \u00fcberzeugt, dass Deutschland 2036, 2040 oder 2044 Olympische Sommerspiele ausrichten wird\u201c, sagte Aust, \u201eund daf\u00fcr gibt es keinen besseren Ort als Hamburg und den Norden.\u201c Bewerben wollen sich um die Austragung von Olympischen Spielen im kommenden oder \u00fcbern\u00e4chsten Jahrzehnt auch M\u00fcnchen, Nordrhein-Westfalen sowie Berlin gemeinsam mit mehreren anderen Bundesl\u00e4ndern. Die M\u00fcnchnerinnen und M\u00fcnchner haben bei einem Referendum bereits im Oktober 2025 klar f\u00fcr eine neuerliche Bewerbung um Olympische Spiele votiert. Die bayerische Landeshauptstadt hatte die Olympischen Sommerspiele 1972 ausgetragen, damals mit Kiel als Partner f\u00fcr die Segelwettbewerbe. Schleswig-Holstein w\u00e4re als Partnerland auch bei einer k\u00fcnftigen deutschen Olympiabewerbung wieder mit dabei, unter anderem auch bei der Hamburger Kampagne.Auch Innensenator Andy Grote stellte mit Blick auf die HWWI-Studie den Bezug zu den Olympischen Spielen her. \u201eJeder Euro f\u00fcr den Sport bringt Hamburg ein Vielfaches an Mehrwert. Da kann sich jeder selbst ausrechnen, welche Chance und Kraft erst in Olympia steckt\u201c, sagte er, auch mit Verweis auf die \u00f6konomischen Effekte der Sommerspiele 2024 in Paris f\u00fcr die franz\u00f6sische Hauptstadt. Etliche gro\u00dfe Infrastrukturprojekte in Hamburg k\u00f6nnten in den kommenden Jahren und Jahrzehnten nur mit finanzieller Hilfe des Bundes realisiert werden, sagte Grote, von der Sanierung der Elbbr\u00fccken bis zur neuen U-Bahn-Linie U5 und dem Neubau einer K\u00f6hlbrandbr\u00fccke: \u201eBei einer Bewerbung um Olympische Spiele und erst recht bei deren Austragung geht es darum, das Schaufenster eines modernen Deutschlands zu sein. Wir wollen dazu beitragen, dass die n\u00f6tigen Mittel des Bundes daf\u00fcr in den Norden gehen und nicht in den S\u00fcden.\u201cEin Argument aus der HWWI-Studie hat Hamburg dabei ganz unabh\u00e4ngig von der Wirtschaft auf seiner Seite: Der Sport ist in Hamburg auf allen Ebenen verankert, vom Freizeit- und Breitensport bis hin zum Profi- und Hochleistungssport mit dem Olympiast\u00fctzpunkt Hamburg\/Schleswig-Holstein. Und der Anteil der Menschen, die sich t\u00e4glich mehr als eine Stunde lang bewegen, ist in den f\u00fcnf K\u00fcstenl\u00e4ndern mit jeweils 45 Prozent signifikant h\u00f6her als in S\u00fcddeutschland. \u201eHamburg ist eine echte Sportstadt\u201c, sagte Professor Michael Berlemann vom HWWI. In der Hansestadt z\u00e4hle man bei einer Gesamtbev\u00f6lkerung von etwa 1,9 Millionen Menschen etwa 692.000 Hobbysportler und rund 800 Sportvereine mit insgesamt etwa 583.000 Mitgliedern.Katharina von Kodolitsch, die Pr\u00e4sidentin des Hamburger Sportbundes, sagte, um die Breitenwirkung des Sports in der Hansestadt dauerhaft zu sichern, \u201ebraucht es verl\u00e4ssliche Investitionen in die Sportinfrastruktur sowie langfristige finanzielle und planerische Sicherheit f\u00fcr die Vereine. Nur so kann Hamburg seine Position als aktive und dynamische Sportmetropole nachhaltig st\u00e4rken.\u201c Olaf Preu\u00df ist Wirtschaftsreporter von WELT und WELT AM SONNTAG f\u00fcr Hamburg und Norddeutschland.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"noindex, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Warum der Sport f\u00fcr Hamburg so wichtig ist - vof-news.eu\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Hamburg will Olympia, jedenfalls die Wirtschaft und der regierende rot-gr\u00fcne Senat. Zum zweiten Mal nach dem gescheiterten Referendum von Ende 2015 bereiten die Elbhanseaten derzeit eine Olympiabewerbung vor, f\u00fcr die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, und der n\u00e4chste Zwischenschritt ist ein vom Senat organisiertes, erneutes Referendum der Hamburgerinnen und Hamburger am 31. Mai dar\u00fcber, ob sie eine Bewerbung diesmal \u00fcberhaupt wollen. Denn es gibt in Hamburg auch deutlichen Widerstand gegen eine erneute Olympiakampagne, vor allem auch von Umweltverb\u00e4nden. In diesem Kontext muss man die neue Studie des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) lesen, die am Montag von der Handelskammer und von Innensenator Andy Grote (SPD) vorgestellt wurde. Grote ist auch f\u00fcr den Sport zust\u00e4ndig.Essenz der Studie: Rund 15.000 Arbeitspl\u00e4tze h\u00e4ngen in Hamburg direkt oder indirekt mit dem Sport zusammen, daraus ergibt sich eine gesamtwirtschaftliche Wertsch\u00f6pfung von etwa 5,3 Milliarden Euro im Jahr. \u201eJeder im Sportsektor erwirtschaftete Euro l\u00f6st zus\u00e4tzliche wirtschaftliche Aktivit\u00e4t aus und f\u00fchrt insgesamt zu 2,4 Euro zus\u00e4tzlicher Wertsch\u00f6pfung in der Stadt\u201c, hei\u00dft es in der Studie. \u201eJeder Arbeitsplatz im engeren Sportsektor sichert im Durchschnitt 2,3 weitere Stellen entlang der Wertsch\u00f6pfungskette \u2013 etwa in Eventorganisation, Medienproduktion, Tourismus, Einzelhandel oder Gesundheitsdienstleistungen.\u201c Sport im engeren Sinne ist laut Studie das Thema bei rund 1400 Unternehmen in Hamburg mit insgesamt etwa 6000 Besch\u00e4ftigten. Wirtschaftliche Wertsch\u00f6pfung durch den Sport entsteht nicht nur in jedem Fitnessstudio, sondern vor allem auch dann, wenn rund 250.000 Menschen in die Hansestadt kommen, um den Triathlon zu sehen, so wie im vergangenen Jahr. Geld verdient Hamburg aber auch, wenn seine Sportarenen zum Beispiel f\u00fcr Gro\u00dfkonzerte genutzt werden, etwa von US-Superstar Taylor Swift im Jahr 2024. So weit legt die HWWI-Studie den wirtschaftlichen Rahmen von \u201eSport\u201c aus. \u201eDer Sport st\u00e4rkt Hamburg wirtschaftlich, gesellschaftlich und international. Er schafft Wertsch\u00f6pfung, zieht Talente an, steigert die Lebensqualit\u00e4t und macht die Stadt sichtbar\u201c, sagte Handelskammer-Pr\u00e4ses Norbert Aust. \u201eDie Ergebnisse zeigen: Sport ist ein Zukunftsfeld, in das sich zu investieren lohnt. Wir sollten Sport viel st\u00e4rker als Motor der Stadtentwicklung verstehen \u2013 mit moderner Infrastruktur, klarer Unterst\u00fctzung f\u00fcr Sportveranstaltungen und einer aktiven Haltung zu internationalen Formaten.\u201c Bislang gelte Sport in der Hamburger Statistik nicht als eigenst\u00e4ndiger Wirtschaftszweig, deshalb schaffe erst die HWWI-Studie einen Eindruck von der \u00f6konomischen Dimension des Sports in der Stadt.Die Handelskammer setzt sich nachdr\u00fccklich f\u00fcr einen neuerlichen Hamburger Versuch einer Olympiabewerbung ein. \u201eIch bin fest davon \u00fcberzeugt, dass Deutschland 2036, 2040 oder 2044 Olympische Sommerspiele ausrichten wird\u201c, sagte Aust, \u201eund daf\u00fcr gibt es keinen besseren Ort als Hamburg und den Norden.\u201c Bewerben wollen sich um die Austragung von Olympischen Spielen im kommenden oder \u00fcbern\u00e4chsten Jahrzehnt auch M\u00fcnchen, Nordrhein-Westfalen sowie Berlin gemeinsam mit mehreren anderen Bundesl\u00e4ndern. Die M\u00fcnchnerinnen und M\u00fcnchner haben bei einem Referendum bereits im Oktober 2025 klar f\u00fcr eine neuerliche Bewerbung um Olympische Spiele votiert. Die bayerische Landeshauptstadt hatte die Olympischen Sommerspiele 1972 ausgetragen, damals mit Kiel als Partner f\u00fcr die Segelwettbewerbe. Schleswig-Holstein w\u00e4re als Partnerland auch bei einer k\u00fcnftigen deutschen Olympiabewerbung wieder mit dabei, unter anderem auch bei der Hamburger Kampagne.Auch Innensenator Andy Grote stellte mit Blick auf die HWWI-Studie den Bezug zu den Olympischen Spielen her. \u201eJeder Euro f\u00fcr den Sport bringt Hamburg ein Vielfaches an Mehrwert. Da kann sich jeder selbst ausrechnen, welche Chance und Kraft erst in Olympia steckt\u201c, sagte er, auch mit Verweis auf die \u00f6konomischen Effekte der Sommerspiele 2024 in Paris f\u00fcr die franz\u00f6sische Hauptstadt. Etliche gro\u00dfe Infrastrukturprojekte in Hamburg k\u00f6nnten in den kommenden Jahren und Jahrzehnten nur mit finanzieller Hilfe des Bundes realisiert werden, sagte Grote, von der Sanierung der Elbbr\u00fccken bis zur neuen U-Bahn-Linie U5 und dem Neubau einer K\u00f6hlbrandbr\u00fccke: \u201eBei einer Bewerbung um Olympische Spiele und erst recht bei deren Austragung geht es darum, das Schaufenster eines modernen Deutschlands zu sein. Wir wollen dazu beitragen, dass die n\u00f6tigen Mittel des Bundes daf\u00fcr in den Norden gehen und nicht in den S\u00fcden.\u201cEin Argument aus der HWWI-Studie hat Hamburg dabei ganz unabh\u00e4ngig von der Wirtschaft auf seiner Seite: Der Sport ist in Hamburg auf allen Ebenen verankert, vom Freizeit- und Breitensport bis hin zum Profi- und Hochleistungssport mit dem Olympiast\u00fctzpunkt Hamburg\/Schleswig-Holstein. Und der Anteil der Menschen, die sich t\u00e4glich mehr als eine Stunde lang bewegen, ist in den f\u00fcnf K\u00fcstenl\u00e4ndern mit jeweils 45 Prozent signifikant h\u00f6her als in S\u00fcddeutschland. \u201eHamburg ist eine echte Sportstadt\u201c, sagte Professor Michael Berlemann vom HWWI. In der Hansestadt z\u00e4hle man bei einer Gesamtbev\u00f6lkerung von etwa 1,9 Millionen Menschen etwa 692.000 Hobbysportler und rund 800 Sportvereine mit insgesamt etwa 583.000 Mitgliedern.Katharina von Kodolitsch, die Pr\u00e4sidentin des Hamburger Sportbundes, sagte, um die Breitenwirkung des Sports in der Hansestadt dauerhaft zu sichern, \u201ebraucht es verl\u00e4ssliche Investitionen in die Sportinfrastruktur sowie langfristige finanzielle und planerische Sicherheit f\u00fcr die Vereine. Nur so kann Hamburg seine Position als aktive und dynamische Sportmetropole nachhaltig st\u00e4rken.\u201c Olaf Preu\u00df ist Wirtschaftsreporter von WELT und WELT AM SONNTAG f\u00fcr Hamburg und Norddeutschland.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"vof-news.eu\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2026-02-02T16:26:23+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-02-02T16:26:59+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/dpa-com-20090101-251015-935-893129-jpg.webp\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1200\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"574\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/webp\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Author\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Author\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"4\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/\",\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/\",\"name\":\"Warum der Sport f\u00fcr Hamburg so wichtig ist - vof-news.eu\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/dpa-com-20090101-251015-935-893129-jpg.webp\",\"datePublished\":\"2026-02-02T16:26:23+00:00\",\"dateModified\":\"2026-02-02T16:26:59+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed\"},\"description\":\"Hamburg will Olympia, jedenfalls die Wirtschaft und der regierende rot-gr\u00fcne Senat. Zum zweiten Mal nach dem gescheiterten Referendum von Ende 2015 bereiten die Elbhanseaten derzeit eine Olympiabewerbung vor, f\u00fcr die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, und der n\u00e4chste Zwischenschritt ist ein vom Senat organisiertes, erneutes Referendum der Hamburgerinnen und Hamburger am 31. Mai dar\u00fcber, ob sie eine Bewerbung diesmal \u00fcberhaupt wollen. Denn es gibt in Hamburg auch deutlichen Widerstand gegen eine erneute Olympiakampagne, vor allem auch von Umweltverb\u00e4nden. In diesem Kontext muss man die neue Studie des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) lesen, die am Montag von der Handelskammer und von Innensenator Andy Grote (SPD) vorgestellt wurde. Grote ist auch f\u00fcr den Sport zust\u00e4ndig.Essenz der Studie: Rund 15.000 Arbeitspl\u00e4tze h\u00e4ngen in Hamburg direkt oder indirekt mit dem Sport zusammen, daraus ergibt sich eine gesamtwirtschaftliche Wertsch\u00f6pfung von etwa 5,3 Milliarden Euro im Jahr. \u201eJeder im Sportsektor erwirtschaftete Euro l\u00f6st zus\u00e4tzliche wirtschaftliche Aktivit\u00e4t aus und f\u00fchrt insgesamt zu 2,4 Euro zus\u00e4tzlicher Wertsch\u00f6pfung in der Stadt\u201c, hei\u00dft es in der Studie. \u201eJeder Arbeitsplatz im engeren Sportsektor sichert im Durchschnitt 2,3 weitere Stellen entlang der Wertsch\u00f6pfungskette \u2013 etwa in Eventorganisation, Medienproduktion, Tourismus, Einzelhandel oder Gesundheitsdienstleistungen.\u201c Sport im engeren Sinne ist laut Studie das Thema bei rund 1400 Unternehmen in Hamburg mit insgesamt etwa 6000 Besch\u00e4ftigten. Wirtschaftliche Wertsch\u00f6pfung durch den Sport entsteht nicht nur in jedem Fitnessstudio, sondern vor allem auch dann, wenn rund 250.000 Menschen in die Hansestadt kommen, um den Triathlon zu sehen, so wie im vergangenen Jahr. Geld verdient Hamburg aber auch, wenn seine Sportarenen zum Beispiel f\u00fcr Gro\u00dfkonzerte genutzt werden, etwa von US-Superstar Taylor Swift im Jahr 2024. So weit legt die HWWI-Studie den wirtschaftlichen Rahmen von \u201eSport\u201c aus. \u201eDer Sport st\u00e4rkt Hamburg wirtschaftlich, gesellschaftlich und international. Er schafft Wertsch\u00f6pfung, zieht Talente an, steigert die Lebensqualit\u00e4t und macht die Stadt sichtbar\u201c, sagte Handelskammer-Pr\u00e4ses Norbert Aust. \u201eDie Ergebnisse zeigen: Sport ist ein Zukunftsfeld, in das sich zu investieren lohnt. Wir sollten Sport viel st\u00e4rker als Motor der Stadtentwicklung verstehen \u2013 mit moderner Infrastruktur, klarer Unterst\u00fctzung f\u00fcr Sportveranstaltungen und einer aktiven Haltung zu internationalen Formaten.\u201c Bislang gelte Sport in der Hamburger Statistik nicht als eigenst\u00e4ndiger Wirtschaftszweig, deshalb schaffe erst die HWWI-Studie einen Eindruck von der \u00f6konomischen Dimension des Sports in der Stadt.Die Handelskammer setzt sich nachdr\u00fccklich f\u00fcr einen neuerlichen Hamburger Versuch einer Olympiabewerbung ein. \u201eIch bin fest davon \u00fcberzeugt, dass Deutschland 2036, 2040 oder 2044 Olympische Sommerspiele ausrichten wird\u201c, sagte Aust, \u201eund daf\u00fcr gibt es keinen besseren Ort als Hamburg und den Norden.\u201c Bewerben wollen sich um die Austragung von Olympischen Spielen im kommenden oder \u00fcbern\u00e4chsten Jahrzehnt auch M\u00fcnchen, Nordrhein-Westfalen sowie Berlin gemeinsam mit mehreren anderen Bundesl\u00e4ndern. Die M\u00fcnchnerinnen und M\u00fcnchner haben bei einem Referendum bereits im Oktober 2025 klar f\u00fcr eine neuerliche Bewerbung um Olympische Spiele votiert. Die bayerische Landeshauptstadt hatte die Olympischen Sommerspiele 1972 ausgetragen, damals mit Kiel als Partner f\u00fcr die Segelwettbewerbe. Schleswig-Holstein w\u00e4re als Partnerland auch bei einer k\u00fcnftigen deutschen Olympiabewerbung wieder mit dabei, unter anderem auch bei der Hamburger Kampagne.Auch Innensenator Andy Grote stellte mit Blick auf die HWWI-Studie den Bezug zu den Olympischen Spielen her. \u201eJeder Euro f\u00fcr den Sport bringt Hamburg ein Vielfaches an Mehrwert. Da kann sich jeder selbst ausrechnen, welche Chance und Kraft erst in Olympia steckt\u201c, sagte er, auch mit Verweis auf die \u00f6konomischen Effekte der Sommerspiele 2024 in Paris f\u00fcr die franz\u00f6sische Hauptstadt. Etliche gro\u00dfe Infrastrukturprojekte in Hamburg k\u00f6nnten in den kommenden Jahren und Jahrzehnten nur mit finanzieller Hilfe des Bundes realisiert werden, sagte Grote, von der Sanierung der Elbbr\u00fccken bis zur neuen U-Bahn-Linie U5 und dem Neubau einer K\u00f6hlbrandbr\u00fccke: \u201eBei einer Bewerbung um Olympische Spiele und erst recht bei deren Austragung geht es darum, das Schaufenster eines modernen Deutschlands zu sein. Wir wollen dazu beitragen, dass die n\u00f6tigen Mittel des Bundes daf\u00fcr in den Norden gehen und nicht in den S\u00fcden.\u201cEin Argument aus der HWWI-Studie hat Hamburg dabei ganz unabh\u00e4ngig von der Wirtschaft auf seiner Seite: Der Sport ist in Hamburg auf allen Ebenen verankert, vom Freizeit- und Breitensport bis hin zum Profi- und Hochleistungssport mit dem Olympiast\u00fctzpunkt Hamburg\/Schleswig-Holstein. Und der Anteil der Menschen, die sich t\u00e4glich mehr als eine Stunde lang bewegen, ist in den f\u00fcnf K\u00fcstenl\u00e4ndern mit jeweils 45 Prozent signifikant h\u00f6her als in S\u00fcddeutschland. \u201eHamburg ist eine echte Sportstadt\u201c, sagte Professor Michael Berlemann vom HWWI. In der Hansestadt z\u00e4hle man bei einer Gesamtbev\u00f6lkerung von etwa 1,9 Millionen Menschen etwa 692.000 Hobbysportler und rund 800 Sportvereine mit insgesamt etwa 583.000 Mitgliedern.Katharina von Kodolitsch, die Pr\u00e4sidentin des Hamburger Sportbundes, sagte, um die Breitenwirkung des Sports in der Hansestadt dauerhaft zu sichern, \u201ebraucht es verl\u00e4ssliche Investitionen in die Sportinfrastruktur sowie langfristige finanzielle und planerische Sicherheit f\u00fcr die Vereine. Nur so kann Hamburg seine Position als aktive und dynamische Sportmetropole nachhaltig st\u00e4rken.\u201c Olaf Preu\u00df ist Wirtschaftsreporter von WELT und WELT AM SONNTAG f\u00fcr Hamburg und Norddeutschland.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/dpa-com-20090101-251015-935-893129-jpg.webp\",\"contentUrl\":\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/dpa-com-20090101-251015-935-893129-jpg.webp\",\"width\":1200,\"height\":574},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Warum der Sport f\u00fcr Hamburg so wichtig ist\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/\",\"name\":\"vof-news.eu\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed\",\"name\":\"Author\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Author\"},\"sameAs\":[\"http:\/\/vof-news.eu\"],\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Warum der Sport f\u00fcr Hamburg so wichtig ist - vof-news.eu","description":"Hamburg will Olympia, jedenfalls die Wirtschaft und der regierende rot-gr\u00fcne Senat. Zum zweiten Mal nach dem gescheiterten Referendum von Ende 2015 bereiten die Elbhanseaten derzeit eine Olympiabewerbung vor, f\u00fcr die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, und der n\u00e4chste Zwischenschritt ist ein vom Senat organisiertes, erneutes Referendum der Hamburgerinnen und Hamburger am 31. Mai dar\u00fcber, ob sie eine Bewerbung diesmal \u00fcberhaupt wollen. Denn es gibt in Hamburg auch deutlichen Widerstand gegen eine erneute Olympiakampagne, vor allem auch von Umweltverb\u00e4nden. In diesem Kontext muss man die neue Studie des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) lesen, die am Montag von der Handelskammer und von Innensenator Andy Grote (SPD) vorgestellt wurde. Grote ist auch f\u00fcr den Sport zust\u00e4ndig.Essenz der Studie: Rund 15.000 Arbeitspl\u00e4tze h\u00e4ngen in Hamburg direkt oder indirekt mit dem Sport zusammen, daraus ergibt sich eine gesamtwirtschaftliche Wertsch\u00f6pfung von etwa 5,3 Milliarden Euro im Jahr. \u201eJeder im Sportsektor erwirtschaftete Euro l\u00f6st zus\u00e4tzliche wirtschaftliche Aktivit\u00e4t aus und f\u00fchrt insgesamt zu 2,4 Euro zus\u00e4tzlicher Wertsch\u00f6pfung in der Stadt\u201c, hei\u00dft es in der Studie. \u201eJeder Arbeitsplatz im engeren Sportsektor sichert im Durchschnitt 2,3 weitere Stellen entlang der Wertsch\u00f6pfungskette \u2013 etwa in Eventorganisation, Medienproduktion, Tourismus, Einzelhandel oder Gesundheitsdienstleistungen.\u201c Sport im engeren Sinne ist laut Studie das Thema bei rund 1400 Unternehmen in Hamburg mit insgesamt etwa 6000 Besch\u00e4ftigten. Wirtschaftliche Wertsch\u00f6pfung durch den Sport entsteht nicht nur in jedem Fitnessstudio, sondern vor allem auch dann, wenn rund 250.000 Menschen in die Hansestadt kommen, um den Triathlon zu sehen, so wie im vergangenen Jahr. Geld verdient Hamburg aber auch, wenn seine Sportarenen zum Beispiel f\u00fcr Gro\u00dfkonzerte genutzt werden, etwa von US-Superstar Taylor Swift im Jahr 2024. So weit legt die HWWI-Studie den wirtschaftlichen Rahmen von \u201eSport\u201c aus. \u201eDer Sport st\u00e4rkt Hamburg wirtschaftlich, gesellschaftlich und international. Er schafft Wertsch\u00f6pfung, zieht Talente an, steigert die Lebensqualit\u00e4t und macht die Stadt sichtbar\u201c, sagte Handelskammer-Pr\u00e4ses Norbert Aust. \u201eDie Ergebnisse zeigen: Sport ist ein Zukunftsfeld, in das sich zu investieren lohnt. Wir sollten Sport viel st\u00e4rker als Motor der Stadtentwicklung verstehen \u2013 mit moderner Infrastruktur, klarer Unterst\u00fctzung f\u00fcr Sportveranstaltungen und einer aktiven Haltung zu internationalen Formaten.\u201c Bislang gelte Sport in der Hamburger Statistik nicht als eigenst\u00e4ndiger Wirtschaftszweig, deshalb schaffe erst die HWWI-Studie einen Eindruck von der \u00f6konomischen Dimension des Sports in der Stadt.Die Handelskammer setzt sich nachdr\u00fccklich f\u00fcr einen neuerlichen Hamburger Versuch einer Olympiabewerbung ein. \u201eIch bin fest davon \u00fcberzeugt, dass Deutschland 2036, 2040 oder 2044 Olympische Sommerspiele ausrichten wird\u201c, sagte Aust, \u201eund daf\u00fcr gibt es keinen besseren Ort als Hamburg und den Norden.\u201c Bewerben wollen sich um die Austragung von Olympischen Spielen im kommenden oder \u00fcbern\u00e4chsten Jahrzehnt auch M\u00fcnchen, Nordrhein-Westfalen sowie Berlin gemeinsam mit mehreren anderen Bundesl\u00e4ndern. Die M\u00fcnchnerinnen und M\u00fcnchner haben bei einem Referendum bereits im Oktober 2025 klar f\u00fcr eine neuerliche Bewerbung um Olympische Spiele votiert. Die bayerische Landeshauptstadt hatte die Olympischen Sommerspiele 1972 ausgetragen, damals mit Kiel als Partner f\u00fcr die Segelwettbewerbe. Schleswig-Holstein w\u00e4re als Partnerland auch bei einer k\u00fcnftigen deutschen Olympiabewerbung wieder mit dabei, unter anderem auch bei der Hamburger Kampagne.Auch Innensenator Andy Grote stellte mit Blick auf die HWWI-Studie den Bezug zu den Olympischen Spielen her. \u201eJeder Euro f\u00fcr den Sport bringt Hamburg ein Vielfaches an Mehrwert. Da kann sich jeder selbst ausrechnen, welche Chance und Kraft erst in Olympia steckt\u201c, sagte er, auch mit Verweis auf die \u00f6konomischen Effekte der Sommerspiele 2024 in Paris f\u00fcr die franz\u00f6sische Hauptstadt. Etliche gro\u00dfe Infrastrukturprojekte in Hamburg k\u00f6nnten in den kommenden Jahren und Jahrzehnten nur mit finanzieller Hilfe des Bundes realisiert werden, sagte Grote, von der Sanierung der Elbbr\u00fccken bis zur neuen U-Bahn-Linie U5 und dem Neubau einer K\u00f6hlbrandbr\u00fccke: \u201eBei einer Bewerbung um Olympische Spiele und erst recht bei deren Austragung geht es darum, das Schaufenster eines modernen Deutschlands zu sein. Wir wollen dazu beitragen, dass die n\u00f6tigen Mittel des Bundes daf\u00fcr in den Norden gehen und nicht in den S\u00fcden.\u201cEin Argument aus der HWWI-Studie hat Hamburg dabei ganz unabh\u00e4ngig von der Wirtschaft auf seiner Seite: Der Sport ist in Hamburg auf allen Ebenen verankert, vom Freizeit- und Breitensport bis hin zum Profi- und Hochleistungssport mit dem Olympiast\u00fctzpunkt Hamburg\/Schleswig-Holstein. Und der Anteil der Menschen, die sich t\u00e4glich mehr als eine Stunde lang bewegen, ist in den f\u00fcnf K\u00fcstenl\u00e4ndern mit jeweils 45 Prozent signifikant h\u00f6her als in S\u00fcddeutschland. \u201eHamburg ist eine echte Sportstadt\u201c, sagte Professor Michael Berlemann vom HWWI. In der Hansestadt z\u00e4hle man bei einer Gesamtbev\u00f6lkerung von etwa 1,9 Millionen Menschen etwa 692.000 Hobbysportler und rund 800 Sportvereine mit insgesamt etwa 583.000 Mitgliedern.Katharina von Kodolitsch, die Pr\u00e4sidentin des Hamburger Sportbundes, sagte, um die Breitenwirkung des Sports in der Hansestadt dauerhaft zu sichern, \u201ebraucht es verl\u00e4ssliche Investitionen in die Sportinfrastruktur sowie langfristige finanzielle und planerische Sicherheit f\u00fcr die Vereine. Nur so kann Hamburg seine Position als aktive und dynamische Sportmetropole nachhaltig st\u00e4rken.\u201c Olaf Preu\u00df ist Wirtschaftsreporter von WELT und WELT AM SONNTAG f\u00fcr Hamburg und Norddeutschland.","robots":{"index":"noindex","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Warum der Sport f\u00fcr Hamburg so wichtig ist - vof-news.eu","og_description":"Hamburg will Olympia, jedenfalls die Wirtschaft und der regierende rot-gr\u00fcne Senat. Zum zweiten Mal nach dem gescheiterten Referendum von Ende 2015 bereiten die Elbhanseaten derzeit eine Olympiabewerbung vor, f\u00fcr die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, und der n\u00e4chste Zwischenschritt ist ein vom Senat organisiertes, erneutes Referendum der Hamburgerinnen und Hamburger am 31. Mai dar\u00fcber, ob sie eine Bewerbung diesmal \u00fcberhaupt wollen. Denn es gibt in Hamburg auch deutlichen Widerstand gegen eine erneute Olympiakampagne, vor allem auch von Umweltverb\u00e4nden. In diesem Kontext muss man die neue Studie des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) lesen, die am Montag von der Handelskammer und von Innensenator Andy Grote (SPD) vorgestellt wurde. Grote ist auch f\u00fcr den Sport zust\u00e4ndig.Essenz der Studie: Rund 15.000 Arbeitspl\u00e4tze h\u00e4ngen in Hamburg direkt oder indirekt mit dem Sport zusammen, daraus ergibt sich eine gesamtwirtschaftliche Wertsch\u00f6pfung von etwa 5,3 Milliarden Euro im Jahr. \u201eJeder im Sportsektor erwirtschaftete Euro l\u00f6st zus\u00e4tzliche wirtschaftliche Aktivit\u00e4t aus und f\u00fchrt insgesamt zu 2,4 Euro zus\u00e4tzlicher Wertsch\u00f6pfung in der Stadt\u201c, hei\u00dft es in der Studie. \u201eJeder Arbeitsplatz im engeren Sportsektor sichert im Durchschnitt 2,3 weitere Stellen entlang der Wertsch\u00f6pfungskette \u2013 etwa in Eventorganisation, Medienproduktion, Tourismus, Einzelhandel oder Gesundheitsdienstleistungen.\u201c Sport im engeren Sinne ist laut Studie das Thema bei rund 1400 Unternehmen in Hamburg mit insgesamt etwa 6000 Besch\u00e4ftigten. Wirtschaftliche Wertsch\u00f6pfung durch den Sport entsteht nicht nur in jedem Fitnessstudio, sondern vor allem auch dann, wenn rund 250.000 Menschen in die Hansestadt kommen, um den Triathlon zu sehen, so wie im vergangenen Jahr. Geld verdient Hamburg aber auch, wenn seine Sportarenen zum Beispiel f\u00fcr Gro\u00dfkonzerte genutzt werden, etwa von US-Superstar Taylor Swift im Jahr 2024. So weit legt die HWWI-Studie den wirtschaftlichen Rahmen von \u201eSport\u201c aus. \u201eDer Sport st\u00e4rkt Hamburg wirtschaftlich, gesellschaftlich und international. Er schafft Wertsch\u00f6pfung, zieht Talente an, steigert die Lebensqualit\u00e4t und macht die Stadt sichtbar\u201c, sagte Handelskammer-Pr\u00e4ses Norbert Aust. \u201eDie Ergebnisse zeigen: Sport ist ein Zukunftsfeld, in das sich zu investieren lohnt. Wir sollten Sport viel st\u00e4rker als Motor der Stadtentwicklung verstehen \u2013 mit moderner Infrastruktur, klarer Unterst\u00fctzung f\u00fcr Sportveranstaltungen und einer aktiven Haltung zu internationalen Formaten.\u201c Bislang gelte Sport in der Hamburger Statistik nicht als eigenst\u00e4ndiger Wirtschaftszweig, deshalb schaffe erst die HWWI-Studie einen Eindruck von der \u00f6konomischen Dimension des Sports in der Stadt.Die Handelskammer setzt sich nachdr\u00fccklich f\u00fcr einen neuerlichen Hamburger Versuch einer Olympiabewerbung ein. \u201eIch bin fest davon \u00fcberzeugt, dass Deutschland 2036, 2040 oder 2044 Olympische Sommerspiele ausrichten wird\u201c, sagte Aust, \u201eund daf\u00fcr gibt es keinen besseren Ort als Hamburg und den Norden.\u201c Bewerben wollen sich um die Austragung von Olympischen Spielen im kommenden oder \u00fcbern\u00e4chsten Jahrzehnt auch M\u00fcnchen, Nordrhein-Westfalen sowie Berlin gemeinsam mit mehreren anderen Bundesl\u00e4ndern. Die M\u00fcnchnerinnen und M\u00fcnchner haben bei einem Referendum bereits im Oktober 2025 klar f\u00fcr eine neuerliche Bewerbung um Olympische Spiele votiert. Die bayerische Landeshauptstadt hatte die Olympischen Sommerspiele 1972 ausgetragen, damals mit Kiel als Partner f\u00fcr die Segelwettbewerbe. Schleswig-Holstein w\u00e4re als Partnerland auch bei einer k\u00fcnftigen deutschen Olympiabewerbung wieder mit dabei, unter anderem auch bei der Hamburger Kampagne.Auch Innensenator Andy Grote stellte mit Blick auf die HWWI-Studie den Bezug zu den Olympischen Spielen her. \u201eJeder Euro f\u00fcr den Sport bringt Hamburg ein Vielfaches an Mehrwert. Da kann sich jeder selbst ausrechnen, welche Chance und Kraft erst in Olympia steckt\u201c, sagte er, auch mit Verweis auf die \u00f6konomischen Effekte der Sommerspiele 2024 in Paris f\u00fcr die franz\u00f6sische Hauptstadt. Etliche gro\u00dfe Infrastrukturprojekte in Hamburg k\u00f6nnten in den kommenden Jahren und Jahrzehnten nur mit finanzieller Hilfe des Bundes realisiert werden, sagte Grote, von der Sanierung der Elbbr\u00fccken bis zur neuen U-Bahn-Linie U5 und dem Neubau einer K\u00f6hlbrandbr\u00fccke: \u201eBei einer Bewerbung um Olympische Spiele und erst recht bei deren Austragung geht es darum, das Schaufenster eines modernen Deutschlands zu sein. Wir wollen dazu beitragen, dass die n\u00f6tigen Mittel des Bundes daf\u00fcr in den Norden gehen und nicht in den S\u00fcden.\u201cEin Argument aus der HWWI-Studie hat Hamburg dabei ganz unabh\u00e4ngig von der Wirtschaft auf seiner Seite: Der Sport ist in Hamburg auf allen Ebenen verankert, vom Freizeit- und Breitensport bis hin zum Profi- und Hochleistungssport mit dem Olympiast\u00fctzpunkt Hamburg\/Schleswig-Holstein. Und der Anteil der Menschen, die sich t\u00e4glich mehr als eine Stunde lang bewegen, ist in den f\u00fcnf K\u00fcstenl\u00e4ndern mit jeweils 45 Prozent signifikant h\u00f6her als in S\u00fcddeutschland. \u201eHamburg ist eine echte Sportstadt\u201c, sagte Professor Michael Berlemann vom HWWI. In der Hansestadt z\u00e4hle man bei einer Gesamtbev\u00f6lkerung von etwa 1,9 Millionen Menschen etwa 692.000 Hobbysportler und rund 800 Sportvereine mit insgesamt etwa 583.000 Mitgliedern.Katharina von Kodolitsch, die Pr\u00e4sidentin des Hamburger Sportbundes, sagte, um die Breitenwirkung des Sports in der Hansestadt dauerhaft zu sichern, \u201ebraucht es verl\u00e4ssliche Investitionen in die Sportinfrastruktur sowie langfristige finanzielle und planerische Sicherheit f\u00fcr die Vereine. Nur so kann Hamburg seine Position als aktive und dynamische Sportmetropole nachhaltig st\u00e4rken.\u201c Olaf Preu\u00df ist Wirtschaftsreporter von WELT und WELT AM SONNTAG f\u00fcr Hamburg und Norddeutschland.","og_url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/","og_site_name":"vof-news.eu","article_published_time":"2026-02-02T16:26:23+00:00","article_modified_time":"2026-02-02T16:26:59+00:00","og_image":[{"width":1200,"height":574,"url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/dpa-com-20090101-251015-935-893129-jpg.webp","type":"image\/webp"}],"author":"Author","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Author","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"4\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/","name":"Warum der Sport f\u00fcr Hamburg so wichtig ist - vof-news.eu","isPartOf":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/dpa-com-20090101-251015-935-893129-jpg.webp","datePublished":"2026-02-02T16:26:23+00:00","dateModified":"2026-02-02T16:26:59+00:00","author":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed"},"description":"Hamburg will Olympia, jedenfalls die Wirtschaft und der regierende rot-gr\u00fcne Senat. Zum zweiten Mal nach dem gescheiterten Referendum von Ende 2015 bereiten die Elbhanseaten derzeit eine Olympiabewerbung vor, f\u00fcr die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, und der n\u00e4chste Zwischenschritt ist ein vom Senat organisiertes, erneutes Referendum der Hamburgerinnen und Hamburger am 31. Mai dar\u00fcber, ob sie eine Bewerbung diesmal \u00fcberhaupt wollen. Denn es gibt in Hamburg auch deutlichen Widerstand gegen eine erneute Olympiakampagne, vor allem auch von Umweltverb\u00e4nden. In diesem Kontext muss man die neue Studie des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) lesen, die am Montag von der Handelskammer und von Innensenator Andy Grote (SPD) vorgestellt wurde. Grote ist auch f\u00fcr den Sport zust\u00e4ndig.Essenz der Studie: Rund 15.000 Arbeitspl\u00e4tze h\u00e4ngen in Hamburg direkt oder indirekt mit dem Sport zusammen, daraus ergibt sich eine gesamtwirtschaftliche Wertsch\u00f6pfung von etwa 5,3 Milliarden Euro im Jahr. \u201eJeder im Sportsektor erwirtschaftete Euro l\u00f6st zus\u00e4tzliche wirtschaftliche Aktivit\u00e4t aus und f\u00fchrt insgesamt zu 2,4 Euro zus\u00e4tzlicher Wertsch\u00f6pfung in der Stadt\u201c, hei\u00dft es in der Studie. \u201eJeder Arbeitsplatz im engeren Sportsektor sichert im Durchschnitt 2,3 weitere Stellen entlang der Wertsch\u00f6pfungskette \u2013 etwa in Eventorganisation, Medienproduktion, Tourismus, Einzelhandel oder Gesundheitsdienstleistungen.\u201c Sport im engeren Sinne ist laut Studie das Thema bei rund 1400 Unternehmen in Hamburg mit insgesamt etwa 6000 Besch\u00e4ftigten. Wirtschaftliche Wertsch\u00f6pfung durch den Sport entsteht nicht nur in jedem Fitnessstudio, sondern vor allem auch dann, wenn rund 250.000 Menschen in die Hansestadt kommen, um den Triathlon zu sehen, so wie im vergangenen Jahr. Geld verdient Hamburg aber auch, wenn seine Sportarenen zum Beispiel f\u00fcr Gro\u00dfkonzerte genutzt werden, etwa von US-Superstar Taylor Swift im Jahr 2024. So weit legt die HWWI-Studie den wirtschaftlichen Rahmen von \u201eSport\u201c aus. \u201eDer Sport st\u00e4rkt Hamburg wirtschaftlich, gesellschaftlich und international. Er schafft Wertsch\u00f6pfung, zieht Talente an, steigert die Lebensqualit\u00e4t und macht die Stadt sichtbar\u201c, sagte Handelskammer-Pr\u00e4ses Norbert Aust. \u201eDie Ergebnisse zeigen: Sport ist ein Zukunftsfeld, in das sich zu investieren lohnt. Wir sollten Sport viel st\u00e4rker als Motor der Stadtentwicklung verstehen \u2013 mit moderner Infrastruktur, klarer Unterst\u00fctzung f\u00fcr Sportveranstaltungen und einer aktiven Haltung zu internationalen Formaten.\u201c Bislang gelte Sport in der Hamburger Statistik nicht als eigenst\u00e4ndiger Wirtschaftszweig, deshalb schaffe erst die HWWI-Studie einen Eindruck von der \u00f6konomischen Dimension des Sports in der Stadt.Die Handelskammer setzt sich nachdr\u00fccklich f\u00fcr einen neuerlichen Hamburger Versuch einer Olympiabewerbung ein. \u201eIch bin fest davon \u00fcberzeugt, dass Deutschland 2036, 2040 oder 2044 Olympische Sommerspiele ausrichten wird\u201c, sagte Aust, \u201eund daf\u00fcr gibt es keinen besseren Ort als Hamburg und den Norden.\u201c Bewerben wollen sich um die Austragung von Olympischen Spielen im kommenden oder \u00fcbern\u00e4chsten Jahrzehnt auch M\u00fcnchen, Nordrhein-Westfalen sowie Berlin gemeinsam mit mehreren anderen Bundesl\u00e4ndern. Die M\u00fcnchnerinnen und M\u00fcnchner haben bei einem Referendum bereits im Oktober 2025 klar f\u00fcr eine neuerliche Bewerbung um Olympische Spiele votiert. Die bayerische Landeshauptstadt hatte die Olympischen Sommerspiele 1972 ausgetragen, damals mit Kiel als Partner f\u00fcr die Segelwettbewerbe. Schleswig-Holstein w\u00e4re als Partnerland auch bei einer k\u00fcnftigen deutschen Olympiabewerbung wieder mit dabei, unter anderem auch bei der Hamburger Kampagne.Auch Innensenator Andy Grote stellte mit Blick auf die HWWI-Studie den Bezug zu den Olympischen Spielen her. \u201eJeder Euro f\u00fcr den Sport bringt Hamburg ein Vielfaches an Mehrwert. Da kann sich jeder selbst ausrechnen, welche Chance und Kraft erst in Olympia steckt\u201c, sagte er, auch mit Verweis auf die \u00f6konomischen Effekte der Sommerspiele 2024 in Paris f\u00fcr die franz\u00f6sische Hauptstadt. Etliche gro\u00dfe Infrastrukturprojekte in Hamburg k\u00f6nnten in den kommenden Jahren und Jahrzehnten nur mit finanzieller Hilfe des Bundes realisiert werden, sagte Grote, von der Sanierung der Elbbr\u00fccken bis zur neuen U-Bahn-Linie U5 und dem Neubau einer K\u00f6hlbrandbr\u00fccke: \u201eBei einer Bewerbung um Olympische Spiele und erst recht bei deren Austragung geht es darum, das Schaufenster eines modernen Deutschlands zu sein. Wir wollen dazu beitragen, dass die n\u00f6tigen Mittel des Bundes daf\u00fcr in den Norden gehen und nicht in den S\u00fcden.\u201cEin Argument aus der HWWI-Studie hat Hamburg dabei ganz unabh\u00e4ngig von der Wirtschaft auf seiner Seite: Der Sport ist in Hamburg auf allen Ebenen verankert, vom Freizeit- und Breitensport bis hin zum Profi- und Hochleistungssport mit dem Olympiast\u00fctzpunkt Hamburg\/Schleswig-Holstein. Und der Anteil der Menschen, die sich t\u00e4glich mehr als eine Stunde lang bewegen, ist in den f\u00fcnf K\u00fcstenl\u00e4ndern mit jeweils 45 Prozent signifikant h\u00f6her als in S\u00fcddeutschland. \u201eHamburg ist eine echte Sportstadt\u201c, sagte Professor Michael Berlemann vom HWWI. In der Hansestadt z\u00e4hle man bei einer Gesamtbev\u00f6lkerung von etwa 1,9 Millionen Menschen etwa 692.000 Hobbysportler und rund 800 Sportvereine mit insgesamt etwa 583.000 Mitgliedern.Katharina von Kodolitsch, die Pr\u00e4sidentin des Hamburger Sportbundes, sagte, um die Breitenwirkung des Sports in der Hansestadt dauerhaft zu sichern, \u201ebraucht es verl\u00e4ssliche Investitionen in die Sportinfrastruktur sowie langfristige finanzielle und planerische Sicherheit f\u00fcr die Vereine. Nur so kann Hamburg seine Position als aktive und dynamische Sportmetropole nachhaltig st\u00e4rken.\u201c Olaf Preu\u00df ist Wirtschaftsreporter von WELT und WELT AM SONNTAG f\u00fcr Hamburg und Norddeutschland.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/vof-news.eu\/de\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/#primaryimage","url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/dpa-com-20090101-251015-935-893129-jpg.webp","contentUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/dpa-com-20090101-251015-935-893129-jpg.webp","width":1200,"height":574},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/warum-der-sport-fur-hamburg-so-wichtig-ist\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Warum der Sport f\u00fcr Hamburg so wichtig ist"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/","name":"vof-news.eu","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed","name":"Author","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","caption":"Author"},"sameAs":["http:\/\/vof-news.eu"],"url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/"}]}},"yoast_meta":{"yoast_wpseo_title":"","yoast_wpseo_metadesc":"","yoast_wpseo_canonical":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/322776","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=322776"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/322776\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":322783,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/322776\/revisions\/322783"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/322777"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=322776"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=322776"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=322776"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}