{"id":302062,"date":"2025-11-28T21:29:58","date_gmt":"2025-11-28T18:29:58","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/was-wenn-putin-nein-sagt\/"},"modified":"2025-11-28T21:31:26","modified_gmt":"2025-11-28T18:31:26","slug":"was-wenn-putin-nein-sagt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/was-wenn-putin-nein-sagt\/","title":{"rendered":"Was, wenn Putin Nein sagt?"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Wenige Tage nach dem Schock des <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-11\/usa-friedensplan-ukraine-russland-trump\" rel=\"nofollow\">auf russische Interessen gem\u00fcnzten 28-Punkte-Plans<\/a> f\u00fcr ein Ende des Krieges h\u00f6ren sich die S\u00e4tze der zentralen Akteure auf einmal wieder ganz zuversichtlich an. &#8222;Viele Perspektiven, die den Weg zum Frieden ebnen k\u00f6nnen&#8220; (Wolodymyr Selenskyj); &#8222;nur noch wenige strittige Punkte&#8220; und &#8222;enorme Fortschritte&#8220; (<span><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/donald-trump\" rel=\"nofollow\">Donald Trump<\/a><\/span>); &#8222;neue Energie rund um den Friedensprozess&#8220; (Nato-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte): Zumindest rhetorisch herrscht wieder Optimismus. Noch eine Woche zuvor hatte Selenskyj in einer Fernsehansprache sein Volk <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-11\/ukraine-krieg-wolodymyr-selenskyj-usa-friedensplan-russland\" rel=\"nofollow\">auf &#8222;schwierige Entscheidungen&#8220; vorbereitet<\/a>, auf die Wahl zwischen einem erniedrigenden Diktat oder dem Verlust der US-Unterst\u00fctzung.\u00a0\n<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich scheint das diplomatische Desaster, das der US-Plan in der vergangenen Woche in Gang gesetzt hatte, wieder etwas an Schrecken eingeb\u00fc\u00dft zu haben. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-11\/ukraine-krieg-sicherheitsgarantien-koalition-der-willigen-usa\" rel=\"nofollow\">F\u00fchrende europ\u00e4ische L\u00e4nder sprechen mit den USA<\/a> \u00fcber Sicherheitsgarantien f\u00fcr die <span><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/ukraine-krieg-news-liveblog\" rel=\"nofollow\">Ukraine<\/a><\/span>. Ukrainische Delegationen trafen sich mit ihren US-amerikanischen Pendants und scheinen die harten Forderungen der USA Berichten zufolge aufgeweicht zu haben. Trump lie\u00df <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-11\/trump-selenskyj-friedensplan-zugzwang\" rel=\"nofollow\">sein Ultimatum an Selenskyj,<\/a> den urspr\u00fcnglichen Plan bis Donnerstag zu akzeptieren, auslaufen. Alles wieder gut also?\n<\/p>\n<p>Beileibe nicht. Denn je mehr sich die Ukraine, Europa und die USA in ihren Vorstellungen \u00fcber einen akzeptablen Kompromissfrieden wieder ann\u00e4hern, desto k\u00e4ltere Reaktionen erhalten sie aus Moskau. Schon den urspr\u00fcnglichen US-Plan bezeichnete Wladimir Putin zur\u00fcckhaltend als &#8222;Grundlage&#8220; f\u00fcr weitere Verhandlungen \u2013 trotz darin festgehaltener Zugest\u00e4ndnisse, etwa einem R\u00fcckzug der Ukraine aus dem Donbass, einer Nichterweiterungsgarantie der Nato und dem Abbau aller Russlandsanktionen. Jetzt aber, wo die USA den Druck auf die Ukraine wieder senken, ist es Putin, der ihn seinerseits erh\u00f6ht: Ein juristischer Gebietsverzicht der Ukraine sei unerl\u00e4sslich, ein Nato-Beitritt m\u00fcsse f\u00fcr alle Zeiten ausgeschlossen sein, fordert er. Und ob er mit dem &#8222;illegitimen&#8220; Pr\u00e4sidenten Selenskyj \u00fcberhaupt einen bindenden Vertrag schlie\u00dfen k\u00f6nne, sei noch eine offene Frage. Einem im ukrainischen Sinne \u00fcberarbeiteten Plan, drohte auch <span><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/russland\" rel=\"nofollow\">Russlands<\/a><\/span> Au\u00dfenminister Sergej Lawrow, werde Russland ohnehin nicht zustimmen.\u00a0\n<\/p>\n<p>Es scheint also m\u00f6glich, wahrscheinlich sogar, dass die von Trump anvisierten Verhandlungen schon scheitern, noch ehe die Ukraine und ihre Unterst\u00fctzerl\u00e4nder sich auf eine gemeinsame Position verst\u00e4ndigen k\u00f6nnen. Logisch w\u00e4re es allemal. Denn Russlands Interesse an einer Kompromissl\u00f6sung d\u00fcrfte derzeit eher gering sein: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-11\/andrij-hnatow-krieg-ukraine-stellungen-winter-rueckzug-drohne\" rel=\"nofollow\">Die Ukraine steht an der Front unter Druck<\/a>. Die Finanzierung des Landes durch einen EU-Kredit, hinterlegt mit eingefrorenem russischen Staatsgeld, ist immer noch nicht gesichert. Der Winter hat noch nicht begonnen, und schon jetzt muss in der Ukraine t\u00e4glich stundenlang der Strom abgestellt werden. Russlands Pr\u00e4sident fehlt nicht nur der Anreiz, eine zugunsten der Ukraine ver\u00e4nderte Fassung des Plans anzunehmen. Sogar die Ursprungsversion, die Russland beg\u00fcnstigt, k\u00f6nnte sich f\u00fcr <span><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/wladimir-putin\" rel=\"nofollow\">Putin<\/a><\/span> als zu wenig erweisen. Schlie\u00dflich kann er davon ausgehen, dass seine Verhandlungsposition in den kommenden Monaten nur besser und die Zugest\u00e4ndnisse, die Trump der Ukraine aufzwingen wird, nur gr\u00f6\u00dfer werden k\u00f6nnen. F\u00fcr Frieden, aus dieser Sicht, die falsche Zeit.\n<\/p>\n<p>F\u00fcr die Ukraine bedeutet das nach Einsch\u00e4tzung vieler besorgten Beobachter, dass sie in Zukunft einen noch schlechteren Deal wird annehmen m\u00fcssen. Ungerecht m\u00f6ge der Plan ja sein,\u00a0<a href=\"https:\/\/blackbirdgroup.substack.com\/p\/by-necessity-not-by-desire?utm_source=post-banner&amp;utm_medium=web&amp;utm_campaign=posts-open-in-app&amp;triedRedirect=true\" rel=\"nofollow\">schreibt etwa das finnische Analystenteam Black Bird Group<\/a>. Aber leider alternativlos: &#8222;Jede Vereinbarung, die auf den aktuellen milit\u00e4rischen Realit\u00e4ten beruht, wird die Ukraine zwangsl\u00e4ufig strategisch benachteiligen&#8220;, schreiben die finnischen Milit\u00e4rexperten. Es spreche aktuell nichts daf\u00fcr, dass die USA, Europa und die Ukraine &#8222;den politischen Willen oder die Kraft haben, so ein Ergebnis zu verhindern.&#8220;\u00a0Ohne eine &#8222;gro\u00dfe Ver\u00e4nderung&#8220; in der westlichen Unterst\u00fctzungspolitik werde die Ukraine die Initiative auf dem Schlachtfeld nicht mehr an sich ziehen k\u00f6nnen. Es sei sogar m\u00f6glich, dass der russische Vormarsch nicht nur anhalte, sondern sich weiter beschleunige.\u00a0\n<\/p>\n<p>F\u00fcr die Ukraine ist es unangenehm genug, wenn Argumente wie diese angef\u00fchrt werden, um darzulegen, warum sie den russischen Forderungen nachgeben sollte. Doch eine neue Qualit\u00e4t erhalten solche Lageeinsch\u00e4tzungen, wenn diese Frage sich gar nicht erst stellt \u2013 und der Ukraine demzufolge nichts \u00fcbrig bleibt, als auf die Niederlage zu warten. Und dabei zuzuschauen, wie die ihr aufgezwungenen Bedingungen ungerechter, riskanter, schamloser werden. Wenn die Ukraine den Donbass nicht freiwillig r\u00e4ume, &#8222;dann erwirken wir das eben mit Waffengewalt&#8220;, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2025-11\/russland-ukraine-krieg-bedingung-verhandlung-us-plan\" rel=\"nofollow\">sagte Putin am Donnerstag<\/a> russischen Staatsmedien.\n<\/p>\n<p>Die Einsch\u00e4tzung der Black-Bird-Analysten wird jedoch nicht von allen Beobachtern geteilt. Russland wolle die Ukraine dazu bringen, &#8222;strategisch wichtige Gebiete aufzugeben, die das russische Milit\u00e4r h\u00f6chstwahrscheinlich nicht so schnell erobern kann&#8220;, <a href=\"https:\/\/x.com\/georgewbarros\/status\/1992112210449940810\" rel=\"nofollow\">meint etwa George Barros<\/a> vom Institute for the Study of War (ISW). Die Lage auf dem Schlachtfeld verschlechtere sich zwar aus ukrainischer Sicht, &#8222;doch Russland ist weit davon entfernt, das Gebiet, das es verlangt, einzunehmen.&#8220; Russlands Vormarsch erfolge &#8222;buchst\u00e4blich im Schritttempo&#8220;.\n<\/p>\n<p>Sowohl die Black Bird Group als auch das ISW ver\u00f6ffentlichten ihre gegens\u00e4tzlichen Einsch\u00e4tzungen der Lage erst, nachdem der US-Plan publik gemacht wurde. Ihre Statements haben somit auch politischen Charakter. Doch wie bewerteten Experten die aktuelle Situation an der Front vor Beginn der j\u00fcngsten Verhandlungsrunden, befreit vom Kontext der \u00f6ffentlichen <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-11\/friedensplan-usa-ukraine-russland-krieg-donald-trump\" rel=\"nofollow\">Entr\u00fcstung \u00fcber die russischen Forderungen an die Ukraine<\/a>, die Trump sich zu eigen gemacht hat?\n<\/p>\n<p>Erst vor wenigen Wochen ist eine Gruppe internationaler Milit\u00e4rexperten, die<br \/>\nregelm\u00e4\u00dfig an die Front f\u00e4hrt, von einer Ukrainereise zur\u00fcckgekehrt. Zu ihnen geh\u00f6rt etwa Konrad Muzyka vom polnischen Analystenteam Rochan Consulting. Seine Beobachtungen<br \/>\n&#8222;deuten auf eine zunehmende Kluft&#8220; zwischen den M\u00f6glichkeiten<br \/>\nRusslands und der Ukraine, <a href=\"https:\/\/rochan-consulting.com\/impressions-from-the-field-research-trip-to-ukraine-october-2025\/\" rel=\"nofollow\">schreibt er.<\/a> Die zahlenm\u00e4\u00dfige \u00dcberlegenheit beim<br \/>\nPersonal erm\u00f6gliche es Russland, hohe Verluste auszugleichen. Die ukrainische Infanterie sei hingegen stark ersch\u00f6pft.\u00a0\n<\/p>\n<p>Anlass zur Sorge habe die Ukraine daher gleich an mehreren Frontabschnitten: bei Lyman im Nordosten des sogenannten Festungsg\u00fcrtels beispielsweise, wo Muzyka im Winter schwere K\u00e4mpfe erwartet. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-11\/ukraine-lage-pokrowsk-front-saporischschja-vormarsch-woche\" rel=\"nofollow\">Besonders alarmierend seien die j\u00fcngsten russischen Gel\u00e4ndegewinne in der Region Saporischschja<\/a>, wo Russlands Verb\u00e4nde auf besonders sp\u00e4rlich besetzte ukrainische Verteidigungslinien stie\u00dfen. Seit Anfang Oktober habe Russland allein dort die H\u00e4lfte seines Vormarsches erzielt \u2013 obwohl nur ein Bruchteil der Bodenangriffe in diesem Sektor erfolgt.\u00a0Muzyka hebt dabei <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/44\/krieg-ukraine-drohnen-technologie-dokumentation\" rel=\"nofollow\">die Infiltrationstaktik Russlands<\/a> hervor: &#8222;Kleine Gruppen (von Soldaten) nutzen jede L\u00fccke aus&#8220;, Spezialtruppen gerieten in Zivilkleidung regelm\u00e4\u00dfig hinter ukrainische Stellungen. Dieses Vorgehen brachte die russische Armee in den vergangenen Monaten bis ins Zentrum von Pokrowsk und &#8222;spielt weiterhin eine zentrale Rolle&#8220;, schreibt der polnische Experte.\u00a0\n<\/p>\n<p>Ganz fatalistisch liest sich Muzykas Bericht jedoch nicht. Ebendiese Infiltrationstaktik sei es, &#8222;die Russland daran hindert, rasche Gebietsgewinne zu erzielen&#8220;: Die Vorst\u00f6\u00dfe erfolgten zu Fu\u00df oder auf Motorr\u00e4dern und ohne Beteiligung gr\u00f6\u00dferer Verb\u00e4nde. &#8222;Durchbr\u00fcche auf operativer Ebene bleiben daher unwahrscheinlich&#8220;, schlussfolgert Muzyma \u2013 zumal spezialisierte ukrainische Einheiten ihren Gegnern im Hinblick auf &#8222;Einfallsreichtum, Anpassungsf\u00e4higkeit und Probleml\u00f6sung&#8220; weiterhin klar \u00fcberlegen seien. Jedoch scheitere die Ukraine bislang daran, die Erfahrungen kleinerer Einheiten zu skalieren und auf gr\u00f6\u00dfere Verb\u00e4nde zu \u00fcbertragen.\u00a0\n<\/p>\n<p>Zur Forschergruppe, mit der Muzyka im Oktober in der Ukraine unterwegs war, geh\u00f6rt auch der US-amerikanische Analyst Michael Kofman. Auch er ver\u00f6ffentlichte nach seiner R\u00fcckkehr\u00a0<a href=\"https:\/\/x.com\/KofmanMichael\/status\/1989384484215718226\" rel=\"nofollow\">auf X<\/a> einen Erfahrungsbericht aus der Frontzone. Kofman st\u00fctzt darin Muzykas Einsch\u00e4tzung, wonach Russland vor allem beim Einsatz kleiner Drohnen \u2013 &#8222;weiterhin verantwortlich f\u00fcr die meisten Verluste auf dem Schlachtfeld&#8220; \u2013 die Ukraine einhole. Besser als den Ukrainern gelinge es den Angreifern, die Methoden ihrer besten Drohneneinheiten in der Breite der Armee zu implementieren. Doch aus \u00e4hnlichen Gr\u00fcnden wie Muzyka erwartet auch Kofman keinen russischen Durchbruch: Daf\u00fcr sto\u00dfe Russland zu langsam vor und gehe zu verschwenderisch mit seinen Soldaten um. Die Verluste st\u00fcnden in keinem Verh\u00e4ltnis zum Vormarsch, der mit ihnen erkauft wurde. &#8222;Mit ausreichend Unterst\u00fctzung und Druck auf Russland k\u00f6nnte die Ukraine die Front im Winter gr\u00f6\u00dftenteils stabilisieren und ist in der Lage, den Kampf auch 2026 fortzusetzen.&#8220;\n<\/p>\n<p>Vor einem Zusammenbruch ihrer Verteidigung braucht sich die Ukraine demnach nicht zu f\u00fcrchten, falls die von den USA initiierten Verhandlungen scheitern. Doch \u00e4hnlich wie die j\u00fcngste Entspannung zwischen Washington und Kyjiw ist auch das nicht wirklich eine gute Nachricht. Sondern lediglich die Abwesenheit einer sehr schlechten.\n<\/p>\n<p>Denn die Logik, wonach sich Russland mit jedem Monat in einer besseren Verhandlungsposition wiederfindet, wird nicht dadurch au\u00dfer Kraft gesetzt, dass die Ukraine den entscheidenden russischen Durchbruch bislang zu verhindern wusste. Die Kosten-Nutzen-Rechnung der russischen Regierung ver\u00e4ndert sich erst, wenn sich Putin von ernst gemeinen Verhandlungen mehr erhofft als von der Fortsetzung der Angriffe. Daf\u00fcr reicht es nicht, den russischen Vormarsch blo\u00df zu verlangsamen. Daf\u00fcr m\u00fcsste er gestoppt werden.\u00a0\n<\/p>\n<p>Und daran scheitert die Ukraine inzwischen seit nunmehr zwei Jahren. Die Menge an Ressourcen, die n\u00f6tig ist, um diesen Trend zu drehen, steigt mit jedem Monat, in dem das Land sie weder aus eigener Kraft aufbringen kann, noch von seinen Unterst\u00fctzern erh\u00e4lt.\n<\/p>\n<hr\/>\n<hr\/>\n<h2>Das Zitat: Die G8 lockt Putin nicht<\/h2>\n<p>Die von Russland und den USA erarbeiteten Vorschl\u00e4ge f\u00fcr ein Ende des Krieges zulasten der Ukraine enthielten bei ihrer Ver\u00f6ffentlichung in der vergangenen Woche auch unerwartete Ideen. Dazu geh\u00f6rte etwa die Aussicht darauf, dass Russland nach Kriegsende <strong>wieder in die G7 eingeladen<\/strong> werden solle. Aus der ehemaligen G8-Gruppe f\u00fchrender Industriel\u00e4nder war Russland jedoch nicht wegen der Vollinvasion 2022 ausgeschlossen worden, sondern bereits <strong>infolge der Krim-Annexion 2014<\/strong>. Eine R\u00fcckkehr in die G8 geh\u00f6rte in den vergangenen Jahren nicht zu Russlands Forderungen.\n<\/p>\n<p>Wie aus <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-11\/usa-russland-ukraine-steve-witkoff-plan-entstehung-kriegsende\" rel=\"nofollow\">Berichten \u00fcber abgeh\u00f6rte Gespr\u00e4che<\/a> zwischen dem US-Verhandler Steve Witkoff, seinem russischen Gegenpart Kirill Dmitrijew sowie Putins au\u00dfenpolitischem Berater Juri Uschakow inzwischen bekannt ist, stammen gro\u00dfe Teile des angeblichen US-Plans f\u00fcr die Ukraine aus dem Kreml \u2013 womit sich die Frage stellt, ob ein m\u00f6glicher Beitritt zur G7-Gruppe ebenfalls eine neue Forderung Russlands sein k\u00f6nnte.\u00a0\n<\/p>\n<p>Falls ja, l\u00e4sst Putin sich das nicht anmerken. <strong>Die G7 h\u00e4tten an wirtschaftlicher und politischer Bedeutung verloren<\/strong>, sagte der russische Staatschef bei einer Pressekonferenz nach dem Gipfel des russisch gef\u00fchrten Milit\u00e4rb\u00fcndnisses OVKS in Kirgisistan. Und ohnehin wisse er nicht, was er bei einem m\u00f6glichen Wiedereintritt bei den Treffen mit den G7-Staatschefs tun solle:\u00a0\n<\/p>\n<hr\/>\n<h2>Die wichtigsten Meldungen: Ein R\u00fccktritt, Verhandlungen und Waffenk\u00e4ufe<\/h2>\n<p>Der <strong>ukrainische<br \/>\nStabschef und Chefunterh\u00e4ndler Andrij Jermak<\/strong> ist zur\u00fcckgetreten. Zuvor hatten<br \/>\ndie <strong><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-11\/ukraine-andrij-jermak-selenskyj-korruption-ermittlungen-gxe\" rel=\"nofollow\">ukrainischen<br \/>\nAntikorruptionsbeh\u00f6rden seine Wohnung durchsucht<\/a>.<\/strong><br \/>\nPr\u00e4sident <span><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/wolodymyr-selenskyj\" rel=\"nofollow\">Selenskyj<\/a><\/span> verliert damit seinen <strong>engsten Vertrauten.<\/strong> Zwar geh\u00f6rte Jermak<br \/>\nbislang nicht zu den <strong>Beschuldigten im Korruptionsskandal<br \/>\num Schmiergeldzahlungen im staatlichen Energiesektor,<\/strong> mehrere der<br \/>\naktuell Verd\u00e4chtigen gelten jedoch als seine<br \/>\nG\u00fcnstlinge. Bereits in den vergangenen Wochen hatten sogar<br \/>\nAbgeordnete der Regierungspartei Diener des Volkes die Entlassung Jermaks gefordert.\u00a0\n<\/p>\n<p><strong>US-gef\u00fchrte Gespr\u00e4che: <\/strong>F\u00fcr die kommenden Tage hat Selenskyj weitere Treffen von Delegationen seines Landes und der USA angek\u00fcndigt. In der <strong>kommenden Woche <\/strong>w\u00fcrden dann Treffen auf h\u00f6herer Ebene folgen: Dann st\u00fcnden &#8222;nicht nur f\u00fcr unsere Delegation, <strong>sondern auch f\u00fcr mich wichtige Verhandlungen<\/strong> an&#8220;, sagte der ukrainische Pr\u00e4sident. Wom\u00f6glich k\u00f6nnte es um ein <strong>Treffen mit Trump<\/strong> gehen. Dieser hatte sich dazu bereit erkl\u00e4rt. <strong>Putin<\/strong> k\u00fcndigte derweil f\u00fcr die kommende Woche Treffen einer <strong>US-Delegation mit seinen au\u00dfenpolitischen Beratern in Moskau<\/strong> an.\n<\/p>\n<p><strong>Purl-Programm:<\/strong>\u00a0Nato-Generalsekret\u00e4r <strong>Mark Rutte<\/strong> hat bis Jahresende <strong>zus\u00e4tzliche zwei Milliarden Dollar<\/strong> f\u00fcr das sogenannte Purl-Programm in Aussicht gestellt. \u00dcber diesen Mechanismus kaufen europ\u00e4ische L\u00e4nder<strong> US-Waffen f\u00fcr die Ukraine<\/strong>, was die mit Trump entfallenen US-Milit\u00e4rhilfen aus der Zeit seines Vorg\u00e4ngers Joe Biden ersetzen soll. Mit dann f\u00fcnf Milliarden Dollar seit Start des Programms im Sommer w\u00fcrde die Unterst\u00fctzung allerdings nach wie vor<strong> unterhalb des US-Niveaus aus den vergangenen Jahren <\/strong>bleiben.\n<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenige Tage nach dem Schock des auf russische Interessen gem\u00fcnzten 28-Punkte-Plans f\u00fcr ein Ende des Krieges h\u00f6ren sich die S\u00e4tze der zentralen Akteure auf einmal wieder ganz zuversichtlich an. &#8222;Viele Perspektiven, die den Weg zum Frieden ebnen k\u00f6nnen&#8220; (Wolodymyr Selenskyj); &#8222;nur noch wenige strittige Punkte&#8220; und &#8222;enorme Fortschritte&#8220; (Donald Trump); &#8222;neue Energie rund um den<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":302064,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[116],"tags":[],"class_list":["post-302062","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-war-chronicles-de"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v22.9 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Was, wenn Putin Nein sagt? - vof-news.eu<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Wenige Tage nach dem Schock des auf russische Interessen gem\u00fcnzten 28-Punkte-Plans f\u00fcr ein Ende des Krieges h\u00f6ren sich die S\u00e4tze der zentralen Akteure auf einmal wieder ganz zuversichtlich an. &quot;Viele Perspektiven, die den Weg zum Frieden ebnen k\u00f6nnen&quot; (Wolodymyr Selenskyj); &quot;nur noch wenige strittige Punkte&quot; und &quot;enorme Fortschritte&quot; (Donald Trump); &quot;neue Energie rund um den Friedensprozess&quot; (Nato-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte): Zumindest rhetorisch herrscht wieder Optimismus. 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