{"id":289158,"date":"2025-10-22T11:26:10","date_gmt":"2025-10-22T08:26:10","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/mieten-steigen-langsamer-niedrigster-jahreszuwachs-seit-ende-2021\/"},"modified":"2025-10-22T11:26:34","modified_gmt":"2025-10-22T08:26:34","slug":"mieten-steigen-langsamer-niedrigster-jahreszuwachs-seit-ende-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/mieten-steigen-langsamer-niedrigster-jahreszuwachs-seit-ende-2021\/","title":{"rendered":"Mieten steigen langsamer \u2013 niedrigster Jahreszuwachs seit Ende 2021"},"content":{"rendered":"<p>Die Mieten in deutschen St\u00e4dten steigen einer Studie zufolge langsamer. Im dritten Quartal erh\u00f6hten sie sich durchschnittlich um 0,5 Prozent zum vorangegangenen Vierteljahr, wie das Kieler Institut f\u00fcr Weltwirtschaft (IfW) am Mittwoch mitteilte. Verglichen mit dem Vorjahresquartal stiegen die Mieten um 3,5 Prozent und inflationsbereinigt um 1,2 Prozent \u2013 das sei der niedrigste Jahreszuwachs seit Ende 2021. \u201eDie Preisdynamik am Mietmarkt hat sich nach den hohen Steigerungen der letzten Jahre deutlich abgek\u00fchlt\u201c, sagte IfW-Experte Jonas Zdrzalek. \u201eIm Durchschnitt steigen die Mieten nur noch im gleichen Tempo wie die Inflation.\u201c <\/p>\n<p>Zugleich werden Wohnungen den Angaben zufolge schneller vermittelt. Die durchschnittliche Inseratsdauer fiel im dritten Quartal auf gut 24 Tage \u2013 knapp einen Tag weniger als noch im Vorquartal und gut vier Tage weniger als ein Jahr zuvor. \u201eAus historischer Sicht ist dieser Wert \u00e4u\u00dferst niedrig\u201c, hie\u00df es. Bei Start der Datenerfassung vor rund zehn Jahren betrug die Inseratsdauer im Schnitt noch 34 Tage. \u201eSelbst bei nur moderaten Mietsteigerungen ist der Markt f\u00fcr Wohnungssuchende vor allem in Metropolen \u00e4u\u00dferst angespannt\u201c, sagte Zdrzalek. \u201eOhne einen sp\u00fcrbaren Zuwachs an Neubauten wird sich die Lage kaum entspannen.\u201c<\/p>\n<h3>M\u00fcnchen, Frankfurt und Stuttgart an der Spitze <\/h3>\n<p>Das Mietniveau geht stark auseinander. In M\u00fcnchen lag die durchschnittliche Kaltmiete im dritten Quartal mit 22,96 Euro pro Quadratmeter an der Spitze, gefolgt von Frankfurt am Main (17,55 Euro). Stuttgart (16,11 Euro), Berlin (15,82 Euro), Hamburg (15,62 Euro) und K\u00f6ln (15,21 Euro) bilden das Mittelfeld, D\u00fcsseldorf (14,40 Euro) und Leipzig (10,14 Euro) das untere Ende. Im gewichteten Durchschnitt \u00fcber alle untersuchten 37 St\u00e4dte und Regionen lag der Quadratmeterpreis bei 14,16 Euro.<\/p>\n<p>In den acht gr\u00f6\u00dften deutschen St\u00e4dten verlief die Entwicklung im Quartalsvergleich unterschiedlich. Am st\u00e4rksten stiegen die Mieten in Leipzig (+1,1 Prozent) und D\u00fcsseldorf (+0,7 Prozent). In M\u00fcnchen, Frankfurt und K\u00f6ln betrug der Anstieg jeweils 0,5 Prozent, in Stuttgart 0,3 Prozent. Leichte R\u00fcckg\u00e4nge gab es in Hamburg (-0,2 Prozent) und Berlin (-0,3 Prozent).<\/p>\n<p>Deutlich h\u00f6here Mieten zeigten Potsdam (+3,4 Prozent) und Erfurt (+3,2 Prozent). Sp\u00fcrbare Steigerungen gab es auch in Nordrhein-Westfalen, in Hamm (+1,8 Prozent), M\u00f6nchengladbach und Wuppertal (je +1,6 Prozent) lag das Plus deutlich \u00fcber dem Durchschnitt. R\u00fcckg\u00e4nge gab es in Bielefeld (-1,3 Prozent), Bocholt (-0,6 Prozent) und M\u00fcnster (-0,4 Prozent). <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Mieten in deutschen St\u00e4dten steigen einer Studie zufolge langsamer. Im dritten Quartal erh\u00f6hten sie sich durchschnittlich um 0,5 Prozent zum vorangegangenen Vierteljahr, wie das Kieler Institut f\u00fcr Weltwirtschaft (IfW) am Mittwoch mitteilte. 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Im gewichteten Durchschnitt \u00fcber alle untersuchten 37 St\u00e4dte und Regionen lag der Quadratmeterpreis bei 14,16 Euro.In den acht gr\u00f6\u00dften deutschen St\u00e4dten verlief die Entwicklung im Quartalsvergleich unterschiedlich. Am st\u00e4rksten stiegen die Mieten in Leipzig (+1,1 Prozent) und D\u00fcsseldorf (+0,7 Prozent). In M\u00fcnchen, Frankfurt und K\u00f6ln betrug der Anstieg jeweils 0,5 Prozent, in Stuttgart 0,3 Prozent. Leichte R\u00fcckg\u00e4nge gab es in Hamburg (-0,2 Prozent) und Berlin (-0,3 Prozent).Deutlich h\u00f6here Mieten zeigten Potsdam (+3,4 Prozent) und Erfurt (+3,2 Prozent). Sp\u00fcrbare Steigerungen gab es auch in Nordrhein-Westfalen, in Hamm (+1,8 Prozent), M\u00f6nchengladbach und Wuppertal (je +1,6 Prozent) lag das Plus deutlich \u00fcber dem Durchschnitt. 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Verglichen mit dem Vorjahresquartal stiegen die Mieten um 3,5 Prozent und inflationsbereinigt um 1,2 Prozent \u2013 das sei der niedrigste Jahreszuwachs seit Ende 2021. \u201eDie Preisdynamik am Mietmarkt hat sich nach den hohen Steigerungen der letzten Jahre deutlich abgek\u00fchlt\u201c, sagte IfW-Experte Jonas Zdrzalek. \u201eIm Durchschnitt steigen die Mieten nur noch im gleichen Tempo wie die Inflation.\u201c Zugleich werden Wohnungen den Angaben zufolge schneller vermittelt. Die durchschnittliche Inseratsdauer fiel im dritten Quartal auf gut 24 Tage \u2013 knapp einen Tag weniger als noch im Vorquartal und gut vier Tage weniger als ein Jahr zuvor. \u201eAus historischer Sicht ist dieser Wert \u00e4u\u00dferst niedrig\u201c, hie\u00df es. Bei Start der Datenerfassung vor rund zehn Jahren betrug die Inseratsdauer im Schnitt noch 34 Tage. \u201eSelbst bei nur moderaten Mietsteigerungen ist der Markt f\u00fcr Wohnungssuchende vor allem in Metropolen \u00e4u\u00dferst angespannt\u201c, sagte Zdrzalek. \u201eOhne einen sp\u00fcrbaren Zuwachs an Neubauten wird sich die Lage kaum entspannen.\u201cM\u00fcnchen, Frankfurt und Stuttgart an der Spitze Das Mietniveau geht stark auseinander. In M\u00fcnchen lag die durchschnittliche Kaltmiete im dritten Quartal mit 22,96 Euro pro Quadratmeter an der Spitze, gefolgt von Frankfurt am Main (17,55 Euro). Stuttgart (16,11 Euro), Berlin (15,82 Euro), Hamburg (15,62 Euro) und K\u00f6ln (15,21 Euro) bilden das Mittelfeld, D\u00fcsseldorf (14,40 Euro) und Leipzig (10,14 Euro) das untere Ende. Im gewichteten Durchschnitt \u00fcber alle untersuchten 37 St\u00e4dte und Regionen lag der Quadratmeterpreis bei 14,16 Euro.In den acht gr\u00f6\u00dften deutschen St\u00e4dten verlief die Entwicklung im Quartalsvergleich unterschiedlich. Am st\u00e4rksten stiegen die Mieten in Leipzig (+1,1 Prozent) und D\u00fcsseldorf (+0,7 Prozent). In M\u00fcnchen, Frankfurt und K\u00f6ln betrug der Anstieg jeweils 0,5 Prozent, in Stuttgart 0,3 Prozent. Leichte R\u00fcckg\u00e4nge gab es in Hamburg (-0,2 Prozent) und Berlin (-0,3 Prozent).Deutlich h\u00f6here Mieten zeigten Potsdam (+3,4 Prozent) und Erfurt (+3,2 Prozent). Sp\u00fcrbare Steigerungen gab es auch in Nordrhein-Westfalen, in Hamm (+1,8 Prozent), M\u00f6nchengladbach und Wuppertal (je +1,6 Prozent) lag das Plus deutlich \u00fcber dem Durchschnitt. 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Im dritten Quartal erh\u00f6hten sie sich durchschnittlich um 0,5 Prozent zum vorangegangenen Vierteljahr, wie das Kieler Institut f\u00fcr Weltwirtschaft (IfW) am Mittwoch mitteilte. Verglichen mit dem Vorjahresquartal stiegen die Mieten um 3,5 Prozent und inflationsbereinigt um 1,2 Prozent \u2013 das sei der niedrigste Jahreszuwachs seit Ende 2021. \u201eDie Preisdynamik am Mietmarkt hat sich nach den hohen Steigerungen der letzten Jahre deutlich abgek\u00fchlt\u201c, sagte IfW-Experte Jonas Zdrzalek. \u201eIm Durchschnitt steigen die Mieten nur noch im gleichen Tempo wie die Inflation.\u201c Zugleich werden Wohnungen den Angaben zufolge schneller vermittelt. Die durchschnittliche Inseratsdauer fiel im dritten Quartal auf gut 24 Tage \u2013 knapp einen Tag weniger als noch im Vorquartal und gut vier Tage weniger als ein Jahr zuvor. \u201eAus historischer Sicht ist dieser Wert \u00e4u\u00dferst niedrig\u201c, hie\u00df es. Bei Start der Datenerfassung vor rund zehn Jahren betrug die Inseratsdauer im Schnitt noch 34 Tage. \u201eSelbst bei nur moderaten Mietsteigerungen ist der Markt f\u00fcr Wohnungssuchende vor allem in Metropolen \u00e4u\u00dferst angespannt\u201c, sagte Zdrzalek. \u201eOhne einen sp\u00fcrbaren Zuwachs an Neubauten wird sich die Lage kaum entspannen.\u201cM\u00fcnchen, Frankfurt und Stuttgart an der Spitze Das Mietniveau geht stark auseinander. In M\u00fcnchen lag die durchschnittliche Kaltmiete im dritten Quartal mit 22,96 Euro pro Quadratmeter an der Spitze, gefolgt von Frankfurt am Main (17,55 Euro). Stuttgart (16,11 Euro), Berlin (15,82 Euro), Hamburg (15,62 Euro) und K\u00f6ln (15,21 Euro) bilden das Mittelfeld, D\u00fcsseldorf (14,40 Euro) und Leipzig (10,14 Euro) das untere Ende. Im gewichteten Durchschnitt \u00fcber alle untersuchten 37 St\u00e4dte und Regionen lag der Quadratmeterpreis bei 14,16 Euro.In den acht gr\u00f6\u00dften deutschen St\u00e4dten verlief die Entwicklung im Quartalsvergleich unterschiedlich. Am st\u00e4rksten stiegen die Mieten in Leipzig (+1,1 Prozent) und D\u00fcsseldorf (+0,7 Prozent). In M\u00fcnchen, Frankfurt und K\u00f6ln betrug der Anstieg jeweils 0,5 Prozent, in Stuttgart 0,3 Prozent. Leichte R\u00fcckg\u00e4nge gab es in Hamburg (-0,2 Prozent) und Berlin (-0,3 Prozent).Deutlich h\u00f6here Mieten zeigten Potsdam (+3,4 Prozent) und Erfurt (+3,2 Prozent). Sp\u00fcrbare Steigerungen gab es auch in Nordrhein-Westfalen, in Hamm (+1,8 Prozent), M\u00f6nchengladbach und Wuppertal (je +1,6 Prozent) lag das Plus deutlich \u00fcber dem Durchschnitt. 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