{"id":285759,"date":"2025-10-13T19:26:13","date_gmt":"2025-10-13T16:26:13","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/schwarzarbeits-fahnder-nehmen-barbershops-und-nagelstudios-ins-visier\/"},"modified":"2025-10-13T19:26:37","modified_gmt":"2025-10-13T16:26:37","slug":"schwarzarbeits-fahnder-nehmen-barbershops-und-nagelstudios-ins-visier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/schwarzarbeits-fahnder-nehmen-barbershops-und-nagelstudios-ins-visier\/","title":{"rendered":"Schwarzarbeits-Fahnder nehmen Barbershops und Nagelstudios ins Visier"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcnf Barbershops kontrollierten die Finanzbeamten \u2013 und sie stellten in einen \u00e4u\u00dferst laxen Umgang mit den Einnahmen fest. In einem Laden gab es nicht einmal eine Kasse. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer wurden nirgendwo angetroffen, drei Mitarbeiter h\u00e4tten laut Aufenthaltsstatus gar nicht in einem auf M\u00e4nnerhaar- und Bartschnitte spezialisierten Friseurladen arbeiten d\u00fcrfen. Das ist die Bilanz einer Razzia in Hamburg-Harburg vergangene Woche. Beteiligt waren neben Vertretern der Finanzbeh\u00f6rden auch Mitarbeiter des Bezirksamts, des Bauamts, der Friseurinnung und der Hamburger Polizei.<\/p>\n<p>Damit kann sich die Politik best\u00e4tigt f\u00fchlen. Sie arbeitet gerade an einem neuen Gesetz, mit dem sie die staatlichen Verluste durch Steuerhinterziehung, Sozialabgabenbetrug und Geldw\u00e4sche reduzieren will. \u201eGesetz zur Modernisierung und Digitalisierung der Schwarzarbeitsbek\u00e4mpfung\u201c, ist der Titel. Zu dem Entwurf \u00e4u\u00dferten sich nun geladene Experten gegen\u00fcber dem Finanzausschuss des Bundestages. Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass j\u00e4hrlich ein Umsatz in H\u00f6he eines dreistelligen Milliardenbetrags in der Schattenwirtschaft gemacht wird, wodurch dem Staat ein zweistelliger Milliardenbetrag an Steuern und Sozialabgaben entgeht.<\/p>\n<p>Barbershops geh\u00f6ren genauso wie Nagelstudios zu den \u201ezuletzt besonders auff\u00e4lligen Bereichen\u201c f\u00fcr Schwarzarbeit, schrieb Constanze Vo\u00df, Leiterin der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, einer Einheit des Zolls, in ihrer Stellungnahme zum Gesetzentwurf. Seit Jahren sind beide Gesch\u00e4ftsmodelle aus den Einkaufsstra\u00dfen vieler St\u00e4dte nicht mehr wegzudenken. Ihre Kontrolle ist bislang gering, geh\u00f6rt das Friseur- und Kosmetikgewerbe doch noch nicht zu den \u201egesetzlichen Schwarzarbeitsschwerpunktbranchen\u201c. Das soll sich mit dem neuen Gesetz \u00e4ndern. Vo\u00df begr\u00fc\u00dfte den Schritt. Sie geht davon aus, dass durch die Erweiterung um das Friseur- und Kosmetikgewerbe die Pr\u00fcfungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit erheblich erleichtert werden.<\/p>\n<p>In der Praxis bedeutet dies unter anderem, dass k\u00fcnftig alle Besch\u00e4ftigte von Barbershops und Nagelstudios verpflichtet sind, einen \u201ePersonalausweis, Passersatz oder Ausweisersatz\u201c bei der Arbeit mitzuf\u00fchren und den Beh\u00f6rden der Zollverwaltung auf Verlangen vorzulegen, wie es in Paragraf 2a des Schwarzarbeitsbek\u00e4mpfungsgesetzes hei\u00dft. Das gilt heute schon f\u00fcr elf Wirtschaftsbereiche. Dazu geh\u00f6ren das Baugewerbe, Reinigungsunternehmen und die Gastronomie. Aber auch f\u00fcr Schausteller, die Fleischwirtschaft, das Prostitutionsgewerbe und f\u00fcr Wach- und Sicherheitspersonal gilt dies bereits.<\/p>\n<h3>Zollgewerkschaft will auch Landwirte pr\u00fcfen<\/h3>\n<p>In der Branche begr\u00fc\u00dft man die erleichterten Kontrollen, wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) deutlich machte. \u201eEine konsequente Pr\u00fcfung des Friseur- und Kosmetikgewerbes ist aufgrund erheblicher Strukturver\u00e4nderungen innerhalb der Branche dringend erforderlich\u201c, teilte der ZDH in seiner Stellungnahme mit. Ihm geht es um den Schutz der klassischen Betriebe. Ein Barbershop, der sich ausschlie\u00dflich auf Rasur und Bartpflege beschr\u00e4nke, komme selten vor. Vielmehr w\u00fcrden dort genauso Dienstleistungen aus dem Kernbereich des Friseurhandwerks angeboten, etwa regul\u00e4re Herren- und auch Damenhaarschnitte, dies aber zu vergleichsweise \u201esehr niedrigen Preisen\u201c. <\/p>\n<p>Beim Handwerksverband st\u00f6rt man sich vor allem daran, dass die Anforderungen eines klassischen Betriebs wie Ausbildung, Eintragung in die Handwerksrolle und Zulassung dort nicht erf\u00fcllt w\u00fcrden. \u201eDies l\u00e4sst den Verdacht aufkommen, dass dort keine ordnungsgem\u00e4\u00dfe Abf\u00fchrung von Steuern und Sozialabgaben erfolgt und die dort besch\u00e4ftigten Personen nicht ordnungsgem\u00e4\u00df zur Sozialversicherung angemeldet werden\u201c, schlie\u00dft der ZDH daraus. <\/p>\n<p>Auch bei der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft BDZ begr\u00fc\u00dft man die Erweiterung der Liste um das Friseur- und Kosmetikgewerbe \u2013 und auch die Klarstellung, dass damit auch Barbershops und Nagelstudios gemeint sind. Geht es nach der Gewerkschaft geh\u00f6ren auf die Liste der Problembranchen aber noch andere. \u201eNicht umgesetzt wurde hingegen unsere Anregung, die Landwirtschaft sowie Pflegebranche aufzunehmen\u201c, hei\u00dft es in der BDZ-Stellungnahme. <\/p>\n<p>In der Landwirtschaft w\u00fcrden viele ausl\u00e4ndische Saisonarbeitskr\u00e4fte eingesetzt, die oft als sozialversicherungsfreie Kurzzeitbesch\u00e4ftigte gemeldet w\u00fcrden. Leider \u00fcbten diese Arbeitnehmer oft mehrere solcher Besch\u00e4ftigungen hintereinander aus, in der Regel bei verschiedenen Arbeitgebern, die davon nicht w\u00fcssten. \u201eAls sozialversicherungsfrei w\u00fcrden die Besch\u00e4ftigungen dann nicht mehr gelten\u201c, so die Kritik. \u00c4hnliches werde in der Pflege praktiziert. <\/p>\n<p>Die Zollgewerkschaft will jedoch verhindern, dass die Liste des Paragrafen 2a immer l\u00e4nger wird. Grundlage sollten die tats\u00e4chlichen Pr\u00fcfungsergebnisse und Risikobewertungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit sein. \u201eBranchen, in denen seit Jahren keine signifikanten Beanstandungen festgestellt werden, sollten im Gegenzug entlastet werden k\u00f6nnen, w\u00e4hrend neue Risikofelder z\u00fcgig in den Katalog aufgenommen werden\u201c, schreibt der BDZ. Eine solche dynamische Anpassung tr\u00e4gt aus Sicht der Gewerkschaft zu zielgenauen und ressourcenschonenden Pr\u00fcfungen bei und k\u00f6nne ein Anreizmodell f\u00fcr die Wirtschaft sein. Sprich: Es k\u00f6nne gezielter und letztlich erfolgreicher gepr\u00fcft werden.<\/p>\n<h3>Digitalisierung entlastet die Wirtschaft<\/h3>\n<p>Der risikobasierte Ansatz taucht an mehreren Stellen im Gesetzentwurf auf. Die Vertreterin der Finanzkontrolle Schwarzarbeit verwies dabei auf die angestrebten Digitalisierungsfortschritte. Sie hob positiv hervor, dass Gesch\u00e4ftsunterlagen k\u00fcnftig auch in elektronischer Form angefordert werden k\u00f6nnen. Dies vereinfache die Prozesse und entlaste die Wirtschaft genauso wie die Verwaltung, so Vo\u00df. <\/p>\n<p>Bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb\u00e4nde (BDA) begr\u00fc\u00dft man den gezielteren Risikoansatz. Allerdings ist man dort skeptisch, dass dies tats\u00e4chlich ohne gr\u00f6\u00dferen Aufwand gelingt. Es sei nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet bei den Problembranchen die M\u00f6glichkeiten der Digitalisierung nicht ausgesch\u00f6pft w\u00fcrden. <\/p>\n<p>\u201eSo sind zum Beispiel Vor-Ort-Kontrollen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit auf Baustellen und in anderen Einsatzbereichen durchaus wirkungsvoller und nachhaltiger durchzuf\u00fchren, wenn der Nachweis der wesentlichen Arbeitsbedingungen in elektronischer Form erm\u00f6glicht wird\u201c, schreibt die BDA. Schriftliche Arbeitsvertr\u00e4ge oder der schriftliche Nachweis der wesentlichen Vertragsbedingungen w\u00fcrden im Normalfall nicht am K\u00f6rper gef\u00fchrt. \u201eEffiziente Bek\u00e4mpfung von Schwarzarbeit setzt eine nachhaltige<br \/>\nDigitalisierung voraus.\u201c<\/p>\n<p>Leichter werden soll laut Gesetzentwurf in jedem Fall die Kommunikation der Finanzkontrolle Schwarzarbeit mit anderen Beh\u00f6rden, zum Beispiel durch einen schnellen und digitalen Austausch von Informationen mit Polizei oder Steuerfahndung. Der Entwurf schafft mehr M\u00f6glichkeiten mit K\u00fcnstlicher Intelligenz, Datenbanken zu durchsuchen, um verd\u00e4chtige Unternehmen aufzusp\u00fcren und gezielt zu durchleuchten.<\/p>\n<p><em><b>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und <\/b><\/em><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\"><em><b>Business Insider <\/b><\/em><\/a><em><b>erstellt.<\/b><\/em><\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/karsten-seibel\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/karsten-seibel\/\"><em><b>Karsten Seibel<\/b><\/em><\/a><em><b> ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet unter anderem \u00fcber Haushalts- und Steuerpolitik.<\/b><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcnf Barbershops kontrollierten die Finanzbeamten \u2013 und sie stellten in einen \u00e4u\u00dferst laxen Umgang mit den Einnahmen fest. In einem Laden gab es nicht einmal eine Kasse. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer wurden nirgendwo angetroffen, drei Mitarbeiter h\u00e4tten laut Aufenthaltsstatus gar nicht in einem auf M\u00e4nnerhaar- und Bartschnitte spezialisierten Friseurladen arbeiten d\u00fcrfen. 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Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer wurden nirgendwo angetroffen, drei Mitarbeiter h\u00e4tten laut Aufenthaltsstatus gar nicht in einem auf M\u00e4nnerhaar- und Bartschnitte spezialisierten Friseurladen arbeiten d\u00fcrfen. Das ist die Bilanz einer Razzia in Hamburg-Harburg vergangene Woche. Beteiligt waren neben Vertretern der Finanzbeh\u00f6rden auch Mitarbeiter des Bezirksamts, des Bauamts, der Friseurinnung und der Hamburger Polizei.Damit kann sich die Politik best\u00e4tigt f\u00fchlen. Sie arbeitet gerade an einem neuen Gesetz, mit dem sie die staatlichen Verluste durch Steuerhinterziehung, Sozialabgabenbetrug und Geldw\u00e4sche reduzieren will. \u201eGesetz zur Modernisierung und Digitalisierung der Schwarzarbeitsbek\u00e4mpfung\u201c, ist der Titel. Zu dem Entwurf \u00e4u\u00dferten sich nun geladene Experten gegen\u00fcber dem Finanzausschuss des Bundestages. Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass j\u00e4hrlich ein Umsatz in H\u00f6he eines dreistelligen Milliardenbetrags in der Schattenwirtschaft gemacht wird, wodurch dem Staat ein zweistelliger Milliardenbetrag an Steuern und Sozialabgaben entgeht.Barbershops geh\u00f6ren genauso wie Nagelstudios zu den \u201ezuletzt besonders auff\u00e4lligen Bereichen\u201c f\u00fcr Schwarzarbeit, schrieb Constanze Vo\u00df, Leiterin der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, einer Einheit des Zolls, in ihrer Stellungnahme zum Gesetzentwurf. Seit Jahren sind beide Gesch\u00e4ftsmodelle aus den Einkaufsstra\u00dfen vieler St\u00e4dte nicht mehr wegzudenken. Ihre Kontrolle ist bislang gering, geh\u00f6rt das Friseur- und Kosmetikgewerbe doch noch nicht zu den \u201egesetzlichen Schwarzarbeitsschwerpunktbranchen\u201c. Das soll sich mit dem neuen Gesetz \u00e4ndern. Vo\u00df begr\u00fc\u00dfte den Schritt. Sie geht davon aus, dass durch die Erweiterung um das Friseur- und Kosmetikgewerbe die Pr\u00fcfungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit erheblich erleichtert werden.In der Praxis bedeutet dies unter anderem, dass k\u00fcnftig alle Besch\u00e4ftigte von Barbershops und Nagelstudios verpflichtet sind, einen \u201ePersonalausweis, Passersatz oder Ausweisersatz\u201c bei der Arbeit mitzuf\u00fchren und den Beh\u00f6rden der Zollverwaltung auf Verlangen vorzulegen, wie es in Paragraf 2a des Schwarzarbeitsbek\u00e4mpfungsgesetzes hei\u00dft. Das gilt heute schon f\u00fcr elf Wirtschaftsbereiche. Dazu geh\u00f6ren das Baugewerbe, Reinigungsunternehmen und die Gastronomie. Aber auch f\u00fcr Schausteller, die Fleischwirtschaft, das Prostitutionsgewerbe und f\u00fcr Wach- und Sicherheitspersonal gilt dies bereits.Zollgewerkschaft will auch Landwirte pr\u00fcfenIn der Branche begr\u00fc\u00dft man die erleichterten Kontrollen, wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) deutlich machte. \u201eEine konsequente Pr\u00fcfung des Friseur- und Kosmetikgewerbes ist aufgrund erheblicher Strukturver\u00e4nderungen innerhalb der Branche dringend erforderlich\u201c, teilte der ZDH in seiner Stellungnahme mit. Ihm geht es um den Schutz der klassischen Betriebe. Ein Barbershop, der sich ausschlie\u00dflich auf Rasur und Bartpflege beschr\u00e4nke, komme selten vor. Vielmehr w\u00fcrden dort genauso Dienstleistungen aus dem Kernbereich des Friseurhandwerks angeboten, etwa regul\u00e4re Herren- und auch Damenhaarschnitte, dies aber zu vergleichsweise \u201esehr niedrigen Preisen\u201c. Beim Handwerksverband st\u00f6rt man sich vor allem daran, dass die Anforderungen eines klassischen Betriebs wie Ausbildung, Eintragung in die Handwerksrolle und Zulassung dort nicht erf\u00fcllt w\u00fcrden. \u201eDies l\u00e4sst den Verdacht aufkommen, dass dort keine ordnungsgem\u00e4\u00dfe Abf\u00fchrung von Steuern und Sozialabgaben erfolgt und die dort besch\u00e4ftigten Personen nicht ordnungsgem\u00e4\u00df zur Sozialversicherung angemeldet werden\u201c, schlie\u00dft der ZDH daraus. Auch bei der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft BDZ begr\u00fc\u00dft man die Erweiterung der Liste um das Friseur- und Kosmetikgewerbe \u2013 und auch die Klarstellung, dass damit auch Barbershops und Nagelstudios gemeint sind. Geht es nach der Gewerkschaft geh\u00f6ren auf die Liste der Problembranchen aber noch andere. \u201eNicht umgesetzt wurde hingegen unsere Anregung, die Landwirtschaft sowie Pflegebranche aufzunehmen\u201c, hei\u00dft es in der BDZ-Stellungnahme. In der Landwirtschaft w\u00fcrden viele ausl\u00e4ndische Saisonarbeitskr\u00e4fte eingesetzt, die oft als sozialversicherungsfreie Kurzzeitbesch\u00e4ftigte gemeldet w\u00fcrden. Leider \u00fcbten diese Arbeitnehmer oft mehrere solcher Besch\u00e4ftigungen hintereinander aus, in der Regel bei verschiedenen Arbeitgebern, die davon nicht w\u00fcssten. \u201eAls sozialversicherungsfrei w\u00fcrden die Besch\u00e4ftigungen dann nicht mehr gelten\u201c, so die Kritik. \u00c4hnliches werde in der Pflege praktiziert. Die Zollgewerkschaft will jedoch verhindern, dass die Liste des Paragrafen 2a immer l\u00e4nger wird. Grundlage sollten die tats\u00e4chlichen Pr\u00fcfungsergebnisse und Risikobewertungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit sein. \u201eBranchen, in denen seit Jahren keine signifikanten Beanstandungen festgestellt werden, sollten im Gegenzug entlastet werden k\u00f6nnen, w\u00e4hrend neue Risikofelder z\u00fcgig in den Katalog aufgenommen werden\u201c, schreibt der BDZ. Eine solche dynamische Anpassung tr\u00e4gt aus Sicht der Gewerkschaft zu zielgenauen und ressourcenschonenden Pr\u00fcfungen bei und k\u00f6nne ein Anreizmodell f\u00fcr die Wirtschaft sein. Sprich: Es k\u00f6nne gezielter und letztlich erfolgreicher gepr\u00fcft werden.Digitalisierung entlastet die WirtschaftDer risikobasierte Ansatz taucht an mehreren Stellen im Gesetzentwurf auf. Die Vertreterin der Finanzkontrolle Schwarzarbeit verwies dabei auf die angestrebten Digitalisierungsfortschritte. Sie hob positiv hervor, dass Gesch\u00e4ftsunterlagen k\u00fcnftig auch in elektronischer Form angefordert werden k\u00f6nnen. Dies vereinfache die Prozesse und entlaste die Wirtschaft genauso wie die Verwaltung, so Vo\u00df. Bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb\u00e4nde (BDA) begr\u00fc\u00dft man den gezielteren Risikoansatz. Allerdings ist man dort skeptisch, dass dies tats\u00e4chlich ohne gr\u00f6\u00dferen Aufwand gelingt. Es sei nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet bei den Problembranchen die M\u00f6glichkeiten der Digitalisierung nicht ausgesch\u00f6pft w\u00fcrden. \u201eSo sind zum Beispiel Vor-Ort-Kontrollen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit auf Baustellen und in anderen Einsatzbereichen durchaus wirkungsvoller und nachhaltiger durchzuf\u00fchren, wenn der Nachweis der wesentlichen Arbeitsbedingungen in elektronischer Form erm\u00f6glicht wird\u201c, schreibt die BDA. Schriftliche Arbeitsvertr\u00e4ge oder der schriftliche Nachweis der wesentlichen Vertragsbedingungen w\u00fcrden im Normalfall nicht am K\u00f6rper gef\u00fchrt. \u201eEffiziente Bek\u00e4mpfung von Schwarzarbeit setzt eine nachhaltige\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"noindex, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Schwarzarbeits-Fahnder nehmen Barbershops und Nagelstudios ins Visier - vof-news.eu\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"F\u00fcnf Barbershops kontrollierten die Finanzbeamten \u2013 und sie stellten in einen \u00e4u\u00dferst laxen Umgang mit den Einnahmen fest. In einem Laden gab es nicht einmal eine Kasse. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer wurden nirgendwo angetroffen, drei Mitarbeiter h\u00e4tten laut Aufenthaltsstatus gar nicht in einem auf M\u00e4nnerhaar- und Bartschnitte spezialisierten Friseurladen arbeiten d\u00fcrfen. Das ist die Bilanz einer Razzia in Hamburg-Harburg vergangene Woche. Beteiligt waren neben Vertretern der Finanzbeh\u00f6rden auch Mitarbeiter des Bezirksamts, des Bauamts, der Friseurinnung und der Hamburger Polizei.Damit kann sich die Politik best\u00e4tigt f\u00fchlen. Sie arbeitet gerade an einem neuen Gesetz, mit dem sie die staatlichen Verluste durch Steuerhinterziehung, Sozialabgabenbetrug und Geldw\u00e4sche reduzieren will. \u201eGesetz zur Modernisierung und Digitalisierung der Schwarzarbeitsbek\u00e4mpfung\u201c, ist der Titel. Zu dem Entwurf \u00e4u\u00dferten sich nun geladene Experten gegen\u00fcber dem Finanzausschuss des Bundestages. Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass j\u00e4hrlich ein Umsatz in H\u00f6he eines dreistelligen Milliardenbetrags in der Schattenwirtschaft gemacht wird, wodurch dem Staat ein zweistelliger Milliardenbetrag an Steuern und Sozialabgaben entgeht.Barbershops geh\u00f6ren genauso wie Nagelstudios zu den \u201ezuletzt besonders auff\u00e4lligen Bereichen\u201c f\u00fcr Schwarzarbeit, schrieb Constanze Vo\u00df, Leiterin der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, einer Einheit des Zolls, in ihrer Stellungnahme zum Gesetzentwurf. Seit Jahren sind beide Gesch\u00e4ftsmodelle aus den Einkaufsstra\u00dfen vieler St\u00e4dte nicht mehr wegzudenken. Ihre Kontrolle ist bislang gering, geh\u00f6rt das Friseur- und Kosmetikgewerbe doch noch nicht zu den \u201egesetzlichen Schwarzarbeitsschwerpunktbranchen\u201c. Das soll sich mit dem neuen Gesetz \u00e4ndern. Vo\u00df begr\u00fc\u00dfte den Schritt. Sie geht davon aus, dass durch die Erweiterung um das Friseur- und Kosmetikgewerbe die Pr\u00fcfungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit erheblich erleichtert werden.In der Praxis bedeutet dies unter anderem, dass k\u00fcnftig alle Besch\u00e4ftigte von Barbershops und Nagelstudios verpflichtet sind, einen \u201ePersonalausweis, Passersatz oder Ausweisersatz\u201c bei der Arbeit mitzuf\u00fchren und den Beh\u00f6rden der Zollverwaltung auf Verlangen vorzulegen, wie es in Paragraf 2a des Schwarzarbeitsbek\u00e4mpfungsgesetzes hei\u00dft. Das gilt heute schon f\u00fcr elf Wirtschaftsbereiche. Dazu geh\u00f6ren das Baugewerbe, Reinigungsunternehmen und die Gastronomie. Aber auch f\u00fcr Schausteller, die Fleischwirtschaft, das Prostitutionsgewerbe und f\u00fcr Wach- und Sicherheitspersonal gilt dies bereits.Zollgewerkschaft will auch Landwirte pr\u00fcfenIn der Branche begr\u00fc\u00dft man die erleichterten Kontrollen, wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) deutlich machte. \u201eEine konsequente Pr\u00fcfung des Friseur- und Kosmetikgewerbes ist aufgrund erheblicher Strukturver\u00e4nderungen innerhalb der Branche dringend erforderlich\u201c, teilte der ZDH in seiner Stellungnahme mit. Ihm geht es um den Schutz der klassischen Betriebe. Ein Barbershop, der sich ausschlie\u00dflich auf Rasur und Bartpflege beschr\u00e4nke, komme selten vor. Vielmehr w\u00fcrden dort genauso Dienstleistungen aus dem Kernbereich des Friseurhandwerks angeboten, etwa regul\u00e4re Herren- und auch Damenhaarschnitte, dies aber zu vergleichsweise \u201esehr niedrigen Preisen\u201c. Beim Handwerksverband st\u00f6rt man sich vor allem daran, dass die Anforderungen eines klassischen Betriebs wie Ausbildung, Eintragung in die Handwerksrolle und Zulassung dort nicht erf\u00fcllt w\u00fcrden. \u201eDies l\u00e4sst den Verdacht aufkommen, dass dort keine ordnungsgem\u00e4\u00dfe Abf\u00fchrung von Steuern und Sozialabgaben erfolgt und die dort besch\u00e4ftigten Personen nicht ordnungsgem\u00e4\u00df zur Sozialversicherung angemeldet werden\u201c, schlie\u00dft der ZDH daraus. Auch bei der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft BDZ begr\u00fc\u00dft man die Erweiterung der Liste um das Friseur- und Kosmetikgewerbe \u2013 und auch die Klarstellung, dass damit auch Barbershops und Nagelstudios gemeint sind. Geht es nach der Gewerkschaft geh\u00f6ren auf die Liste der Problembranchen aber noch andere. \u201eNicht umgesetzt wurde hingegen unsere Anregung, die Landwirtschaft sowie Pflegebranche aufzunehmen\u201c, hei\u00dft es in der BDZ-Stellungnahme. In der Landwirtschaft w\u00fcrden viele ausl\u00e4ndische Saisonarbeitskr\u00e4fte eingesetzt, die oft als sozialversicherungsfreie Kurzzeitbesch\u00e4ftigte gemeldet w\u00fcrden. Leider \u00fcbten diese Arbeitnehmer oft mehrere solcher Besch\u00e4ftigungen hintereinander aus, in der Regel bei verschiedenen Arbeitgebern, die davon nicht w\u00fcssten. \u201eAls sozialversicherungsfrei w\u00fcrden die Besch\u00e4ftigungen dann nicht mehr gelten\u201c, so die Kritik. \u00c4hnliches werde in der Pflege praktiziert. Die Zollgewerkschaft will jedoch verhindern, dass die Liste des Paragrafen 2a immer l\u00e4nger wird. Grundlage sollten die tats\u00e4chlichen Pr\u00fcfungsergebnisse und Risikobewertungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit sein. \u201eBranchen, in denen seit Jahren keine signifikanten Beanstandungen festgestellt werden, sollten im Gegenzug entlastet werden k\u00f6nnen, w\u00e4hrend neue Risikofelder z\u00fcgig in den Katalog aufgenommen werden\u201c, schreibt der BDZ. Eine solche dynamische Anpassung tr\u00e4gt aus Sicht der Gewerkschaft zu zielgenauen und ressourcenschonenden Pr\u00fcfungen bei und k\u00f6nne ein Anreizmodell f\u00fcr die Wirtschaft sein. Sprich: Es k\u00f6nne gezielter und letztlich erfolgreicher gepr\u00fcft werden.Digitalisierung entlastet die WirtschaftDer risikobasierte Ansatz taucht an mehreren Stellen im Gesetzentwurf auf. Die Vertreterin der Finanzkontrolle Schwarzarbeit verwies dabei auf die angestrebten Digitalisierungsfortschritte. Sie hob positiv hervor, dass Gesch\u00e4ftsunterlagen k\u00fcnftig auch in elektronischer Form angefordert werden k\u00f6nnen. Dies vereinfache die Prozesse und entlaste die Wirtschaft genauso wie die Verwaltung, so Vo\u00df. Bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb\u00e4nde (BDA) begr\u00fc\u00dft man den gezielteren Risikoansatz. Allerdings ist man dort skeptisch, dass dies tats\u00e4chlich ohne gr\u00f6\u00dferen Aufwand gelingt. 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Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass j\u00e4hrlich ein Umsatz in H\u00f6he eines dreistelligen Milliardenbetrags in der Schattenwirtschaft gemacht wird, wodurch dem Staat ein zweistelliger Milliardenbetrag an Steuern und Sozialabgaben entgeht.Barbershops geh\u00f6ren genauso wie Nagelstudios zu den \u201ezuletzt besonders auff\u00e4lligen Bereichen\u201c f\u00fcr Schwarzarbeit, schrieb Constanze Vo\u00df, Leiterin der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, einer Einheit des Zolls, in ihrer Stellungnahme zum Gesetzentwurf. Seit Jahren sind beide Gesch\u00e4ftsmodelle aus den Einkaufsstra\u00dfen vieler St\u00e4dte nicht mehr wegzudenken. Ihre Kontrolle ist bislang gering, geh\u00f6rt das Friseur- und Kosmetikgewerbe doch noch nicht zu den \u201egesetzlichen Schwarzarbeitsschwerpunktbranchen\u201c. Das soll sich mit dem neuen Gesetz \u00e4ndern. Vo\u00df begr\u00fc\u00dfte den Schritt. Sie geht davon aus, dass durch die Erweiterung um das Friseur- und Kosmetikgewerbe die Pr\u00fcfungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit erheblich erleichtert werden.In der Praxis bedeutet dies unter anderem, dass k\u00fcnftig alle Besch\u00e4ftigte von Barbershops und Nagelstudios verpflichtet sind, einen \u201ePersonalausweis, Passersatz oder Ausweisersatz\u201c bei der Arbeit mitzuf\u00fchren und den Beh\u00f6rden der Zollverwaltung auf Verlangen vorzulegen, wie es in Paragraf 2a des Schwarzarbeitsbek\u00e4mpfungsgesetzes hei\u00dft. Das gilt heute schon f\u00fcr elf Wirtschaftsbereiche. Dazu geh\u00f6ren das Baugewerbe, Reinigungsunternehmen und die Gastronomie. Aber auch f\u00fcr Schausteller, die Fleischwirtschaft, das Prostitutionsgewerbe und f\u00fcr Wach- und Sicherheitspersonal gilt dies bereits.Zollgewerkschaft will auch Landwirte pr\u00fcfenIn der Branche begr\u00fc\u00dft man die erleichterten Kontrollen, wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) deutlich machte. \u201eEine konsequente Pr\u00fcfung des Friseur- und Kosmetikgewerbes ist aufgrund erheblicher Strukturver\u00e4nderungen innerhalb der Branche dringend erforderlich\u201c, teilte der ZDH in seiner Stellungnahme mit. Ihm geht es um den Schutz der klassischen Betriebe. Ein Barbershop, der sich ausschlie\u00dflich auf Rasur und Bartpflege beschr\u00e4nke, komme selten vor. Vielmehr w\u00fcrden dort genauso Dienstleistungen aus dem Kernbereich des Friseurhandwerks angeboten, etwa regul\u00e4re Herren- und auch Damenhaarschnitte, dies aber zu vergleichsweise \u201esehr niedrigen Preisen\u201c. 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Eine solche dynamische Anpassung tr\u00e4gt aus Sicht der Gewerkschaft zu zielgenauen und ressourcenschonenden Pr\u00fcfungen bei und k\u00f6nne ein Anreizmodell f\u00fcr die Wirtschaft sein. Sprich: Es k\u00f6nne gezielter und letztlich erfolgreicher gepr\u00fcft werden.Digitalisierung entlastet die WirtschaftDer risikobasierte Ansatz taucht an mehreren Stellen im Gesetzentwurf auf. Die Vertreterin der Finanzkontrolle Schwarzarbeit verwies dabei auf die angestrebten Digitalisierungsfortschritte. Sie hob positiv hervor, dass Gesch\u00e4ftsunterlagen k\u00fcnftig auch in elektronischer Form angefordert werden k\u00f6nnen. Dies vereinfache die Prozesse und entlaste die Wirtschaft genauso wie die Verwaltung, so Vo\u00df. Bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb\u00e4nde (BDA) begr\u00fc\u00dft man den gezielteren Risikoansatz. Allerdings ist man dort skeptisch, dass dies tats\u00e4chlich ohne gr\u00f6\u00dferen Aufwand gelingt. 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Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass j\u00e4hrlich ein Umsatz in H\u00f6he eines dreistelligen Milliardenbetrags in der Schattenwirtschaft gemacht wird, wodurch dem Staat ein zweistelliger Milliardenbetrag an Steuern und Sozialabgaben entgeht.Barbershops geh\u00f6ren genauso wie Nagelstudios zu den \u201ezuletzt besonders auff\u00e4lligen Bereichen\u201c f\u00fcr Schwarzarbeit, schrieb Constanze Vo\u00df, Leiterin der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, einer Einheit des Zolls, in ihrer Stellungnahme zum Gesetzentwurf. Seit Jahren sind beide Gesch\u00e4ftsmodelle aus den Einkaufsstra\u00dfen vieler St\u00e4dte nicht mehr wegzudenken. Ihre Kontrolle ist bislang gering, geh\u00f6rt das Friseur- und Kosmetikgewerbe doch noch nicht zu den \u201egesetzlichen Schwarzarbeitsschwerpunktbranchen\u201c. Das soll sich mit dem neuen Gesetz \u00e4ndern. Vo\u00df begr\u00fc\u00dfte den Schritt. Sie geht davon aus, dass durch die Erweiterung um das Friseur- und Kosmetikgewerbe die Pr\u00fcfungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit erheblich erleichtert werden.In der Praxis bedeutet dies unter anderem, dass k\u00fcnftig alle Besch\u00e4ftigte von Barbershops und Nagelstudios verpflichtet sind, einen \u201ePersonalausweis, Passersatz oder Ausweisersatz\u201c bei der Arbeit mitzuf\u00fchren und den Beh\u00f6rden der Zollverwaltung auf Verlangen vorzulegen, wie es in Paragraf 2a des Schwarzarbeitsbek\u00e4mpfungsgesetzes hei\u00dft. Das gilt heute schon f\u00fcr elf Wirtschaftsbereiche. Dazu geh\u00f6ren das Baugewerbe, Reinigungsunternehmen und die Gastronomie. Aber auch f\u00fcr Schausteller, die Fleischwirtschaft, das Prostitutionsgewerbe und f\u00fcr Wach- und Sicherheitspersonal gilt dies bereits.Zollgewerkschaft will auch Landwirte pr\u00fcfenIn der Branche begr\u00fc\u00dft man die erleichterten Kontrollen, wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) deutlich machte. \u201eEine konsequente Pr\u00fcfung des Friseur- und Kosmetikgewerbes ist aufgrund erheblicher Strukturver\u00e4nderungen innerhalb der Branche dringend erforderlich\u201c, teilte der ZDH in seiner Stellungnahme mit. Ihm geht es um den Schutz der klassischen Betriebe. Ein Barbershop, der sich ausschlie\u00dflich auf Rasur und Bartpflege beschr\u00e4nke, komme selten vor. Vielmehr w\u00fcrden dort genauso Dienstleistungen aus dem Kernbereich des Friseurhandwerks angeboten, etwa regul\u00e4re Herren- und auch Damenhaarschnitte, dies aber zu vergleichsweise \u201esehr niedrigen Preisen\u201c. Beim Handwerksverband st\u00f6rt man sich vor allem daran, dass die Anforderungen eines klassischen Betriebs wie Ausbildung, Eintragung in die Handwerksrolle und Zulassung dort nicht erf\u00fcllt w\u00fcrden. \u201eDies l\u00e4sst den Verdacht aufkommen, dass dort keine ordnungsgem\u00e4\u00dfe Abf\u00fchrung von Steuern und Sozialabgaben erfolgt und die dort besch\u00e4ftigten Personen nicht ordnungsgem\u00e4\u00df zur Sozialversicherung angemeldet werden\u201c, schlie\u00dft der ZDH daraus. Auch bei der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft BDZ begr\u00fc\u00dft man die Erweiterung der Liste um das Friseur- und Kosmetikgewerbe \u2013 und auch die Klarstellung, dass damit auch Barbershops und Nagelstudios gemeint sind. Geht es nach der Gewerkschaft geh\u00f6ren auf die Liste der Problembranchen aber noch andere. \u201eNicht umgesetzt wurde hingegen unsere Anregung, die Landwirtschaft sowie Pflegebranche aufzunehmen\u201c, hei\u00dft es in der BDZ-Stellungnahme. In der Landwirtschaft w\u00fcrden viele ausl\u00e4ndische Saisonarbeitskr\u00e4fte eingesetzt, die oft als sozialversicherungsfreie Kurzzeitbesch\u00e4ftigte gemeldet w\u00fcrden. Leider \u00fcbten diese Arbeitnehmer oft mehrere solcher Besch\u00e4ftigungen hintereinander aus, in der Regel bei verschiedenen Arbeitgebern, die davon nicht w\u00fcssten. \u201eAls sozialversicherungsfrei w\u00fcrden die Besch\u00e4ftigungen dann nicht mehr gelten\u201c, so die Kritik. \u00c4hnliches werde in der Pflege praktiziert. Die Zollgewerkschaft will jedoch verhindern, dass die Liste des Paragrafen 2a immer l\u00e4nger wird. Grundlage sollten die tats\u00e4chlichen Pr\u00fcfungsergebnisse und Risikobewertungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit sein. \u201eBranchen, in denen seit Jahren keine signifikanten Beanstandungen festgestellt werden, sollten im Gegenzug entlastet werden k\u00f6nnen, w\u00e4hrend neue Risikofelder z\u00fcgig in den Katalog aufgenommen werden\u201c, schreibt der BDZ. Eine solche dynamische Anpassung tr\u00e4gt aus Sicht der Gewerkschaft zu zielgenauen und ressourcenschonenden Pr\u00fcfungen bei und k\u00f6nne ein Anreizmodell f\u00fcr die Wirtschaft sein. Sprich: Es k\u00f6nne gezielter und letztlich erfolgreicher gepr\u00fcft werden.Digitalisierung entlastet die WirtschaftDer risikobasierte Ansatz taucht an mehreren Stellen im Gesetzentwurf auf. Die Vertreterin der Finanzkontrolle Schwarzarbeit verwies dabei auf die angestrebten Digitalisierungsfortschritte. Sie hob positiv hervor, dass Gesch\u00e4ftsunterlagen k\u00fcnftig auch in elektronischer Form angefordert werden k\u00f6nnen. Dies vereinfache die Prozesse und entlaste die Wirtschaft genauso wie die Verwaltung, so Vo\u00df. Bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb\u00e4nde (BDA) begr\u00fc\u00dft man den gezielteren Risikoansatz. Allerdings ist man dort skeptisch, dass dies tats\u00e4chlich ohne gr\u00f6\u00dferen Aufwand gelingt. Es sei nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet bei den Problembranchen die M\u00f6glichkeiten der Digitalisierung nicht ausgesch\u00f6pft w\u00fcrden. \u201eSo sind zum Beispiel Vor-Ort-Kontrollen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit auf Baustellen und in anderen Einsatzbereichen durchaus wirkungsvoller und nachhaltiger durchzuf\u00fchren, wenn der Nachweis der wesentlichen Arbeitsbedingungen in elektronischer Form erm\u00f6glicht wird\u201c, schreibt die BDA. Schriftliche Arbeitsvertr\u00e4ge oder der schriftliche Nachweis der wesentlichen Vertragsbedingungen w\u00fcrden im Normalfall nicht am K\u00f6rper gef\u00fchrt. \u201eEffiziente Bek\u00e4mpfung von Schwarzarbeit setzt eine nachhaltige","og_url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/schwarzarbeits-fahnder-nehmen-barbershops-und-nagelstudios-ins-visier\/","og_site_name":"vof-news.eu","article_published_time":"2025-10-13T16:26:13+00:00","article_modified_time":"2025-10-13T16:26:37+00:00","og_image":[{"width":1200,"height":574,"url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/barbershop-in-magdeburg.webp","type":"image\/webp"}],"author":"Author","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Author","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"5\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/schwarzarbeits-fahnder-nehmen-barbershops-und-nagelstudios-ins-visier\/","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/schwarzarbeits-fahnder-nehmen-barbershops-und-nagelstudios-ins-visier\/","name":"Schwarzarbeits-Fahnder nehmen Barbershops und Nagelstudios ins Visier - vof-news.eu","isPartOf":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/schwarzarbeits-fahnder-nehmen-barbershops-und-nagelstudios-ins-visier\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/schwarzarbeits-fahnder-nehmen-barbershops-und-nagelstudios-ins-visier\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/barbershop-in-magdeburg.webp","datePublished":"2025-10-13T16:26:13+00:00","dateModified":"2025-10-13T16:26:37+00:00","author":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed"},"description":"F\u00fcnf Barbershops kontrollierten die Finanzbeamten \u2013 und sie stellten in einen \u00e4u\u00dferst laxen Umgang mit den Einnahmen fest. In einem Laden gab es nicht einmal eine Kasse. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer wurden nirgendwo angetroffen, drei Mitarbeiter h\u00e4tten laut Aufenthaltsstatus gar nicht in einem auf M\u00e4nnerhaar- und Bartschnitte spezialisierten Friseurladen arbeiten d\u00fcrfen. Das ist die Bilanz einer Razzia in Hamburg-Harburg vergangene Woche. Beteiligt waren neben Vertretern der Finanzbeh\u00f6rden auch Mitarbeiter des Bezirksamts, des Bauamts, der Friseurinnung und der Hamburger Polizei.Damit kann sich die Politik best\u00e4tigt f\u00fchlen. Sie arbeitet gerade an einem neuen Gesetz, mit dem sie die staatlichen Verluste durch Steuerhinterziehung, Sozialabgabenbetrug und Geldw\u00e4sche reduzieren will. \u201eGesetz zur Modernisierung und Digitalisierung der Schwarzarbeitsbek\u00e4mpfung\u201c, ist der Titel. Zu dem Entwurf \u00e4u\u00dferten sich nun geladene Experten gegen\u00fcber dem Finanzausschuss des Bundestages. Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass j\u00e4hrlich ein Umsatz in H\u00f6he eines dreistelligen Milliardenbetrags in der Schattenwirtschaft gemacht wird, wodurch dem Staat ein zweistelliger Milliardenbetrag an Steuern und Sozialabgaben entgeht.Barbershops geh\u00f6ren genauso wie Nagelstudios zu den \u201ezuletzt besonders auff\u00e4lligen Bereichen\u201c f\u00fcr Schwarzarbeit, schrieb Constanze Vo\u00df, Leiterin der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, einer Einheit des Zolls, in ihrer Stellungnahme zum Gesetzentwurf. Seit Jahren sind beide Gesch\u00e4ftsmodelle aus den Einkaufsstra\u00dfen vieler St\u00e4dte nicht mehr wegzudenken. Ihre Kontrolle ist bislang gering, geh\u00f6rt das Friseur- und Kosmetikgewerbe doch noch nicht zu den \u201egesetzlichen Schwarzarbeitsschwerpunktbranchen\u201c. Das soll sich mit dem neuen Gesetz \u00e4ndern. Vo\u00df begr\u00fc\u00dfte den Schritt. Sie geht davon aus, dass durch die Erweiterung um das Friseur- und Kosmetikgewerbe die Pr\u00fcfungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit erheblich erleichtert werden.In der Praxis bedeutet dies unter anderem, dass k\u00fcnftig alle Besch\u00e4ftigte von Barbershops und Nagelstudios verpflichtet sind, einen \u201ePersonalausweis, Passersatz oder Ausweisersatz\u201c bei der Arbeit mitzuf\u00fchren und den Beh\u00f6rden der Zollverwaltung auf Verlangen vorzulegen, wie es in Paragraf 2a des Schwarzarbeitsbek\u00e4mpfungsgesetzes hei\u00dft. Das gilt heute schon f\u00fcr elf Wirtschaftsbereiche. Dazu geh\u00f6ren das Baugewerbe, Reinigungsunternehmen und die Gastronomie. Aber auch f\u00fcr Schausteller, die Fleischwirtschaft, das Prostitutionsgewerbe und f\u00fcr Wach- und Sicherheitspersonal gilt dies bereits.Zollgewerkschaft will auch Landwirte pr\u00fcfenIn der Branche begr\u00fc\u00dft man die erleichterten Kontrollen, wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) deutlich machte. \u201eEine konsequente Pr\u00fcfung des Friseur- und Kosmetikgewerbes ist aufgrund erheblicher Strukturver\u00e4nderungen innerhalb der Branche dringend erforderlich\u201c, teilte der ZDH in seiner Stellungnahme mit. Ihm geht es um den Schutz der klassischen Betriebe. Ein Barbershop, der sich ausschlie\u00dflich auf Rasur und Bartpflege beschr\u00e4nke, komme selten vor. Vielmehr w\u00fcrden dort genauso Dienstleistungen aus dem Kernbereich des Friseurhandwerks angeboten, etwa regul\u00e4re Herren- und auch Damenhaarschnitte, dies aber zu vergleichsweise \u201esehr niedrigen Preisen\u201c. Beim Handwerksverband st\u00f6rt man sich vor allem daran, dass die Anforderungen eines klassischen Betriebs wie Ausbildung, Eintragung in die Handwerksrolle und Zulassung dort nicht erf\u00fcllt w\u00fcrden. \u201eDies l\u00e4sst den Verdacht aufkommen, dass dort keine ordnungsgem\u00e4\u00dfe Abf\u00fchrung von Steuern und Sozialabgaben erfolgt und die dort besch\u00e4ftigten Personen nicht ordnungsgem\u00e4\u00df zur Sozialversicherung angemeldet werden\u201c, schlie\u00dft der ZDH daraus. Auch bei der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft BDZ begr\u00fc\u00dft man die Erweiterung der Liste um das Friseur- und Kosmetikgewerbe \u2013 und auch die Klarstellung, dass damit auch Barbershops und Nagelstudios gemeint sind. Geht es nach der Gewerkschaft geh\u00f6ren auf die Liste der Problembranchen aber noch andere. \u201eNicht umgesetzt wurde hingegen unsere Anregung, die Landwirtschaft sowie Pflegebranche aufzunehmen\u201c, hei\u00dft es in der BDZ-Stellungnahme. In der Landwirtschaft w\u00fcrden viele ausl\u00e4ndische Saisonarbeitskr\u00e4fte eingesetzt, die oft als sozialversicherungsfreie Kurzzeitbesch\u00e4ftigte gemeldet w\u00fcrden. Leider \u00fcbten diese Arbeitnehmer oft mehrere solcher Besch\u00e4ftigungen hintereinander aus, in der Regel bei verschiedenen Arbeitgebern, die davon nicht w\u00fcssten. \u201eAls sozialversicherungsfrei w\u00fcrden die Besch\u00e4ftigungen dann nicht mehr gelten\u201c, so die Kritik. \u00c4hnliches werde in der Pflege praktiziert. Die Zollgewerkschaft will jedoch verhindern, dass die Liste des Paragrafen 2a immer l\u00e4nger wird. Grundlage sollten die tats\u00e4chlichen Pr\u00fcfungsergebnisse und Risikobewertungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit sein. \u201eBranchen, in denen seit Jahren keine signifikanten Beanstandungen festgestellt werden, sollten im Gegenzug entlastet werden k\u00f6nnen, w\u00e4hrend neue Risikofelder z\u00fcgig in den Katalog aufgenommen werden\u201c, schreibt der BDZ. Eine solche dynamische Anpassung tr\u00e4gt aus Sicht der Gewerkschaft zu zielgenauen und ressourcenschonenden Pr\u00fcfungen bei und k\u00f6nne ein Anreizmodell f\u00fcr die Wirtschaft sein. Sprich: Es k\u00f6nne gezielter und letztlich erfolgreicher gepr\u00fcft werden.Digitalisierung entlastet die WirtschaftDer risikobasierte Ansatz taucht an mehreren Stellen im Gesetzentwurf auf. Die Vertreterin der Finanzkontrolle Schwarzarbeit verwies dabei auf die angestrebten Digitalisierungsfortschritte. Sie hob positiv hervor, dass Gesch\u00e4ftsunterlagen k\u00fcnftig auch in elektronischer Form angefordert werden k\u00f6nnen. Dies vereinfache die Prozesse und entlaste die Wirtschaft genauso wie die Verwaltung, so Vo\u00df. Bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb\u00e4nde (BDA) begr\u00fc\u00dft man den gezielteren Risikoansatz. Allerdings ist man dort skeptisch, dass dies tats\u00e4chlich ohne gr\u00f6\u00dferen Aufwand gelingt. Es sei nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet bei den Problembranchen die M\u00f6glichkeiten der Digitalisierung nicht ausgesch\u00f6pft w\u00fcrden. \u201eSo sind zum Beispiel Vor-Ort-Kontrollen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit auf Baustellen und in anderen Einsatzbereichen durchaus wirkungsvoller und nachhaltiger durchzuf\u00fchren, wenn der Nachweis der wesentlichen Arbeitsbedingungen in elektronischer Form erm\u00f6glicht wird\u201c, schreibt die BDA. Schriftliche Arbeitsvertr\u00e4ge oder der schriftliche Nachweis der wesentlichen Vertragsbedingungen w\u00fcrden im Normalfall nicht am K\u00f6rper gef\u00fchrt. \u201eEffiziente Bek\u00e4mpfung von Schwarzarbeit setzt eine nachhaltige","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/schwarzarbeits-fahnder-nehmen-barbershops-und-nagelstudios-ins-visier\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/vof-news.eu\/de\/schwarzarbeits-fahnder-nehmen-barbershops-und-nagelstudios-ins-visier\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/schwarzarbeits-fahnder-nehmen-barbershops-und-nagelstudios-ins-visier\/#primaryimage","url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/barbershop-in-magdeburg.webp","contentUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/barbershop-in-magdeburg.webp","width":1200,"height":574},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/schwarzarbeits-fahnder-nehmen-barbershops-und-nagelstudios-ins-visier\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Schwarzarbeits-Fahnder nehmen Barbershops und Nagelstudios ins Visier"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/","name":"vof-news.eu","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed","name":"Author","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","caption":"Author"},"sameAs":["http:\/\/vof-news.eu"],"url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/"}]}},"yoast_meta":{"yoast_wpseo_title":"","yoast_wpseo_metadesc":"","yoast_wpseo_canonical":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/285759","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=285759"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/285759\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":285766,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/285759\/revisions\/285766"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/285760"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=285759"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=285759"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=285759"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}