{"id":284826,"date":"2025-10-10T15:26:18","date_gmt":"2025-10-10T12:26:18","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/comeback-des-standortes-d-das-sind-die-6-lehren-von-deutschlands-pionieren\/"},"modified":"2025-10-10T15:26:42","modified_gmt":"2025-10-10T12:26:42","slug":"comeback-des-standortes-d-das-sind-die-6-lehren-von-deutschlands-pionieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/comeback-des-standortes-d-das-sind-die-6-lehren-von-deutschlands-pionieren\/","title":{"rendered":"Comeback des Standortes D? Das sind die 6 Lehren von Deutschlands Pionieren"},"content":{"rendered":"<p>Ein bisschen Hoffnung will sich die Ministerin f\u00fcr Forschung, Technologie und Raumfahrt nicht nehmen lassen. \u201eOhne Optimismus\u201c, sagt Dorothee B\u00e4r (CSU), \u201eh\u00e4tte es das Wirtschaftswunder nie gegeben\u201c. Dass Deutschland gerade erst in der Rangliste der weltweit innovativsten L\u00e4nder auf den elften Platz abgerutscht ist, muss die Ministerin zwar auch zugeben. Doch der Standort sei immerhin \u201eComeback-erprobt\u201c.<\/p>\n<p>Dass B\u00e4r zu mehr Vertrauen aufruft, verwundert aber kaum: Wirtschaftliche Stagnation belastet die Unternehmen bereits seit drei Jahren, die Industrie ger\u00e4t zunehmend unter Druck, viele erwarteten, hei\u00dft es auf dem Gipfel sp\u00e4ter von Civey, keine guten Zukunftsaussichten. Echte L\u00f6sungen? Bisher rar.<\/p>\n<p>Auf dem Future Pioneers Summit von WELT, \u201eBusiness Insider\u201c und \u201ePolitico\u201c ist das allerdings anders. Hier geht es darum, wie dieses \u201eComeback\u201c, die R\u00fcckkehr zu wirtschaftlicher St\u00e4rke, gelingen soll. Der Impuls der Ministerin ist nur einer von vielen. Mehr als 100 Vertreter aus Unternehmen, F\u00fchrungskr\u00e4fte und Entscheider sind an diesem Donnerstag gekommen, um ihre Ideen gegen die Standort-Krise zu pr\u00e4sentieren. Das sind die 6 Lehren des Abends.<\/p>\n<h3>1. Ver\u00e4nderungen, aber nur langfristig<\/h3>\n<p>Einer von ihnen: Opel-Chef Florian Huettl. Seine Branche sei an Umbr\u00fcche gew\u00f6hnt, sagt er. Immer wieder habe sich gerade die Autoindustrie ver\u00e4ndern m\u00fcssen, so Huettl. Die Herausforderungen seien heute zwar gr\u00f6\u00dfer als in den Jahren zuvor, noch gebe es aber \u201eeine tiefe St\u00e4rke\u201c in der Industrie.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr, sie einzusetzen, brauche es aber noch mehr politische Unterst\u00fctzung. \u201eWenn ich heute in ein Batteriewerk investieren m\u00f6chte, muss ich sicher sein, dass es zehn bis f\u00fcnfzehn Jahre laufen kann\u201c, sagt Huettl. <\/p>\n<p>Das jedoch sei aktuell nicht der Fall, verhindert durch fehlende Berechenbarkeit bei den Regelungen und den Schlinger-Kurs zwischen den Regierungen. Huettls Beispiel: Ein Verbrenner-Aus bis 2035 sei zwar \u201enicht realistisch\u201c, gleichzeitig einigte sich die Politik bisher nicht zuverl\u00e4ssig auf ein Ende des Vorhabens.<\/p>\n<p>Stattdessen seien Autobauer gezwungen, durch zunehmende Regulierungen ihre Preise zu erh\u00f6hen. Huettl: \u201eInnovationen, die wir uns vorgenommen haben, m\u00fcssen wir immer wieder \u00fcberpr\u00fcfen\u201c.<\/p>\n<h3>2. Besser dank Zur\u00fcckhaltung<\/h3>\n<p>Widerspruch dazu kommt vom Mobilit\u00e4ts-Gr\u00fcnder Ren\u00e9 Braun, der 2023 selbst den Future-Pioneers-Award bekam. Zu viel diskutiere die Industrie \u00fcber das Verbrenner-Aus und m\u00f6gliche H\u00fcrden, gleichzeitig \u201everschlafen wir die wichtigste Innovation\u201c, so Braun: das <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/gruenderszene\/automotive-mobility\/autonomes-fahren-darum-bleibt-der-grosse-durchbruch-aus\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/gruenderszene\/automotive-mobility\/autonomes-fahren-darum-bleibt-der-grosse-durchbruch-aus\/\">autonome Fahren.<\/a> Investoren h\u00e4tten daf\u00fcr in Deutschland eigentlich eine sehr vorteilhafte \u201eN\u00e4he zu Ingenieurstechnik\u201c, die \u201eso in den USA oder China nicht vorhanden ist.\u201c<\/p>\n<p>Ist Deutschland also zu zur\u00fcckhaltend vor potenziellen Investoren? Paul Achleitner, zehn Jahre Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, heute selbst Investor und Standort-Deutschland-Experte, warnt vor zu offensiver Kommunikation. Ein zu gro\u00dfer Fokus auf Marketing und \u00d6ffentlichkeit, sagt er, k\u00f6nne davon ablenken, dass es eigentlich auf wesentlichere Dinge ankomme. <\/p>\n<p>\u201eNat\u00fcrlich sind wir zur\u00fcckhaltend, das muss aber nicht notwendigerweise schlecht sein\u201c, sagt Achleitner. Viele Chefs erz\u00e4hlten heute eine \u201esuper Story\u201c, die besten Ergebnisse k\u00f6nnten jedoch nur diejenigen erzielen, die wirklich auf wirtschaftliche Kennzahlen achteten.<\/p>\n<p>Gerade in Deutschland w\u00fcrden aus seiner Sicht jetzt zwei Schl\u00fcsselfaktoren wichtig: Wachstum und Sicherheit. \u201eWir leben in einer Zeit der Superpowers\u201c, sagt Achleitner, \u201edaher braucht es f\u00fcr uns eine gemeinsame Marschrichtung.\u201c<\/p>\n<h3>3. Chancen geben gegen den Fachkr\u00e4ftemangel<\/h3>\n<p>Daf\u00fcr braucht es jedoch erst einmal das passende Personal. Laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) fehlen in Deutschland aktuell mehr als 530.000 Fachkr\u00e4fte. Betriebe in fast allen anderen Wirtschaftszweigen suchen gerade dringend neue Mitarbeiter. Gleichzeitig passen die Bewerber aber oft nicht zu den Stellen \u2013 oder bleiben sogar aus. Laut einer Studie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) k\u00f6nnen aktuell 44 Prozent der Mitgliedsunternehmen offene Stellen nicht besetzen. <\/p>\n<p>Die beste Strategie laut Olga Vos: \u201ePeople-Business \u2013 vor und hinter der Theke\u201c. Sie ist Franchise-Unternehmerin bei McDonald\u2019s, verantwortet Restaurants in der N\u00e4he von Hannover. Fachkr\u00e4fte-Probleme erlebe sie dort allerdings nicht. Warum? Im Fast-Food-Business sei es \u00fcblich, dass \u201eMenschen, die gerade drei Monate in Deutschland sind und jene, die gerade ihr BWL-Studium finanzieren\u201c gleicherma\u00dfen erst einmal eine Chance bek\u00e4men, sagt Vos. <\/p>\n<h3>4. Weiterarbeiten gegen die Rentenl\u00fccke<\/h3>\n<p>Es ist nicht das einzige Arbeitsmarkt-Problem. Gerade erst verst\u00e4ndigte sich die Regierungskoalition aus CDU und SPD auf Reformen unter anderem bei der Rente. K\u00fcnftig soll einfacher auch \u00fcber das regul\u00e4re Eintrittsalter hinaus gearbeitet werden k\u00f6nnen, dann mit steuerbeg\u00fcnstigten Verdienstm\u00f6glichkeiten, so die Idee.<\/p>\n<p>Wie das funktionieren k\u00f6nnte, zeigen an diesem Donnerstag die Fahrrad-Unternehmerin Susanne Puello. Die 64-J\u00e4hrige dachte vor zwei Jahren noch selbst daran, vorzeitig in Rente zu gehen, kaufte dann aber stattdessen eine Firma zur\u00fcck, die ihr Ende der 1990er-Jahre schon einmal geh\u00f6rte. Heute leitet sie das Unternehmen zusammen mit ihrer Tochter. Man erg\u00e4nze sich durch den Generationen-Austausch besser. <\/p>\n<p>\u201eWenn die Jungen auf die Erfahrung der Alten setzen und die \u00c4lteren auf ihre Erfahrung etwa bei der Digitalisierung, kann das ein Zukunftsmodell sein, das wir brauchen\u201c, so Puello. Es sei deshalb gut, dass wer gesund sei und sich fit f\u00fchle, in Zukunft bessere Rahmenbedingungen f\u00fcrs Weiterarbeiten bekommen soll.<\/p>\n<h3>5. Wachsen statt Denken<\/h3>\n<p>WELT, Business Insider und Politico zeichnen auch deshalb erfahrene Manager mit dem Future-Pioneers-Award aus. Preistr\u00e4ger dieses Jahr: Ren\u00e9 Obermann, lange Chef der Telekom und heute Manager beim US-amerikanischen Private-Equity-Unternehmen Warburg Pincus.<\/p>\n<p>Aus seiner Sicht wichtig: eine schnelle Umsetzung der Reformen. Nicht nur beim Weiterarbeiten, auch innerhalb der Unternehmen. \u201eWichtiger als Vordenken ist machen. Nicht das Erz\u00e4hlte reicht, sondern das Erreichte z\u00e4hlt\u201c, sagt er. <\/p>\n<p>Das verdeutliche auch eine Entscheidung aus seiner eigenen Laufbahn: W\u00e4hrend sein Bruder sich f\u00fcr eine Professoren-Karriere entschied, brach Obermann die Universit\u00e4t mit 23 Jahren ab. Entscheidend f\u00fcr Erfolg sei f\u00fcr ihn heute jedoch: Mit Menschen zu arbeiten, die zwar weitsichtig, aber auch umsetzungsstark sind.<\/p>\n<h3>6. Nach \u00dcberzeugung handeln<\/h3>\n<p>Neben dem etablierten Vordenker wurde auch ein Gr\u00fcnder mit Pioniergeist ausgezeichnet. Aus zahlreichen Bewerbungen wurden drei von ihnen eingeladen, einen Pitch \u00fcber ihre Idee zu halten. Die Zuschauer im Saal und am Stream entschieden per Voting \u00fcber den Sieger. Zur Wahl standen Sozial-Unternehmer Till Wahnbaeck, IT-Gr\u00fcnderin Ina Remmers und Quantum-Computing-Unternehmer Jan Leisse. <\/p>\n<p>Gewinner in diesem Jahr: Der Sozial-Unternehmer Till Wahnbaeck, der es schaffte, \u00fcber einen \u201eFinanzamt-Hack\u201c legal aus Spenden Beteiligungen an afrikanischen Start-ups zu machen. <\/p>\n<p>Lehre des Unternehmers: \u201eWir haben eine gro\u00dfe L\u00fccke\u201c, sagt Wahnbaeck, \u201ezwischen extrem effizienten Unternehmen und Menschen, die wirklich etwas \u00e4ndern wollen.\u201c Es brauche einen \u201ek\u00fchlen Kopf und etwas, was einen wirklich ber\u00fchrt\u201c, um erfolgreich zu werden. <\/p>\n<p>Sein Wunsch an die Politik? Keiner. \u201eWir m\u00fcssen aufh\u00f6ren st\u00e4ndig etwas von der Politik zu fordern. Wenn wir alle bei uns selbst anfangen, ist die Welt schon ein St\u00fcck weiter.\u201c<\/p>\n<p><b><em>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und <\/em><\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\"><b><em>\u201eBusiness Insider Deutschland\u201c<\/em><\/b><\/a><b><em> erstellt.<\/em><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein bisschen Hoffnung will sich die Ministerin f\u00fcr Forschung, Technologie und Raumfahrt nicht nehmen lassen. \u201eOhne Optimismus\u201c, sagt Dorothee B\u00e4r (CSU), \u201eh\u00e4tte es das Wirtschaftswunder nie gegeben\u201c. 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Das sind die 6 Lehren von Deutschlands Pionieren - vof-news.eu<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Ein bisschen Hoffnung will sich die Ministerin f\u00fcr Forschung, Technologie und Raumfahrt nicht nehmen lassen. \u201eOhne Optimismus\u201c, sagt Dorothee B\u00e4r (CSU), \u201eh\u00e4tte es das Wirtschaftswunder nie gegeben\u201c. Dass Deutschland gerade erst in der Rangliste der weltweit innovativsten L\u00e4nder auf den elften Platz abgerutscht ist, muss die Ministerin zwar auch zugeben. Doch der Standort sei immerhin \u201eComeback-erprobt\u201c.Dass B\u00e4r zu mehr Vertrauen aufruft, verwundert aber kaum: Wirtschaftliche Stagnation belastet die Unternehmen bereits seit drei Jahren, die Industrie ger\u00e4t zunehmend unter Druck, viele erwarteten, hei\u00dft es auf dem Gipfel sp\u00e4ter von Civey, keine guten Zukunftsaussichten. Echte L\u00f6sungen? Bisher rar.Auf dem Future Pioneers Summit von WELT, \u201eBusiness Insider\u201c und \u201ePolitico\u201c ist das allerdings anders. Hier geht es darum, wie dieses \u201eComeback\u201c, die R\u00fcckkehr zu wirtschaftlicher St\u00e4rke, gelingen soll. Der Impuls der Ministerin ist nur einer von vielen. Mehr als 100 Vertreter aus Unternehmen, F\u00fchrungskr\u00e4fte und Entscheider sind an diesem Donnerstag gekommen, um ihre Ideen gegen die Standort-Krise zu pr\u00e4sentieren. Das sind die 6 Lehren des Abends.1. Ver\u00e4nderungen, aber nur langfristigEiner von ihnen: Opel-Chef Florian Huettl. Seine Branche sei an Umbr\u00fcche gew\u00f6hnt, sagt er. Immer wieder habe sich gerade die Autoindustrie ver\u00e4ndern m\u00fcssen, so Huettl. Die Herausforderungen seien heute zwar gr\u00f6\u00dfer als in den Jahren zuvor, noch gebe es aber \u201eeine tiefe St\u00e4rke\u201c in der Industrie.Daf\u00fcr, sie einzusetzen, brauche es aber noch mehr politische Unterst\u00fctzung. \u201eWenn ich heute in ein Batteriewerk investieren m\u00f6chte, muss ich sicher sein, dass es zehn bis f\u00fcnfzehn Jahre laufen kann\u201c, sagt Huettl. Das jedoch sei aktuell nicht der Fall, verhindert durch fehlende Berechenbarkeit bei den Regelungen und den Schlinger-Kurs zwischen den Regierungen. Huettls Beispiel: Ein Verbrenner-Aus bis 2035 sei zwar \u201enicht realistisch\u201c, gleichzeitig einigte sich die Politik bisher nicht zuverl\u00e4ssig auf ein Ende des Vorhabens.Stattdessen seien Autobauer gezwungen, durch zunehmende Regulierungen ihre Preise zu erh\u00f6hen. Huettl: \u201eInnovationen, die wir uns vorgenommen haben, m\u00fcssen wir immer wieder \u00fcberpr\u00fcfen\u201c.2. Besser dank Zur\u00fcckhaltungWiderspruch dazu kommt vom Mobilit\u00e4ts-Gr\u00fcnder Ren\u00e9 Braun, der 2023 selbst den Future-Pioneers-Award bekam. Zu viel diskutiere die Industrie \u00fcber das Verbrenner-Aus und m\u00f6gliche H\u00fcrden, gleichzeitig \u201everschlafen wir die wichtigste Innovation\u201c, so Braun: das autonome Fahren. Investoren h\u00e4tten daf\u00fcr in Deutschland eigentlich eine sehr vorteilhafte \u201eN\u00e4he zu Ingenieurstechnik\u201c, die \u201eso in den USA oder China nicht vorhanden ist.\u201cIst Deutschland also zu zur\u00fcckhaltend vor potenziellen Investoren? Paul Achleitner, zehn Jahre Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, heute selbst Investor und Standort-Deutschland-Experte, warnt vor zu offensiver Kommunikation. Ein zu gro\u00dfer Fokus auf Marketing und \u00d6ffentlichkeit, sagt er, k\u00f6nne davon ablenken, dass es eigentlich auf wesentlichere Dinge ankomme. \u201eNat\u00fcrlich sind wir zur\u00fcckhaltend, das muss aber nicht notwendigerweise schlecht sein\u201c, sagt Achleitner. Viele Chefs erz\u00e4hlten heute eine \u201esuper Story\u201c, die besten Ergebnisse k\u00f6nnten jedoch nur diejenigen erzielen, die wirklich auf wirtschaftliche Kennzahlen achteten.Gerade in Deutschland w\u00fcrden aus seiner Sicht jetzt zwei Schl\u00fcsselfaktoren wichtig: Wachstum und Sicherheit. \u201eWir leben in einer Zeit der Superpowers\u201c, sagt Achleitner, \u201edaher braucht es f\u00fcr uns eine gemeinsame Marschrichtung.\u201c3. Chancen geben gegen den Fachkr\u00e4ftemangelDaf\u00fcr braucht es jedoch erst einmal das passende Personal. Laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) fehlen in Deutschland aktuell mehr als 530.000 Fachkr\u00e4fte. Betriebe in fast allen anderen Wirtschaftszweigen suchen gerade dringend neue Mitarbeiter. Gleichzeitig passen die Bewerber aber oft nicht zu den Stellen \u2013 oder bleiben sogar aus. Laut einer Studie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) k\u00f6nnen aktuell 44 Prozent der Mitgliedsunternehmen offene Stellen nicht besetzen. Die beste Strategie laut Olga Vos: \u201ePeople-Business \u2013 vor und hinter der Theke\u201c. Sie ist Franchise-Unternehmerin bei McDonald\u2019s, verantwortet Restaurants in der N\u00e4he von Hannover. Fachkr\u00e4fte-Probleme erlebe sie dort allerdings nicht. Warum? Im Fast-Food-Business sei es \u00fcblich, dass \u201eMenschen, die gerade drei Monate in Deutschland sind und jene, die gerade ihr BWL-Studium finanzieren\u201c gleicherma\u00dfen erst einmal eine Chance bek\u00e4men, sagt Vos. 4. Weiterarbeiten gegen die Rentenl\u00fcckeEs ist nicht das einzige Arbeitsmarkt-Problem. Gerade erst verst\u00e4ndigte sich die Regierungskoalition aus CDU und SPD auf Reformen unter anderem bei der Rente. K\u00fcnftig soll einfacher auch \u00fcber das regul\u00e4re Eintrittsalter hinaus gearbeitet werden k\u00f6nnen, dann mit steuerbeg\u00fcnstigten Verdienstm\u00f6glichkeiten, so die Idee.Wie das funktionieren k\u00f6nnte, zeigen an diesem Donnerstag die Fahrrad-Unternehmerin Susanne Puello. Die 64-J\u00e4hrige dachte vor zwei Jahren noch selbst daran, vorzeitig in Rente zu gehen, kaufte dann aber stattdessen eine Firma zur\u00fcck, die ihr Ende der 1990er-Jahre schon einmal geh\u00f6rte. Heute leitet sie das Unternehmen zusammen mit ihrer Tochter. Man erg\u00e4nze sich durch den Generationen-Austausch besser. \u201eWenn die Jungen auf die Erfahrung der Alten setzen und die \u00c4lteren auf ihre Erfahrung etwa bei der Digitalisierung, kann das ein Zukunftsmodell sein, das wir brauchen\u201c, so Puello. Es sei deshalb gut, dass wer gesund sei und sich fit f\u00fchle, in Zukunft bessere Rahmenbedingungen f\u00fcrs Weiterarbeiten bekommen soll.5. Wachsen statt DenkenWELT, Business Insider und Politico zeichnen auch deshalb erfahrene Manager mit dem Future-Pioneers-Award aus. Preistr\u00e4ger dieses Jahr: Ren\u00e9 Obermann, lange Chef der Telekom und heute Manager beim US-amerikanischen Private-Equity-Unternehmen Warburg Pincus.Aus seiner Sicht wichtig: eine schnelle Umsetzung der Reformen. Nicht nur beim Weiterarbeiten, auch innerhalb der Unternehmen. \u201eWichtiger als Vordenken ist machen. Nicht das Erz\u00e4hlte reicht, sondern das Erreichte z\u00e4hlt\u201c, sagt er. Das verdeutliche auch eine Entscheidung aus seiner eigenen Laufbahn: W\u00e4hrend sein Bruder sich f\u00fcr eine Professoren-Karriere entschied, brach Obermann die Universit\u00e4t mit 23 Jahren ab. Entscheidend f\u00fcr Erfolg sei f\u00fcr ihn heute jedoch: Mit Menschen zu arbeiten, die zwar weitsichtig, aber auch umsetzungsstark sind.6. Nach \u00dcberzeugung handelnNeben dem etablierten Vordenker wurde auch ein Gr\u00fcnder mit Pioniergeist ausgezeichnet. Aus zahlreichen Bewerbungen wurden drei von ihnen eingeladen, einen Pitch \u00fcber ihre Idee zu halten. Die Zuschauer im Saal und am Stream entschieden per Voting \u00fcber den Sieger. Zur Wahl standen Sozial-Unternehmer Till Wahnbaeck, IT-Gr\u00fcnderin Ina Remmers und Quantum-Computing-Unternehmer Jan Leisse. Gewinner in diesem Jahr: Der Sozial-Unternehmer Till Wahnbaeck, der es schaffte, \u00fcber einen \u201eFinanzamt-Hack\u201c legal aus Spenden Beteiligungen an afrikanischen Start-ups zu machen. Lehre des Unternehmers: \u201eWir haben eine gro\u00dfe L\u00fccke\u201c, sagt Wahnbaeck, \u201ezwischen extrem effizienten Unternehmen und Menschen, die wirklich etwas \u00e4ndern wollen.\u201c Es brauche einen \u201ek\u00fchlen Kopf und etwas, was einen wirklich ber\u00fchrt\u201c, um erfolgreich zu werden. Sein Wunsch an die Politik? Keiner. \u201eWir m\u00fcssen aufh\u00f6ren st\u00e4ndig etwas von der Politik zu fordern. Wenn wir alle bei uns selbst anfangen, ist die Welt schon ein St\u00fcck weiter.\u201cDieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und \u201eBusiness Insider Deutschland\u201c erstellt.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"noindex, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Comeback des Standortes D? 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Bisher rar.Auf dem Future Pioneers Summit von WELT, \u201eBusiness Insider\u201c und \u201ePolitico\u201c ist das allerdings anders. Hier geht es darum, wie dieses \u201eComeback\u201c, die R\u00fcckkehr zu wirtschaftlicher St\u00e4rke, gelingen soll. Der Impuls der Ministerin ist nur einer von vielen. Mehr als 100 Vertreter aus Unternehmen, F\u00fchrungskr\u00e4fte und Entscheider sind an diesem Donnerstag gekommen, um ihre Ideen gegen die Standort-Krise zu pr\u00e4sentieren. Das sind die 6 Lehren des Abends.1. Ver\u00e4nderungen, aber nur langfristigEiner von ihnen: Opel-Chef Florian Huettl. Seine Branche sei an Umbr\u00fcche gew\u00f6hnt, sagt er. Immer wieder habe sich gerade die Autoindustrie ver\u00e4ndern m\u00fcssen, so Huettl. Die Herausforderungen seien heute zwar gr\u00f6\u00dfer als in den Jahren zuvor, noch gebe es aber \u201eeine tiefe St\u00e4rke\u201c in der Industrie.Daf\u00fcr, sie einzusetzen, brauche es aber noch mehr politische Unterst\u00fctzung. \u201eWenn ich heute in ein Batteriewerk investieren m\u00f6chte, muss ich sicher sein, dass es zehn bis f\u00fcnfzehn Jahre laufen kann\u201c, sagt Huettl. Das jedoch sei aktuell nicht der Fall, verhindert durch fehlende Berechenbarkeit bei den Regelungen und den Schlinger-Kurs zwischen den Regierungen. Huettls Beispiel: Ein Verbrenner-Aus bis 2035 sei zwar \u201enicht realistisch\u201c, gleichzeitig einigte sich die Politik bisher nicht zuverl\u00e4ssig auf ein Ende des Vorhabens.Stattdessen seien Autobauer gezwungen, durch zunehmende Regulierungen ihre Preise zu erh\u00f6hen. Huettl: \u201eInnovationen, die wir uns vorgenommen haben, m\u00fcssen wir immer wieder \u00fcberpr\u00fcfen\u201c.2. Besser dank Zur\u00fcckhaltungWiderspruch dazu kommt vom Mobilit\u00e4ts-Gr\u00fcnder Ren\u00e9 Braun, der 2023 selbst den Future-Pioneers-Award bekam. Zu viel diskutiere die Industrie \u00fcber das Verbrenner-Aus und m\u00f6gliche H\u00fcrden, gleichzeitig \u201everschlafen wir die wichtigste Innovation\u201c, so Braun: das autonome Fahren. Investoren h\u00e4tten daf\u00fcr in Deutschland eigentlich eine sehr vorteilhafte \u201eN\u00e4he zu Ingenieurstechnik\u201c, die \u201eso in den USA oder China nicht vorhanden ist.\u201cIst Deutschland also zu zur\u00fcckhaltend vor potenziellen Investoren? Paul Achleitner, zehn Jahre Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, heute selbst Investor und Standort-Deutschland-Experte, warnt vor zu offensiver Kommunikation. Ein zu gro\u00dfer Fokus auf Marketing und \u00d6ffentlichkeit, sagt er, k\u00f6nne davon ablenken, dass es eigentlich auf wesentlichere Dinge ankomme. \u201eNat\u00fcrlich sind wir zur\u00fcckhaltend, das muss aber nicht notwendigerweise schlecht sein\u201c, sagt Achleitner. Viele Chefs erz\u00e4hlten heute eine \u201esuper Story\u201c, die besten Ergebnisse k\u00f6nnten jedoch nur diejenigen erzielen, die wirklich auf wirtschaftliche Kennzahlen achteten.Gerade in Deutschland w\u00fcrden aus seiner Sicht jetzt zwei Schl\u00fcsselfaktoren wichtig: Wachstum und Sicherheit. \u201eWir leben in einer Zeit der Superpowers\u201c, sagt Achleitner, \u201edaher braucht es f\u00fcr uns eine gemeinsame Marschrichtung.\u201c3. Chancen geben gegen den Fachkr\u00e4ftemangelDaf\u00fcr braucht es jedoch erst einmal das passende Personal. Laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) fehlen in Deutschland aktuell mehr als 530.000 Fachkr\u00e4fte. Betriebe in fast allen anderen Wirtschaftszweigen suchen gerade dringend neue Mitarbeiter. Gleichzeitig passen die Bewerber aber oft nicht zu den Stellen \u2013 oder bleiben sogar aus. Laut einer Studie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) k\u00f6nnen aktuell 44 Prozent der Mitgliedsunternehmen offene Stellen nicht besetzen. Die beste Strategie laut Olga Vos: \u201ePeople-Business \u2013 vor und hinter der Theke\u201c. Sie ist Franchise-Unternehmerin bei McDonald\u2019s, verantwortet Restaurants in der N\u00e4he von Hannover. Fachkr\u00e4fte-Probleme erlebe sie dort allerdings nicht. Warum? Im Fast-Food-Business sei es \u00fcblich, dass \u201eMenschen, die gerade drei Monate in Deutschland sind und jene, die gerade ihr BWL-Studium finanzieren\u201c gleicherma\u00dfen erst einmal eine Chance bek\u00e4men, sagt Vos. 4. Weiterarbeiten gegen die Rentenl\u00fcckeEs ist nicht das einzige Arbeitsmarkt-Problem. Gerade erst verst\u00e4ndigte sich die Regierungskoalition aus CDU und SPD auf Reformen unter anderem bei der Rente. K\u00fcnftig soll einfacher auch \u00fcber das regul\u00e4re Eintrittsalter hinaus gearbeitet werden k\u00f6nnen, dann mit steuerbeg\u00fcnstigten Verdienstm\u00f6glichkeiten, so die Idee.Wie das funktionieren k\u00f6nnte, zeigen an diesem Donnerstag die Fahrrad-Unternehmerin Susanne Puello. Die 64-J\u00e4hrige dachte vor zwei Jahren noch selbst daran, vorzeitig in Rente zu gehen, kaufte dann aber stattdessen eine Firma zur\u00fcck, die ihr Ende der 1990er-Jahre schon einmal geh\u00f6rte. Heute leitet sie das Unternehmen zusammen mit ihrer Tochter. Man erg\u00e4nze sich durch den Generationen-Austausch besser. \u201eWenn die Jungen auf die Erfahrung der Alten setzen und die \u00c4lteren auf ihre Erfahrung etwa bei der Digitalisierung, kann das ein Zukunftsmodell sein, das wir brauchen\u201c, so Puello. Es sei deshalb gut, dass wer gesund sei und sich fit f\u00fchle, in Zukunft bessere Rahmenbedingungen f\u00fcrs Weiterarbeiten bekommen soll.5. Wachsen statt DenkenWELT, Business Insider und Politico zeichnen auch deshalb erfahrene Manager mit dem Future-Pioneers-Award aus. Preistr\u00e4ger dieses Jahr: Ren\u00e9 Obermann, lange Chef der Telekom und heute Manager beim US-amerikanischen Private-Equity-Unternehmen Warburg Pincus.Aus seiner Sicht wichtig: eine schnelle Umsetzung der Reformen. Nicht nur beim Weiterarbeiten, auch innerhalb der Unternehmen. \u201eWichtiger als Vordenken ist machen. Nicht das Erz\u00e4hlte reicht, sondern das Erreichte z\u00e4hlt\u201c, sagt er. Das verdeutliche auch eine Entscheidung aus seiner eigenen Laufbahn: W\u00e4hrend sein Bruder sich f\u00fcr eine Professoren-Karriere entschied, brach Obermann die Universit\u00e4t mit 23 Jahren ab. Entscheidend f\u00fcr Erfolg sei f\u00fcr ihn heute jedoch: Mit Menschen zu arbeiten, die zwar weitsichtig, aber auch umsetzungsstark sind.6. Nach \u00dcberzeugung handelnNeben dem etablierten Vordenker wurde auch ein Gr\u00fcnder mit Pioniergeist ausgezeichnet. Aus zahlreichen Bewerbungen wurden drei von ihnen eingeladen, einen Pitch \u00fcber ihre Idee zu halten. Die Zuschauer im Saal und am Stream entschieden per Voting \u00fcber den Sieger. Zur Wahl standen Sozial-Unternehmer Till Wahnbaeck, IT-Gr\u00fcnderin Ina Remmers und Quantum-Computing-Unternehmer Jan Leisse. Gewinner in diesem Jahr: Der Sozial-Unternehmer Till Wahnbaeck, der es schaffte, \u00fcber einen \u201eFinanzamt-Hack\u201c legal aus Spenden Beteiligungen an afrikanischen Start-ups zu machen. Lehre des Unternehmers: \u201eWir haben eine gro\u00dfe L\u00fccke\u201c, sagt Wahnbaeck, \u201ezwischen extrem effizienten Unternehmen und Menschen, die wirklich etwas \u00e4ndern wollen.\u201c Es brauche einen \u201ek\u00fchlen Kopf und etwas, was einen wirklich ber\u00fchrt\u201c, um erfolgreich zu werden. Sein Wunsch an die Politik? Keiner. \u201eWir m\u00fcssen aufh\u00f6ren st\u00e4ndig etwas von der Politik zu fordern. 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Dass Deutschland gerade erst in der Rangliste der weltweit innovativsten L\u00e4nder auf den elften Platz abgerutscht ist, muss die Ministerin zwar auch zugeben. Doch der Standort sei immerhin \u201eComeback-erprobt\u201c.Dass B\u00e4r zu mehr Vertrauen aufruft, verwundert aber kaum: Wirtschaftliche Stagnation belastet die Unternehmen bereits seit drei Jahren, die Industrie ger\u00e4t zunehmend unter Druck, viele erwarteten, hei\u00dft es auf dem Gipfel sp\u00e4ter von Civey, keine guten Zukunftsaussichten. Echte L\u00f6sungen? Bisher rar.Auf dem Future Pioneers Summit von WELT, \u201eBusiness Insider\u201c und \u201ePolitico\u201c ist das allerdings anders. Hier geht es darum, wie dieses \u201eComeback\u201c, die R\u00fcckkehr zu wirtschaftlicher St\u00e4rke, gelingen soll. Der Impuls der Ministerin ist nur einer von vielen. Mehr als 100 Vertreter aus Unternehmen, F\u00fchrungskr\u00e4fte und Entscheider sind an diesem Donnerstag gekommen, um ihre Ideen gegen die Standort-Krise zu pr\u00e4sentieren. Das sind die 6 Lehren des Abends.1. Ver\u00e4nderungen, aber nur langfristigEiner von ihnen: Opel-Chef Florian Huettl. Seine Branche sei an Umbr\u00fcche gew\u00f6hnt, sagt er. Immer wieder habe sich gerade die Autoindustrie ver\u00e4ndern m\u00fcssen, so Huettl. Die Herausforderungen seien heute zwar gr\u00f6\u00dfer als in den Jahren zuvor, noch gebe es aber \u201eeine tiefe St\u00e4rke\u201c in der Industrie.Daf\u00fcr, sie einzusetzen, brauche es aber noch mehr politische Unterst\u00fctzung. \u201eWenn ich heute in ein Batteriewerk investieren m\u00f6chte, muss ich sicher sein, dass es zehn bis f\u00fcnfzehn Jahre laufen kann\u201c, sagt Huettl. Das jedoch sei aktuell nicht der Fall, verhindert durch fehlende Berechenbarkeit bei den Regelungen und den Schlinger-Kurs zwischen den Regierungen. Huettls Beispiel: Ein Verbrenner-Aus bis 2035 sei zwar \u201enicht realistisch\u201c, gleichzeitig einigte sich die Politik bisher nicht zuverl\u00e4ssig auf ein Ende des Vorhabens.Stattdessen seien Autobauer gezwungen, durch zunehmende Regulierungen ihre Preise zu erh\u00f6hen. Huettl: \u201eInnovationen, die wir uns vorgenommen haben, m\u00fcssen wir immer wieder \u00fcberpr\u00fcfen\u201c.2. Besser dank Zur\u00fcckhaltungWiderspruch dazu kommt vom Mobilit\u00e4ts-Gr\u00fcnder Ren\u00e9 Braun, der 2023 selbst den Future-Pioneers-Award bekam. Zu viel diskutiere die Industrie \u00fcber das Verbrenner-Aus und m\u00f6gliche H\u00fcrden, gleichzeitig \u201everschlafen wir die wichtigste Innovation\u201c, so Braun: das autonome Fahren. Investoren h\u00e4tten daf\u00fcr in Deutschland eigentlich eine sehr vorteilhafte \u201eN\u00e4he zu Ingenieurstechnik\u201c, die \u201eso in den USA oder China nicht vorhanden ist.\u201cIst Deutschland also zu zur\u00fcckhaltend vor potenziellen Investoren? Paul Achleitner, zehn Jahre Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, heute selbst Investor und Standort-Deutschland-Experte, warnt vor zu offensiver Kommunikation. Ein zu gro\u00dfer Fokus auf Marketing und \u00d6ffentlichkeit, sagt er, k\u00f6nne davon ablenken, dass es eigentlich auf wesentlichere Dinge ankomme. \u201eNat\u00fcrlich sind wir zur\u00fcckhaltend, das muss aber nicht notwendigerweise schlecht sein\u201c, sagt Achleitner. Viele Chefs erz\u00e4hlten heute eine \u201esuper Story\u201c, die besten Ergebnisse k\u00f6nnten jedoch nur diejenigen erzielen, die wirklich auf wirtschaftliche Kennzahlen achteten.Gerade in Deutschland w\u00fcrden aus seiner Sicht jetzt zwei Schl\u00fcsselfaktoren wichtig: Wachstum und Sicherheit. \u201eWir leben in einer Zeit der Superpowers\u201c, sagt Achleitner, \u201edaher braucht es f\u00fcr uns eine gemeinsame Marschrichtung.\u201c3. Chancen geben gegen den Fachkr\u00e4ftemangelDaf\u00fcr braucht es jedoch erst einmal das passende Personal. Laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) fehlen in Deutschland aktuell mehr als 530.000 Fachkr\u00e4fte. Betriebe in fast allen anderen Wirtschaftszweigen suchen gerade dringend neue Mitarbeiter. Gleichzeitig passen die Bewerber aber oft nicht zu den Stellen \u2013 oder bleiben sogar aus. Laut einer Studie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) k\u00f6nnen aktuell 44 Prozent der Mitgliedsunternehmen offene Stellen nicht besetzen. Die beste Strategie laut Olga Vos: \u201ePeople-Business \u2013 vor und hinter der Theke\u201c. Sie ist Franchise-Unternehmerin bei McDonald\u2019s, verantwortet Restaurants in der N\u00e4he von Hannover. Fachkr\u00e4fte-Probleme erlebe sie dort allerdings nicht. Warum? Im Fast-Food-Business sei es \u00fcblich, dass \u201eMenschen, die gerade drei Monate in Deutschland sind und jene, die gerade ihr BWL-Studium finanzieren\u201c gleicherma\u00dfen erst einmal eine Chance bek\u00e4men, sagt Vos. 4. Weiterarbeiten gegen die Rentenl\u00fcckeEs ist nicht das einzige Arbeitsmarkt-Problem. Gerade erst verst\u00e4ndigte sich die Regierungskoalition aus CDU und SPD auf Reformen unter anderem bei der Rente. K\u00fcnftig soll einfacher auch \u00fcber das regul\u00e4re Eintrittsalter hinaus gearbeitet werden k\u00f6nnen, dann mit steuerbeg\u00fcnstigten Verdienstm\u00f6glichkeiten, so die Idee.Wie das funktionieren k\u00f6nnte, zeigen an diesem Donnerstag die Fahrrad-Unternehmerin Susanne Puello. Die 64-J\u00e4hrige dachte vor zwei Jahren noch selbst daran, vorzeitig in Rente zu gehen, kaufte dann aber stattdessen eine Firma zur\u00fcck, die ihr Ende der 1990er-Jahre schon einmal geh\u00f6rte. Heute leitet sie das Unternehmen zusammen mit ihrer Tochter. Man erg\u00e4nze sich durch den Generationen-Austausch besser. \u201eWenn die Jungen auf die Erfahrung der Alten setzen und die \u00c4lteren auf ihre Erfahrung etwa bei der Digitalisierung, kann das ein Zukunftsmodell sein, das wir brauchen\u201c, so Puello. Es sei deshalb gut, dass wer gesund sei und sich fit f\u00fchle, in Zukunft bessere Rahmenbedingungen f\u00fcrs Weiterarbeiten bekommen soll.5. Wachsen statt DenkenWELT, Business Insider und Politico zeichnen auch deshalb erfahrene Manager mit dem Future-Pioneers-Award aus. Preistr\u00e4ger dieses Jahr: Ren\u00e9 Obermann, lange Chef der Telekom und heute Manager beim US-amerikanischen Private-Equity-Unternehmen Warburg Pincus.Aus seiner Sicht wichtig: eine schnelle Umsetzung der Reformen. Nicht nur beim Weiterarbeiten, auch innerhalb der Unternehmen. \u201eWichtiger als Vordenken ist machen. Nicht das Erz\u00e4hlte reicht, sondern das Erreichte z\u00e4hlt\u201c, sagt er. Das verdeutliche auch eine Entscheidung aus seiner eigenen Laufbahn: W\u00e4hrend sein Bruder sich f\u00fcr eine Professoren-Karriere entschied, brach Obermann die Universit\u00e4t mit 23 Jahren ab. Entscheidend f\u00fcr Erfolg sei f\u00fcr ihn heute jedoch: Mit Menschen zu arbeiten, die zwar weitsichtig, aber auch umsetzungsstark sind.6. Nach \u00dcberzeugung handelnNeben dem etablierten Vordenker wurde auch ein Gr\u00fcnder mit Pioniergeist ausgezeichnet. Aus zahlreichen Bewerbungen wurden drei von ihnen eingeladen, einen Pitch \u00fcber ihre Idee zu halten. Die Zuschauer im Saal und am Stream entschieden per Voting \u00fcber den Sieger. Zur Wahl standen Sozial-Unternehmer Till Wahnbaeck, IT-Gr\u00fcnderin Ina Remmers und Quantum-Computing-Unternehmer Jan Leisse. Gewinner in diesem Jahr: Der Sozial-Unternehmer Till Wahnbaeck, der es schaffte, \u00fcber einen \u201eFinanzamt-Hack\u201c legal aus Spenden Beteiligungen an afrikanischen Start-ups zu machen. Lehre des Unternehmers: \u201eWir haben eine gro\u00dfe L\u00fccke\u201c, sagt Wahnbaeck, \u201ezwischen extrem effizienten Unternehmen und Menschen, die wirklich etwas \u00e4ndern wollen.\u201c Es brauche einen \u201ek\u00fchlen Kopf und etwas, was einen wirklich ber\u00fchrt\u201c, um erfolgreich zu werden. Sein Wunsch an die Politik? Keiner. \u201eWir m\u00fcssen aufh\u00f6ren st\u00e4ndig etwas von der Politik zu fordern. 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Hier geht es darum, wie dieses \u201eComeback\u201c, die R\u00fcckkehr zu wirtschaftlicher St\u00e4rke, gelingen soll. Der Impuls der Ministerin ist nur einer von vielen. Mehr als 100 Vertreter aus Unternehmen, F\u00fchrungskr\u00e4fte und Entscheider sind an diesem Donnerstag gekommen, um ihre Ideen gegen die Standort-Krise zu pr\u00e4sentieren. Das sind die 6 Lehren des Abends.1. Ver\u00e4nderungen, aber nur langfristigEiner von ihnen: Opel-Chef Florian Huettl. Seine Branche sei an Umbr\u00fcche gew\u00f6hnt, sagt er. Immer wieder habe sich gerade die Autoindustrie ver\u00e4ndern m\u00fcssen, so Huettl. 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Besser dank Zur\u00fcckhaltungWiderspruch dazu kommt vom Mobilit\u00e4ts-Gr\u00fcnder Ren\u00e9 Braun, der 2023 selbst den Future-Pioneers-Award bekam. Zu viel diskutiere die Industrie \u00fcber das Verbrenner-Aus und m\u00f6gliche H\u00fcrden, gleichzeitig \u201everschlafen wir die wichtigste Innovation\u201c, so Braun: das autonome Fahren. Investoren h\u00e4tten daf\u00fcr in Deutschland eigentlich eine sehr vorteilhafte \u201eN\u00e4he zu Ingenieurstechnik\u201c, die \u201eso in den USA oder China nicht vorhanden ist.\u201cIst Deutschland also zu zur\u00fcckhaltend vor potenziellen Investoren? Paul Achleitner, zehn Jahre Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, heute selbst Investor und Standort-Deutschland-Experte, warnt vor zu offensiver Kommunikation. Ein zu gro\u00dfer Fokus auf Marketing und \u00d6ffentlichkeit, sagt er, k\u00f6nne davon ablenken, dass es eigentlich auf wesentlichere Dinge ankomme. \u201eNat\u00fcrlich sind wir zur\u00fcckhaltend, das muss aber nicht notwendigerweise schlecht sein\u201c, sagt Achleitner. Viele Chefs erz\u00e4hlten heute eine \u201esuper Story\u201c, die besten Ergebnisse k\u00f6nnten jedoch nur diejenigen erzielen, die wirklich auf wirtschaftliche Kennzahlen achteten.Gerade in Deutschland w\u00fcrden aus seiner Sicht jetzt zwei Schl\u00fcsselfaktoren wichtig: Wachstum und Sicherheit. \u201eWir leben in einer Zeit der Superpowers\u201c, sagt Achleitner, \u201edaher braucht es f\u00fcr uns eine gemeinsame Marschrichtung.\u201c3. Chancen geben gegen den Fachkr\u00e4ftemangelDaf\u00fcr braucht es jedoch erst einmal das passende Personal. Laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) fehlen in Deutschland aktuell mehr als 530.000 Fachkr\u00e4fte. Betriebe in fast allen anderen Wirtschaftszweigen suchen gerade dringend neue Mitarbeiter. Gleichzeitig passen die Bewerber aber oft nicht zu den Stellen \u2013 oder bleiben sogar aus. Laut einer Studie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) k\u00f6nnen aktuell 44 Prozent der Mitgliedsunternehmen offene Stellen nicht besetzen. Die beste Strategie laut Olga Vos: \u201ePeople-Business \u2013 vor und hinter der Theke\u201c. Sie ist Franchise-Unternehmerin bei McDonald\u2019s, verantwortet Restaurants in der N\u00e4he von Hannover. Fachkr\u00e4fte-Probleme erlebe sie dort allerdings nicht. Warum? Im Fast-Food-Business sei es \u00fcblich, dass \u201eMenschen, die gerade drei Monate in Deutschland sind und jene, die gerade ihr BWL-Studium finanzieren\u201c gleicherma\u00dfen erst einmal eine Chance bek\u00e4men, sagt Vos. 4. Weiterarbeiten gegen die Rentenl\u00fcckeEs ist nicht das einzige Arbeitsmarkt-Problem. Gerade erst verst\u00e4ndigte sich die Regierungskoalition aus CDU und SPD auf Reformen unter anderem bei der Rente. K\u00fcnftig soll einfacher auch \u00fcber das regul\u00e4re Eintrittsalter hinaus gearbeitet werden k\u00f6nnen, dann mit steuerbeg\u00fcnstigten Verdienstm\u00f6glichkeiten, so die Idee.Wie das funktionieren k\u00f6nnte, zeigen an diesem Donnerstag die Fahrrad-Unternehmerin Susanne Puello. Die 64-J\u00e4hrige dachte vor zwei Jahren noch selbst daran, vorzeitig in Rente zu gehen, kaufte dann aber stattdessen eine Firma zur\u00fcck, die ihr Ende der 1990er-Jahre schon einmal geh\u00f6rte. Heute leitet sie das Unternehmen zusammen mit ihrer Tochter. Man erg\u00e4nze sich durch den Generationen-Austausch besser. \u201eWenn die Jungen auf die Erfahrung der Alten setzen und die \u00c4lteren auf ihre Erfahrung etwa bei der Digitalisierung, kann das ein Zukunftsmodell sein, das wir brauchen\u201c, so Puello. Es sei deshalb gut, dass wer gesund sei und sich fit f\u00fchle, in Zukunft bessere Rahmenbedingungen f\u00fcrs Weiterarbeiten bekommen soll.5. Wachsen statt DenkenWELT, Business Insider und Politico zeichnen auch deshalb erfahrene Manager mit dem Future-Pioneers-Award aus. Preistr\u00e4ger dieses Jahr: Ren\u00e9 Obermann, lange Chef der Telekom und heute Manager beim US-amerikanischen Private-Equity-Unternehmen Warburg Pincus.Aus seiner Sicht wichtig: eine schnelle Umsetzung der Reformen. Nicht nur beim Weiterarbeiten, auch innerhalb der Unternehmen. \u201eWichtiger als Vordenken ist machen. Nicht das Erz\u00e4hlte reicht, sondern das Erreichte z\u00e4hlt\u201c, sagt er. Das verdeutliche auch eine Entscheidung aus seiner eigenen Laufbahn: W\u00e4hrend sein Bruder sich f\u00fcr eine Professoren-Karriere entschied, brach Obermann die Universit\u00e4t mit 23 Jahren ab. Entscheidend f\u00fcr Erfolg sei f\u00fcr ihn heute jedoch: Mit Menschen zu arbeiten, die zwar weitsichtig, aber auch umsetzungsstark sind.6. Nach \u00dcberzeugung handelnNeben dem etablierten Vordenker wurde auch ein Gr\u00fcnder mit Pioniergeist ausgezeichnet. Aus zahlreichen Bewerbungen wurden drei von ihnen eingeladen, einen Pitch \u00fcber ihre Idee zu halten. Die Zuschauer im Saal und am Stream entschieden per Voting \u00fcber den Sieger. Zur Wahl standen Sozial-Unternehmer Till Wahnbaeck, IT-Gr\u00fcnderin Ina Remmers und Quantum-Computing-Unternehmer Jan Leisse. Gewinner in diesem Jahr: Der Sozial-Unternehmer Till Wahnbaeck, der es schaffte, \u00fcber einen \u201eFinanzamt-Hack\u201c legal aus Spenden Beteiligungen an afrikanischen Start-ups zu machen. Lehre des Unternehmers: \u201eWir haben eine gro\u00dfe L\u00fccke\u201c, sagt Wahnbaeck, \u201ezwischen extrem effizienten Unternehmen und Menschen, die wirklich etwas \u00e4ndern wollen.\u201c Es brauche einen \u201ek\u00fchlen Kopf und etwas, was einen wirklich ber\u00fchrt\u201c, um erfolgreich zu werden. Sein Wunsch an die Politik? Keiner. \u201eWir m\u00fcssen aufh\u00f6ren st\u00e4ndig etwas von der Politik zu fordern. Wenn wir alle bei uns selbst anfangen, ist die Welt schon ein St\u00fcck weiter.\u201cDieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und \u201eBusiness Insider Deutschland\u201c erstellt.","robots":{"index":"noindex","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Comeback des Standortes D? Das sind die 6 Lehren von Deutschlands Pionieren - vof-news.eu","og_description":"Ein bisschen Hoffnung will sich die Ministerin f\u00fcr Forschung, Technologie und Raumfahrt nicht nehmen lassen. \u201eOhne Optimismus\u201c, sagt Dorothee B\u00e4r (CSU), \u201eh\u00e4tte es das Wirtschaftswunder nie gegeben\u201c. Dass Deutschland gerade erst in der Rangliste der weltweit innovativsten L\u00e4nder auf den elften Platz abgerutscht ist, muss die Ministerin zwar auch zugeben. Doch der Standort sei immerhin \u201eComeback-erprobt\u201c.Dass B\u00e4r zu mehr Vertrauen aufruft, verwundert aber kaum: Wirtschaftliche Stagnation belastet die Unternehmen bereits seit drei Jahren, die Industrie ger\u00e4t zunehmend unter Druck, viele erwarteten, hei\u00dft es auf dem Gipfel sp\u00e4ter von Civey, keine guten Zukunftsaussichten. Echte L\u00f6sungen? Bisher rar.Auf dem Future Pioneers Summit von WELT, \u201eBusiness Insider\u201c und \u201ePolitico\u201c ist das allerdings anders. Hier geht es darum, wie dieses \u201eComeback\u201c, die R\u00fcckkehr zu wirtschaftlicher St\u00e4rke, gelingen soll. Der Impuls der Ministerin ist nur einer von vielen. Mehr als 100 Vertreter aus Unternehmen, F\u00fchrungskr\u00e4fte und Entscheider sind an diesem Donnerstag gekommen, um ihre Ideen gegen die Standort-Krise zu pr\u00e4sentieren. Das sind die 6 Lehren des Abends.1. Ver\u00e4nderungen, aber nur langfristigEiner von ihnen: Opel-Chef Florian Huettl. Seine Branche sei an Umbr\u00fcche gew\u00f6hnt, sagt er. Immer wieder habe sich gerade die Autoindustrie ver\u00e4ndern m\u00fcssen, so Huettl. Die Herausforderungen seien heute zwar gr\u00f6\u00dfer als in den Jahren zuvor, noch gebe es aber \u201eeine tiefe St\u00e4rke\u201c in der Industrie.Daf\u00fcr, sie einzusetzen, brauche es aber noch mehr politische Unterst\u00fctzung. \u201eWenn ich heute in ein Batteriewerk investieren m\u00f6chte, muss ich sicher sein, dass es zehn bis f\u00fcnfzehn Jahre laufen kann\u201c, sagt Huettl. Das jedoch sei aktuell nicht der Fall, verhindert durch fehlende Berechenbarkeit bei den Regelungen und den Schlinger-Kurs zwischen den Regierungen. Huettls Beispiel: Ein Verbrenner-Aus bis 2035 sei zwar \u201enicht realistisch\u201c, gleichzeitig einigte sich die Politik bisher nicht zuverl\u00e4ssig auf ein Ende des Vorhabens.Stattdessen seien Autobauer gezwungen, durch zunehmende Regulierungen ihre Preise zu erh\u00f6hen. Huettl: \u201eInnovationen, die wir uns vorgenommen haben, m\u00fcssen wir immer wieder \u00fcberpr\u00fcfen\u201c.2. Besser dank Zur\u00fcckhaltungWiderspruch dazu kommt vom Mobilit\u00e4ts-Gr\u00fcnder Ren\u00e9 Braun, der 2023 selbst den Future-Pioneers-Award bekam. Zu viel diskutiere die Industrie \u00fcber das Verbrenner-Aus und m\u00f6gliche H\u00fcrden, gleichzeitig \u201everschlafen wir die wichtigste Innovation\u201c, so Braun: das autonome Fahren. Investoren h\u00e4tten daf\u00fcr in Deutschland eigentlich eine sehr vorteilhafte \u201eN\u00e4he zu Ingenieurstechnik\u201c, die \u201eso in den USA oder China nicht vorhanden ist.\u201cIst Deutschland also zu zur\u00fcckhaltend vor potenziellen Investoren? Paul Achleitner, zehn Jahre Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, heute selbst Investor und Standort-Deutschland-Experte, warnt vor zu offensiver Kommunikation. Ein zu gro\u00dfer Fokus auf Marketing und \u00d6ffentlichkeit, sagt er, k\u00f6nne davon ablenken, dass es eigentlich auf wesentlichere Dinge ankomme. \u201eNat\u00fcrlich sind wir zur\u00fcckhaltend, das muss aber nicht notwendigerweise schlecht sein\u201c, sagt Achleitner. Viele Chefs erz\u00e4hlten heute eine \u201esuper Story\u201c, die besten Ergebnisse k\u00f6nnten jedoch nur diejenigen erzielen, die wirklich auf wirtschaftliche Kennzahlen achteten.Gerade in Deutschland w\u00fcrden aus seiner Sicht jetzt zwei Schl\u00fcsselfaktoren wichtig: Wachstum und Sicherheit. \u201eWir leben in einer Zeit der Superpowers\u201c, sagt Achleitner, \u201edaher braucht es f\u00fcr uns eine gemeinsame Marschrichtung.\u201c3. Chancen geben gegen den Fachkr\u00e4ftemangelDaf\u00fcr braucht es jedoch erst einmal das passende Personal. Laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) fehlen in Deutschland aktuell mehr als 530.000 Fachkr\u00e4fte. Betriebe in fast allen anderen Wirtschaftszweigen suchen gerade dringend neue Mitarbeiter. Gleichzeitig passen die Bewerber aber oft nicht zu den Stellen \u2013 oder bleiben sogar aus. Laut einer Studie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) k\u00f6nnen aktuell 44 Prozent der Mitgliedsunternehmen offene Stellen nicht besetzen. Die beste Strategie laut Olga Vos: \u201ePeople-Business \u2013 vor und hinter der Theke\u201c. Sie ist Franchise-Unternehmerin bei McDonald\u2019s, verantwortet Restaurants in der N\u00e4he von Hannover. Fachkr\u00e4fte-Probleme erlebe sie dort allerdings nicht. Warum? Im Fast-Food-Business sei es \u00fcblich, dass \u201eMenschen, die gerade drei Monate in Deutschland sind und jene, die gerade ihr BWL-Studium finanzieren\u201c gleicherma\u00dfen erst einmal eine Chance bek\u00e4men, sagt Vos. 4. Weiterarbeiten gegen die Rentenl\u00fcckeEs ist nicht das einzige Arbeitsmarkt-Problem. Gerade erst verst\u00e4ndigte sich die Regierungskoalition aus CDU und SPD auf Reformen unter anderem bei der Rente. K\u00fcnftig soll einfacher auch \u00fcber das regul\u00e4re Eintrittsalter hinaus gearbeitet werden k\u00f6nnen, dann mit steuerbeg\u00fcnstigten Verdienstm\u00f6glichkeiten, so die Idee.Wie das funktionieren k\u00f6nnte, zeigen an diesem Donnerstag die Fahrrad-Unternehmerin Susanne Puello. Die 64-J\u00e4hrige dachte vor zwei Jahren noch selbst daran, vorzeitig in Rente zu gehen, kaufte dann aber stattdessen eine Firma zur\u00fcck, die ihr Ende der 1990er-Jahre schon einmal geh\u00f6rte. Heute leitet sie das Unternehmen zusammen mit ihrer Tochter. Man erg\u00e4nze sich durch den Generationen-Austausch besser. \u201eWenn die Jungen auf die Erfahrung der Alten setzen und die \u00c4lteren auf ihre Erfahrung etwa bei der Digitalisierung, kann das ein Zukunftsmodell sein, das wir brauchen\u201c, so Puello. Es sei deshalb gut, dass wer gesund sei und sich fit f\u00fchle, in Zukunft bessere Rahmenbedingungen f\u00fcrs Weiterarbeiten bekommen soll.5. Wachsen statt DenkenWELT, Business Insider und Politico zeichnen auch deshalb erfahrene Manager mit dem Future-Pioneers-Award aus. Preistr\u00e4ger dieses Jahr: Ren\u00e9 Obermann, lange Chef der Telekom und heute Manager beim US-amerikanischen Private-Equity-Unternehmen Warburg Pincus.Aus seiner Sicht wichtig: eine schnelle Umsetzung der Reformen. Nicht nur beim Weiterarbeiten, auch innerhalb der Unternehmen. \u201eWichtiger als Vordenken ist machen. Nicht das Erz\u00e4hlte reicht, sondern das Erreichte z\u00e4hlt\u201c, sagt er. Das verdeutliche auch eine Entscheidung aus seiner eigenen Laufbahn: W\u00e4hrend sein Bruder sich f\u00fcr eine Professoren-Karriere entschied, brach Obermann die Universit\u00e4t mit 23 Jahren ab. Entscheidend f\u00fcr Erfolg sei f\u00fcr ihn heute jedoch: Mit Menschen zu arbeiten, die zwar weitsichtig, aber auch umsetzungsstark sind.6. Nach \u00dcberzeugung handelnNeben dem etablierten Vordenker wurde auch ein Gr\u00fcnder mit Pioniergeist ausgezeichnet. Aus zahlreichen Bewerbungen wurden drei von ihnen eingeladen, einen Pitch \u00fcber ihre Idee zu halten. Die Zuschauer im Saal und am Stream entschieden per Voting \u00fcber den Sieger. Zur Wahl standen Sozial-Unternehmer Till Wahnbaeck, IT-Gr\u00fcnderin Ina Remmers und Quantum-Computing-Unternehmer Jan Leisse. Gewinner in diesem Jahr: Der Sozial-Unternehmer Till Wahnbaeck, der es schaffte, \u00fcber einen \u201eFinanzamt-Hack\u201c legal aus Spenden Beteiligungen an afrikanischen Start-ups zu machen. Lehre des Unternehmers: \u201eWir haben eine gro\u00dfe L\u00fccke\u201c, sagt Wahnbaeck, \u201ezwischen extrem effizienten Unternehmen und Menschen, die wirklich etwas \u00e4ndern wollen.\u201c Es brauche einen \u201ek\u00fchlen Kopf und etwas, was einen wirklich ber\u00fchrt\u201c, um erfolgreich zu werden. Sein Wunsch an die Politik? Keiner. \u201eWir m\u00fcssen aufh\u00f6ren st\u00e4ndig etwas von der Politik zu fordern. Wenn wir alle bei uns selbst anfangen, ist die Welt schon ein St\u00fcck weiter.\u201cDieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und \u201eBusiness Insider Deutschland\u201c erstellt.","og_url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/comeback-des-standortes-d-das-sind-die-6-lehren-von-deutschlands-pionieren\/","og_site_name":"vof-news.eu","article_published_time":"2025-10-10T12:26:18+00:00","article_modified_time":"2025-10-10T12:26:42+00:00","og_image":[{"width":1200,"height":574,"url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/251009-future-pioneers-award-2025-384.webp","type":"image\/webp"}],"author":"Author","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Author","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"6\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/comeback-des-standortes-d-das-sind-die-6-lehren-von-deutschlands-pionieren\/","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/comeback-des-standortes-d-das-sind-die-6-lehren-von-deutschlands-pionieren\/","name":"Comeback des Standortes D? 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Dass Deutschland gerade erst in der Rangliste der weltweit innovativsten L\u00e4nder auf den elften Platz abgerutscht ist, muss die Ministerin zwar auch zugeben. Doch der Standort sei immerhin \u201eComeback-erprobt\u201c.Dass B\u00e4r zu mehr Vertrauen aufruft, verwundert aber kaum: Wirtschaftliche Stagnation belastet die Unternehmen bereits seit drei Jahren, die Industrie ger\u00e4t zunehmend unter Druck, viele erwarteten, hei\u00dft es auf dem Gipfel sp\u00e4ter von Civey, keine guten Zukunftsaussichten. Echte L\u00f6sungen? Bisher rar.Auf dem Future Pioneers Summit von WELT, \u201eBusiness Insider\u201c und \u201ePolitico\u201c ist das allerdings anders. Hier geht es darum, wie dieses \u201eComeback\u201c, die R\u00fcckkehr zu wirtschaftlicher St\u00e4rke, gelingen soll. Der Impuls der Ministerin ist nur einer von vielen. Mehr als 100 Vertreter aus Unternehmen, F\u00fchrungskr\u00e4fte und Entscheider sind an diesem Donnerstag gekommen, um ihre Ideen gegen die Standort-Krise zu pr\u00e4sentieren. Das sind die 6 Lehren des Abends.1. Ver\u00e4nderungen, aber nur langfristigEiner von ihnen: Opel-Chef Florian Huettl. Seine Branche sei an Umbr\u00fcche gew\u00f6hnt, sagt er. Immer wieder habe sich gerade die Autoindustrie ver\u00e4ndern m\u00fcssen, so Huettl. Die Herausforderungen seien heute zwar gr\u00f6\u00dfer als in den Jahren zuvor, noch gebe es aber \u201eeine tiefe St\u00e4rke\u201c in der Industrie.Daf\u00fcr, sie einzusetzen, brauche es aber noch mehr politische Unterst\u00fctzung. \u201eWenn ich heute in ein Batteriewerk investieren m\u00f6chte, muss ich sicher sein, dass es zehn bis f\u00fcnfzehn Jahre laufen kann\u201c, sagt Huettl. Das jedoch sei aktuell nicht der Fall, verhindert durch fehlende Berechenbarkeit bei den Regelungen und den Schlinger-Kurs zwischen den Regierungen. Huettls Beispiel: Ein Verbrenner-Aus bis 2035 sei zwar \u201enicht realistisch\u201c, gleichzeitig einigte sich die Politik bisher nicht zuverl\u00e4ssig auf ein Ende des Vorhabens.Stattdessen seien Autobauer gezwungen, durch zunehmende Regulierungen ihre Preise zu erh\u00f6hen. Huettl: \u201eInnovationen, die wir uns vorgenommen haben, m\u00fcssen wir immer wieder \u00fcberpr\u00fcfen\u201c.2. Besser dank Zur\u00fcckhaltungWiderspruch dazu kommt vom Mobilit\u00e4ts-Gr\u00fcnder Ren\u00e9 Braun, der 2023 selbst den Future-Pioneers-Award bekam. Zu viel diskutiere die Industrie \u00fcber das Verbrenner-Aus und m\u00f6gliche H\u00fcrden, gleichzeitig \u201everschlafen wir die wichtigste Innovation\u201c, so Braun: das autonome Fahren. Investoren h\u00e4tten daf\u00fcr in Deutschland eigentlich eine sehr vorteilhafte \u201eN\u00e4he zu Ingenieurstechnik\u201c, die \u201eso in den USA oder China nicht vorhanden ist.\u201cIst Deutschland also zu zur\u00fcckhaltend vor potenziellen Investoren? Paul Achleitner, zehn Jahre Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, heute selbst Investor und Standort-Deutschland-Experte, warnt vor zu offensiver Kommunikation. Ein zu gro\u00dfer Fokus auf Marketing und \u00d6ffentlichkeit, sagt er, k\u00f6nne davon ablenken, dass es eigentlich auf wesentlichere Dinge ankomme. \u201eNat\u00fcrlich sind wir zur\u00fcckhaltend, das muss aber nicht notwendigerweise schlecht sein\u201c, sagt Achleitner. 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Laut einer Studie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) k\u00f6nnen aktuell 44 Prozent der Mitgliedsunternehmen offene Stellen nicht besetzen. Die beste Strategie laut Olga Vos: \u201ePeople-Business \u2013 vor und hinter der Theke\u201c. Sie ist Franchise-Unternehmerin bei McDonald\u2019s, verantwortet Restaurants in der N\u00e4he von Hannover. Fachkr\u00e4fte-Probleme erlebe sie dort allerdings nicht. Warum? Im Fast-Food-Business sei es \u00fcblich, dass \u201eMenschen, die gerade drei Monate in Deutschland sind und jene, die gerade ihr BWL-Studium finanzieren\u201c gleicherma\u00dfen erst einmal eine Chance bek\u00e4men, sagt Vos. 4. Weiterarbeiten gegen die Rentenl\u00fcckeEs ist nicht das einzige Arbeitsmarkt-Problem. Gerade erst verst\u00e4ndigte sich die Regierungskoalition aus CDU und SPD auf Reformen unter anderem bei der Rente. 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Aus zahlreichen Bewerbungen wurden drei von ihnen eingeladen, einen Pitch \u00fcber ihre Idee zu halten. Die Zuschauer im Saal und am Stream entschieden per Voting \u00fcber den Sieger. Zur Wahl standen Sozial-Unternehmer Till Wahnbaeck, IT-Gr\u00fcnderin Ina Remmers und Quantum-Computing-Unternehmer Jan Leisse. Gewinner in diesem Jahr: Der Sozial-Unternehmer Till Wahnbaeck, der es schaffte, \u00fcber einen \u201eFinanzamt-Hack\u201c legal aus Spenden Beteiligungen an afrikanischen Start-ups zu machen. Lehre des Unternehmers: \u201eWir haben eine gro\u00dfe L\u00fccke\u201c, sagt Wahnbaeck, \u201ezwischen extrem effizienten Unternehmen und Menschen, die wirklich etwas \u00e4ndern wollen.\u201c Es brauche einen \u201ek\u00fchlen Kopf und etwas, was einen wirklich ber\u00fchrt\u201c, um erfolgreich zu werden. Sein Wunsch an die Politik? Keiner. \u201eWir m\u00fcssen aufh\u00f6ren st\u00e4ndig etwas von der Politik zu fordern. Wenn wir alle bei uns selbst anfangen, ist die Welt schon ein St\u00fcck weiter.\u201cDieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und \u201eBusiness Insider Deutschland\u201c erstellt.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/comeback-des-standortes-d-das-sind-die-6-lehren-von-deutschlands-pionieren\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/vof-news.eu\/de\/comeback-des-standortes-d-das-sind-die-6-lehren-von-deutschlands-pionieren\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/comeback-des-standortes-d-das-sind-die-6-lehren-von-deutschlands-pionieren\/#primaryimage","url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/251009-future-pioneers-award-2025-384.webp","contentUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/251009-future-pioneers-award-2025-384.webp","width":1200,"height":574},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/comeback-des-standortes-d-das-sind-die-6-lehren-von-deutschlands-pionieren\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Comeback des Standortes D? 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