{"id":279116,"date":"2025-09-25T17:27:15","date_gmt":"2025-09-25T14:27:15","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/das-nachste-bosch-beben-autozulieferer-streicht-weitere-13-000-stellen-in-deutschland\/"},"modified":"2025-09-25T17:27:28","modified_gmt":"2025-09-25T14:27:28","slug":"das-nachste-bosch-beben-autozulieferer-streicht-weitere-13-000-stellen-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/das-nachste-bosch-beben-autozulieferer-streicht-weitere-13-000-stellen-in-deutschland\/","title":{"rendered":"Das n\u00e4chste Bosch-Beben \u2014Autozulieferer streicht weitere 13.000 Stellen in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Es ist ein Schock mit Ansage. Vergangene Woche bereits k\u00fcndigten Markus Heyn, Chef der Mobilit\u00e4tssparte von Bosch, und Arbeitsdirektor Stefan Grosch an, dass man die j\u00e4hrlichen Kosten beim Autozulieferer bis 2030 um weitere 2,5 Milliarden Euro senken wolle. Am Donnerstag folgte dann der Paukenschlag: Man rechne mit einem \u201eweiteren Abbaubedarf von etwa 13.000 Stellen\u201c an deutschen Standorten. Das ist fast jeder F\u00fcnfte der gut 70.000 Mitarbeiter, die Bosch Mobility eigenen Angaben zufolge in Deutschland besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Der versch\u00e4rfte Sparkurs \u00fcbertrifft damit die schon im vergangenen Jahr angek\u00fcndigten 9000 Stellenstreichungen in der Mobilit\u00e4tssparte noch einmal deutlich, von denen laut Bosch aktuell bereits die H\u00e4lfte vollzogen ist. Das bisherige \u201ehohe Besch\u00e4ftigungsniveau\u201c sei hierzulande nicht zu halten, teilte das Unternehmen mit. Man sei bei der Planung von der aktuellen Marktlage und Regulatorik ausgegangen. Sollten sich diese drastisch verschlechtern, schloss Stefan Grosch in einer Pressekonferenz auch weitere Stellenstreichungen nicht aus.<\/p>\n<p>Frank Sell, Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei Bosch Mobility, k\u00fcndigte ob des Stellenabbaus dieser \u201ehistorischen Gr\u00f6\u00dfenordnung\u201c Widerstand an. \u201eWir k\u00f6nnen und werden den Personalabbau in dieser H\u00f6he nicht akzeptieren\u201c, erkl\u00e4rte Sell. \u201eEs ist klar, dass das jetzt ein extrem hei\u00dfer Herbst f\u00fcr uns wird, weil wir nat\u00fcrlich k\u00e4mpfen werden wie die L\u00f6wen.\u201c<\/p>\n<p>Einige Standorte sind Bosch zufolge besonders betroffen. In Waiblingen etwa soll die Produktion f\u00fcr Verbindungstechnik bis 2028 auslaufen. Hier besch\u00e4ftigt das Unternehmen im Mobilit\u00e4tsbereich aktuell rund 560 Mitarbeitende. Weitere 3500 Stellen werden bis 2030 am Standort Feuerbach wegfallen, davon rund 1500 im Werk f\u00fcr Antriebskomponenten. In Schwieberdingen sind es 1750 Stellen in den Bereichen Power Solutions, Electrified Motion und Mobility Electronics. Etwas geringer fallen die K\u00fcrzungen in B\u00fchl und Homburg aus, wo 1550 beziehungsweise 1250 Stellen betroffen sind \u2013 ebenfalls bis 2030. Vor Journalisten betonte das Unternehmen, man werde sich weiterhin an die Besch\u00e4ftigungssicherung bis 2027 halten.<\/p>\n<p>Als Begr\u00fcndung f\u00fcr den neuen Sparbedarf hatte Grosch schon im Vorfeld die Renditeziele genannt. 2024 habe Rendite nur bei 3,8 Prozent gelegen \u2013 deutlich unter den angestrebten 7 Prozent. Die brauche man aber, um als Stiftungsunternehmen langfristig finanziell unabh\u00e4ngig zu bleiben. \u201eWir m\u00fcssen dringend an der Wettbewerbsf\u00e4higkeit im Mobility-Bereich arbeiten und unsere Kosten weiter dauerhaft senken\u201c, erkl\u00e4rte Grosch. \u201eBedauerlicherweise kommen wir dabei auch nicht um einen weiteren Stellenabbau \u00fcber das bereits kommunizierte Ma\u00df herum.\u201c<\/p>\n<h3>Bosch erwartet f\u00fcr 2025 nur leichtes Wachstum<\/h3>\n<p>Die Umst\u00e4nde spielen Bosch aktuell nicht in die H\u00e4nde. Der Wandel zur Elektromobilit\u00e4t l\u00e4uft deutlich langsamer als zun\u00e4chst prognostiziert, der globale Automarkt stagniert und zugleich w\u00e4chst auch im Zuliefererbereich bei Schl\u00fcsseltechnologien die Konkurrenz aus China. Der dort tobende Preiskampf macht es Heyn zufolge auch schwerer, Preiserh\u00f6hungen durchzusetzen und so die Renditen zu steigern. Das schl\u00e4gt sich auch im Umsatz des Gesamtkonzerns nieder, der 2024 leicht geschrumpft war. In diesem Jahr erwartet Bosch immerhin wieder ein leichtes Wachstum von knapp zwei Prozent.<\/p>\n<p>Schon 2024 hatte Bosch daher weltweit gut 11.500 Stellen gestrichen \u2013 rund 4500 in Deutschland. Erst im Juli hatte das Unternehmen au\u00dferdem angek\u00fcndigt, die Steuerger\u00e4tefertigung in Reutlingen schrumpfen zu wollen. Bis zu 1100 Stellen k\u00f6nnten dadurch bis ins Jahr 2029 wegfallen. Unternehmensangaben zufolge besch\u00e4ftigt Bosch in Deutschland aber noch immer 129.600 Mitarbeiter und geh\u00f6rt damit zu den gr\u00f6\u00dften Arbeitgebern des Landes. Grosch betonte trotz des aktuellen Stellenabbaus: \u201eWir stehen zum Standort und auch zu Europa.\u201c Man habe im vergangenen Jahr 30 Prozent der Investitionen an deutschen Standorten get\u00e4tigt. Es sei aber wichtig, dass sich die Standortbedingungen verbessern.<\/p>\n<p>Auf der IAA hatte sich Bosch zuletzt bem\u00fcht, Zukunftswege f\u00fcr seine Mobility-Sparte aufzuzeigen, die immer noch f\u00fcr etwa zwei Drittel des Konzernumsatzes verantwortlich ist. Mit sogenannten By-wire-Technologien f\u00fcr Bremse und Lenkungen rechnet Bosch bis 2023 mit einem kumulierten Umsatzwachstum von \u00fcber 7 Milliarden Euro. Hydraulische oder mechanische Steuerverbindungen werden dabei durch elektronische Signale ersetzt. \u00dcber die Software, die Bosch unter dem Namen \u201eVehicle Motion Management\u201c ebenfalls liefert, l\u00e4sst sich anschlie\u00dfend beispielsweise das Fahrverhalten des Autos zentral steuern \u2013 vom Antrieb bis zu Lenkung und Bremse. By-wire-L\u00f6sungen gelten daher Schl\u00fcsseltechnologie des softwaredefinierten Fahrzeugs und des autonomen Fahrens.<\/p>\n<p>\u201eBosch Mobility kann sich im stark umk\u00e4mpften globalen Wettbewerb durchsetzen \u2013 davon bin ich u\u0308berzeugt\u201c, erkl\u00e4rte Markus Hayn bei der Vorstellung des neuen Sparprogramms k\u00e4mpferisch. \u201eDoch wir mu\u0308ssen jetzt die Voraussetzungen dafu\u0308r schaffen und aus eigener Kraft unsere Wettbewerbsf\u00e4higkeit sicherstellen. Die Zeit dr\u00e4ngt.\u201c<\/p>\n<p><p><b><em>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und <\/em><\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\"><b><em>Business Insider<\/em><\/b><\/a><b><em> erstellt.<\/em><\/b><\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/steffen-bosse\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/steffen-bosse\/\"><b><em>Steffen Bosse<\/em><\/b><\/a><b><em> ist Wirtschaftsredakteur und berichtet f\u00fcr WELT \u00fcber alle Themen aus der Autoindustrie und der Beratungsbranche.<\/em><\/b><\/p>\n<\/p>\n<p><b><em>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und <\/em><\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\"><b><em>Business Insider<\/em><\/b><\/a><b><em> erstellt.<\/em><\/b><\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/steffen-bosse\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/steffen-bosse\/\"><b><em>Steffen Bosse<\/em><\/b><\/a><b><em> ist Wirtschaftsredakteur und berichtet f\u00fcr WELT \u00fcber alle Themen aus der Autoindustrie und der Beratungsbranche.<\/em><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist ein Schock mit Ansage. 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Sollten sich diese drastisch verschlechtern, schloss Stefan Grosch in einer Pressekonferenz auch weitere Stellenstreichungen nicht aus.Frank Sell, Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei Bosch Mobility, k\u00fcndigte ob des Stellenabbaus dieser \u201ehistorischen Gr\u00f6\u00dfenordnung\u201c Widerstand an. \u201eWir k\u00f6nnen und werden den Personalabbau in dieser H\u00f6he nicht akzeptieren\u201c, erkl\u00e4rte Sell. \u201eEs ist klar, dass das jetzt ein extrem hei\u00dfer Herbst f\u00fcr uns wird, weil wir nat\u00fcrlich k\u00e4mpfen werden wie die L\u00f6wen.\u201cEinige Standorte sind Bosch zufolge besonders betroffen. In Waiblingen etwa soll die Produktion f\u00fcr Verbindungstechnik bis 2028 auslaufen. Hier besch\u00e4ftigt das Unternehmen im Mobilit\u00e4tsbereich aktuell rund 560 Mitarbeitende. Weitere 3500 Stellen werden bis 2030 am Standort Feuerbach wegfallen, davon rund 1500 im Werk f\u00fcr Antriebskomponenten. In Schwieberdingen sind es 1750 Stellen in den Bereichen Power Solutions, Electrified Motion und Mobility Electronics. Etwas geringer fallen die K\u00fcrzungen in B\u00fchl und Homburg aus, wo 1550 beziehungsweise 1250 Stellen betroffen sind \u2013 ebenfalls bis 2030. Vor Journalisten betonte das Unternehmen, man werde sich weiterhin an die Besch\u00e4ftigungssicherung bis 2027 halten.Als Begr\u00fcndung f\u00fcr den neuen Sparbedarf hatte Grosch schon im Vorfeld die Renditeziele genannt. 2024 habe Rendite nur bei 3,8 Prozent gelegen \u2013 deutlich unter den angestrebten 7 Prozent. Die brauche man aber, um als Stiftungsunternehmen langfristig finanziell unabh\u00e4ngig zu bleiben. \u201eWir m\u00fcssen dringend an der Wettbewerbsf\u00e4higkeit im Mobility-Bereich arbeiten und unsere Kosten weiter dauerhaft senken\u201c, erkl\u00e4rte Grosch. \u201eBedauerlicherweise kommen wir dabei auch nicht um einen weiteren Stellenabbau \u00fcber das bereits kommunizierte Ma\u00df herum.\u201cBosch erwartet f\u00fcr 2025 nur leichtes WachstumDie Umst\u00e4nde spielen Bosch aktuell nicht in die H\u00e4nde. Der Wandel zur Elektromobilit\u00e4t l\u00e4uft deutlich langsamer als zun\u00e4chst prognostiziert, der globale Automarkt stagniert und zugleich w\u00e4chst auch im Zuliefererbereich bei Schl\u00fcsseltechnologien die Konkurrenz aus China. Der dort tobende Preiskampf macht es Heyn zufolge auch schwerer, Preiserh\u00f6hungen durchzusetzen und so die Renditen zu steigern. Das schl\u00e4gt sich auch im Umsatz des Gesamtkonzerns nieder, der 2024 leicht geschrumpft war. In diesem Jahr erwartet Bosch immerhin wieder ein leichtes Wachstum von knapp zwei Prozent.Schon 2024 hatte Bosch daher weltweit gut 11.500 Stellen gestrichen \u2013 rund 4500 in Deutschland. Erst im Juli hatte das Unternehmen au\u00dferdem angek\u00fcndigt, die Steuerger\u00e4tefertigung in Reutlingen schrumpfen zu wollen. Bis zu 1100 Stellen k\u00f6nnten dadurch bis ins Jahr 2029 wegfallen. Unternehmensangaben zufolge besch\u00e4ftigt Bosch in Deutschland aber noch immer 129.600 Mitarbeiter und geh\u00f6rt damit zu den gr\u00f6\u00dften Arbeitgebern des Landes. Grosch betonte trotz des aktuellen Stellenabbaus: \u201eWir stehen zum Standort und auch zu Europa.\u201c Man habe im vergangenen Jahr 30 Prozent der Investitionen an deutschen Standorten get\u00e4tigt. Es sei aber wichtig, dass sich die Standortbedingungen verbessern.Auf der IAA hatte sich Bosch zuletzt bem\u00fcht, Zukunftswege f\u00fcr seine Mobility-Sparte aufzuzeigen, die immer noch f\u00fcr etwa zwei Drittel des Konzernumsatzes verantwortlich ist. Mit sogenannten By-wire-Technologien f\u00fcr Bremse und Lenkungen rechnet Bosch bis 2023 mit einem kumulierten Umsatzwachstum von \u00fcber 7 Milliarden Euro. Hydraulische oder mechanische Steuerverbindungen werden dabei durch elektronische Signale ersetzt. \u00dcber die Software, die Bosch unter dem Namen \u201eVehicle Motion Management\u201c ebenfalls liefert, l\u00e4sst sich anschlie\u00dfend beispielsweise das Fahrverhalten des Autos zentral steuern \u2013 vom Antrieb bis zu Lenkung und Bremse. By-wire-L\u00f6sungen gelten daher Schl\u00fcsseltechnologie des softwaredefinierten Fahrzeugs und des autonomen Fahrens.\u201eBosch Mobility kann sich im stark umk\u00e4mpften globalen Wettbewerb durchsetzen \u2013 davon bin ich u\u0308berzeugt\u201c, erkl\u00e4rte Markus Hayn bei der Vorstellung des neuen Sparprogramms k\u00e4mpferisch. \u201eDoch wir mu\u0308ssen jetzt die Voraussetzungen dafu\u0308r schaffen und aus eigener Kraft unsere Wettbewerbsf\u00e4higkeit sicherstellen. Die Zeit dr\u00e4ngt.\u201cDieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Steffen Bosse ist Wirtschaftsredakteur und berichtet f\u00fcr WELT \u00fcber alle Themen aus der Autoindustrie und der Beratungsbranche.Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Steffen Bosse ist Wirtschaftsredakteur und berichtet f\u00fcr WELT \u00fcber alle Themen aus der Autoindustrie und der Beratungsbranche.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"noindex, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Das n\u00e4chste Bosch-Beben \u2014Autozulieferer streicht weitere 13.000 Stellen in Deutschland - vof-news.eu\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Es ist ein Schock mit Ansage. 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Sollten sich diese drastisch verschlechtern, schloss Stefan Grosch in einer Pressekonferenz auch weitere Stellenstreichungen nicht aus.Frank Sell, Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei Bosch Mobility, k\u00fcndigte ob des Stellenabbaus dieser \u201ehistorischen Gr\u00f6\u00dfenordnung\u201c Widerstand an. \u201eWir k\u00f6nnen und werden den Personalabbau in dieser H\u00f6he nicht akzeptieren\u201c, erkl\u00e4rte Sell. \u201eEs ist klar, dass das jetzt ein extrem hei\u00dfer Herbst f\u00fcr uns wird, weil wir nat\u00fcrlich k\u00e4mpfen werden wie die L\u00f6wen.\u201cEinige Standorte sind Bosch zufolge besonders betroffen. In Waiblingen etwa soll die Produktion f\u00fcr Verbindungstechnik bis 2028 auslaufen. Hier besch\u00e4ftigt das Unternehmen im Mobilit\u00e4tsbereich aktuell rund 560 Mitarbeitende. Weitere 3500 Stellen werden bis 2030 am Standort Feuerbach wegfallen, davon rund 1500 im Werk f\u00fcr Antriebskomponenten. In Schwieberdingen sind es 1750 Stellen in den Bereichen Power Solutions, Electrified Motion und Mobility Electronics. Etwas geringer fallen die K\u00fcrzungen in B\u00fchl und Homburg aus, wo 1550 beziehungsweise 1250 Stellen betroffen sind \u2013 ebenfalls bis 2030. Vor Journalisten betonte das Unternehmen, man werde sich weiterhin an die Besch\u00e4ftigungssicherung bis 2027 halten.Als Begr\u00fcndung f\u00fcr den neuen Sparbedarf hatte Grosch schon im Vorfeld die Renditeziele genannt. 2024 habe Rendite nur bei 3,8 Prozent gelegen \u2013 deutlich unter den angestrebten 7 Prozent. Die brauche man aber, um als Stiftungsunternehmen langfristig finanziell unabh\u00e4ngig zu bleiben. \u201eWir m\u00fcssen dringend an der Wettbewerbsf\u00e4higkeit im Mobility-Bereich arbeiten und unsere Kosten weiter dauerhaft senken\u201c, erkl\u00e4rte Grosch. \u201eBedauerlicherweise kommen wir dabei auch nicht um einen weiteren Stellenabbau \u00fcber das bereits kommunizierte Ma\u00df herum.\u201cBosch erwartet f\u00fcr 2025 nur leichtes WachstumDie Umst\u00e4nde spielen Bosch aktuell nicht in die H\u00e4nde. Der Wandel zur Elektromobilit\u00e4t l\u00e4uft deutlich langsamer als zun\u00e4chst prognostiziert, der globale Automarkt stagniert und zugleich w\u00e4chst auch im Zuliefererbereich bei Schl\u00fcsseltechnologien die Konkurrenz aus China. Der dort tobende Preiskampf macht es Heyn zufolge auch schwerer, Preiserh\u00f6hungen durchzusetzen und so die Renditen zu steigern. Das schl\u00e4gt sich auch im Umsatz des Gesamtkonzerns nieder, der 2024 leicht geschrumpft war. In diesem Jahr erwartet Bosch immerhin wieder ein leichtes Wachstum von knapp zwei Prozent.Schon 2024 hatte Bosch daher weltweit gut 11.500 Stellen gestrichen \u2013 rund 4500 in Deutschland. Erst im Juli hatte das Unternehmen au\u00dferdem angek\u00fcndigt, die Steuerger\u00e4tefertigung in Reutlingen schrumpfen zu wollen. Bis zu 1100 Stellen k\u00f6nnten dadurch bis ins Jahr 2029 wegfallen. Unternehmensangaben zufolge besch\u00e4ftigt Bosch in Deutschland aber noch immer 129.600 Mitarbeiter und geh\u00f6rt damit zu den gr\u00f6\u00dften Arbeitgebern des Landes. Grosch betonte trotz des aktuellen Stellenabbaus: \u201eWir stehen zum Standort und auch zu Europa.\u201c Man habe im vergangenen Jahr 30 Prozent der Investitionen an deutschen Standorten get\u00e4tigt. Es sei aber wichtig, dass sich die Standortbedingungen verbessern.Auf der IAA hatte sich Bosch zuletzt bem\u00fcht, Zukunftswege f\u00fcr seine Mobility-Sparte aufzuzeigen, die immer noch f\u00fcr etwa zwei Drittel des Konzernumsatzes verantwortlich ist. Mit sogenannten By-wire-Technologien f\u00fcr Bremse und Lenkungen rechnet Bosch bis 2023 mit einem kumulierten Umsatzwachstum von \u00fcber 7 Milliarden Euro. Hydraulische oder mechanische Steuerverbindungen werden dabei durch elektronische Signale ersetzt. \u00dcber die Software, die Bosch unter dem Namen \u201eVehicle Motion Management\u201c ebenfalls liefert, l\u00e4sst sich anschlie\u00dfend beispielsweise das Fahrverhalten des Autos zentral steuern \u2013 vom Antrieb bis zu Lenkung und Bremse. By-wire-L\u00f6sungen gelten daher Schl\u00fcsseltechnologie des softwaredefinierten Fahrzeugs und des autonomen Fahrens.\u201eBosch Mobility kann sich im stark umk\u00e4mpften globalen Wettbewerb durchsetzen \u2013 davon bin ich u\u0308berzeugt\u201c, erkl\u00e4rte Markus Hayn bei der Vorstellung des neuen Sparprogramms k\u00e4mpferisch. \u201eDoch wir mu\u0308ssen jetzt die Voraussetzungen dafu\u0308r schaffen und aus eigener Kraft unsere Wettbewerbsf\u00e4higkeit sicherstellen. Die Zeit dr\u00e4ngt.\u201cDieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Steffen Bosse ist Wirtschaftsredakteur und berichtet f\u00fcr WELT \u00fcber alle Themen aus der Autoindustrie und der Beratungsbranche.Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Steffen Bosse ist Wirtschaftsredakteur und berichtet f\u00fcr WELT \u00fcber alle Themen aus der Autoindustrie und der Beratungsbranche.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/das-nachste-bosch-beben-autozulieferer-streicht-weitere-13-000-stellen-in-deutschland\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"vof-news.eu\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2025-09-25T14:27:15+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-09-25T14:27:28+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Author\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Author\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"4\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/das-nachste-bosch-beben-autozulieferer-streicht-weitere-13-000-stellen-in-deutschland\/\",\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/das-nachste-bosch-beben-autozulieferer-streicht-weitere-13-000-stellen-in-deutschland\/\",\"name\":\"Das n\u00e4chste Bosch-Beben \u2014Autozulieferer streicht weitere 13.000 Stellen in Deutschland - vof-news.eu\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website\"},\"datePublished\":\"2025-09-25T14:27:15+00:00\",\"dateModified\":\"2025-09-25T14:27:28+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed\"},\"description\":\"Es ist ein Schock mit Ansage. 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Sollten sich diese drastisch verschlechtern, schloss Stefan Grosch in einer Pressekonferenz auch weitere Stellenstreichungen nicht aus.Frank Sell, Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei Bosch Mobility, k\u00fcndigte ob des Stellenabbaus dieser \u201ehistorischen Gr\u00f6\u00dfenordnung\u201c Widerstand an. \u201eWir k\u00f6nnen und werden den Personalabbau in dieser H\u00f6he nicht akzeptieren\u201c, erkl\u00e4rte Sell. \u201eEs ist klar, dass das jetzt ein extrem hei\u00dfer Herbst f\u00fcr uns wird, weil wir nat\u00fcrlich k\u00e4mpfen werden wie die L\u00f6wen.\u201cEinige Standorte sind Bosch zufolge besonders betroffen. In Waiblingen etwa soll die Produktion f\u00fcr Verbindungstechnik bis 2028 auslaufen. Hier besch\u00e4ftigt das Unternehmen im Mobilit\u00e4tsbereich aktuell rund 560 Mitarbeitende. Weitere 3500 Stellen werden bis 2030 am Standort Feuerbach wegfallen, davon rund 1500 im Werk f\u00fcr Antriebskomponenten. 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Die brauche man aber, um als Stiftungsunternehmen langfristig finanziell unabh\u00e4ngig zu bleiben. \u201eWir m\u00fcssen dringend an der Wettbewerbsf\u00e4higkeit im Mobility-Bereich arbeiten und unsere Kosten weiter dauerhaft senken\u201c, erkl\u00e4rte Grosch. \u201eBedauerlicherweise kommen wir dabei auch nicht um einen weiteren Stellenabbau \u00fcber das bereits kommunizierte Ma\u00df herum.\u201cBosch erwartet f\u00fcr 2025 nur leichtes WachstumDie Umst\u00e4nde spielen Bosch aktuell nicht in die H\u00e4nde. Der Wandel zur Elektromobilit\u00e4t l\u00e4uft deutlich langsamer als zun\u00e4chst prognostiziert, der globale Automarkt stagniert und zugleich w\u00e4chst auch im Zuliefererbereich bei Schl\u00fcsseltechnologien die Konkurrenz aus China. Der dort tobende Preiskampf macht es Heyn zufolge auch schwerer, Preiserh\u00f6hungen durchzusetzen und so die Renditen zu steigern. Das schl\u00e4gt sich auch im Umsatz des Gesamtkonzerns nieder, der 2024 leicht geschrumpft war. In diesem Jahr erwartet Bosch immerhin wieder ein leichtes Wachstum von knapp zwei Prozent.Schon 2024 hatte Bosch daher weltweit gut 11.500 Stellen gestrichen \u2013 rund 4500 in Deutschland. Erst im Juli hatte das Unternehmen au\u00dferdem angek\u00fcndigt, die Steuerger\u00e4tefertigung in Reutlingen schrumpfen zu wollen. Bis zu 1100 Stellen k\u00f6nnten dadurch bis ins Jahr 2029 wegfallen. Unternehmensangaben zufolge besch\u00e4ftigt Bosch in Deutschland aber noch immer 129.600 Mitarbeiter und geh\u00f6rt damit zu den gr\u00f6\u00dften Arbeitgebern des Landes. Grosch betonte trotz des aktuellen Stellenabbaus: \u201eWir stehen zum Standort und auch zu Europa.\u201c Man habe im vergangenen Jahr 30 Prozent der Investitionen an deutschen Standorten get\u00e4tigt. Es sei aber wichtig, dass sich die Standortbedingungen verbessern.Auf der IAA hatte sich Bosch zuletzt bem\u00fcht, Zukunftswege f\u00fcr seine Mobility-Sparte aufzuzeigen, die immer noch f\u00fcr etwa zwei Drittel des Konzernumsatzes verantwortlich ist. Mit sogenannten By-wire-Technologien f\u00fcr Bremse und Lenkungen rechnet Bosch bis 2023 mit einem kumulierten Umsatzwachstum von \u00fcber 7 Milliarden Euro. Hydraulische oder mechanische Steuerverbindungen werden dabei durch elektronische Signale ersetzt. \u00dcber die Software, die Bosch unter dem Namen \u201eVehicle Motion Management\u201c ebenfalls liefert, l\u00e4sst sich anschlie\u00dfend beispielsweise das Fahrverhalten des Autos zentral steuern \u2013 vom Antrieb bis zu Lenkung und Bremse. By-wire-L\u00f6sungen gelten daher Schl\u00fcsseltechnologie des softwaredefinierten Fahrzeugs und des autonomen Fahrens.\u201eBosch Mobility kann sich im stark umk\u00e4mpften globalen Wettbewerb durchsetzen \u2013 davon bin ich u\u0308berzeugt\u201c, erkl\u00e4rte Markus Hayn bei der Vorstellung des neuen Sparprogramms k\u00e4mpferisch. \u201eDoch wir mu\u0308ssen jetzt die Voraussetzungen dafu\u0308r schaffen und aus eigener Kraft unsere Wettbewerbsf\u00e4higkeit sicherstellen. 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Sollten sich diese drastisch verschlechtern, schloss Stefan Grosch in einer Pressekonferenz auch weitere Stellenstreichungen nicht aus.Frank Sell, Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei Bosch Mobility, k\u00fcndigte ob des Stellenabbaus dieser \u201ehistorischen Gr\u00f6\u00dfenordnung\u201c Widerstand an. \u201eWir k\u00f6nnen und werden den Personalabbau in dieser H\u00f6he nicht akzeptieren\u201c, erkl\u00e4rte Sell. \u201eEs ist klar, dass das jetzt ein extrem hei\u00dfer Herbst f\u00fcr uns wird, weil wir nat\u00fcrlich k\u00e4mpfen werden wie die L\u00f6wen.\u201cEinige Standorte sind Bosch zufolge besonders betroffen. In Waiblingen etwa soll die Produktion f\u00fcr Verbindungstechnik bis 2028 auslaufen. Hier besch\u00e4ftigt das Unternehmen im Mobilit\u00e4tsbereich aktuell rund 560 Mitarbeitende. Weitere 3500 Stellen werden bis 2030 am Standort Feuerbach wegfallen, davon rund 1500 im Werk f\u00fcr Antriebskomponenten. 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Die brauche man aber, um als Stiftungsunternehmen langfristig finanziell unabh\u00e4ngig zu bleiben. \u201eWir m\u00fcssen dringend an der Wettbewerbsf\u00e4higkeit im Mobility-Bereich arbeiten und unsere Kosten weiter dauerhaft senken\u201c, erkl\u00e4rte Grosch. \u201eBedauerlicherweise kommen wir dabei auch nicht um einen weiteren Stellenabbau \u00fcber das bereits kommunizierte Ma\u00df herum.\u201cBosch erwartet f\u00fcr 2025 nur leichtes WachstumDie Umst\u00e4nde spielen Bosch aktuell nicht in die H\u00e4nde. Der Wandel zur Elektromobilit\u00e4t l\u00e4uft deutlich langsamer als zun\u00e4chst prognostiziert, der globale Automarkt stagniert und zugleich w\u00e4chst auch im Zuliefererbereich bei Schl\u00fcsseltechnologien die Konkurrenz aus China. Der dort tobende Preiskampf macht es Heyn zufolge auch schwerer, Preiserh\u00f6hungen durchzusetzen und so die Renditen zu steigern. Das schl\u00e4gt sich auch im Umsatz des Gesamtkonzerns nieder, der 2024 leicht geschrumpft war. In diesem Jahr erwartet Bosch immerhin wieder ein leichtes Wachstum von knapp zwei Prozent.Schon 2024 hatte Bosch daher weltweit gut 11.500 Stellen gestrichen \u2013 rund 4500 in Deutschland. Erst im Juli hatte das Unternehmen au\u00dferdem angek\u00fcndigt, die Steuerger\u00e4tefertigung in Reutlingen schrumpfen zu wollen. Bis zu 1100 Stellen k\u00f6nnten dadurch bis ins Jahr 2029 wegfallen. Unternehmensangaben zufolge besch\u00e4ftigt Bosch in Deutschland aber noch immer 129.600 Mitarbeiter und geh\u00f6rt damit zu den gr\u00f6\u00dften Arbeitgebern des Landes. Grosch betonte trotz des aktuellen Stellenabbaus: \u201eWir stehen zum Standort und auch zu Europa.\u201c Man habe im vergangenen Jahr 30 Prozent der Investitionen an deutschen Standorten get\u00e4tigt. Es sei aber wichtig, dass sich die Standortbedingungen verbessern.Auf der IAA hatte sich Bosch zuletzt bem\u00fcht, Zukunftswege f\u00fcr seine Mobility-Sparte aufzuzeigen, die immer noch f\u00fcr etwa zwei Drittel des Konzernumsatzes verantwortlich ist. Mit sogenannten By-wire-Technologien f\u00fcr Bremse und Lenkungen rechnet Bosch bis 2023 mit einem kumulierten Umsatzwachstum von \u00fcber 7 Milliarden Euro. Hydraulische oder mechanische Steuerverbindungen werden dabei durch elektronische Signale ersetzt. \u00dcber die Software, die Bosch unter dem Namen \u201eVehicle Motion Management\u201c ebenfalls liefert, l\u00e4sst sich anschlie\u00dfend beispielsweise das Fahrverhalten des Autos zentral steuern \u2013 vom Antrieb bis zu Lenkung und Bremse. 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Sollten sich diese drastisch verschlechtern, schloss Stefan Grosch in einer Pressekonferenz auch weitere Stellenstreichungen nicht aus.Frank Sell, Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei Bosch Mobility, k\u00fcndigte ob des Stellenabbaus dieser \u201ehistorischen Gr\u00f6\u00dfenordnung\u201c Widerstand an. \u201eWir k\u00f6nnen und werden den Personalabbau in dieser H\u00f6he nicht akzeptieren\u201c, erkl\u00e4rte Sell. \u201eEs ist klar, dass das jetzt ein extrem hei\u00dfer Herbst f\u00fcr uns wird, weil wir nat\u00fcrlich k\u00e4mpfen werden wie die L\u00f6wen.\u201cEinige Standorte sind Bosch zufolge besonders betroffen. In Waiblingen etwa soll die Produktion f\u00fcr Verbindungstechnik bis 2028 auslaufen. Hier besch\u00e4ftigt das Unternehmen im Mobilit\u00e4tsbereich aktuell rund 560 Mitarbeitende. Weitere 3500 Stellen werden bis 2030 am Standort Feuerbach wegfallen, davon rund 1500 im Werk f\u00fcr Antriebskomponenten. In Schwieberdingen sind es 1750 Stellen in den Bereichen Power Solutions, Electrified Motion und Mobility Electronics. Etwas geringer fallen die K\u00fcrzungen in B\u00fchl und Homburg aus, wo 1550 beziehungsweise 1250 Stellen betroffen sind \u2013 ebenfalls bis 2030. Vor Journalisten betonte das Unternehmen, man werde sich weiterhin an die Besch\u00e4ftigungssicherung bis 2027 halten.Als Begr\u00fcndung f\u00fcr den neuen Sparbedarf hatte Grosch schon im Vorfeld die Renditeziele genannt. 2024 habe Rendite nur bei 3,8 Prozent gelegen \u2013 deutlich unter den angestrebten 7 Prozent. Die brauche man aber, um als Stiftungsunternehmen langfristig finanziell unabh\u00e4ngig zu bleiben. \u201eWir m\u00fcssen dringend an der Wettbewerbsf\u00e4higkeit im Mobility-Bereich arbeiten und unsere Kosten weiter dauerhaft senken\u201c, erkl\u00e4rte Grosch. \u201eBedauerlicherweise kommen wir dabei auch nicht um einen weiteren Stellenabbau \u00fcber das bereits kommunizierte Ma\u00df herum.\u201cBosch erwartet f\u00fcr 2025 nur leichtes WachstumDie Umst\u00e4nde spielen Bosch aktuell nicht in die H\u00e4nde. Der Wandel zur Elektromobilit\u00e4t l\u00e4uft deutlich langsamer als zun\u00e4chst prognostiziert, der globale Automarkt stagniert und zugleich w\u00e4chst auch im Zuliefererbereich bei Schl\u00fcsseltechnologien die Konkurrenz aus China. Der dort tobende Preiskampf macht es Heyn zufolge auch schwerer, Preiserh\u00f6hungen durchzusetzen und so die Renditen zu steigern. Das schl\u00e4gt sich auch im Umsatz des Gesamtkonzerns nieder, der 2024 leicht geschrumpft war. In diesem Jahr erwartet Bosch immerhin wieder ein leichtes Wachstum von knapp zwei Prozent.Schon 2024 hatte Bosch daher weltweit gut 11.500 Stellen gestrichen \u2013 rund 4500 in Deutschland. Erst im Juli hatte das Unternehmen au\u00dferdem angek\u00fcndigt, die Steuerger\u00e4tefertigung in Reutlingen schrumpfen zu wollen. Bis zu 1100 Stellen k\u00f6nnten dadurch bis ins Jahr 2029 wegfallen. Unternehmensangaben zufolge besch\u00e4ftigt Bosch in Deutschland aber noch immer 129.600 Mitarbeiter und geh\u00f6rt damit zu den gr\u00f6\u00dften Arbeitgebern des Landes. Grosch betonte trotz des aktuellen Stellenabbaus: \u201eWir stehen zum Standort und auch zu Europa.\u201c Man habe im vergangenen Jahr 30 Prozent der Investitionen an deutschen Standorten get\u00e4tigt. Es sei aber wichtig, dass sich die Standortbedingungen verbessern.Auf der IAA hatte sich Bosch zuletzt bem\u00fcht, Zukunftswege f\u00fcr seine Mobility-Sparte aufzuzeigen, die immer noch f\u00fcr etwa zwei Drittel des Konzernumsatzes verantwortlich ist. Mit sogenannten By-wire-Technologien f\u00fcr Bremse und Lenkungen rechnet Bosch bis 2023 mit einem kumulierten Umsatzwachstum von \u00fcber 7 Milliarden Euro. Hydraulische oder mechanische Steuerverbindungen werden dabei durch elektronische Signale ersetzt. \u00dcber die Software, die Bosch unter dem Namen \u201eVehicle Motion Management\u201c ebenfalls liefert, l\u00e4sst sich anschlie\u00dfend beispielsweise das Fahrverhalten des Autos zentral steuern \u2013 vom Antrieb bis zu Lenkung und Bremse. By-wire-L\u00f6sungen gelten daher Schl\u00fcsseltechnologie des softwaredefinierten Fahrzeugs und des autonomen Fahrens.\u201eBosch Mobility kann sich im stark umk\u00e4mpften globalen Wettbewerb durchsetzen \u2013 davon bin ich u\u0308berzeugt\u201c, erkl\u00e4rte Markus Hayn bei der Vorstellung des neuen Sparprogramms k\u00e4mpferisch. \u201eDoch wir mu\u0308ssen jetzt die Voraussetzungen dafu\u0308r schaffen und aus eigener Kraft unsere Wettbewerbsf\u00e4higkeit sicherstellen. Die Zeit dr\u00e4ngt.\u201cDieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Steffen Bosse ist Wirtschaftsredakteur und berichtet f\u00fcr WELT \u00fcber alle Themen aus der Autoindustrie und der Beratungsbranche.Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Steffen Bosse ist Wirtschaftsredakteur und berichtet f\u00fcr WELT \u00fcber alle Themen aus der Autoindustrie und der Beratungsbranche.","og_url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/das-nachste-bosch-beben-autozulieferer-streicht-weitere-13-000-stellen-in-deutschland\/","og_site_name":"vof-news.eu","article_published_time":"2025-09-25T14:27:15+00:00","article_modified_time":"2025-09-25T14:27:28+00:00","author":"Author","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Author","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"4\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/das-nachste-bosch-beben-autozulieferer-streicht-weitere-13-000-stellen-in-deutschland\/","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/das-nachste-bosch-beben-autozulieferer-streicht-weitere-13-000-stellen-in-deutschland\/","name":"Das n\u00e4chste Bosch-Beben \u2014Autozulieferer streicht weitere 13.000 Stellen in Deutschland - vof-news.eu","isPartOf":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website"},"datePublished":"2025-09-25T14:27:15+00:00","dateModified":"2025-09-25T14:27:28+00:00","author":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed"},"description":"Es ist ein Schock mit Ansage. Vergangene Woche bereits k\u00fcndigten Markus Heyn, Chef der Mobilit\u00e4tssparte von Bosch, und Arbeitsdirektor Stefan Grosch an, dass man die j\u00e4hrlichen Kosten beim Autozulieferer bis 2030 um weitere 2,5 Milliarden Euro senken wolle. Am Donnerstag folgte dann der Paukenschlag: Man rechne mit einem \u201eweiteren Abbaubedarf von etwa 13.000 Stellen\u201c an deutschen Standorten. Das ist fast jeder F\u00fcnfte der gut 70.000 Mitarbeiter, die Bosch Mobility eigenen Angaben zufolge in Deutschland besch\u00e4ftigt.Der versch\u00e4rfte Sparkurs \u00fcbertrifft damit die schon im vergangenen Jahr angek\u00fcndigten 9000 Stellenstreichungen in der Mobilit\u00e4tssparte noch einmal deutlich, von denen laut Bosch aktuell bereits die H\u00e4lfte vollzogen ist. Das bisherige \u201ehohe Besch\u00e4ftigungsniveau\u201c sei hierzulande nicht zu halten, teilte das Unternehmen mit. Man sei bei der Planung von der aktuellen Marktlage und Regulatorik ausgegangen. Sollten sich diese drastisch verschlechtern, schloss Stefan Grosch in einer Pressekonferenz auch weitere Stellenstreichungen nicht aus.Frank Sell, Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei Bosch Mobility, k\u00fcndigte ob des Stellenabbaus dieser \u201ehistorischen Gr\u00f6\u00dfenordnung\u201c Widerstand an. \u201eWir k\u00f6nnen und werden den Personalabbau in dieser H\u00f6he nicht akzeptieren\u201c, erkl\u00e4rte Sell. \u201eEs ist klar, dass das jetzt ein extrem hei\u00dfer Herbst f\u00fcr uns wird, weil wir nat\u00fcrlich k\u00e4mpfen werden wie die L\u00f6wen.\u201cEinige Standorte sind Bosch zufolge besonders betroffen. In Waiblingen etwa soll die Produktion f\u00fcr Verbindungstechnik bis 2028 auslaufen. Hier besch\u00e4ftigt das Unternehmen im Mobilit\u00e4tsbereich aktuell rund 560 Mitarbeitende. Weitere 3500 Stellen werden bis 2030 am Standort Feuerbach wegfallen, davon rund 1500 im Werk f\u00fcr Antriebskomponenten. In Schwieberdingen sind es 1750 Stellen in den Bereichen Power Solutions, Electrified Motion und Mobility Electronics. Etwas geringer fallen die K\u00fcrzungen in B\u00fchl und Homburg aus, wo 1550 beziehungsweise 1250 Stellen betroffen sind \u2013 ebenfalls bis 2030. Vor Journalisten betonte das Unternehmen, man werde sich weiterhin an die Besch\u00e4ftigungssicherung bis 2027 halten.Als Begr\u00fcndung f\u00fcr den neuen Sparbedarf hatte Grosch schon im Vorfeld die Renditeziele genannt. 2024 habe Rendite nur bei 3,8 Prozent gelegen \u2013 deutlich unter den angestrebten 7 Prozent. Die brauche man aber, um als Stiftungsunternehmen langfristig finanziell unabh\u00e4ngig zu bleiben. \u201eWir m\u00fcssen dringend an der Wettbewerbsf\u00e4higkeit im Mobility-Bereich arbeiten und unsere Kosten weiter dauerhaft senken\u201c, erkl\u00e4rte Grosch. \u201eBedauerlicherweise kommen wir dabei auch nicht um einen weiteren Stellenabbau \u00fcber das bereits kommunizierte Ma\u00df herum.\u201cBosch erwartet f\u00fcr 2025 nur leichtes WachstumDie Umst\u00e4nde spielen Bosch aktuell nicht in die H\u00e4nde. Der Wandel zur Elektromobilit\u00e4t l\u00e4uft deutlich langsamer als zun\u00e4chst prognostiziert, der globale Automarkt stagniert und zugleich w\u00e4chst auch im Zuliefererbereich bei Schl\u00fcsseltechnologien die Konkurrenz aus China. Der dort tobende Preiskampf macht es Heyn zufolge auch schwerer, Preiserh\u00f6hungen durchzusetzen und so die Renditen zu steigern. Das schl\u00e4gt sich auch im Umsatz des Gesamtkonzerns nieder, der 2024 leicht geschrumpft war. In diesem Jahr erwartet Bosch immerhin wieder ein leichtes Wachstum von knapp zwei Prozent.Schon 2024 hatte Bosch daher weltweit gut 11.500 Stellen gestrichen \u2013 rund 4500 in Deutschland. Erst im Juli hatte das Unternehmen au\u00dferdem angek\u00fcndigt, die Steuerger\u00e4tefertigung in Reutlingen schrumpfen zu wollen. Bis zu 1100 Stellen k\u00f6nnten dadurch bis ins Jahr 2029 wegfallen. Unternehmensangaben zufolge besch\u00e4ftigt Bosch in Deutschland aber noch immer 129.600 Mitarbeiter und geh\u00f6rt damit zu den gr\u00f6\u00dften Arbeitgebern des Landes. Grosch betonte trotz des aktuellen Stellenabbaus: \u201eWir stehen zum Standort und auch zu Europa.\u201c Man habe im vergangenen Jahr 30 Prozent der Investitionen an deutschen Standorten get\u00e4tigt. Es sei aber wichtig, dass sich die Standortbedingungen verbessern.Auf der IAA hatte sich Bosch zuletzt bem\u00fcht, Zukunftswege f\u00fcr seine Mobility-Sparte aufzuzeigen, die immer noch f\u00fcr etwa zwei Drittel des Konzernumsatzes verantwortlich ist. Mit sogenannten By-wire-Technologien f\u00fcr Bremse und Lenkungen rechnet Bosch bis 2023 mit einem kumulierten Umsatzwachstum von \u00fcber 7 Milliarden Euro. Hydraulische oder mechanische Steuerverbindungen werden dabei durch elektronische Signale ersetzt. \u00dcber die Software, die Bosch unter dem Namen \u201eVehicle Motion Management\u201c ebenfalls liefert, l\u00e4sst sich anschlie\u00dfend beispielsweise das Fahrverhalten des Autos zentral steuern \u2013 vom Antrieb bis zu Lenkung und Bremse. By-wire-L\u00f6sungen gelten daher Schl\u00fcsseltechnologie des softwaredefinierten Fahrzeugs und des autonomen Fahrens.\u201eBosch Mobility kann sich im stark umk\u00e4mpften globalen Wettbewerb durchsetzen \u2013 davon bin ich u\u0308berzeugt\u201c, erkl\u00e4rte Markus Hayn bei der Vorstellung des neuen Sparprogramms k\u00e4mpferisch. \u201eDoch wir mu\u0308ssen jetzt die Voraussetzungen dafu\u0308r schaffen und aus eigener Kraft unsere Wettbewerbsf\u00e4higkeit sicherstellen. Die Zeit dr\u00e4ngt.\u201cDieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Steffen Bosse ist Wirtschaftsredakteur und berichtet f\u00fcr WELT \u00fcber alle Themen aus der Autoindustrie und der Beratungsbranche.Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Steffen Bosse ist Wirtschaftsredakteur und berichtet f\u00fcr WELT \u00fcber alle Themen aus der Autoindustrie und der Beratungsbranche.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/das-nachste-bosch-beben-autozulieferer-streicht-weitere-13-000-stellen-in-deutschland\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/vof-news.eu\/de\/das-nachste-bosch-beben-autozulieferer-streicht-weitere-13-000-stellen-in-deutschland\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/das-nachste-bosch-beben-autozulieferer-streicht-weitere-13-000-stellen-in-deutschland\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Das n\u00e4chste Bosch-Beben \u2014Autozulieferer streicht weitere 13.000 Stellen in Deutschland"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/","name":"vof-news.eu","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed","name":"Author","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","caption":"Author"},"sameAs":["http:\/\/vof-news.eu"],"url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/"}]}},"yoast_meta":{"yoast_wpseo_title":"","yoast_wpseo_metadesc":"","yoast_wpseo_canonical":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/279116","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=279116"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/279116\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":279117,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/279116\/revisions\/279117"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=279116"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=279116"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=279116"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}