{"id":279043,"date":"2025-09-25T15:26:14","date_gmt":"2025-09-25T12:26:14","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/das-jahr-der-superintelligenz-bis-2030-tun-modelle-dinge-die-wir-selbst-nicht-konnen\/"},"modified":"2025-09-25T15:26:44","modified_gmt":"2025-09-25T12:26:44","slug":"das-jahr-der-superintelligenz-bis-2030-tun-modelle-dinge-die-wir-selbst-nicht-konnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/das-jahr-der-superintelligenz-bis-2030-tun-modelle-dinge-die-wir-selbst-nicht-konnen\/","title":{"rendered":"Das Jahr der Superintelligenz? \u201eBis 2030 tun Modelle Dinge, die wir selbst nicht k\u00f6nnen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Macht k\u00fcnstliche Intelligenz (KI) unser Leben leichter oder kostet uns KI am Ende den Job? Bringt KI Fortschritt in Bereichen wie Forschung und Medizin oder bedroht KI m\u00f6glicherweise sogar unsere Existenz? Und wie tickt der Mann, der mit seiner Erfindung ChatGPT die Welt und auch unser Leben ver\u00e4ndert hat? Ein Gespr\u00e4ch mit dem Tr\u00e4ger des <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article68d40d236199625f8c0fbf6d\/Axel-Springer-Award-fuer-Sam-Altman-KI-muss-dem-Menschen-dienen.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article68d40d236199625f8c0fbf6d\/Axel-Springer-Award-fuer-Sam-Altman-KI-muss-dem-Menschen-dienen.html\">Axel Springer Awards 2025<\/a>, dem Gr\u00fcnder und Vorstandschef von OpenAI, Sam Altman, am Rande des WELT KI Summit im Berliner Axel-Springer-Geb\u00e4ude.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Sam, Du bist ein Pionier der k\u00fcnstlichen Intelligenz, giltst als Genie. Welche Eigenschaft von Dir wird k\u00fcnstliche Intelligenz niemals ersetzen k\u00f6nnen? Die k\u00fcnstliche Intelligenz entwickelt sich ja rasant. Und wann genau, glaubst Du, wird es eine Superintelligenz geben, die in allen Eigenschaften schlauer ist als der Mensch?<\/p>\n<p><b>Sam Altman: <\/b>Ich denke, in vielerlei Hinsicht ist GPT-5 bereits kl\u00fcger als ich und als viele andere Menschen auch. GPT-5 kann sehr viele Dinge tun, aber viele Dinge, die Menschen ganz leicht fallen, kann es nicht. Und ich denke, so wird es einige Jahre lang bleiben: Wir werden sehen, dass KI-Systeme Dinge sehr gut k\u00f6nnen, und Menschen werden diese Werkzeuge nutzen und ihre menschlichen F\u00e4higkeiten und ihren Einfallsreichtum einbringen, was auf viele Arten sehr wichtig ist. Ich erwarte, dass die Entwicklung der F\u00e4higkeiten und des Fortschritts bei KI extrem steil bleibt. Wir haben in den zwei oder drei Jahren seit dem Start von ChatGPT \u2013 ist es wirklich schon drei Jahre her? \u2013 gesehen, wie viel leistungsf\u00e4higer die Modelle geworden sind.<\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Hast Du eine genaue Vorhersage, in welchem Jahr Du die Superintelligenz erwartest?<\/p>\n<p><b>Altman:<\/b> Eine Sache, die ich immer wieder gelernt habe, ist: Auch wenn wir sagen k\u00f6nnen, dass die Kurve sehr steil sein wird, sind sehr pr\u00e4zise Vorhersagen \u2013 es passiert in diesem Monat jenes Jahres \u2013 schwierig. Aber ich w\u00fcrde auf jeden Fall sagen: Bis zum Ende dieses Jahrzehnts, also bis 2030, w\u00e4re ich sehr \u00fcberrascht, wenn wir bis dahin keine Modelle haben, die au\u00dferordentlich leistungsf\u00e4hig sind und Dinge tun, die wir selbst nicht k\u00f6nnen. Ich w\u00e4re auch \u00fcberrascht, wenn wir 2026 nicht ein \u00e4hnliches Tempo des Fortschritts sehen w\u00fcrden wie 2024 und 2025. Das hei\u00dft, dass ich bis Ende 2026 Modelle erwarte, die \u2013 wenn wir sie heute h\u00e4tten \u2013 ziemlich erstaunlich w\u00e4ren.<\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Viele Experten glauben ja, dass ganze Berufsbilder verschwinden werden, vom Buchhalter bis zum Bankberater. Wie viel Prozent der Jobs, die es heute gibt, werden aus Deiner Sicht in absehbarer Zeit einfach verschwinden?<\/p>\n<p><b>Altman:<\/b> Innerhalb von 30 Jahren erwarte ich sehr viel Ver\u00e4nderung. Aber in 30 Jahren ver\u00e4ndern sich Jobs ohnehin st\u00e4ndig. Wenn man an T\u00e4tigkeiten denkt, die wir vor 30 Jahren gemacht haben und die es heute vielleicht gar nicht mehr gibt, oder an neue Berufe, die vor 30 Jahren schwer vorstellbar waren und heute allt\u00e4glich sind \u2013 ich erinnere mich an eine Statistik, die besagte, dass sich etwa alle 75 Jahre die H\u00e4lfte der Jobs in einer Gesellschaft austauscht \u2013 und das sogar ohne KI. Ich erwarte, dass das jetzt schneller passieren wird. Ich finde es hilfreich, \u00fcber den Prozentsatz der Aufgaben nachzudenken, die sich \u00e4ndern, nicht \u00fcber den Prozentsatz der Jobs. Es wird viele Berufe geben, bei denen sich vieles daran ver\u00e4ndert, was diesen Job ausmacht. KI kann Dinge viel besser erledigen. Sie kann Menschen die Freiheit verschaffen, zus\u00e4tzliche und andere Aufgaben zu erledigen. Es wird nat\u00fcrlich v\u00f6llig neue Jobs geben. Und viele bestehende Jobs werden vollst\u00e4ndig verschwinden und durch diese neuen ersetzt. Aber interessanter finde ich, wie hoch der Anteil der allt\u00e4glichen Aufgaben in allen Jobs sein wird, der von KI erledigt wird. Ich kann mir leicht eine Welt vorstellen, in der 30 bis 40 Prozent der Aufgaben, die heute in der Wirtschaft anfallen, in nicht allzu ferner Zukunft von KI erledigt werden.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Du bist dieses Jahr Vater geworden. Zu welcher Ausbildung w\u00fcrdest Du denn Deinem Sohn raten, damit sein Job in 30 Jahren nicht einfach von der KI ersetzt wird?<\/p>\n<p><b>Altman:<\/b> Es wird auf die Meta-F\u00e4higkeiten ankommen, man muss lernen zu lernen, sich anzupassen, widerstandsf\u00e4hig gegen\u00fcber viel Ver\u00e4nderung zu sein, herauszufinden, was Menschen wollen, wie man n\u00fctzliche Produkte und Dienste f\u00fcr sie macht, wie man mit der Welt interagiert. Ich bin sehr sicher, dass Menschen f\u00fcreinander weiterhin im Mittelpunkt stehen werden. Ich denke, das wird eine gro\u00dfartige Welt sein. Und ich bin genauso sicher, dass das menschliche Verlangen nach Neuem, der Wunsch, f\u00fcr andere n\u00fctzlich zu sein, der Wunsch, unsere Kreativit\u00e4t auszudr\u00fccken \u2013 all das ist grenzenlos. In all den bisherigen technologischen Revolutionen haben sich die Menschen zu Recht gefragt: Was werden wir alle tun? In der Industrialisierung kamen die Maschinen, wir sahen ihnen dabei zu, wie sie die Dinge taten, die wir fr\u00fcher taten, und fragten: Welche Rolle bleibt f\u00fcr uns? Und jede neue Generation nutzt ihre Kreativit\u00e4t, neue Ideen und all die Werkzeuge, die die vorherige Generation gebaut hat, um uns zu verbl\u00fcffen. Und ich bin sicher, meine Kinder werden das auch tun.<\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Du klingst sehr optimistisch, aber es gibt nat\u00fcrlich auch KI-Kritiker, die vor allem die dunkle Seite und die Gefahren sehen \u2013 zum Beispiel der bekannte KI-Forscher Eliezer Yudkowsky. Er sagt, das Verh\u00e4ltnis der Superintelligenz zum Menschen w\u00e4re ungef\u00e4hr so wie das Verh\u00e4ltnis des Menschen zu einer Ameise. Wir denken nicht dar\u00fcber nach, ob wir einen Ameisenhaufen zerst\u00f6ren. Wir tun es einfach, sofern er uns im Weg ist. Wie gro\u00df ist Deine pers\u00f6nliche Angst, dass die KI uns irgendwann wie Ameisen betrachtet und uns einfach zerst\u00f6rt?<\/p>\n<p><b>Altman: <\/b>Ich habe viele unterschiedliche Beschreibungen geh\u00f6rt, wie die Beziehung zwischen einer KI und der Menschheit aussehen wird. Meine liebste stammt von meinem Mitgr\u00fcnder Ilya Sutskever: Er sagte einmal, er hoffe, dass eine oder mehrere AGIs (<em>Allgemeine k\u00fcnstliche Intelligenz\/Superintelligenz, die Red.<\/em>) die Menschheit so behandeln w\u00fcrden wie ein liebevoller Elternteil. So wie Du die Frage gestellt hast, kam mir das in den Sinn. Ich finde, das ist eine besonders sch\u00f6ne Perspektive. Ich glaube, dass wir, wenn wir diese Frage \u00fcberhaupt stellen, AGI ein St\u00fcck weit vermenschlichen. Und ich glaube, dass dies ein Werkzeug sein wird, das enorm leistungsf\u00e4hig ist. Und selbst wenn die AGI keinen eigenen Willen hat, kann sie, wenn wir sie um etwas bitten, Nebenwirkungen haben, Konsequenzen, die wir nicht verstehen. Deshalb ist es sehr wichtig, sie an menschliche Werte auszurichten.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Kritiker werfen Dir ja vor, dass Du OpenAI von einer gemeinn\u00fctzigen Organisation, die die Risiken von KI erforschen sollte, zu einem kommerziellen Unternehmen umgebaut und dabei auch teilweise die Sicherheitsrisiken au\u00dfer Acht gelassen hast. Trifft Dich diese Kritik? St\u00f6rt Dich das? Oder denkst Du, man muss einfach manchmal vorangehen, wenn man Fortschritt erziehen will?<\/p>\n<p><b>Altman:<\/b> Erstens: Wir haben weiterhin eine gemeinn\u00fctzige Organisation, und das wird immer so sein. Ich hoffe und glaube, dass wir die am besten ausgestattete und hoffentlich wirkungsvollste gemeinn\u00fctzige Organisation aller Zeiten haben werden. Das ist f\u00fcr unsere Mission sehr wichtig. Ebenfalls wichtig ist die Governance-Rolle dieser Organisation und sicherzustellen, dass wir unserer Mission treu bleiben und Sicherheit, das Wohlergehen und den maximalen Nutzen f\u00fcr die Menschheit priorisieren. Wir haben offensichtlich Fehler gemacht, w\u00e4hrend wir diese neue Technologie entdeckt haben \u2013 und wir werden in Zukunft weitere machen. Aber insgesamt bin ich \u00e4u\u00dferst stolz auf die Bilanz unseres Teams: Darauf, dass wir herausfinden, wie man diese Dienste sicher, breit n\u00fctzlich und weit verbreitet anbietet. Eine unserer Kern\u00fcberzeugungen ist, dass es gro\u00dfartig f\u00fcr die Welt ist und zutiefst unserer Mission entspricht, wenn wir es schaffen, dieses Werkzeug zu bauen, es mit menschlichen Werten auszurichten und es dann in die H\u00e4nde der Menschen zu geben, damit sie all das ausdr\u00fccken k\u00f6nnen, was sie damit tun wollen.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> In Europa diskutiert man ja gerade sehr lebhaft \u00fcber den AI Act, um k\u00fcnstliche Intelligenz zu regulieren. Wie ist Dein Blick darauf? Sind die Regeln gut? Sind es zu viele Regeln oder sollte man die einfach wegwerfen? Du hast Dich gestern ja auch mit Bundeskanzler Friedrich Merz getroffen. Was hast Du mitgenommen aus diesem Gespr\u00e4ch?<\/p>\n<p><b>Altman: <\/b>Ich war sehr beeindruckt. Wir hatten eine gro\u00dfartige Diskussion \u00fcber die Notwendigkeit, in Deutschland Infrastruktur aufzubauen, um in Deutschland KI-Dienste anbieten zu k\u00f6nnen \u2013 von Deutschland, f\u00fcr Deutschland. Wir sind sehr begeistert \u00fcber unsere Ank\u00fcndigung gestern mit SAP und Microsoft, eine souver\u00e4ne Cloud f\u00fcr den deutschen \u00f6ffentlichen Sektor anzubieten, damit dieser neueste Modelle nutzen kann, bei gleichzeitiger Wahrung der digitalen Souver\u00e4nit\u00e4t. Dar\u00fcber haben wir auch ausf\u00fchrlich gesprochen.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Du sagst, er will Infrastruktur in Deutschland bauen. Das Problem ist, der Strom ist in Deutschland ungef\u00e4hr dreimal so teuer wie in den USA und f\u00fcnfmal so teuer wie in China. Ist Deutschland \u00fcberhaupt ein attraktiver Standort f\u00fcr OpenAI?<\/p>\n<p><b>Altman: <\/b>Energiekosten sind f\u00fcr KI sicherlich eine Herausforderung. Wir hatten jedoch auch eine gute Diskussion dar\u00fcber, wie man den Energiebedarf von KI adressiert. Und dar\u00fcber hinaus denke ich, dass der Einsatz von KI eine der besten Nutzungen von Energie sein wird \u2013 ob er nun in Deutschland stattfindet oder auf Servern, die irgendwo anders stehen, weil man die Rechenzentren hier nicht bauen m\u00f6chte, was eine sehr valide Entscheidung w\u00e4re. Die Bereitstellung von KI in Deutschland f\u00fcr deutsche Unternehmen und deutsche Verbraucher ist sehr wichtig. Deutschland ist unser gr\u00f6\u00dfter Markt in Europa, es ist unser f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfter Markt weltweit. Praktisch alle jungen Menschen in Deutschland nutzen ChatGPT. KI ist also da, die Menschen ziehen Nutzen daraus, und wir werden das weiterhin tun und die Energie-Herausforderungen angehen.<\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Was w\u00e4re denn Deine Empfehlung f\u00fcr Deutschland, wie man die Energiepreise senken k\u00f6nnte? Ist nicht zum Beispiel der Atomausstieg aus Deiner Sicht vollkommen irre?<\/p>\n<p><b>Altman: <\/b>Das ist die Sache der Menschen in Deutschland, und ich verstehe nicht alle lokalen Abw\u00e4gungen. Ich pers\u00f6nlich glaube, dass Kernenergie \u2013 fortgeschrittene Kernspaltung, das ganze Spektrum an Ans\u00e4tzen \u2013 eine der vielversprechendsten Energiequellen ist, und dass die Welt dem st\u00e4rker nachgehen sollte.<\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Im Rennen um k\u00fcnstliche Intelligente dominieren ganz klar die USA und China. Deutschland hinkt ziemlich hinterher. Was m\u00fcsste Deutschland tun, um aufzuholen im KI-Wettrennen?<\/p>\n<p><b>Altman: <\/b>Ich war gestern von meinen Treffen mit deutschen Vorstandschefs sehr beeindruckt. Ich denke, die Unternehmen hier planen wirklich, mutig auf KI zu setzen und sie in gro\u00dfem Stil einzusetzen. Sie glauben, dass KI dem, was sie tun, enormen Wert hinzuf\u00fcgen kann. Dasselbe habe ich von der Regierung \u00fcber ihre KI-Ambitionen geh\u00f6rt. Was wir bei der KI-Einf\u00fchrung in Deutschland sehen, ist unglaublich stark. Ich glaube, sie ist in den letzten 12 Monaten um das F\u00fcnffache gestiegen. Unglaublich. Ich bin diesbez\u00fcglich optimistisch.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Die ganze Welt schaut ja auf die Innovationen aus dem Hause OpenAI. Es soll demn\u00e4chst auch eine Hardware geben, ein OpenAI-Ger\u00e4t. Du hast daf\u00fcr fr\u00fcheren Apple-Stardesigner Jony Ive eingestellt. Das hei\u00dft, wir gehen davon aus, das Ger\u00e4t wird auf jeden Fall gut aussehen. Aber was wird das OpenAI-Ger\u00e4t k\u00f6nnen? Erz\u00e4hl uns doch ein bisschen was.<\/p>\n<p><b>Altman: <\/b>Das wird gut. Ich denke, wir haben seit Langem nur ein oder zwei gro\u00dfe Revolutionen darin erlebt, wie wir Computer benutzen. Wir hatten die Maus und die Tastatur und die Idee des Monitors mit einem Fenstersystem\u2014das war sicher ein Durchbruch. Dann hatten wir Touch-Ger\u00e4te, die das adaptiert haben, die Maus wegnahmen, es Ihnen erlaubten, einfach den Finger zu benutzen und dieses sehr pers\u00f6nliche Ger\u00e4t zu haben. Und das ist super, aber grunds\u00e4tzlich hatten wir noch nie etwas so M\u00e4chtiges wie KI. Computer k\u00f6nnen jetzt wirklich verstehen, was wir wollen, k\u00f6nnen denken \u2013 das hat uns erlaubt, neu zu \u00fcberlegen, was es bedeuten k\u00f6nnte, einen Computer zu benutzen. Wir erkunden das noch, es wird eine ganze Weile dauern. Aber im Laufe der Zeit erwarte ich, dass wir eine kleine Familie von Ger\u00e4ten bauen werden. Sie werden sicher gut aussehen, aber das ist nicht die Hauptsache. Ich hoffe, wenn wir hart arbeiten, wenn wir einen wirklich gro\u00dfartigen Job machen, werden sie ver\u00e4ndern, was es hei\u00dft, einen Computer zu benutzen \u2013 wie man arbeitet und wie man spielt und sein Leben lebt. Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns und es gibt viel zu entdecken bis dahin.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Jetzt hast Du mich nat\u00fcrlich neugierig gemacht, da muss ich nachfragen: Sag mir eine Eigenschaft oder eine F\u00e4higkeit, die so ein Ger\u00e4t haben k\u00f6nnte, ein Beispiel.<\/p>\n<p><b>Altman:<\/b> Heute muss man herumklicken, wenn man auf einem Computer eine Aufgabe erledigen will. Man muss zwischen vielen Anwendungen wechseln. Wenn es eine schwierige Aufgabe ist, kann das eine Weile dauern. Eines der Versprechen von KI ist, dass man etwas Komplexes sagen kann, das \u00fcber den Verlauf eines Tages oder eines Monats oder sogar eines Jahres erledigt werden muss, und man kann einfach darauf vertrauen, dass der Computer es versteht, es erledigt und sich meldet, wenn er Hilfe braucht. Man kann sich vorstellen, dem Computer eine sehr nuancierte, komplexe, aber kurze Anweisung zu geben und dann darauf zu vertrauen, dass er das Richtige tut und sich meldet, wenn er Hilfe braucht. Und das w\u00fcrde v\u00f6llig ver\u00e4ndern, wie sich die Nutzung des Computers anf\u00fchlt \u2013 statt eine Menge Apps zu starten und st\u00e4ndig Benachrichtigungen zu bekommen. <\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> In der Tech-Industrie, in den USA, herrschte lange ein liberal-demokratischer Grundton. Jetzt f\u00e4llt auf, viele Tech-Gurus, Tech-Bosse zeigen sich auch mit Donald Trump. Du warst ja auch direkt am Tag nach seiner Amtseinf\u00fchrung schon im Wei\u00dfen Haus, hast da eine gro\u00dfe Initiative verk\u00fcndet. Wie erkl\u00e4rst Du Dir diesen politischen Vibeshift in der Tech-Industrie? Warum sind jetzt pl\u00f6tzlich alle doch ganz gerne mit Trump zu sehen?<\/p>\n<p><b>Altman: <\/b>Erstens denke ich, die Tech-Industrie sollte immer mit dem jeweiligen amerikanischen Pr\u00e4sidenten zusammenarbeiten. In diesem speziellen Fall gab es, wie ich finde, einige willkommene politische Ver\u00e4nderungen. Die M\u00f6glichkeit, Infrastruktur in den Vereinigten Staaten zu bauen, was ziemlich schwierig war und f\u00fcr Unternehmen wie unseres sehr wichtig ist, hat Pr\u00e4sident Trump in bemerkenswerter Weise unterst\u00fctzt. Und ein allgemein unternehmens- und technologiefreundlicheres Klima ist ebenfalls eine willkommene Ver\u00e4nderung, denke ich. So w\u00fcrde ich das beschreiben.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Die USA sind sehr polarisiert, geradezu gespalten. Ich habe selbst ein paar Jahre dort gelebt und das miterlebt, wie aufgeheizt die Stimmung ist. Wie findest Du die Idee, statt eines US-Pr\u00e4sidenten k\u00fcnftig einfach eine k\u00fcnstliche Intelligenz regieren zu lassen?<\/p>\n<p><b>Altman:<\/b> Ich glaube nicht, dass die Menschen das in absehbarer Zeit wollen. Ich erwarte allerdings, dass Pr\u00e4sidenten und F\u00fchrungspersonen weltweit KI zunehmend nutzen werden, um ihnen bei komplexen Entscheidungen zu helfen. Aber ich denke, wir alle wollen am Ende dennoch einen Menschen, der das abzeichnet.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Du hast vorhin erw\u00e4hnt, wie viele Menschen in Deutschland ChatGPT schon nutzen. Ich habe mir das mal im Detail angeschaut. Viele Deutsche holen sich sogar Beziehungstipps von ChatGPT. Hast Du Deinen eigenen Bot auch schon mal um Hilfe gebeten in Beziehungsfragen?<\/p>\n<p><b>Altman: <\/b>Ich nutze die KI daf\u00fcr nicht so stark wie andere. Ich habe es ausprobiert, aber nein, das ist nicht einer meiner gro\u00dfen pers\u00f6nlichen Anwendungsf\u00e4lle. Es ist ganz offensichtlich etwas, wof\u00fcr viele Leute es verwenden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Macht k\u00fcnstliche Intelligenz (KI) unser Leben leichter oder kostet uns KI am Ende den Job? Bringt KI Fortschritt in Bereichen wie Forschung und Medizin oder bedroht KI m\u00f6glicherweise sogar unsere Existenz? 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Bringt KI Fortschritt in Bereichen wie Forschung und Medizin oder bedroht KI m\u00f6glicherweise sogar unsere Existenz? Und wie tickt der Mann, der mit seiner Erfindung ChatGPT die Welt und auch unser Leben ver\u00e4ndert hat? Ein Gespr\u00e4ch mit dem Tr\u00e4ger des Axel Springer Awards 2025, dem Gr\u00fcnder und Vorstandschef von OpenAI, Sam Altman, am Rande des WELT KI Summit im Berliner Axel-Springer-Geb\u00e4ude.WELT: Sam, Du bist ein Pionier der k\u00fcnstlichen Intelligenz, giltst als Genie. Welche Eigenschaft von Dir wird k\u00fcnstliche Intelligenz niemals ersetzen k\u00f6nnen? Die k\u00fcnstliche Intelligenz entwickelt sich ja rasant. Und wann genau, glaubst Du, wird es eine Superintelligenz geben, die in allen Eigenschaften schlauer ist als der Mensch?Sam Altman: Ich denke, in vielerlei Hinsicht ist GPT-5 bereits kl\u00fcger als ich und als viele andere Menschen auch. GPT-5 kann sehr viele Dinge tun, aber viele Dinge, die Menschen ganz leicht fallen, kann es nicht. Und ich denke, so wird es einige Jahre lang bleiben: Wir werden sehen, dass KI-Systeme Dinge sehr gut k\u00f6nnen, und Menschen werden diese Werkzeuge nutzen und ihre menschlichen F\u00e4higkeiten und ihren Einfallsreichtum einbringen, was auf viele Arten sehr wichtig ist. Ich erwarte, dass die Entwicklung der F\u00e4higkeiten und des Fortschritts bei KI extrem steil bleibt. Wir haben in den zwei oder drei Jahren seit dem Start von ChatGPT \u2013 ist es wirklich schon drei Jahre her? \u2013 gesehen, wie viel leistungsf\u00e4higer die Modelle geworden sind.WELT: Hast Du eine genaue Vorhersage, in welchem Jahr Du die Superintelligenz erwartest?Altman: Eine Sache, die ich immer wieder gelernt habe, ist: Auch wenn wir sagen k\u00f6nnen, dass die Kurve sehr steil sein wird, sind sehr pr\u00e4zise Vorhersagen \u2013 es passiert in diesem Monat jenes Jahres \u2013 schwierig. Aber ich w\u00fcrde auf jeden Fall sagen: Bis zum Ende dieses Jahrzehnts, also bis 2030, w\u00e4re ich sehr \u00fcberrascht, wenn wir bis dahin keine Modelle haben, die au\u00dferordentlich leistungsf\u00e4hig sind und Dinge tun, die wir selbst nicht k\u00f6nnen. Ich w\u00e4re auch \u00fcberrascht, wenn wir 2026 nicht ein \u00e4hnliches Tempo des Fortschritts sehen w\u00fcrden wie 2024 und 2025. Das hei\u00dft, dass ich bis Ende 2026 Modelle erwarte, die \u2013 wenn wir sie heute h\u00e4tten \u2013 ziemlich erstaunlich w\u00e4ren.WELT: Viele Experten glauben ja, dass ganze Berufsbilder verschwinden werden, vom Buchhalter bis zum Bankberater. Wie viel Prozent der Jobs, die es heute gibt, werden aus Deiner Sicht in absehbarer Zeit einfach verschwinden?Altman: Innerhalb von 30 Jahren erwarte ich sehr viel Ver\u00e4nderung. Aber in 30 Jahren ver\u00e4ndern sich Jobs ohnehin st\u00e4ndig. Wenn man an T\u00e4tigkeiten denkt, die wir vor 30 Jahren gemacht haben und die es heute vielleicht gar nicht mehr gibt, oder an neue Berufe, die vor 30 Jahren schwer vorstellbar waren und heute allt\u00e4glich sind \u2013 ich erinnere mich an eine Statistik, die besagte, dass sich etwa alle 75 Jahre die H\u00e4lfte der Jobs in einer Gesellschaft austauscht \u2013 und das sogar ohne KI. Ich erwarte, dass das jetzt schneller passieren wird. Ich finde es hilfreich, \u00fcber den Prozentsatz der Aufgaben nachzudenken, die sich \u00e4ndern, nicht \u00fcber den Prozentsatz der Jobs. Es wird viele Berufe geben, bei denen sich vieles daran ver\u00e4ndert, was diesen Job ausmacht. KI kann Dinge viel besser erledigen. Sie kann Menschen die Freiheit verschaffen, zus\u00e4tzliche und andere Aufgaben zu erledigen. Es wird nat\u00fcrlich v\u00f6llig neue Jobs geben. Und viele bestehende Jobs werden vollst\u00e4ndig verschwinden und durch diese neuen ersetzt. Aber interessanter finde ich, wie hoch der Anteil der allt\u00e4glichen Aufgaben in allen Jobs sein wird, der von KI erledigt wird. Ich kann mir leicht eine Welt vorstellen, in der 30 bis 40 Prozent der Aufgaben, die heute in der Wirtschaft anfallen, in nicht allzu ferner Zukunft von KI erledigt werden.WELT: Du bist dieses Jahr Vater geworden. Zu welcher Ausbildung w\u00fcrdest Du denn Deinem Sohn raten, damit sein Job in 30 Jahren nicht einfach von der KI ersetzt wird?Altman: Es wird auf die Meta-F\u00e4higkeiten ankommen, man muss lernen zu lernen, sich anzupassen, widerstandsf\u00e4hig gegen\u00fcber viel Ver\u00e4nderung zu sein, herauszufinden, was Menschen wollen, wie man n\u00fctzliche Produkte und Dienste f\u00fcr sie macht, wie man mit der Welt interagiert. Ich bin sehr sicher, dass Menschen f\u00fcreinander weiterhin im Mittelpunkt stehen werden. Ich denke, das wird eine gro\u00dfartige Welt sein. Und ich bin genauso sicher, dass das menschliche Verlangen nach Neuem, der Wunsch, f\u00fcr andere n\u00fctzlich zu sein, der Wunsch, unsere Kreativit\u00e4t auszudr\u00fccken \u2013 all das ist grenzenlos. In all den bisherigen technologischen Revolutionen haben sich die Menschen zu Recht gefragt: Was werden wir alle tun? In der Industrialisierung kamen die Maschinen, wir sahen ihnen dabei zu, wie sie die Dinge taten, die wir fr\u00fcher taten, und fragten: Welche Rolle bleibt f\u00fcr uns? Und jede neue Generation nutzt ihre Kreativit\u00e4t, neue Ideen und all die Werkzeuge, die die vorherige Generation gebaut hat, um uns zu verbl\u00fcffen. Und ich bin sicher, meine Kinder werden das auch tun.WELT: Du klingst sehr optimistisch, aber es gibt nat\u00fcrlich auch KI-Kritiker, die vor allem die dunkle Seite und die Gefahren sehen \u2013 zum Beispiel der bekannte KI-Forscher Eliezer Yudkowsky. Er sagt, das Verh\u00e4ltnis der Superintelligenz zum Menschen w\u00e4re ungef\u00e4hr so wie das Verh\u00e4ltnis des Menschen zu einer Ameise. Wir denken nicht dar\u00fcber nach, ob wir einen Ameisenhaufen zerst\u00f6ren. Wir tun es einfach, sofern er uns im Weg ist. Wie gro\u00df ist Deine pers\u00f6nliche Angst, dass die KI uns irgendwann wie Ameisen betrachtet und uns einfach zerst\u00f6rt?Altman: Ich habe viele unterschiedliche Beschreibungen geh\u00f6rt, wie die Beziehung zwischen einer KI und der Menschheit aussehen wird. Meine liebste stammt von meinem Mitgr\u00fcnder Ilya Sutskever: Er sagte einmal, er hoffe, dass eine oder mehrere AGIs (Allgemeine k\u00fcnstliche Intelligenz\/Superintelligenz, die Red.) die Menschheit so behandeln w\u00fcrden wie ein liebevoller Elternteil. So wie Du die Frage gestellt hast, kam mir das in den Sinn. Ich finde, das ist eine besonders sch\u00f6ne Perspektive. Ich glaube, dass wir, wenn wir diese Frage \u00fcberhaupt stellen, AGI ein St\u00fcck weit vermenschlichen. Und ich glaube, dass dies ein Werkzeug sein wird, das enorm leistungsf\u00e4hig ist. Und selbst wenn die AGI keinen eigenen Willen hat, kann sie, wenn wir sie um etwas bitten, Nebenwirkungen haben, Konsequenzen, die wir nicht verstehen. Deshalb ist es sehr wichtig, sie an menschliche Werte auszurichten.WELT: Kritiker werfen Dir ja vor, dass Du OpenAI von einer gemeinn\u00fctzigen Organisation, die die Risiken von KI erforschen sollte, zu einem kommerziellen Unternehmen umgebaut und dabei auch teilweise die Sicherheitsrisiken au\u00dfer Acht gelassen hast. Trifft Dich diese Kritik? St\u00f6rt Dich das? Oder denkst Du, man muss einfach manchmal vorangehen, wenn man Fortschritt erziehen will?Altman: Erstens: Wir haben weiterhin eine gemeinn\u00fctzige Organisation, und das wird immer so sein. Ich hoffe und glaube, dass wir die am besten ausgestattete und hoffentlich wirkungsvollste gemeinn\u00fctzige Organisation aller Zeiten haben werden. Das ist f\u00fcr unsere Mission sehr wichtig. Ebenfalls wichtig ist die Governance-Rolle dieser Organisation und sicherzustellen, dass wir unserer Mission treu bleiben und Sicherheit, das Wohlergehen und den maximalen Nutzen f\u00fcr die Menschheit priorisieren. Wir haben offensichtlich Fehler gemacht, w\u00e4hrend wir diese neue Technologie entdeckt haben \u2013 und wir werden in Zukunft weitere machen. Aber insgesamt bin ich \u00e4u\u00dferst stolz auf die Bilanz unseres Teams: Darauf, dass wir herausfinden, wie man diese Dienste sicher, breit n\u00fctzlich und weit verbreitet anbietet. Eine unserer Kern\u00fcberzeugungen ist, dass es gro\u00dfartig f\u00fcr die Welt ist und zutiefst unserer Mission entspricht, wenn wir es schaffen, dieses Werkzeug zu bauen, es mit menschlichen Werten auszurichten und es dann in die H\u00e4nde der Menschen zu geben, damit sie all das ausdr\u00fccken k\u00f6nnen, was sie damit tun wollen.WELT: In Europa diskutiert man ja gerade sehr lebhaft \u00fcber den AI Act, um k\u00fcnstliche Intelligenz zu regulieren. Wie ist Dein Blick darauf? Sind die Regeln gut? Sind es zu viele Regeln oder sollte man die einfach wegwerfen? Du hast Dich gestern ja auch mit Bundeskanzler Friedrich Merz getroffen. Was hast Du mitgenommen aus diesem Gespr\u00e4ch?Altman: Ich war sehr beeindruckt. Wir hatten eine gro\u00dfartige Diskussion \u00fcber die Notwendigkeit, in Deutschland Infrastruktur aufzubauen, um in Deutschland KI-Dienste anbieten zu k\u00f6nnen \u2013 von Deutschland, f\u00fcr Deutschland. Wir sind sehr begeistert \u00fcber unsere Ank\u00fcndigung gestern mit SAP und Microsoft, eine souver\u00e4ne Cloud f\u00fcr den deutschen \u00f6ffentlichen Sektor anzubieten, damit dieser neueste Modelle nutzen kann, bei gleichzeitiger Wahrung der digitalen Souver\u00e4nit\u00e4t. Dar\u00fcber haben wir auch ausf\u00fchrlich gesprochen.WELT: Du sagst, er will Infrastruktur in Deutschland bauen. Das Problem ist, der Strom ist in Deutschland ungef\u00e4hr dreimal so teuer wie in den USA und f\u00fcnfmal so teuer wie in China. Ist Deutschland \u00fcberhaupt ein attraktiver Standort f\u00fcr OpenAI?Altman: Energiekosten sind f\u00fcr KI sicherlich eine Herausforderung. Wir hatten jedoch auch eine gute Diskussion dar\u00fcber, wie man den Energiebedarf von KI adressiert. Und dar\u00fcber hinaus denke ich, dass der Einsatz von KI eine der besten Nutzungen von Energie sein wird \u2013 ob er nun in Deutschland stattfindet oder auf Servern, die irgendwo anders stehen, weil man die Rechenzentren hier nicht bauen m\u00f6chte, was eine sehr valide Entscheidung w\u00e4re. Die Bereitstellung von KI in Deutschland f\u00fcr deutsche Unternehmen und deutsche Verbraucher ist sehr wichtig. Deutschland ist unser gr\u00f6\u00dfter Markt in Europa, es ist unser f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfter Markt weltweit. Praktisch alle jungen Menschen in Deutschland nutzen ChatGPT. KI ist also da, die Menschen ziehen Nutzen daraus, und wir werden das weiterhin tun und die Energie-Herausforderungen angehen.WELT: Was w\u00e4re denn Deine Empfehlung f\u00fcr Deutschland, wie man die Energiepreise senken k\u00f6nnte? Ist nicht zum Beispiel der Atomausstieg aus Deiner Sicht vollkommen irre?Altman: Das ist die Sache der Menschen in Deutschland, und ich verstehe nicht alle lokalen Abw\u00e4gungen. Ich pers\u00f6nlich glaube, dass Kernenergie \u2013 fortgeschrittene Kernspaltung, das ganze Spektrum an Ans\u00e4tzen \u2013 eine der vielversprechendsten Energiequellen ist, und dass die Welt dem st\u00e4rker nachgehen sollte.WELT: Im Rennen um k\u00fcnstliche Intelligente dominieren ganz klar die USA und China. Deutschland hinkt ziemlich hinterher. Was m\u00fcsste Deutschland tun, um aufzuholen im KI-Wettrennen?Altman: Ich war gestern von meinen Treffen mit deutschen Vorstandschefs sehr beeindruckt. Ich denke, die Unternehmen hier planen wirklich, mutig auf KI zu setzen und sie in gro\u00dfem Stil einzusetzen. Sie glauben, dass KI dem, was sie tun, enormen Wert hinzuf\u00fcgen kann. Dasselbe habe ich von der Regierung \u00fcber ihre KI-Ambitionen geh\u00f6rt. Was wir bei der KI-Einf\u00fchrung in Deutschland sehen, ist unglaublich stark. Ich glaube, sie ist in den letzten 12 Monaten um das F\u00fcnffache gestiegen. Unglaublich. Ich bin diesbez\u00fcglich optimistisch.WELT: Die ganze Welt schaut ja auf die Innovationen aus dem Hause OpenAI. Es soll demn\u00e4chst auch eine Hardware geben, ein OpenAI-Ger\u00e4t. Du hast daf\u00fcr fr\u00fcheren Apple-Stardesigner Jony Ive eingestellt. Das hei\u00dft, wir gehen davon aus, das Ger\u00e4t wird auf jeden Fall gut aussehen. Aber was wird das OpenAI-Ger\u00e4t k\u00f6nnen? Erz\u00e4hl uns doch ein bisschen was.Altman: Das wird gut. Ich denke, wir haben seit Langem nur ein oder zwei gro\u00dfe Revolutionen darin erlebt, wie wir Computer benutzen. Wir hatten die Maus und die Tastatur und die Idee des Monitors mit einem Fenstersystem\u2014das war sicher ein Durchbruch. Dann hatten wir Touch-Ger\u00e4te, die das adaptiert haben, die Maus wegnahmen, es Ihnen erlaubten, einfach den Finger zu benutzen und dieses sehr pers\u00f6nliche Ger\u00e4t zu haben. Und das ist super, aber grunds\u00e4tzlich hatten wir noch nie etwas so M\u00e4chtiges wie KI. Computer k\u00f6nnen jetzt wirklich verstehen, was wir wollen, k\u00f6nnen denken \u2013 das hat uns erlaubt, neu zu \u00fcberlegen, was es bedeuten k\u00f6nnte, einen Computer zu benutzen. Wir erkunden das noch, es wird eine ganze Weile dauern. Aber im Laufe der Zeit erwarte ich, dass wir eine kleine Familie von Ger\u00e4ten bauen werden. Sie werden sicher gut aussehen, aber das ist nicht die Hauptsache. Ich hoffe, wenn wir hart arbeiten, wenn wir einen wirklich gro\u00dfartigen Job machen, werden sie ver\u00e4ndern, was es hei\u00dft, einen Computer zu benutzen \u2013 wie man arbeitet und wie man spielt und sein Leben lebt. Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns und es gibt viel zu entdecken bis dahin.WELT: Jetzt hast Du mich nat\u00fcrlich neugierig gemacht, da muss ich nachfragen: Sag mir eine Eigenschaft oder eine F\u00e4higkeit, die so ein Ger\u00e4t haben k\u00f6nnte, ein Beispiel.Altman: Heute muss man herumklicken, wenn man auf einem Computer eine Aufgabe erledigen will. Man muss zwischen vielen Anwendungen wechseln. Wenn es eine schwierige Aufgabe ist, kann das eine Weile dauern. Eines der Versprechen von KI ist, dass man etwas Komplexes sagen kann, das \u00fcber den Verlauf eines Tages oder eines Monats oder sogar eines Jahres erledigt werden muss, und man kann einfach darauf vertrauen, dass der Computer es versteht, es erledigt und sich meldet, wenn er Hilfe braucht. Man kann sich vorstellen, dem Computer eine sehr nuancierte, komplexe, aber kurze Anweisung zu geben und dann darauf zu vertrauen, dass er das Richtige tut und sich meldet, wenn er Hilfe braucht. Und das w\u00fcrde v\u00f6llig ver\u00e4ndern, wie sich die Nutzung des Computers anf\u00fchlt \u2013 statt eine Menge Apps zu starten und st\u00e4ndig Benachrichtigungen zu bekommen. WELT: In der Tech-Industrie, in den USA, herrschte lange ein liberal-demokratischer Grundton. Jetzt f\u00e4llt auf, viele Tech-Gurus, Tech-Bosse zeigen sich auch mit Donald Trump. Du warst ja auch direkt am Tag nach seiner Amtseinf\u00fchrung schon im Wei\u00dfen Haus, hast da eine gro\u00dfe Initiative verk\u00fcndet. Wie erkl\u00e4rst Du Dir diesen politischen Vibeshift in der Tech-Industrie? Warum sind jetzt pl\u00f6tzlich alle doch ganz gerne mit Trump zu sehen?Altman: Erstens denke ich, die Tech-Industrie sollte immer mit dem jeweiligen amerikanischen Pr\u00e4sidenten zusammenarbeiten. In diesem speziellen Fall gab es, wie ich finde, einige willkommene politische Ver\u00e4nderungen. Die M\u00f6glichkeit, Infrastruktur in den Vereinigten Staaten zu bauen, was ziemlich schwierig war und f\u00fcr Unternehmen wie unseres sehr wichtig ist, hat Pr\u00e4sident Trump in bemerkenswerter Weise unterst\u00fctzt. Und ein allgemein unternehmens- und technologiefreundlicheres Klima ist ebenfalls eine willkommene Ver\u00e4nderung, denke ich. So w\u00fcrde ich das beschreiben.WELT: Die USA sind sehr polarisiert, geradezu gespalten. Ich habe selbst ein paar Jahre dort gelebt und das miterlebt, wie aufgeheizt die Stimmung ist. Wie findest Du die Idee, statt eines US-Pr\u00e4sidenten k\u00fcnftig einfach eine k\u00fcnstliche Intelligenz regieren zu lassen?Altman: Ich glaube nicht, dass die Menschen das in absehbarer Zeit wollen. Ich erwarte allerdings, dass Pr\u00e4sidenten und F\u00fchrungspersonen weltweit KI zunehmend nutzen werden, um ihnen bei komplexen Entscheidungen zu helfen. Aber ich denke, wir alle wollen am Ende dennoch einen Menschen, der das abzeichnet.WELT: Du hast vorhin erw\u00e4hnt, wie viele Menschen in Deutschland ChatGPT schon nutzen. Ich habe mir das mal im Detail angeschaut. Viele Deutsche holen sich sogar Beziehungstipps von ChatGPT. Hast Du Deinen eigenen Bot auch schon mal um Hilfe gebeten in Beziehungsfragen?Altman: Ich nutze die KI daf\u00fcr nicht so stark wie andere. Ich habe es ausprobiert, aber nein, das ist nicht einer meiner gro\u00dfen pers\u00f6nlichen Anwendungsf\u00e4lle. Es ist ganz offensichtlich etwas, wof\u00fcr viele Leute es verwenden.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"noindex, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Das Jahr der Superintelligenz? \u201eBis 2030 tun Modelle Dinge, die wir selbst nicht k\u00f6nnen\u201c - vof-news.eu\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Macht k\u00fcnstliche Intelligenz (KI) unser Leben leichter oder kostet uns KI am Ende den Job? Bringt KI Fortschritt in Bereichen wie Forschung und Medizin oder bedroht KI m\u00f6glicherweise sogar unsere Existenz? Und wie tickt der Mann, der mit seiner Erfindung ChatGPT die Welt und auch unser Leben ver\u00e4ndert hat? Ein Gespr\u00e4ch mit dem Tr\u00e4ger des Axel Springer Awards 2025, dem Gr\u00fcnder und Vorstandschef von OpenAI, Sam Altman, am Rande des WELT KI Summit im Berliner Axel-Springer-Geb\u00e4ude.WELT: Sam, Du bist ein Pionier der k\u00fcnstlichen Intelligenz, giltst als Genie. Welche Eigenschaft von Dir wird k\u00fcnstliche Intelligenz niemals ersetzen k\u00f6nnen? Die k\u00fcnstliche Intelligenz entwickelt sich ja rasant. Und wann genau, glaubst Du, wird es eine Superintelligenz geben, die in allen Eigenschaften schlauer ist als der Mensch?Sam Altman: Ich denke, in vielerlei Hinsicht ist GPT-5 bereits kl\u00fcger als ich und als viele andere Menschen auch. GPT-5 kann sehr viele Dinge tun, aber viele Dinge, die Menschen ganz leicht fallen, kann es nicht. Und ich denke, so wird es einige Jahre lang bleiben: Wir werden sehen, dass KI-Systeme Dinge sehr gut k\u00f6nnen, und Menschen werden diese Werkzeuge nutzen und ihre menschlichen F\u00e4higkeiten und ihren Einfallsreichtum einbringen, was auf viele Arten sehr wichtig ist. Ich erwarte, dass die Entwicklung der F\u00e4higkeiten und des Fortschritts bei KI extrem steil bleibt. Wir haben in den zwei oder drei Jahren seit dem Start von ChatGPT \u2013 ist es wirklich schon drei Jahre her? \u2013 gesehen, wie viel leistungsf\u00e4higer die Modelle geworden sind.WELT: Hast Du eine genaue Vorhersage, in welchem Jahr Du die Superintelligenz erwartest?Altman: Eine Sache, die ich immer wieder gelernt habe, ist: Auch wenn wir sagen k\u00f6nnen, dass die Kurve sehr steil sein wird, sind sehr pr\u00e4zise Vorhersagen \u2013 es passiert in diesem Monat jenes Jahres \u2013 schwierig. Aber ich w\u00fcrde auf jeden Fall sagen: Bis zum Ende dieses Jahrzehnts, also bis 2030, w\u00e4re ich sehr \u00fcberrascht, wenn wir bis dahin keine Modelle haben, die au\u00dferordentlich leistungsf\u00e4hig sind und Dinge tun, die wir selbst nicht k\u00f6nnen. Ich w\u00e4re auch \u00fcberrascht, wenn wir 2026 nicht ein \u00e4hnliches Tempo des Fortschritts sehen w\u00fcrden wie 2024 und 2025. Das hei\u00dft, dass ich bis Ende 2026 Modelle erwarte, die \u2013 wenn wir sie heute h\u00e4tten \u2013 ziemlich erstaunlich w\u00e4ren.WELT: Viele Experten glauben ja, dass ganze Berufsbilder verschwinden werden, vom Buchhalter bis zum Bankberater. Wie viel Prozent der Jobs, die es heute gibt, werden aus Deiner Sicht in absehbarer Zeit einfach verschwinden?Altman: Innerhalb von 30 Jahren erwarte ich sehr viel Ver\u00e4nderung. Aber in 30 Jahren ver\u00e4ndern sich Jobs ohnehin st\u00e4ndig. Wenn man an T\u00e4tigkeiten denkt, die wir vor 30 Jahren gemacht haben und die es heute vielleicht gar nicht mehr gibt, oder an neue Berufe, die vor 30 Jahren schwer vorstellbar waren und heute allt\u00e4glich sind \u2013 ich erinnere mich an eine Statistik, die besagte, dass sich etwa alle 75 Jahre die H\u00e4lfte der Jobs in einer Gesellschaft austauscht \u2013 und das sogar ohne KI. Ich erwarte, dass das jetzt schneller passieren wird. Ich finde es hilfreich, \u00fcber den Prozentsatz der Aufgaben nachzudenken, die sich \u00e4ndern, nicht \u00fcber den Prozentsatz der Jobs. Es wird viele Berufe geben, bei denen sich vieles daran ver\u00e4ndert, was diesen Job ausmacht. KI kann Dinge viel besser erledigen. Sie kann Menschen die Freiheit verschaffen, zus\u00e4tzliche und andere Aufgaben zu erledigen. Es wird nat\u00fcrlich v\u00f6llig neue Jobs geben. Und viele bestehende Jobs werden vollst\u00e4ndig verschwinden und durch diese neuen ersetzt. Aber interessanter finde ich, wie hoch der Anteil der allt\u00e4glichen Aufgaben in allen Jobs sein wird, der von KI erledigt wird. Ich kann mir leicht eine Welt vorstellen, in der 30 bis 40 Prozent der Aufgaben, die heute in der Wirtschaft anfallen, in nicht allzu ferner Zukunft von KI erledigt werden.WELT: Du bist dieses Jahr Vater geworden. Zu welcher Ausbildung w\u00fcrdest Du denn Deinem Sohn raten, damit sein Job in 30 Jahren nicht einfach von der KI ersetzt wird?Altman: Es wird auf die Meta-F\u00e4higkeiten ankommen, man muss lernen zu lernen, sich anzupassen, widerstandsf\u00e4hig gegen\u00fcber viel Ver\u00e4nderung zu sein, herauszufinden, was Menschen wollen, wie man n\u00fctzliche Produkte und Dienste f\u00fcr sie macht, wie man mit der Welt interagiert. Ich bin sehr sicher, dass Menschen f\u00fcreinander weiterhin im Mittelpunkt stehen werden. Ich denke, das wird eine gro\u00dfartige Welt sein. Und ich bin genauso sicher, dass das menschliche Verlangen nach Neuem, der Wunsch, f\u00fcr andere n\u00fctzlich zu sein, der Wunsch, unsere Kreativit\u00e4t auszudr\u00fccken \u2013 all das ist grenzenlos. In all den bisherigen technologischen Revolutionen haben sich die Menschen zu Recht gefragt: Was werden wir alle tun? In der Industrialisierung kamen die Maschinen, wir sahen ihnen dabei zu, wie sie die Dinge taten, die wir fr\u00fcher taten, und fragten: Welche Rolle bleibt f\u00fcr uns? Und jede neue Generation nutzt ihre Kreativit\u00e4t, neue Ideen und all die Werkzeuge, die die vorherige Generation gebaut hat, um uns zu verbl\u00fcffen. Und ich bin sicher, meine Kinder werden das auch tun.WELT: Du klingst sehr optimistisch, aber es gibt nat\u00fcrlich auch KI-Kritiker, die vor allem die dunkle Seite und die Gefahren sehen \u2013 zum Beispiel der bekannte KI-Forscher Eliezer Yudkowsky. Er sagt, das Verh\u00e4ltnis der Superintelligenz zum Menschen w\u00e4re ungef\u00e4hr so wie das Verh\u00e4ltnis des Menschen zu einer Ameise. Wir denken nicht dar\u00fcber nach, ob wir einen Ameisenhaufen zerst\u00f6ren. Wir tun es einfach, sofern er uns im Weg ist. Wie gro\u00df ist Deine pers\u00f6nliche Angst, dass die KI uns irgendwann wie Ameisen betrachtet und uns einfach zerst\u00f6rt?Altman: Ich habe viele unterschiedliche Beschreibungen geh\u00f6rt, wie die Beziehung zwischen einer KI und der Menschheit aussehen wird. Meine liebste stammt von meinem Mitgr\u00fcnder Ilya Sutskever: Er sagte einmal, er hoffe, dass eine oder mehrere AGIs (Allgemeine k\u00fcnstliche Intelligenz\/Superintelligenz, die Red.) die Menschheit so behandeln w\u00fcrden wie ein liebevoller Elternteil. So wie Du die Frage gestellt hast, kam mir das in den Sinn. Ich finde, das ist eine besonders sch\u00f6ne Perspektive. Ich glaube, dass wir, wenn wir diese Frage \u00fcberhaupt stellen, AGI ein St\u00fcck weit vermenschlichen. Und ich glaube, dass dies ein Werkzeug sein wird, das enorm leistungsf\u00e4hig ist. Und selbst wenn die AGI keinen eigenen Willen hat, kann sie, wenn wir sie um etwas bitten, Nebenwirkungen haben, Konsequenzen, die wir nicht verstehen. Deshalb ist es sehr wichtig, sie an menschliche Werte auszurichten.WELT: Kritiker werfen Dir ja vor, dass Du OpenAI von einer gemeinn\u00fctzigen Organisation, die die Risiken von KI erforschen sollte, zu einem kommerziellen Unternehmen umgebaut und dabei auch teilweise die Sicherheitsrisiken au\u00dfer Acht gelassen hast. Trifft Dich diese Kritik? St\u00f6rt Dich das? Oder denkst Du, man muss einfach manchmal vorangehen, wenn man Fortschritt erziehen will?Altman: Erstens: Wir haben weiterhin eine gemeinn\u00fctzige Organisation, und das wird immer so sein. Ich hoffe und glaube, dass wir die am besten ausgestattete und hoffentlich wirkungsvollste gemeinn\u00fctzige Organisation aller Zeiten haben werden. Das ist f\u00fcr unsere Mission sehr wichtig. Ebenfalls wichtig ist die Governance-Rolle dieser Organisation und sicherzustellen, dass wir unserer Mission treu bleiben und Sicherheit, das Wohlergehen und den maximalen Nutzen f\u00fcr die Menschheit priorisieren. Wir haben offensichtlich Fehler gemacht, w\u00e4hrend wir diese neue Technologie entdeckt haben \u2013 und wir werden in Zukunft weitere machen. Aber insgesamt bin ich \u00e4u\u00dferst stolz auf die Bilanz unseres Teams: Darauf, dass wir herausfinden, wie man diese Dienste sicher, breit n\u00fctzlich und weit verbreitet anbietet. Eine unserer Kern\u00fcberzeugungen ist, dass es gro\u00dfartig f\u00fcr die Welt ist und zutiefst unserer Mission entspricht, wenn wir es schaffen, dieses Werkzeug zu bauen, es mit menschlichen Werten auszurichten und es dann in die H\u00e4nde der Menschen zu geben, damit sie all das ausdr\u00fccken k\u00f6nnen, was sie damit tun wollen.WELT: In Europa diskutiert man ja gerade sehr lebhaft \u00fcber den AI Act, um k\u00fcnstliche Intelligenz zu regulieren. Wie ist Dein Blick darauf? Sind die Regeln gut? Sind es zu viele Regeln oder sollte man die einfach wegwerfen? Du hast Dich gestern ja auch mit Bundeskanzler Friedrich Merz getroffen. Was hast Du mitgenommen aus diesem Gespr\u00e4ch?Altman: Ich war sehr beeindruckt. Wir hatten eine gro\u00dfartige Diskussion \u00fcber die Notwendigkeit, in Deutschland Infrastruktur aufzubauen, um in Deutschland KI-Dienste anbieten zu k\u00f6nnen \u2013 von Deutschland, f\u00fcr Deutschland. Wir sind sehr begeistert \u00fcber unsere Ank\u00fcndigung gestern mit SAP und Microsoft, eine souver\u00e4ne Cloud f\u00fcr den deutschen \u00f6ffentlichen Sektor anzubieten, damit dieser neueste Modelle nutzen kann, bei gleichzeitiger Wahrung der digitalen Souver\u00e4nit\u00e4t. Dar\u00fcber haben wir auch ausf\u00fchrlich gesprochen.WELT: Du sagst, er will Infrastruktur in Deutschland bauen. Das Problem ist, der Strom ist in Deutschland ungef\u00e4hr dreimal so teuer wie in den USA und f\u00fcnfmal so teuer wie in China. Ist Deutschland \u00fcberhaupt ein attraktiver Standort f\u00fcr OpenAI?Altman: Energiekosten sind f\u00fcr KI sicherlich eine Herausforderung. Wir hatten jedoch auch eine gute Diskussion dar\u00fcber, wie man den Energiebedarf von KI adressiert. Und dar\u00fcber hinaus denke ich, dass der Einsatz von KI eine der besten Nutzungen von Energie sein wird \u2013 ob er nun in Deutschland stattfindet oder auf Servern, die irgendwo anders stehen, weil man die Rechenzentren hier nicht bauen m\u00f6chte, was eine sehr valide Entscheidung w\u00e4re. Die Bereitstellung von KI in Deutschland f\u00fcr deutsche Unternehmen und deutsche Verbraucher ist sehr wichtig. Deutschland ist unser gr\u00f6\u00dfter Markt in Europa, es ist unser f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfter Markt weltweit. Praktisch alle jungen Menschen in Deutschland nutzen ChatGPT. KI ist also da, die Menschen ziehen Nutzen daraus, und wir werden das weiterhin tun und die Energie-Herausforderungen angehen.WELT: Was w\u00e4re denn Deine Empfehlung f\u00fcr Deutschland, wie man die Energiepreise senken k\u00f6nnte? Ist nicht zum Beispiel der Atomausstieg aus Deiner Sicht vollkommen irre?Altman: Das ist die Sache der Menschen in Deutschland, und ich verstehe nicht alle lokalen Abw\u00e4gungen. Ich pers\u00f6nlich glaube, dass Kernenergie \u2013 fortgeschrittene Kernspaltung, das ganze Spektrum an Ans\u00e4tzen \u2013 eine der vielversprechendsten Energiequellen ist, und dass die Welt dem st\u00e4rker nachgehen sollte.WELT: Im Rennen um k\u00fcnstliche Intelligente dominieren ganz klar die USA und China. Deutschland hinkt ziemlich hinterher. Was m\u00fcsste Deutschland tun, um aufzuholen im KI-Wettrennen?Altman: Ich war gestern von meinen Treffen mit deutschen Vorstandschefs sehr beeindruckt. Ich denke, die Unternehmen hier planen wirklich, mutig auf KI zu setzen und sie in gro\u00dfem Stil einzusetzen. Sie glauben, dass KI dem, was sie tun, enormen Wert hinzuf\u00fcgen kann. Dasselbe habe ich von der Regierung \u00fcber ihre KI-Ambitionen geh\u00f6rt. Was wir bei der KI-Einf\u00fchrung in Deutschland sehen, ist unglaublich stark. Ich glaube, sie ist in den letzten 12 Monaten um das F\u00fcnffache gestiegen. Unglaublich. Ich bin diesbez\u00fcglich optimistisch.WELT: Die ganze Welt schaut ja auf die Innovationen aus dem Hause OpenAI. Es soll demn\u00e4chst auch eine Hardware geben, ein OpenAI-Ger\u00e4t. Du hast daf\u00fcr fr\u00fcheren Apple-Stardesigner Jony Ive eingestellt. Das hei\u00dft, wir gehen davon aus, das Ger\u00e4t wird auf jeden Fall gut aussehen. Aber was wird das OpenAI-Ger\u00e4t k\u00f6nnen? Erz\u00e4hl uns doch ein bisschen was.Altman: Das wird gut. Ich denke, wir haben seit Langem nur ein oder zwei gro\u00dfe Revolutionen darin erlebt, wie wir Computer benutzen. Wir hatten die Maus und die Tastatur und die Idee des Monitors mit einem Fenstersystem\u2014das war sicher ein Durchbruch. Dann hatten wir Touch-Ger\u00e4te, die das adaptiert haben, die Maus wegnahmen, es Ihnen erlaubten, einfach den Finger zu benutzen und dieses sehr pers\u00f6nliche Ger\u00e4t zu haben. Und das ist super, aber grunds\u00e4tzlich hatten wir noch nie etwas so M\u00e4chtiges wie KI. Computer k\u00f6nnen jetzt wirklich verstehen, was wir wollen, k\u00f6nnen denken \u2013 das hat uns erlaubt, neu zu \u00fcberlegen, was es bedeuten k\u00f6nnte, einen Computer zu benutzen. Wir erkunden das noch, es wird eine ganze Weile dauern. Aber im Laufe der Zeit erwarte ich, dass wir eine kleine Familie von Ger\u00e4ten bauen werden. Sie werden sicher gut aussehen, aber das ist nicht die Hauptsache. Ich hoffe, wenn wir hart arbeiten, wenn wir einen wirklich gro\u00dfartigen Job machen, werden sie ver\u00e4ndern, was es hei\u00dft, einen Computer zu benutzen \u2013 wie man arbeitet und wie man spielt und sein Leben lebt. Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns und es gibt viel zu entdecken bis dahin.WELT: Jetzt hast Du mich nat\u00fcrlich neugierig gemacht, da muss ich nachfragen: Sag mir eine Eigenschaft oder eine F\u00e4higkeit, die so ein Ger\u00e4t haben k\u00f6nnte, ein Beispiel.Altman: Heute muss man herumklicken, wenn man auf einem Computer eine Aufgabe erledigen will. Man muss zwischen vielen Anwendungen wechseln. Wenn es eine schwierige Aufgabe ist, kann das eine Weile dauern. Eines der Versprechen von KI ist, dass man etwas Komplexes sagen kann, das \u00fcber den Verlauf eines Tages oder eines Monats oder sogar eines Jahres erledigt werden muss, und man kann einfach darauf vertrauen, dass der Computer es versteht, es erledigt und sich meldet, wenn er Hilfe braucht. Man kann sich vorstellen, dem Computer eine sehr nuancierte, komplexe, aber kurze Anweisung zu geben und dann darauf zu vertrauen, dass er das Richtige tut und sich meldet, wenn er Hilfe braucht. Und das w\u00fcrde v\u00f6llig ver\u00e4ndern, wie sich die Nutzung des Computers anf\u00fchlt \u2013 statt eine Menge Apps zu starten und st\u00e4ndig Benachrichtigungen zu bekommen. WELT: In der Tech-Industrie, in den USA, herrschte lange ein liberal-demokratischer Grundton. Jetzt f\u00e4llt auf, viele Tech-Gurus, Tech-Bosse zeigen sich auch mit Donald Trump. Du warst ja auch direkt am Tag nach seiner Amtseinf\u00fchrung schon im Wei\u00dfen Haus, hast da eine gro\u00dfe Initiative verk\u00fcndet. Wie erkl\u00e4rst Du Dir diesen politischen Vibeshift in der Tech-Industrie? Warum sind jetzt pl\u00f6tzlich alle doch ganz gerne mit Trump zu sehen?Altman: Erstens denke ich, die Tech-Industrie sollte immer mit dem jeweiligen amerikanischen Pr\u00e4sidenten zusammenarbeiten. In diesem speziellen Fall gab es, wie ich finde, einige willkommene politische Ver\u00e4nderungen. Die M\u00f6glichkeit, Infrastruktur in den Vereinigten Staaten zu bauen, was ziemlich schwierig war und f\u00fcr Unternehmen wie unseres sehr wichtig ist, hat Pr\u00e4sident Trump in bemerkenswerter Weise unterst\u00fctzt. Und ein allgemein unternehmens- und technologiefreundlicheres Klima ist ebenfalls eine willkommene Ver\u00e4nderung, denke ich. So w\u00fcrde ich das beschreiben.WELT: Die USA sind sehr polarisiert, geradezu gespalten. Ich habe selbst ein paar Jahre dort gelebt und das miterlebt, wie aufgeheizt die Stimmung ist. Wie findest Du die Idee, statt eines US-Pr\u00e4sidenten k\u00fcnftig einfach eine k\u00fcnstliche Intelligenz regieren zu lassen?Altman: Ich glaube nicht, dass die Menschen das in absehbarer Zeit wollen. Ich erwarte allerdings, dass Pr\u00e4sidenten und F\u00fchrungspersonen weltweit KI zunehmend nutzen werden, um ihnen bei komplexen Entscheidungen zu helfen. Aber ich denke, wir alle wollen am Ende dennoch einen Menschen, der das abzeichnet.WELT: Du hast vorhin erw\u00e4hnt, wie viele Menschen in Deutschland ChatGPT schon nutzen. Ich habe mir das mal im Detail angeschaut. Viele Deutsche holen sich sogar Beziehungstipps von ChatGPT. Hast Du Deinen eigenen Bot auch schon mal um Hilfe gebeten in Beziehungsfragen?Altman: Ich nutze die KI daf\u00fcr nicht so stark wie andere. Ich habe es ausprobiert, aber nein, das ist nicht einer meiner gro\u00dfen pers\u00f6nlichen Anwendungsf\u00e4lle. 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Bringt KI Fortschritt in Bereichen wie Forschung und Medizin oder bedroht KI m\u00f6glicherweise sogar unsere Existenz? Und wie tickt der Mann, der mit seiner Erfindung ChatGPT die Welt und auch unser Leben ver\u00e4ndert hat? Ein Gespr\u00e4ch mit dem Tr\u00e4ger des Axel Springer Awards 2025, dem Gr\u00fcnder und Vorstandschef von OpenAI, Sam Altman, am Rande des WELT KI Summit im Berliner Axel-Springer-Geb\u00e4ude.WELT: Sam, Du bist ein Pionier der k\u00fcnstlichen Intelligenz, giltst als Genie. Welche Eigenschaft von Dir wird k\u00fcnstliche Intelligenz niemals ersetzen k\u00f6nnen? Die k\u00fcnstliche Intelligenz entwickelt sich ja rasant. Und wann genau, glaubst Du, wird es eine Superintelligenz geben, die in allen Eigenschaften schlauer ist als der Mensch?Sam Altman: Ich denke, in vielerlei Hinsicht ist GPT-5 bereits kl\u00fcger als ich und als viele andere Menschen auch. GPT-5 kann sehr viele Dinge tun, aber viele Dinge, die Menschen ganz leicht fallen, kann es nicht. Und ich denke, so wird es einige Jahre lang bleiben: Wir werden sehen, dass KI-Systeme Dinge sehr gut k\u00f6nnen, und Menschen werden diese Werkzeuge nutzen und ihre menschlichen F\u00e4higkeiten und ihren Einfallsreichtum einbringen, was auf viele Arten sehr wichtig ist. Ich erwarte, dass die Entwicklung der F\u00e4higkeiten und des Fortschritts bei KI extrem steil bleibt. Wir haben in den zwei oder drei Jahren seit dem Start von ChatGPT \u2013 ist es wirklich schon drei Jahre her? \u2013 gesehen, wie viel leistungsf\u00e4higer die Modelle geworden sind.WELT: Hast Du eine genaue Vorhersage, in welchem Jahr Du die Superintelligenz erwartest?Altman: Eine Sache, die ich immer wieder gelernt habe, ist: Auch wenn wir sagen k\u00f6nnen, dass die Kurve sehr steil sein wird, sind sehr pr\u00e4zise Vorhersagen \u2013 es passiert in diesem Monat jenes Jahres \u2013 schwierig. Aber ich w\u00fcrde auf jeden Fall sagen: Bis zum Ende dieses Jahrzehnts, also bis 2030, w\u00e4re ich sehr \u00fcberrascht, wenn wir bis dahin keine Modelle haben, die au\u00dferordentlich leistungsf\u00e4hig sind und Dinge tun, die wir selbst nicht k\u00f6nnen. Ich w\u00e4re auch \u00fcberrascht, wenn wir 2026 nicht ein \u00e4hnliches Tempo des Fortschritts sehen w\u00fcrden wie 2024 und 2025. Das hei\u00dft, dass ich bis Ende 2026 Modelle erwarte, die \u2013 wenn wir sie heute h\u00e4tten \u2013 ziemlich erstaunlich w\u00e4ren.WELT: Viele Experten glauben ja, dass ganze Berufsbilder verschwinden werden, vom Buchhalter bis zum Bankberater. Wie viel Prozent der Jobs, die es heute gibt, werden aus Deiner Sicht in absehbarer Zeit einfach verschwinden?Altman: Innerhalb von 30 Jahren erwarte ich sehr viel Ver\u00e4nderung. Aber in 30 Jahren ver\u00e4ndern sich Jobs ohnehin st\u00e4ndig. Wenn man an T\u00e4tigkeiten denkt, die wir vor 30 Jahren gemacht haben und die es heute vielleicht gar nicht mehr gibt, oder an neue Berufe, die vor 30 Jahren schwer vorstellbar waren und heute allt\u00e4glich sind \u2013 ich erinnere mich an eine Statistik, die besagte, dass sich etwa alle 75 Jahre die H\u00e4lfte der Jobs in einer Gesellschaft austauscht \u2013 und das sogar ohne KI. Ich erwarte, dass das jetzt schneller passieren wird. Ich finde es hilfreich, \u00fcber den Prozentsatz der Aufgaben nachzudenken, die sich \u00e4ndern, nicht \u00fcber den Prozentsatz der Jobs. Es wird viele Berufe geben, bei denen sich vieles daran ver\u00e4ndert, was diesen Job ausmacht. KI kann Dinge viel besser erledigen. Sie kann Menschen die Freiheit verschaffen, zus\u00e4tzliche und andere Aufgaben zu erledigen. Es wird nat\u00fcrlich v\u00f6llig neue Jobs geben. Und viele bestehende Jobs werden vollst\u00e4ndig verschwinden und durch diese neuen ersetzt. Aber interessanter finde ich, wie hoch der Anteil der allt\u00e4glichen Aufgaben in allen Jobs sein wird, der von KI erledigt wird. Ich kann mir leicht eine Welt vorstellen, in der 30 bis 40 Prozent der Aufgaben, die heute in der Wirtschaft anfallen, in nicht allzu ferner Zukunft von KI erledigt werden.WELT: Du bist dieses Jahr Vater geworden. Zu welcher Ausbildung w\u00fcrdest Du denn Deinem Sohn raten, damit sein Job in 30 Jahren nicht einfach von der KI ersetzt wird?Altman: Es wird auf die Meta-F\u00e4higkeiten ankommen, man muss lernen zu lernen, sich anzupassen, widerstandsf\u00e4hig gegen\u00fcber viel Ver\u00e4nderung zu sein, herauszufinden, was Menschen wollen, wie man n\u00fctzliche Produkte und Dienste f\u00fcr sie macht, wie man mit der Welt interagiert. Ich bin sehr sicher, dass Menschen f\u00fcreinander weiterhin im Mittelpunkt stehen werden. Ich denke, das wird eine gro\u00dfartige Welt sein. Und ich bin genauso sicher, dass das menschliche Verlangen nach Neuem, der Wunsch, f\u00fcr andere n\u00fctzlich zu sein, der Wunsch, unsere Kreativit\u00e4t auszudr\u00fccken \u2013 all das ist grenzenlos. In all den bisherigen technologischen Revolutionen haben sich die Menschen zu Recht gefragt: Was werden wir alle tun? In der Industrialisierung kamen die Maschinen, wir sahen ihnen dabei zu, wie sie die Dinge taten, die wir fr\u00fcher taten, und fragten: Welche Rolle bleibt f\u00fcr uns? Und jede neue Generation nutzt ihre Kreativit\u00e4t, neue Ideen und all die Werkzeuge, die die vorherige Generation gebaut hat, um uns zu verbl\u00fcffen. Und ich bin sicher, meine Kinder werden das auch tun.WELT: Du klingst sehr optimistisch, aber es gibt nat\u00fcrlich auch KI-Kritiker, die vor allem die dunkle Seite und die Gefahren sehen \u2013 zum Beispiel der bekannte KI-Forscher Eliezer Yudkowsky. Er sagt, das Verh\u00e4ltnis der Superintelligenz zum Menschen w\u00e4re ungef\u00e4hr so wie das Verh\u00e4ltnis des Menschen zu einer Ameise. Wir denken nicht dar\u00fcber nach, ob wir einen Ameisenhaufen zerst\u00f6ren. Wir tun es einfach, sofern er uns im Weg ist. Wie gro\u00df ist Deine pers\u00f6nliche Angst, dass die KI uns irgendwann wie Ameisen betrachtet und uns einfach zerst\u00f6rt?Altman: Ich habe viele unterschiedliche Beschreibungen geh\u00f6rt, wie die Beziehung zwischen einer KI und der Menschheit aussehen wird. Meine liebste stammt von meinem Mitgr\u00fcnder Ilya Sutskever: Er sagte einmal, er hoffe, dass eine oder mehrere AGIs (Allgemeine k\u00fcnstliche Intelligenz\/Superintelligenz, die Red.) die Menschheit so behandeln w\u00fcrden wie ein liebevoller Elternteil. So wie Du die Frage gestellt hast, kam mir das in den Sinn. Ich finde, das ist eine besonders sch\u00f6ne Perspektive. Ich glaube, dass wir, wenn wir diese Frage \u00fcberhaupt stellen, AGI ein St\u00fcck weit vermenschlichen. Und ich glaube, dass dies ein Werkzeug sein wird, das enorm leistungsf\u00e4hig ist. Und selbst wenn die AGI keinen eigenen Willen hat, kann sie, wenn wir sie um etwas bitten, Nebenwirkungen haben, Konsequenzen, die wir nicht verstehen. Deshalb ist es sehr wichtig, sie an menschliche Werte auszurichten.WELT: Kritiker werfen Dir ja vor, dass Du OpenAI von einer gemeinn\u00fctzigen Organisation, die die Risiken von KI erforschen sollte, zu einem kommerziellen Unternehmen umgebaut und dabei auch teilweise die Sicherheitsrisiken au\u00dfer Acht gelassen hast. Trifft Dich diese Kritik? St\u00f6rt Dich das? Oder denkst Du, man muss einfach manchmal vorangehen, wenn man Fortschritt erziehen will?Altman: Erstens: Wir haben weiterhin eine gemeinn\u00fctzige Organisation, und das wird immer so sein. Ich hoffe und glaube, dass wir die am besten ausgestattete und hoffentlich wirkungsvollste gemeinn\u00fctzige Organisation aller Zeiten haben werden. Das ist f\u00fcr unsere Mission sehr wichtig. Ebenfalls wichtig ist die Governance-Rolle dieser Organisation und sicherzustellen, dass wir unserer Mission treu bleiben und Sicherheit, das Wohlergehen und den maximalen Nutzen f\u00fcr die Menschheit priorisieren. Wir haben offensichtlich Fehler gemacht, w\u00e4hrend wir diese neue Technologie entdeckt haben \u2013 und wir werden in Zukunft weitere machen. Aber insgesamt bin ich \u00e4u\u00dferst stolz auf die Bilanz unseres Teams: Darauf, dass wir herausfinden, wie man diese Dienste sicher, breit n\u00fctzlich und weit verbreitet anbietet. Eine unserer Kern\u00fcberzeugungen ist, dass es gro\u00dfartig f\u00fcr die Welt ist und zutiefst unserer Mission entspricht, wenn wir es schaffen, dieses Werkzeug zu bauen, es mit menschlichen Werten auszurichten und es dann in die H\u00e4nde der Menschen zu geben, damit sie all das ausdr\u00fccken k\u00f6nnen, was sie damit tun wollen.WELT: In Europa diskutiert man ja gerade sehr lebhaft \u00fcber den AI Act, um k\u00fcnstliche Intelligenz zu regulieren. Wie ist Dein Blick darauf? Sind die Regeln gut? Sind es zu viele Regeln oder sollte man die einfach wegwerfen? Du hast Dich gestern ja auch mit Bundeskanzler Friedrich Merz getroffen. Was hast Du mitgenommen aus diesem Gespr\u00e4ch?Altman: Ich war sehr beeindruckt. Wir hatten eine gro\u00dfartige Diskussion \u00fcber die Notwendigkeit, in Deutschland Infrastruktur aufzubauen, um in Deutschland KI-Dienste anbieten zu k\u00f6nnen \u2013 von Deutschland, f\u00fcr Deutschland. Wir sind sehr begeistert \u00fcber unsere Ank\u00fcndigung gestern mit SAP und Microsoft, eine souver\u00e4ne Cloud f\u00fcr den deutschen \u00f6ffentlichen Sektor anzubieten, damit dieser neueste Modelle nutzen kann, bei gleichzeitiger Wahrung der digitalen Souver\u00e4nit\u00e4t. Dar\u00fcber haben wir auch ausf\u00fchrlich gesprochen.WELT: Du sagst, er will Infrastruktur in Deutschland bauen. Das Problem ist, der Strom ist in Deutschland ungef\u00e4hr dreimal so teuer wie in den USA und f\u00fcnfmal so teuer wie in China. Ist Deutschland \u00fcberhaupt ein attraktiver Standort f\u00fcr OpenAI?Altman: Energiekosten sind f\u00fcr KI sicherlich eine Herausforderung. Wir hatten jedoch auch eine gute Diskussion dar\u00fcber, wie man den Energiebedarf von KI adressiert. Und dar\u00fcber hinaus denke ich, dass der Einsatz von KI eine der besten Nutzungen von Energie sein wird \u2013 ob er nun in Deutschland stattfindet oder auf Servern, die irgendwo anders stehen, weil man die Rechenzentren hier nicht bauen m\u00f6chte, was eine sehr valide Entscheidung w\u00e4re. Die Bereitstellung von KI in Deutschland f\u00fcr deutsche Unternehmen und deutsche Verbraucher ist sehr wichtig. Deutschland ist unser gr\u00f6\u00dfter Markt in Europa, es ist unser f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfter Markt weltweit. Praktisch alle jungen Menschen in Deutschland nutzen ChatGPT. KI ist also da, die Menschen ziehen Nutzen daraus, und wir werden das weiterhin tun und die Energie-Herausforderungen angehen.WELT: Was w\u00e4re denn Deine Empfehlung f\u00fcr Deutschland, wie man die Energiepreise senken k\u00f6nnte? Ist nicht zum Beispiel der Atomausstieg aus Deiner Sicht vollkommen irre?Altman: Das ist die Sache der Menschen in Deutschland, und ich verstehe nicht alle lokalen Abw\u00e4gungen. Ich pers\u00f6nlich glaube, dass Kernenergie \u2013 fortgeschrittene Kernspaltung, das ganze Spektrum an Ans\u00e4tzen \u2013 eine der vielversprechendsten Energiequellen ist, und dass die Welt dem st\u00e4rker nachgehen sollte.WELT: Im Rennen um k\u00fcnstliche Intelligente dominieren ganz klar die USA und China. Deutschland hinkt ziemlich hinterher. Was m\u00fcsste Deutschland tun, um aufzuholen im KI-Wettrennen?Altman: Ich war gestern von meinen Treffen mit deutschen Vorstandschefs sehr beeindruckt. Ich denke, die Unternehmen hier planen wirklich, mutig auf KI zu setzen und sie in gro\u00dfem Stil einzusetzen. Sie glauben, dass KI dem, was sie tun, enormen Wert hinzuf\u00fcgen kann. Dasselbe habe ich von der Regierung \u00fcber ihre KI-Ambitionen geh\u00f6rt. Was wir bei der KI-Einf\u00fchrung in Deutschland sehen, ist unglaublich stark. Ich glaube, sie ist in den letzten 12 Monaten um das F\u00fcnffache gestiegen. Unglaublich. Ich bin diesbez\u00fcglich optimistisch.WELT: Die ganze Welt schaut ja auf die Innovationen aus dem Hause OpenAI. Es soll demn\u00e4chst auch eine Hardware geben, ein OpenAI-Ger\u00e4t. Du hast daf\u00fcr fr\u00fcheren Apple-Stardesigner Jony Ive eingestellt. Das hei\u00dft, wir gehen davon aus, das Ger\u00e4t wird auf jeden Fall gut aussehen. Aber was wird das OpenAI-Ger\u00e4t k\u00f6nnen? Erz\u00e4hl uns doch ein bisschen was.Altman: Das wird gut. Ich denke, wir haben seit Langem nur ein oder zwei gro\u00dfe Revolutionen darin erlebt, wie wir Computer benutzen. Wir hatten die Maus und die Tastatur und die Idee des Monitors mit einem Fenstersystem\u2014das war sicher ein Durchbruch. Dann hatten wir Touch-Ger\u00e4te, die das adaptiert haben, die Maus wegnahmen, es Ihnen erlaubten, einfach den Finger zu benutzen und dieses sehr pers\u00f6nliche Ger\u00e4t zu haben. Und das ist super, aber grunds\u00e4tzlich hatten wir noch nie etwas so M\u00e4chtiges wie KI. Computer k\u00f6nnen jetzt wirklich verstehen, was wir wollen, k\u00f6nnen denken \u2013 das hat uns erlaubt, neu zu \u00fcberlegen, was es bedeuten k\u00f6nnte, einen Computer zu benutzen. Wir erkunden das noch, es wird eine ganze Weile dauern. Aber im Laufe der Zeit erwarte ich, dass wir eine kleine Familie von Ger\u00e4ten bauen werden. Sie werden sicher gut aussehen, aber das ist nicht die Hauptsache. Ich hoffe, wenn wir hart arbeiten, wenn wir einen wirklich gro\u00dfartigen Job machen, werden sie ver\u00e4ndern, was es hei\u00dft, einen Computer zu benutzen \u2013 wie man arbeitet und wie man spielt und sein Leben lebt. Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns und es gibt viel zu entdecken bis dahin.WELT: Jetzt hast Du mich nat\u00fcrlich neugierig gemacht, da muss ich nachfragen: Sag mir eine Eigenschaft oder eine F\u00e4higkeit, die so ein Ger\u00e4t haben k\u00f6nnte, ein Beispiel.Altman: Heute muss man herumklicken, wenn man auf einem Computer eine Aufgabe erledigen will. Man muss zwischen vielen Anwendungen wechseln. Wenn es eine schwierige Aufgabe ist, kann das eine Weile dauern. Eines der Versprechen von KI ist, dass man etwas Komplexes sagen kann, das \u00fcber den Verlauf eines Tages oder eines Monats oder sogar eines Jahres erledigt werden muss, und man kann einfach darauf vertrauen, dass der Computer es versteht, es erledigt und sich meldet, wenn er Hilfe braucht. Man kann sich vorstellen, dem Computer eine sehr nuancierte, komplexe, aber kurze Anweisung zu geben und dann darauf zu vertrauen, dass er das Richtige tut und sich meldet, wenn er Hilfe braucht. Und das w\u00fcrde v\u00f6llig ver\u00e4ndern, wie sich die Nutzung des Computers anf\u00fchlt \u2013 statt eine Menge Apps zu starten und st\u00e4ndig Benachrichtigungen zu bekommen. WELT: In der Tech-Industrie, in den USA, herrschte lange ein liberal-demokratischer Grundton. Jetzt f\u00e4llt auf, viele Tech-Gurus, Tech-Bosse zeigen sich auch mit Donald Trump. Du warst ja auch direkt am Tag nach seiner Amtseinf\u00fchrung schon im Wei\u00dfen Haus, hast da eine gro\u00dfe Initiative verk\u00fcndet. Wie erkl\u00e4rst Du Dir diesen politischen Vibeshift in der Tech-Industrie? Warum sind jetzt pl\u00f6tzlich alle doch ganz gerne mit Trump zu sehen?Altman: Erstens denke ich, die Tech-Industrie sollte immer mit dem jeweiligen amerikanischen Pr\u00e4sidenten zusammenarbeiten. In diesem speziellen Fall gab es, wie ich finde, einige willkommene politische Ver\u00e4nderungen. 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Und ich denke, so wird es einige Jahre lang bleiben: Wir werden sehen, dass KI-Systeme Dinge sehr gut k\u00f6nnen, und Menschen werden diese Werkzeuge nutzen und ihre menschlichen F\u00e4higkeiten und ihren Einfallsreichtum einbringen, was auf viele Arten sehr wichtig ist. Ich erwarte, dass die Entwicklung der F\u00e4higkeiten und des Fortschritts bei KI extrem steil bleibt. Wir haben in den zwei oder drei Jahren seit dem Start von ChatGPT \u2013 ist es wirklich schon drei Jahre her? \u2013 gesehen, wie viel leistungsf\u00e4higer die Modelle geworden sind.WELT: Hast Du eine genaue Vorhersage, in welchem Jahr Du die Superintelligenz erwartest?Altman: Eine Sache, die ich immer wieder gelernt habe, ist: Auch wenn wir sagen k\u00f6nnen, dass die Kurve sehr steil sein wird, sind sehr pr\u00e4zise Vorhersagen \u2013 es passiert in diesem Monat jenes Jahres \u2013 schwierig. 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Wenn man an T\u00e4tigkeiten denkt, die wir vor 30 Jahren gemacht haben und die es heute vielleicht gar nicht mehr gibt, oder an neue Berufe, die vor 30 Jahren schwer vorstellbar waren und heute allt\u00e4glich sind \u2013 ich erinnere mich an eine Statistik, die besagte, dass sich etwa alle 75 Jahre die H\u00e4lfte der Jobs in einer Gesellschaft austauscht \u2013 und das sogar ohne KI. Ich erwarte, dass das jetzt schneller passieren wird. Ich finde es hilfreich, \u00fcber den Prozentsatz der Aufgaben nachzudenken, die sich \u00e4ndern, nicht \u00fcber den Prozentsatz der Jobs. Es wird viele Berufe geben, bei denen sich vieles daran ver\u00e4ndert, was diesen Job ausmacht. KI kann Dinge viel besser erledigen. Sie kann Menschen die Freiheit verschaffen, zus\u00e4tzliche und andere Aufgaben zu erledigen. Es wird nat\u00fcrlich v\u00f6llig neue Jobs geben. Und viele bestehende Jobs werden vollst\u00e4ndig verschwinden und durch diese neuen ersetzt. 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Und ich bin genauso sicher, dass das menschliche Verlangen nach Neuem, der Wunsch, f\u00fcr andere n\u00fctzlich zu sein, der Wunsch, unsere Kreativit\u00e4t auszudr\u00fccken \u2013 all das ist grenzenlos. In all den bisherigen technologischen Revolutionen haben sich die Menschen zu Recht gefragt: Was werden wir alle tun? In der Industrialisierung kamen die Maschinen, wir sahen ihnen dabei zu, wie sie die Dinge taten, die wir fr\u00fcher taten, und fragten: Welche Rolle bleibt f\u00fcr uns? Und jede neue Generation nutzt ihre Kreativit\u00e4t, neue Ideen und all die Werkzeuge, die die vorherige Generation gebaut hat, um uns zu verbl\u00fcffen. Und ich bin sicher, meine Kinder werden das auch tun.WELT: Du klingst sehr optimistisch, aber es gibt nat\u00fcrlich auch KI-Kritiker, die vor allem die dunkle Seite und die Gefahren sehen \u2013 zum Beispiel der bekannte KI-Forscher Eliezer Yudkowsky. Er sagt, das Verh\u00e4ltnis der Superintelligenz zum Menschen w\u00e4re ungef\u00e4hr so wie das Verh\u00e4ltnis des Menschen zu einer Ameise. Wir denken nicht dar\u00fcber nach, ob wir einen Ameisenhaufen zerst\u00f6ren. Wir tun es einfach, sofern er uns im Weg ist. Wie gro\u00df ist Deine pers\u00f6nliche Angst, dass die KI uns irgendwann wie Ameisen betrachtet und uns einfach zerst\u00f6rt?Altman: Ich habe viele unterschiedliche Beschreibungen geh\u00f6rt, wie die Beziehung zwischen einer KI und der Menschheit aussehen wird. Meine liebste stammt von meinem Mitgr\u00fcnder Ilya Sutskever: Er sagte einmal, er hoffe, dass eine oder mehrere AGIs (Allgemeine k\u00fcnstliche Intelligenz\/Superintelligenz, die Red.) die Menschheit so behandeln w\u00fcrden wie ein liebevoller Elternteil. So wie Du die Frage gestellt hast, kam mir das in den Sinn. Ich finde, das ist eine besonders sch\u00f6ne Perspektive. Ich glaube, dass wir, wenn wir diese Frage \u00fcberhaupt stellen, AGI ein St\u00fcck weit vermenschlichen. Und ich glaube, dass dies ein Werkzeug sein wird, das enorm leistungsf\u00e4hig ist. Und selbst wenn die AGI keinen eigenen Willen hat, kann sie, wenn wir sie um etwas bitten, Nebenwirkungen haben, Konsequenzen, die wir nicht verstehen. Deshalb ist es sehr wichtig, sie an menschliche Werte auszurichten.WELT: Kritiker werfen Dir ja vor, dass Du OpenAI von einer gemeinn\u00fctzigen Organisation, die die Risiken von KI erforschen sollte, zu einem kommerziellen Unternehmen umgebaut und dabei auch teilweise die Sicherheitsrisiken au\u00dfer Acht gelassen hast. Trifft Dich diese Kritik? St\u00f6rt Dich das? Oder denkst Du, man muss einfach manchmal vorangehen, wenn man Fortschritt erziehen will?Altman: Erstens: Wir haben weiterhin eine gemeinn\u00fctzige Organisation, und das wird immer so sein. Ich hoffe und glaube, dass wir die am besten ausgestattete und hoffentlich wirkungsvollste gemeinn\u00fctzige Organisation aller Zeiten haben werden. Das ist f\u00fcr unsere Mission sehr wichtig. Ebenfalls wichtig ist die Governance-Rolle dieser Organisation und sicherzustellen, dass wir unserer Mission treu bleiben und Sicherheit, das Wohlergehen und den maximalen Nutzen f\u00fcr die Menschheit priorisieren. Wir haben offensichtlich Fehler gemacht, w\u00e4hrend wir diese neue Technologie entdeckt haben \u2013 und wir werden in Zukunft weitere machen. Aber insgesamt bin ich \u00e4u\u00dferst stolz auf die Bilanz unseres Teams: Darauf, dass wir herausfinden, wie man diese Dienste sicher, breit n\u00fctzlich und weit verbreitet anbietet. Eine unserer Kern\u00fcberzeugungen ist, dass es gro\u00dfartig f\u00fcr die Welt ist und zutiefst unserer Mission entspricht, wenn wir es schaffen, dieses Werkzeug zu bauen, es mit menschlichen Werten auszurichten und es dann in die H\u00e4nde der Menschen zu geben, damit sie all das ausdr\u00fccken k\u00f6nnen, was sie damit tun wollen.WELT: In Europa diskutiert man ja gerade sehr lebhaft \u00fcber den AI Act, um k\u00fcnstliche Intelligenz zu regulieren. Wie ist Dein Blick darauf? Sind die Regeln gut? Sind es zu viele Regeln oder sollte man die einfach wegwerfen? Du hast Dich gestern ja auch mit Bundeskanzler Friedrich Merz getroffen. Was hast Du mitgenommen aus diesem Gespr\u00e4ch?Altman: Ich war sehr beeindruckt. Wir hatten eine gro\u00dfartige Diskussion \u00fcber die Notwendigkeit, in Deutschland Infrastruktur aufzubauen, um in Deutschland KI-Dienste anbieten zu k\u00f6nnen \u2013 von Deutschland, f\u00fcr Deutschland. Wir sind sehr begeistert \u00fcber unsere Ank\u00fcndigung gestern mit SAP und Microsoft, eine souver\u00e4ne Cloud f\u00fcr den deutschen \u00f6ffentlichen Sektor anzubieten, damit dieser neueste Modelle nutzen kann, bei gleichzeitiger Wahrung der digitalen Souver\u00e4nit\u00e4t. Dar\u00fcber haben wir auch ausf\u00fchrlich gesprochen.WELT: Du sagst, er will Infrastruktur in Deutschland bauen. Das Problem ist, der Strom ist in Deutschland ungef\u00e4hr dreimal so teuer wie in den USA und f\u00fcnfmal so teuer wie in China. Ist Deutschland \u00fcberhaupt ein attraktiver Standort f\u00fcr OpenAI?Altman: Energiekosten sind f\u00fcr KI sicherlich eine Herausforderung. Wir hatten jedoch auch eine gute Diskussion dar\u00fcber, wie man den Energiebedarf von KI adressiert. Und dar\u00fcber hinaus denke ich, dass der Einsatz von KI eine der besten Nutzungen von Energie sein wird \u2013 ob er nun in Deutschland stattfindet oder auf Servern, die irgendwo anders stehen, weil man die Rechenzentren hier nicht bauen m\u00f6chte, was eine sehr valide Entscheidung w\u00e4re. Die Bereitstellung von KI in Deutschland f\u00fcr deutsche Unternehmen und deutsche Verbraucher ist sehr wichtig. Deutschland ist unser gr\u00f6\u00dfter Markt in Europa, es ist unser f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfter Markt weltweit. Praktisch alle jungen Menschen in Deutschland nutzen ChatGPT. KI ist also da, die Menschen ziehen Nutzen daraus, und wir werden das weiterhin tun und die Energie-Herausforderungen angehen.WELT: Was w\u00e4re denn Deine Empfehlung f\u00fcr Deutschland, wie man die Energiepreise senken k\u00f6nnte? Ist nicht zum Beispiel der Atomausstieg aus Deiner Sicht vollkommen irre?Altman: Das ist die Sache der Menschen in Deutschland, und ich verstehe nicht alle lokalen Abw\u00e4gungen. Ich pers\u00f6nlich glaube, dass Kernenergie \u2013 fortgeschrittene Kernspaltung, das ganze Spektrum an Ans\u00e4tzen \u2013 eine der vielversprechendsten Energiequellen ist, und dass die Welt dem st\u00e4rker nachgehen sollte.WELT: Im Rennen um k\u00fcnstliche Intelligente dominieren ganz klar die USA und China. Deutschland hinkt ziemlich hinterher. Was m\u00fcsste Deutschland tun, um aufzuholen im KI-Wettrennen?Altman: Ich war gestern von meinen Treffen mit deutschen Vorstandschefs sehr beeindruckt. Ich denke, die Unternehmen hier planen wirklich, mutig auf KI zu setzen und sie in gro\u00dfem Stil einzusetzen. Sie glauben, dass KI dem, was sie tun, enormen Wert hinzuf\u00fcgen kann. Dasselbe habe ich von der Regierung \u00fcber ihre KI-Ambitionen geh\u00f6rt. Was wir bei der KI-Einf\u00fchrung in Deutschland sehen, ist unglaublich stark. Ich glaube, sie ist in den letzten 12 Monaten um das F\u00fcnffache gestiegen. Unglaublich. Ich bin diesbez\u00fcglich optimistisch.WELT: Die ganze Welt schaut ja auf die Innovationen aus dem Hause OpenAI. Es soll demn\u00e4chst auch eine Hardware geben, ein OpenAI-Ger\u00e4t. Du hast daf\u00fcr fr\u00fcheren Apple-Stardesigner Jony Ive eingestellt. Das hei\u00dft, wir gehen davon aus, das Ger\u00e4t wird auf jeden Fall gut aussehen. Aber was wird das OpenAI-Ger\u00e4t k\u00f6nnen? Erz\u00e4hl uns doch ein bisschen was.Altman: Das wird gut. Ich denke, wir haben seit Langem nur ein oder zwei gro\u00dfe Revolutionen darin erlebt, wie wir Computer benutzen. Wir hatten die Maus und die Tastatur und die Idee des Monitors mit einem Fenstersystem\u2014das war sicher ein Durchbruch. Dann hatten wir Touch-Ger\u00e4te, die das adaptiert haben, die Maus wegnahmen, es Ihnen erlaubten, einfach den Finger zu benutzen und dieses sehr pers\u00f6nliche Ger\u00e4t zu haben. Und das ist super, aber grunds\u00e4tzlich hatten wir noch nie etwas so M\u00e4chtiges wie KI. Computer k\u00f6nnen jetzt wirklich verstehen, was wir wollen, k\u00f6nnen denken \u2013 das hat uns erlaubt, neu zu \u00fcberlegen, was es bedeuten k\u00f6nnte, einen Computer zu benutzen. Wir erkunden das noch, es wird eine ganze Weile dauern. Aber im Laufe der Zeit erwarte ich, dass wir eine kleine Familie von Ger\u00e4ten bauen werden. Sie werden sicher gut aussehen, aber das ist nicht die Hauptsache. Ich hoffe, wenn wir hart arbeiten, wenn wir einen wirklich gro\u00dfartigen Job machen, werden sie ver\u00e4ndern, was es hei\u00dft, einen Computer zu benutzen \u2013 wie man arbeitet und wie man spielt und sein Leben lebt. Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns und es gibt viel zu entdecken bis dahin.WELT: Jetzt hast Du mich nat\u00fcrlich neugierig gemacht, da muss ich nachfragen: Sag mir eine Eigenschaft oder eine F\u00e4higkeit, die so ein Ger\u00e4t haben k\u00f6nnte, ein Beispiel.Altman: Heute muss man herumklicken, wenn man auf einem Computer eine Aufgabe erledigen will. Man muss zwischen vielen Anwendungen wechseln. Wenn es eine schwierige Aufgabe ist, kann das eine Weile dauern. Eines der Versprechen von KI ist, dass man etwas Komplexes sagen kann, das \u00fcber den Verlauf eines Tages oder eines Monats oder sogar eines Jahres erledigt werden muss, und man kann einfach darauf vertrauen, dass der Computer es versteht, es erledigt und sich meldet, wenn er Hilfe braucht. Man kann sich vorstellen, dem Computer eine sehr nuancierte, komplexe, aber kurze Anweisung zu geben und dann darauf zu vertrauen, dass er das Richtige tut und sich meldet, wenn er Hilfe braucht. Und das w\u00fcrde v\u00f6llig ver\u00e4ndern, wie sich die Nutzung des Computers anf\u00fchlt \u2013 statt eine Menge Apps zu starten und st\u00e4ndig Benachrichtigungen zu bekommen. WELT: In der Tech-Industrie, in den USA, herrschte lange ein liberal-demokratischer Grundton. Jetzt f\u00e4llt auf, viele Tech-Gurus, Tech-Bosse zeigen sich auch mit Donald Trump. Du warst ja auch direkt am Tag nach seiner Amtseinf\u00fchrung schon im Wei\u00dfen Haus, hast da eine gro\u00dfe Initiative verk\u00fcndet. Wie erkl\u00e4rst Du Dir diesen politischen Vibeshift in der Tech-Industrie? Warum sind jetzt pl\u00f6tzlich alle doch ganz gerne mit Trump zu sehen?Altman: Erstens denke ich, die Tech-Industrie sollte immer mit dem jeweiligen amerikanischen Pr\u00e4sidenten zusammenarbeiten. In diesem speziellen Fall gab es, wie ich finde, einige willkommene politische Ver\u00e4nderungen. Die M\u00f6glichkeit, Infrastruktur in den Vereinigten Staaten zu bauen, was ziemlich schwierig war und f\u00fcr Unternehmen wie unseres sehr wichtig ist, hat Pr\u00e4sident Trump in bemerkenswerter Weise unterst\u00fctzt. Und ein allgemein unternehmens- und technologiefreundlicheres Klima ist ebenfalls eine willkommene Ver\u00e4nderung, denke ich. So w\u00fcrde ich das beschreiben.WELT: Die USA sind sehr polarisiert, geradezu gespalten. Ich habe selbst ein paar Jahre dort gelebt und das miterlebt, wie aufgeheizt die Stimmung ist. Wie findest Du die Idee, statt eines US-Pr\u00e4sidenten k\u00fcnftig einfach eine k\u00fcnstliche Intelligenz regieren zu lassen?Altman: Ich glaube nicht, dass die Menschen das in absehbarer Zeit wollen. Ich erwarte allerdings, dass Pr\u00e4sidenten und F\u00fchrungspersonen weltweit KI zunehmend nutzen werden, um ihnen bei komplexen Entscheidungen zu helfen. Aber ich denke, wir alle wollen am Ende dennoch einen Menschen, der das abzeichnet.WELT: Du hast vorhin erw\u00e4hnt, wie viele Menschen in Deutschland ChatGPT schon nutzen. Ich habe mir das mal im Detail angeschaut. Viele Deutsche holen sich sogar Beziehungstipps von ChatGPT. Hast Du Deinen eigenen Bot auch schon mal um Hilfe gebeten in Beziehungsfragen?Altman: Ich nutze die KI daf\u00fcr nicht so stark wie andere. Ich habe es ausprobiert, aber nein, das ist nicht einer meiner gro\u00dfen pers\u00f6nlichen Anwendungsf\u00e4lle. 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Ein Gespr\u00e4ch mit dem Tr\u00e4ger des Axel Springer Awards 2025, dem Gr\u00fcnder und Vorstandschef von OpenAI, Sam Altman, am Rande des WELT KI Summit im Berliner Axel-Springer-Geb\u00e4ude.WELT: Sam, Du bist ein Pionier der k\u00fcnstlichen Intelligenz, giltst als Genie. Welche Eigenschaft von Dir wird k\u00fcnstliche Intelligenz niemals ersetzen k\u00f6nnen? Die k\u00fcnstliche Intelligenz entwickelt sich ja rasant. Und wann genau, glaubst Du, wird es eine Superintelligenz geben, die in allen Eigenschaften schlauer ist als der Mensch?Sam Altman: Ich denke, in vielerlei Hinsicht ist GPT-5 bereits kl\u00fcger als ich und als viele andere Menschen auch. GPT-5 kann sehr viele Dinge tun, aber viele Dinge, die Menschen ganz leicht fallen, kann es nicht. 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Aber ich w\u00fcrde auf jeden Fall sagen: Bis zum Ende dieses Jahrzehnts, also bis 2030, w\u00e4re ich sehr \u00fcberrascht, wenn wir bis dahin keine Modelle haben, die au\u00dferordentlich leistungsf\u00e4hig sind und Dinge tun, die wir selbst nicht k\u00f6nnen. Ich w\u00e4re auch \u00fcberrascht, wenn wir 2026 nicht ein \u00e4hnliches Tempo des Fortschritts sehen w\u00fcrden wie 2024 und 2025. Das hei\u00dft, dass ich bis Ende 2026 Modelle erwarte, die \u2013 wenn wir sie heute h\u00e4tten \u2013 ziemlich erstaunlich w\u00e4ren.WELT: Viele Experten glauben ja, dass ganze Berufsbilder verschwinden werden, vom Buchhalter bis zum Bankberater. Wie viel Prozent der Jobs, die es heute gibt, werden aus Deiner Sicht in absehbarer Zeit einfach verschwinden?Altman: Innerhalb von 30 Jahren erwarte ich sehr viel Ver\u00e4nderung. Aber in 30 Jahren ver\u00e4ndern sich Jobs ohnehin st\u00e4ndig. 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Er sagt, das Verh\u00e4ltnis der Superintelligenz zum Menschen w\u00e4re ungef\u00e4hr so wie das Verh\u00e4ltnis des Menschen zu einer Ameise. Wir denken nicht dar\u00fcber nach, ob wir einen Ameisenhaufen zerst\u00f6ren. Wir tun es einfach, sofern er uns im Weg ist. Wie gro\u00df ist Deine pers\u00f6nliche Angst, dass die KI uns irgendwann wie Ameisen betrachtet und uns einfach zerst\u00f6rt?Altman: Ich habe viele unterschiedliche Beschreibungen geh\u00f6rt, wie die Beziehung zwischen einer KI und der Menschheit aussehen wird. Meine liebste stammt von meinem Mitgr\u00fcnder Ilya Sutskever: Er sagte einmal, er hoffe, dass eine oder mehrere AGIs (Allgemeine k\u00fcnstliche Intelligenz\/Superintelligenz, die Red.) die Menschheit so behandeln w\u00fcrden wie ein liebevoller Elternteil. So wie Du die Frage gestellt hast, kam mir das in den Sinn. Ich finde, das ist eine besonders sch\u00f6ne Perspektive. Ich glaube, dass wir, wenn wir diese Frage \u00fcberhaupt stellen, AGI ein St\u00fcck weit vermenschlichen. Und ich glaube, dass dies ein Werkzeug sein wird, das enorm leistungsf\u00e4hig ist. Und selbst wenn die AGI keinen eigenen Willen hat, kann sie, wenn wir sie um etwas bitten, Nebenwirkungen haben, Konsequenzen, die wir nicht verstehen. Deshalb ist es sehr wichtig, sie an menschliche Werte auszurichten.WELT: Kritiker werfen Dir ja vor, dass Du OpenAI von einer gemeinn\u00fctzigen Organisation, die die Risiken von KI erforschen sollte, zu einem kommerziellen Unternehmen umgebaut und dabei auch teilweise die Sicherheitsrisiken au\u00dfer Acht gelassen hast. Trifft Dich diese Kritik? St\u00f6rt Dich das? Oder denkst Du, man muss einfach manchmal vorangehen, wenn man Fortschritt erziehen will?Altman: Erstens: Wir haben weiterhin eine gemeinn\u00fctzige Organisation, und das wird immer so sein. Ich hoffe und glaube, dass wir die am besten ausgestattete und hoffentlich wirkungsvollste gemeinn\u00fctzige Organisation aller Zeiten haben werden. Das ist f\u00fcr unsere Mission sehr wichtig. Ebenfalls wichtig ist die Governance-Rolle dieser Organisation und sicherzustellen, dass wir unserer Mission treu bleiben und Sicherheit, das Wohlergehen und den maximalen Nutzen f\u00fcr die Menschheit priorisieren. Wir haben offensichtlich Fehler gemacht, w\u00e4hrend wir diese neue Technologie entdeckt haben \u2013 und wir werden in Zukunft weitere machen. Aber insgesamt bin ich \u00e4u\u00dferst stolz auf die Bilanz unseres Teams: Darauf, dass wir herausfinden, wie man diese Dienste sicher, breit n\u00fctzlich und weit verbreitet anbietet. Eine unserer Kern\u00fcberzeugungen ist, dass es gro\u00dfartig f\u00fcr die Welt ist und zutiefst unserer Mission entspricht, wenn wir es schaffen, dieses Werkzeug zu bauen, es mit menschlichen Werten auszurichten und es dann in die H\u00e4nde der Menschen zu geben, damit sie all das ausdr\u00fccken k\u00f6nnen, was sie damit tun wollen.WELT: In Europa diskutiert man ja gerade sehr lebhaft \u00fcber den AI Act, um k\u00fcnstliche Intelligenz zu regulieren. Wie ist Dein Blick darauf? Sind die Regeln gut? Sind es zu viele Regeln oder sollte man die einfach wegwerfen? Du hast Dich gestern ja auch mit Bundeskanzler Friedrich Merz getroffen. Was hast Du mitgenommen aus diesem Gespr\u00e4ch?Altman: Ich war sehr beeindruckt. Wir hatten eine gro\u00dfartige Diskussion \u00fcber die Notwendigkeit, in Deutschland Infrastruktur aufzubauen, um in Deutschland KI-Dienste anbieten zu k\u00f6nnen \u2013 von Deutschland, f\u00fcr Deutschland. Wir sind sehr begeistert \u00fcber unsere Ank\u00fcndigung gestern mit SAP und Microsoft, eine souver\u00e4ne Cloud f\u00fcr den deutschen \u00f6ffentlichen Sektor anzubieten, damit dieser neueste Modelle nutzen kann, bei gleichzeitiger Wahrung der digitalen Souver\u00e4nit\u00e4t. Dar\u00fcber haben wir auch ausf\u00fchrlich gesprochen.WELT: Du sagst, er will Infrastruktur in Deutschland bauen. Das Problem ist, der Strom ist in Deutschland ungef\u00e4hr dreimal so teuer wie in den USA und f\u00fcnfmal so teuer wie in China. Ist Deutschland \u00fcberhaupt ein attraktiver Standort f\u00fcr OpenAI?Altman: Energiekosten sind f\u00fcr KI sicherlich eine Herausforderung. Wir hatten jedoch auch eine gute Diskussion dar\u00fcber, wie man den Energiebedarf von KI adressiert. Und dar\u00fcber hinaus denke ich, dass der Einsatz von KI eine der besten Nutzungen von Energie sein wird \u2013 ob er nun in Deutschland stattfindet oder auf Servern, die irgendwo anders stehen, weil man die Rechenzentren hier nicht bauen m\u00f6chte, was eine sehr valide Entscheidung w\u00e4re. Die Bereitstellung von KI in Deutschland f\u00fcr deutsche Unternehmen und deutsche Verbraucher ist sehr wichtig. Deutschland ist unser gr\u00f6\u00dfter Markt in Europa, es ist unser f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfter Markt weltweit. Praktisch alle jungen Menschen in Deutschland nutzen ChatGPT. KI ist also da, die Menschen ziehen Nutzen daraus, und wir werden das weiterhin tun und die Energie-Herausforderungen angehen.WELT: Was w\u00e4re denn Deine Empfehlung f\u00fcr Deutschland, wie man die Energiepreise senken k\u00f6nnte? Ist nicht zum Beispiel der Atomausstieg aus Deiner Sicht vollkommen irre?Altman: Das ist die Sache der Menschen in Deutschland, und ich verstehe nicht alle lokalen Abw\u00e4gungen. Ich pers\u00f6nlich glaube, dass Kernenergie \u2013 fortgeschrittene Kernspaltung, das ganze Spektrum an Ans\u00e4tzen \u2013 eine der vielversprechendsten Energiequellen ist, und dass die Welt dem st\u00e4rker nachgehen sollte.WELT: Im Rennen um k\u00fcnstliche Intelligente dominieren ganz klar die USA und China. Deutschland hinkt ziemlich hinterher. Was m\u00fcsste Deutschland tun, um aufzuholen im KI-Wettrennen?Altman: Ich war gestern von meinen Treffen mit deutschen Vorstandschefs sehr beeindruckt. Ich denke, die Unternehmen hier planen wirklich, mutig auf KI zu setzen und sie in gro\u00dfem Stil einzusetzen. Sie glauben, dass KI dem, was sie tun, enormen Wert hinzuf\u00fcgen kann. Dasselbe habe ich von der Regierung \u00fcber ihre KI-Ambitionen geh\u00f6rt. Was wir bei der KI-Einf\u00fchrung in Deutschland sehen, ist unglaublich stark. Ich glaube, sie ist in den letzten 12 Monaten um das F\u00fcnffache gestiegen. Unglaublich. Ich bin diesbez\u00fcglich optimistisch.WELT: Die ganze Welt schaut ja auf die Innovationen aus dem Hause OpenAI. Es soll demn\u00e4chst auch eine Hardware geben, ein OpenAI-Ger\u00e4t. Du hast daf\u00fcr fr\u00fcheren Apple-Stardesigner Jony Ive eingestellt. Das hei\u00dft, wir gehen davon aus, das Ger\u00e4t wird auf jeden Fall gut aussehen. Aber was wird das OpenAI-Ger\u00e4t k\u00f6nnen? Erz\u00e4hl uns doch ein bisschen was.Altman: Das wird gut. Ich denke, wir haben seit Langem nur ein oder zwei gro\u00dfe Revolutionen darin erlebt, wie wir Computer benutzen. Wir hatten die Maus und die Tastatur und die Idee des Monitors mit einem Fenstersystem\u2014das war sicher ein Durchbruch. Dann hatten wir Touch-Ger\u00e4te, die das adaptiert haben, die Maus wegnahmen, es Ihnen erlaubten, einfach den Finger zu benutzen und dieses sehr pers\u00f6nliche Ger\u00e4t zu haben. Und das ist super, aber grunds\u00e4tzlich hatten wir noch nie etwas so M\u00e4chtiges wie KI. Computer k\u00f6nnen jetzt wirklich verstehen, was wir wollen, k\u00f6nnen denken \u2013 das hat uns erlaubt, neu zu \u00fcberlegen, was es bedeuten k\u00f6nnte, einen Computer zu benutzen. Wir erkunden das noch, es wird eine ganze Weile dauern. Aber im Laufe der Zeit erwarte ich, dass wir eine kleine Familie von Ger\u00e4ten bauen werden. Sie werden sicher gut aussehen, aber das ist nicht die Hauptsache. Ich hoffe, wenn wir hart arbeiten, wenn wir einen wirklich gro\u00dfartigen Job machen, werden sie ver\u00e4ndern, was es hei\u00dft, einen Computer zu benutzen \u2013 wie man arbeitet und wie man spielt und sein Leben lebt. Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns und es gibt viel zu entdecken bis dahin.WELT: Jetzt hast Du mich nat\u00fcrlich neugierig gemacht, da muss ich nachfragen: Sag mir eine Eigenschaft oder eine F\u00e4higkeit, die so ein Ger\u00e4t haben k\u00f6nnte, ein Beispiel.Altman: Heute muss man herumklicken, wenn man auf einem Computer eine Aufgabe erledigen will. Man muss zwischen vielen Anwendungen wechseln. Wenn es eine schwierige Aufgabe ist, kann das eine Weile dauern. Eines der Versprechen von KI ist, dass man etwas Komplexes sagen kann, das \u00fcber den Verlauf eines Tages oder eines Monats oder sogar eines Jahres erledigt werden muss, und man kann einfach darauf vertrauen, dass der Computer es versteht, es erledigt und sich meldet, wenn er Hilfe braucht. Man kann sich vorstellen, dem Computer eine sehr nuancierte, komplexe, aber kurze Anweisung zu geben und dann darauf zu vertrauen, dass er das Richtige tut und sich meldet, wenn er Hilfe braucht. Und das w\u00fcrde v\u00f6llig ver\u00e4ndern, wie sich die Nutzung des Computers anf\u00fchlt \u2013 statt eine Menge Apps zu starten und st\u00e4ndig Benachrichtigungen zu bekommen. WELT: In der Tech-Industrie, in den USA, herrschte lange ein liberal-demokratischer Grundton. Jetzt f\u00e4llt auf, viele Tech-Gurus, Tech-Bosse zeigen sich auch mit Donald Trump. Du warst ja auch direkt am Tag nach seiner Amtseinf\u00fchrung schon im Wei\u00dfen Haus, hast da eine gro\u00dfe Initiative verk\u00fcndet. Wie erkl\u00e4rst Du Dir diesen politischen Vibeshift in der Tech-Industrie? Warum sind jetzt pl\u00f6tzlich alle doch ganz gerne mit Trump zu sehen?Altman: Erstens denke ich, die Tech-Industrie sollte immer mit dem jeweiligen amerikanischen Pr\u00e4sidenten zusammenarbeiten. In diesem speziellen Fall gab es, wie ich finde, einige willkommene politische Ver\u00e4nderungen. Die M\u00f6glichkeit, Infrastruktur in den Vereinigten Staaten zu bauen, was ziemlich schwierig war und f\u00fcr Unternehmen wie unseres sehr wichtig ist, hat Pr\u00e4sident Trump in bemerkenswerter Weise unterst\u00fctzt. Und ein allgemein unternehmens- und technologiefreundlicheres Klima ist ebenfalls eine willkommene Ver\u00e4nderung, denke ich. So w\u00fcrde ich das beschreiben.WELT: Die USA sind sehr polarisiert, geradezu gespalten. Ich habe selbst ein paar Jahre dort gelebt und das miterlebt, wie aufgeheizt die Stimmung ist. Wie findest Du die Idee, statt eines US-Pr\u00e4sidenten k\u00fcnftig einfach eine k\u00fcnstliche Intelligenz regieren zu lassen?Altman: Ich glaube nicht, dass die Menschen das in absehbarer Zeit wollen. Ich erwarte allerdings, dass Pr\u00e4sidenten und F\u00fchrungspersonen weltweit KI zunehmend nutzen werden, um ihnen bei komplexen Entscheidungen zu helfen. Aber ich denke, wir alle wollen am Ende dennoch einen Menschen, der das abzeichnet.WELT: Du hast vorhin erw\u00e4hnt, wie viele Menschen in Deutschland ChatGPT schon nutzen. Ich habe mir das mal im Detail angeschaut. Viele Deutsche holen sich sogar Beziehungstipps von ChatGPT. Hast Du Deinen eigenen Bot auch schon mal um Hilfe gebeten in Beziehungsfragen?Altman: Ich nutze die KI daf\u00fcr nicht so stark wie andere. Ich habe es ausprobiert, aber nein, das ist nicht einer meiner gro\u00dfen pers\u00f6nlichen Anwendungsf\u00e4lle. 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Bringt KI Fortschritt in Bereichen wie Forschung und Medizin oder bedroht KI m\u00f6glicherweise sogar unsere Existenz? Und wie tickt der Mann, der mit seiner Erfindung ChatGPT die Welt und auch unser Leben ver\u00e4ndert hat? Ein Gespr\u00e4ch mit dem Tr\u00e4ger des Axel Springer Awards 2025, dem Gr\u00fcnder und Vorstandschef von OpenAI, Sam Altman, am Rande des WELT KI Summit im Berliner Axel-Springer-Geb\u00e4ude.WELT: Sam, Du bist ein Pionier der k\u00fcnstlichen Intelligenz, giltst als Genie. Welche Eigenschaft von Dir wird k\u00fcnstliche Intelligenz niemals ersetzen k\u00f6nnen? Die k\u00fcnstliche Intelligenz entwickelt sich ja rasant. Und wann genau, glaubst Du, wird es eine Superintelligenz geben, die in allen Eigenschaften schlauer ist als der Mensch?Sam Altman: Ich denke, in vielerlei Hinsicht ist GPT-5 bereits kl\u00fcger als ich und als viele andere Menschen auch. GPT-5 kann sehr viele Dinge tun, aber viele Dinge, die Menschen ganz leicht fallen, kann es nicht. Und ich denke, so wird es einige Jahre lang bleiben: Wir werden sehen, dass KI-Systeme Dinge sehr gut k\u00f6nnen, und Menschen werden diese Werkzeuge nutzen und ihre menschlichen F\u00e4higkeiten und ihren Einfallsreichtum einbringen, was auf viele Arten sehr wichtig ist. Ich erwarte, dass die Entwicklung der F\u00e4higkeiten und des Fortschritts bei KI extrem steil bleibt. Wir haben in den zwei oder drei Jahren seit dem Start von ChatGPT \u2013 ist es wirklich schon drei Jahre her? \u2013 gesehen, wie viel leistungsf\u00e4higer die Modelle geworden sind.WELT: Hast Du eine genaue Vorhersage, in welchem Jahr Du die Superintelligenz erwartest?Altman: Eine Sache, die ich immer wieder gelernt habe, ist: Auch wenn wir sagen k\u00f6nnen, dass die Kurve sehr steil sein wird, sind sehr pr\u00e4zise Vorhersagen \u2013 es passiert in diesem Monat jenes Jahres \u2013 schwierig. Aber ich w\u00fcrde auf jeden Fall sagen: Bis zum Ende dieses Jahrzehnts, also bis 2030, w\u00e4re ich sehr \u00fcberrascht, wenn wir bis dahin keine Modelle haben, die au\u00dferordentlich leistungsf\u00e4hig sind und Dinge tun, die wir selbst nicht k\u00f6nnen. Ich w\u00e4re auch \u00fcberrascht, wenn wir 2026 nicht ein \u00e4hnliches Tempo des Fortschritts sehen w\u00fcrden wie 2024 und 2025. Das hei\u00dft, dass ich bis Ende 2026 Modelle erwarte, die \u2013 wenn wir sie heute h\u00e4tten \u2013 ziemlich erstaunlich w\u00e4ren.WELT: Viele Experten glauben ja, dass ganze Berufsbilder verschwinden werden, vom Buchhalter bis zum Bankberater. Wie viel Prozent der Jobs, die es heute gibt, werden aus Deiner Sicht in absehbarer Zeit einfach verschwinden?Altman: Innerhalb von 30 Jahren erwarte ich sehr viel Ver\u00e4nderung. Aber in 30 Jahren ver\u00e4ndern sich Jobs ohnehin st\u00e4ndig. Wenn man an T\u00e4tigkeiten denkt, die wir vor 30 Jahren gemacht haben und die es heute vielleicht gar nicht mehr gibt, oder an neue Berufe, die vor 30 Jahren schwer vorstellbar waren und heute allt\u00e4glich sind \u2013 ich erinnere mich an eine Statistik, die besagte, dass sich etwa alle 75 Jahre die H\u00e4lfte der Jobs in einer Gesellschaft austauscht \u2013 und das sogar ohne KI. Ich erwarte, dass das jetzt schneller passieren wird. Ich finde es hilfreich, \u00fcber den Prozentsatz der Aufgaben nachzudenken, die sich \u00e4ndern, nicht \u00fcber den Prozentsatz der Jobs. Es wird viele Berufe geben, bei denen sich vieles daran ver\u00e4ndert, was diesen Job ausmacht. KI kann Dinge viel besser erledigen. Sie kann Menschen die Freiheit verschaffen, zus\u00e4tzliche und andere Aufgaben zu erledigen. Es wird nat\u00fcrlich v\u00f6llig neue Jobs geben. Und viele bestehende Jobs werden vollst\u00e4ndig verschwinden und durch diese neuen ersetzt. Aber interessanter finde ich, wie hoch der Anteil der allt\u00e4glichen Aufgaben in allen Jobs sein wird, der von KI erledigt wird. Ich kann mir leicht eine Welt vorstellen, in der 30 bis 40 Prozent der Aufgaben, die heute in der Wirtschaft anfallen, in nicht allzu ferner Zukunft von KI erledigt werden.WELT: Du bist dieses Jahr Vater geworden. Zu welcher Ausbildung w\u00fcrdest Du denn Deinem Sohn raten, damit sein Job in 30 Jahren nicht einfach von der KI ersetzt wird?Altman: Es wird auf die Meta-F\u00e4higkeiten ankommen, man muss lernen zu lernen, sich anzupassen, widerstandsf\u00e4hig gegen\u00fcber viel Ver\u00e4nderung zu sein, herauszufinden, was Menschen wollen, wie man n\u00fctzliche Produkte und Dienste f\u00fcr sie macht, wie man mit der Welt interagiert. Ich bin sehr sicher, dass Menschen f\u00fcreinander weiterhin im Mittelpunkt stehen werden. Ich denke, das wird eine gro\u00dfartige Welt sein. Und ich bin genauso sicher, dass das menschliche Verlangen nach Neuem, der Wunsch, f\u00fcr andere n\u00fctzlich zu sein, der Wunsch, unsere Kreativit\u00e4t auszudr\u00fccken \u2013 all das ist grenzenlos. In all den bisherigen technologischen Revolutionen haben sich die Menschen zu Recht gefragt: Was werden wir alle tun? In der Industrialisierung kamen die Maschinen, wir sahen ihnen dabei zu, wie sie die Dinge taten, die wir fr\u00fcher taten, und fragten: Welche Rolle bleibt f\u00fcr uns? Und jede neue Generation nutzt ihre Kreativit\u00e4t, neue Ideen und all die Werkzeuge, die die vorherige Generation gebaut hat, um uns zu verbl\u00fcffen. Und ich bin sicher, meine Kinder werden das auch tun.WELT: Du klingst sehr optimistisch, aber es gibt nat\u00fcrlich auch KI-Kritiker, die vor allem die dunkle Seite und die Gefahren sehen \u2013 zum Beispiel der bekannte KI-Forscher Eliezer Yudkowsky. Er sagt, das Verh\u00e4ltnis der Superintelligenz zum Menschen w\u00e4re ungef\u00e4hr so wie das Verh\u00e4ltnis des Menschen zu einer Ameise. Wir denken nicht dar\u00fcber nach, ob wir einen Ameisenhaufen zerst\u00f6ren. Wir tun es einfach, sofern er uns im Weg ist. Wie gro\u00df ist Deine pers\u00f6nliche Angst, dass die KI uns irgendwann wie Ameisen betrachtet und uns einfach zerst\u00f6rt?Altman: Ich habe viele unterschiedliche Beschreibungen geh\u00f6rt, wie die Beziehung zwischen einer KI und der Menschheit aussehen wird. Meine liebste stammt von meinem Mitgr\u00fcnder Ilya Sutskever: Er sagte einmal, er hoffe, dass eine oder mehrere AGIs (Allgemeine k\u00fcnstliche Intelligenz\/Superintelligenz, die Red.) die Menschheit so behandeln w\u00fcrden wie ein liebevoller Elternteil. So wie Du die Frage gestellt hast, kam mir das in den Sinn. Ich finde, das ist eine besonders sch\u00f6ne Perspektive. Ich glaube, dass wir, wenn wir diese Frage \u00fcberhaupt stellen, AGI ein St\u00fcck weit vermenschlichen. Und ich glaube, dass dies ein Werkzeug sein wird, das enorm leistungsf\u00e4hig ist. Und selbst wenn die AGI keinen eigenen Willen hat, kann sie, wenn wir sie um etwas bitten, Nebenwirkungen haben, Konsequenzen, die wir nicht verstehen. Deshalb ist es sehr wichtig, sie an menschliche Werte auszurichten.WELT: Kritiker werfen Dir ja vor, dass Du OpenAI von einer gemeinn\u00fctzigen Organisation, die die Risiken von KI erforschen sollte, zu einem kommerziellen Unternehmen umgebaut und dabei auch teilweise die Sicherheitsrisiken au\u00dfer Acht gelassen hast. Trifft Dich diese Kritik? St\u00f6rt Dich das? Oder denkst Du, man muss einfach manchmal vorangehen, wenn man Fortschritt erziehen will?Altman: Erstens: Wir haben weiterhin eine gemeinn\u00fctzige Organisation, und das wird immer so sein. Ich hoffe und glaube, dass wir die am besten ausgestattete und hoffentlich wirkungsvollste gemeinn\u00fctzige Organisation aller Zeiten haben werden. Das ist f\u00fcr unsere Mission sehr wichtig. Ebenfalls wichtig ist die Governance-Rolle dieser Organisation und sicherzustellen, dass wir unserer Mission treu bleiben und Sicherheit, das Wohlergehen und den maximalen Nutzen f\u00fcr die Menschheit priorisieren. Wir haben offensichtlich Fehler gemacht, w\u00e4hrend wir diese neue Technologie entdeckt haben \u2013 und wir werden in Zukunft weitere machen. Aber insgesamt bin ich \u00e4u\u00dferst stolz auf die Bilanz unseres Teams: Darauf, dass wir herausfinden, wie man diese Dienste sicher, breit n\u00fctzlich und weit verbreitet anbietet. Eine unserer Kern\u00fcberzeugungen ist, dass es gro\u00dfartig f\u00fcr die Welt ist und zutiefst unserer Mission entspricht, wenn wir es schaffen, dieses Werkzeug zu bauen, es mit menschlichen Werten auszurichten und es dann in die H\u00e4nde der Menschen zu geben, damit sie all das ausdr\u00fccken k\u00f6nnen, was sie damit tun wollen.WELT: In Europa diskutiert man ja gerade sehr lebhaft \u00fcber den AI Act, um k\u00fcnstliche Intelligenz zu regulieren. Wie ist Dein Blick darauf? Sind die Regeln gut? Sind es zu viele Regeln oder sollte man die einfach wegwerfen? Du hast Dich gestern ja auch mit Bundeskanzler Friedrich Merz getroffen. Was hast Du mitgenommen aus diesem Gespr\u00e4ch?Altman: Ich war sehr beeindruckt. Wir hatten eine gro\u00dfartige Diskussion \u00fcber die Notwendigkeit, in Deutschland Infrastruktur aufzubauen, um in Deutschland KI-Dienste anbieten zu k\u00f6nnen \u2013 von Deutschland, f\u00fcr Deutschland. Wir sind sehr begeistert \u00fcber unsere Ank\u00fcndigung gestern mit SAP und Microsoft, eine souver\u00e4ne Cloud f\u00fcr den deutschen \u00f6ffentlichen Sektor anzubieten, damit dieser neueste Modelle nutzen kann, bei gleichzeitiger Wahrung der digitalen Souver\u00e4nit\u00e4t. Dar\u00fcber haben wir auch ausf\u00fchrlich gesprochen.WELT: Du sagst, er will Infrastruktur in Deutschland bauen. Das Problem ist, der Strom ist in Deutschland ungef\u00e4hr dreimal so teuer wie in den USA und f\u00fcnfmal so teuer wie in China. Ist Deutschland \u00fcberhaupt ein attraktiver Standort f\u00fcr OpenAI?Altman: Energiekosten sind f\u00fcr KI sicherlich eine Herausforderung. Wir hatten jedoch auch eine gute Diskussion dar\u00fcber, wie man den Energiebedarf von KI adressiert. Und dar\u00fcber hinaus denke ich, dass der Einsatz von KI eine der besten Nutzungen von Energie sein wird \u2013 ob er nun in Deutschland stattfindet oder auf Servern, die irgendwo anders stehen, weil man die Rechenzentren hier nicht bauen m\u00f6chte, was eine sehr valide Entscheidung w\u00e4re. Die Bereitstellung von KI in Deutschland f\u00fcr deutsche Unternehmen und deutsche Verbraucher ist sehr wichtig. Deutschland ist unser gr\u00f6\u00dfter Markt in Europa, es ist unser f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfter Markt weltweit. Praktisch alle jungen Menschen in Deutschland nutzen ChatGPT. KI ist also da, die Menschen ziehen Nutzen daraus, und wir werden das weiterhin tun und die Energie-Herausforderungen angehen.WELT: Was w\u00e4re denn Deine Empfehlung f\u00fcr Deutschland, wie man die Energiepreise senken k\u00f6nnte? Ist nicht zum Beispiel der Atomausstieg aus Deiner Sicht vollkommen irre?Altman: Das ist die Sache der Menschen in Deutschland, und ich verstehe nicht alle lokalen Abw\u00e4gungen. Ich pers\u00f6nlich glaube, dass Kernenergie \u2013 fortgeschrittene Kernspaltung, das ganze Spektrum an Ans\u00e4tzen \u2013 eine der vielversprechendsten Energiequellen ist, und dass die Welt dem st\u00e4rker nachgehen sollte.WELT: Im Rennen um k\u00fcnstliche Intelligente dominieren ganz klar die USA und China. Deutschland hinkt ziemlich hinterher. Was m\u00fcsste Deutschland tun, um aufzuholen im KI-Wettrennen?Altman: Ich war gestern von meinen Treffen mit deutschen Vorstandschefs sehr beeindruckt. Ich denke, die Unternehmen hier planen wirklich, mutig auf KI zu setzen und sie in gro\u00dfem Stil einzusetzen. Sie glauben, dass KI dem, was sie tun, enormen Wert hinzuf\u00fcgen kann. Dasselbe habe ich von der Regierung \u00fcber ihre KI-Ambitionen geh\u00f6rt. Was wir bei der KI-Einf\u00fchrung in Deutschland sehen, ist unglaublich stark. Ich glaube, sie ist in den letzten 12 Monaten um das F\u00fcnffache gestiegen. Unglaublich. Ich bin diesbez\u00fcglich optimistisch.WELT: Die ganze Welt schaut ja auf die Innovationen aus dem Hause OpenAI. Es soll demn\u00e4chst auch eine Hardware geben, ein OpenAI-Ger\u00e4t. Du hast daf\u00fcr fr\u00fcheren Apple-Stardesigner Jony Ive eingestellt. Das hei\u00dft, wir gehen davon aus, das Ger\u00e4t wird auf jeden Fall gut aussehen. Aber was wird das OpenAI-Ger\u00e4t k\u00f6nnen? Erz\u00e4hl uns doch ein bisschen was.Altman: Das wird gut. Ich denke, wir haben seit Langem nur ein oder zwei gro\u00dfe Revolutionen darin erlebt, wie wir Computer benutzen. Wir hatten die Maus und die Tastatur und die Idee des Monitors mit einem Fenstersystem\u2014das war sicher ein Durchbruch. Dann hatten wir Touch-Ger\u00e4te, die das adaptiert haben, die Maus wegnahmen, es Ihnen erlaubten, einfach den Finger zu benutzen und dieses sehr pers\u00f6nliche Ger\u00e4t zu haben. Und das ist super, aber grunds\u00e4tzlich hatten wir noch nie etwas so M\u00e4chtiges wie KI. Computer k\u00f6nnen jetzt wirklich verstehen, was wir wollen, k\u00f6nnen denken \u2013 das hat uns erlaubt, neu zu \u00fcberlegen, was es bedeuten k\u00f6nnte, einen Computer zu benutzen. Wir erkunden das noch, es wird eine ganze Weile dauern. Aber im Laufe der Zeit erwarte ich, dass wir eine kleine Familie von Ger\u00e4ten bauen werden. Sie werden sicher gut aussehen, aber das ist nicht die Hauptsache. Ich hoffe, wenn wir hart arbeiten, wenn wir einen wirklich gro\u00dfartigen Job machen, werden sie ver\u00e4ndern, was es hei\u00dft, einen Computer zu benutzen \u2013 wie man arbeitet und wie man spielt und sein Leben lebt. Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns und es gibt viel zu entdecken bis dahin.WELT: Jetzt hast Du mich nat\u00fcrlich neugierig gemacht, da muss ich nachfragen: Sag mir eine Eigenschaft oder eine F\u00e4higkeit, die so ein Ger\u00e4t haben k\u00f6nnte, ein Beispiel.Altman: Heute muss man herumklicken, wenn man auf einem Computer eine Aufgabe erledigen will. Man muss zwischen vielen Anwendungen wechseln. Wenn es eine schwierige Aufgabe ist, kann das eine Weile dauern. Eines der Versprechen von KI ist, dass man etwas Komplexes sagen kann, das \u00fcber den Verlauf eines Tages oder eines Monats oder sogar eines Jahres erledigt werden muss, und man kann einfach darauf vertrauen, dass der Computer es versteht, es erledigt und sich meldet, wenn er Hilfe braucht. Man kann sich vorstellen, dem Computer eine sehr nuancierte, komplexe, aber kurze Anweisung zu geben und dann darauf zu vertrauen, dass er das Richtige tut und sich meldet, wenn er Hilfe braucht. Und das w\u00fcrde v\u00f6llig ver\u00e4ndern, wie sich die Nutzung des Computers anf\u00fchlt \u2013 statt eine Menge Apps zu starten und st\u00e4ndig Benachrichtigungen zu bekommen. WELT: In der Tech-Industrie, in den USA, herrschte lange ein liberal-demokratischer Grundton. Jetzt f\u00e4llt auf, viele Tech-Gurus, Tech-Bosse zeigen sich auch mit Donald Trump. Du warst ja auch direkt am Tag nach seiner Amtseinf\u00fchrung schon im Wei\u00dfen Haus, hast da eine gro\u00dfe Initiative verk\u00fcndet. Wie erkl\u00e4rst Du Dir diesen politischen Vibeshift in der Tech-Industrie? Warum sind jetzt pl\u00f6tzlich alle doch ganz gerne mit Trump zu sehen?Altman: Erstens denke ich, die Tech-Industrie sollte immer mit dem jeweiligen amerikanischen Pr\u00e4sidenten zusammenarbeiten. In diesem speziellen Fall gab es, wie ich finde, einige willkommene politische Ver\u00e4nderungen. Die M\u00f6glichkeit, Infrastruktur in den Vereinigten Staaten zu bauen, was ziemlich schwierig war und f\u00fcr Unternehmen wie unseres sehr wichtig ist, hat Pr\u00e4sident Trump in bemerkenswerter Weise unterst\u00fctzt. Und ein allgemein unternehmens- und technologiefreundlicheres Klima ist ebenfalls eine willkommene Ver\u00e4nderung, denke ich. So w\u00fcrde ich das beschreiben.WELT: Die USA sind sehr polarisiert, geradezu gespalten. Ich habe selbst ein paar Jahre dort gelebt und das miterlebt, wie aufgeheizt die Stimmung ist. Wie findest Du die Idee, statt eines US-Pr\u00e4sidenten k\u00fcnftig einfach eine k\u00fcnstliche Intelligenz regieren zu lassen?Altman: Ich glaube nicht, dass die Menschen das in absehbarer Zeit wollen. Ich erwarte allerdings, dass Pr\u00e4sidenten und F\u00fchrungspersonen weltweit KI zunehmend nutzen werden, um ihnen bei komplexen Entscheidungen zu helfen. Aber ich denke, wir alle wollen am Ende dennoch einen Menschen, der das abzeichnet.WELT: Du hast vorhin erw\u00e4hnt, wie viele Menschen in Deutschland ChatGPT schon nutzen. Ich habe mir das mal im Detail angeschaut. Viele Deutsche holen sich sogar Beziehungstipps von ChatGPT. Hast Du Deinen eigenen Bot auch schon mal um Hilfe gebeten in Beziehungsfragen?Altman: Ich nutze die KI daf\u00fcr nicht so stark wie andere. Ich habe es ausprobiert, aber nein, das ist nicht einer meiner gro\u00dfen pers\u00f6nlichen Anwendungsf\u00e4lle. Es ist ganz offensichtlich etwas, wof\u00fcr viele Leute es verwenden.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/das-jahr-der-superintelligenz-bis-2030-tun-modelle-dinge-die-wir-selbst-nicht-konnen\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/vof-news.eu\/de\/das-jahr-der-superintelligenz-bis-2030-tun-modelle-dinge-die-wir-selbst-nicht-konnen\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/das-jahr-der-superintelligenz-bis-2030-tun-modelle-dinge-die-wir-selbst-nicht-konnen\/#primaryimage","url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/welt-tv-interview-mit-dem-open-ai-g.webp","contentUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/welt-tv-interview-mit-dem-open-ai-g.webp","width":1200,"height":800},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/das-jahr-der-superintelligenz-bis-2030-tun-modelle-dinge-die-wir-selbst-nicht-konnen\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Das Jahr der Superintelligenz? \u201eBis 2030 tun Modelle Dinge, die wir selbst nicht k\u00f6nnen\u201c"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/","name":"vof-news.eu","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed","name":"Author","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","caption":"Author"},"sameAs":["http:\/\/vof-news.eu"],"url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/"}]}},"yoast_meta":{"yoast_wpseo_title":"","yoast_wpseo_metadesc":"","yoast_wpseo_canonical":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/279043","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=279043"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/279043\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":279050,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/279043\/revisions\/279050"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/279044"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=279043"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=279043"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=279043"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}