{"id":277648,"date":"2025-09-22T15:26:26","date_gmt":"2025-09-22T12:26:26","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/bahngewerkschaft-will-in-aufsichtsrat-gegen-neue-konzernchefin-stimmen\/"},"modified":"2025-09-22T15:26:47","modified_gmt":"2025-09-22T12:26:47","slug":"bahngewerkschaft-will-in-aufsichtsrat-gegen-neue-konzernchefin-stimmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bahngewerkschaft-will-in-aufsichtsrat-gegen-neue-konzernchefin-stimmen\/","title":{"rendered":"Bahngewerkschaft will in Aufsichtsrat gegen neue Konzernchefin stimmen"},"content":{"rendered":"<p>Der personelle Wechsel im Vorstand der Deutschen Bahn wird offensichtlich nicht so glatt verlaufen, wie sich das Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) vorgestellt hat. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) k\u00fcndigte an, gegen die designierte neue Konzernchefin Evelyn Palla stimmen zu wollen. Das sagte EVG-Boss Martin Burkert in Berlin. <\/p>\n<p>Palla war kurz zuvor von Schnieder als Wunschkandidatin f\u00fcr den Bahn-Chefposten vorgestellt worden. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bezeichnete die 51-J\u00e4hrige als eine \u201esehr gute Wahl\u201c. <\/p>\n<p>Der \u00c4rger der Gewerkschaft richtet sich dabei allerdings nicht gegen Palla selbst, sondern vor allem gegen die zweite Wunsch-Personalie des Ministers: Die EVG will nicht, dass Dirk Rompf neuer Chef der Infrastrukturgesellschaft DB InfraGo wird. <\/p>\n<p>\u201eDer Weg nach vorne kann niemals durch die Vergangenheit f\u00fchren. Professor Rompf war sechs Jahre lang Vorstandsvorsitzender der DB Netz und ist mit seinem Sparwahn mit Schuld an der heutigen Situation\u201c, sagte Burkert. \u201eJeder Fahrgast sp\u00fcrt heute noch die Auswirkungen seiner schlechten Bilanz. Das ist kein Neustart.\u201c Die Personalie Rompf habe bis weit in den Bahnkonzern hinein f\u00fcr gro\u00dfe Ablehnung gesorgt.<\/p>\n<p>Die Sitzung des Konzernaufsichtsrats beginnt am Dienstag. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf\u00fchrer (GDL), die ebenfalls einen Sitz im Aufsichtsrat h\u00e4lt, \u00e4u\u00dferte sich bislang nicht, wie sie sich bei der Berufung der neuen Bahnchefin verhalten wird. W\u00e4hrend Palla vom Konzernaufsichtsrat berufen werden muss, muss Rompf vom Aufsichtsrat der DB InfraGo berufen werden.<\/p>\n<p>Der Konzernaufsichtsrat der Deutschen Bahn ist parit\u00e4tisch mit Vertretern des Bundes als Bahn-Eigent\u00fcmer und der Arbeitnehmerseite besetzt. Beide Seiten stellen jeweils neun Mitglieder. Daneben gibt es noch den Aufsichtsratsvorsitzenden, Werner Gatzer, und seinen Stellvertreter Burkert. <\/p>\n<p>Es werde gerade rechtlich gepr\u00fcft, ob f\u00fcr die Berufung Pallas eine Zwei-Drittel- oder eine einfache Mehrheit ben\u00f6tigt werde. Sollte die n\u00f6tige Mehrheit nicht zustande kommen, tritt Burkert zufolge der Vermittlungsausschuss zusammen \u2013 erstmals in der Geschichte der Deutschen Bahn.<\/p>\n<h3>Rompf war schon mal Netz-Chef bei der Deutschen Bahn<\/h3>\n<p>\u201eIch darf zum Ausdruck bringen, dass wir als Arbeitnehmervertreter der EVG das Personalkonzept in G\u00e4nze ablehnen. Dabei geht es nicht prim\u00e4r um die Personalie Frau Palla\u201c, sagte Burkert zur Entscheidung der EVG. Minister Schnieder wolle einen Neustart. Doch indem er Palla den neuen InfraGo-Vorstand Rompf aufdr\u00fccke, sorge er f\u00fcr einen Fehlstart der neuen Chefin. Burkert geht davon aus, dass Rompf im Aufsichtsrat der DB InfraGo auch an einer einfachen Mehrheit scheitern wird.<\/p>\n<p>Rompf soll nach Vorstellung Schnieders bei der DB InfraGo Philipp Nagl abl\u00f6sen. Unter dessen Leitung wurde zuletzt der jahrelange Verfall des Schienennetzes gestoppt. Zudem ist Nagl einer der K\u00f6pfe hinter dem sogenannten Generalsanierungskonzept f\u00fcr mehr als 40 besonderes wichtige Strecken, das Palla fortf\u00fchren will. <\/p>\n<p>Rompf war Netz-Chef unter dem damaligen Konzernvorstand Ronald Pofalla. In dieser Zeit verfiel die Infrastruktur zunehmend, weil zu wenig Geld in den Erhalt investiert wurde. Seit 2021 ist Rompf Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei der Strategieberatung Ifok. Selbst wenn die EVG letztlich die Berufung von Palla und Rompf nicht verhindern sollte, so ist die Ablehnung beider in den Aufsichtsr\u00e4ten doch ein deutliches Zeichen. F\u00fcr die k\u00fcnftige Zusammenarbeit verhei\u00dft das nichts Gutes: Bei gro\u00dfen Reformen werden Schnieder, Palla und Rompf die Unterst\u00fctzung der EVG brauchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der personelle Wechsel im Vorstand der Deutschen Bahn wird offensichtlich nicht so glatt verlaufen, wie sich das Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) vorgestellt hat. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) k\u00fcndigte an, gegen die designierte neue Konzernchefin Evelyn Palla stimmen zu wollen. Das sagte EVG-Boss Martin Burkert in Berlin. 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Das sagte EVG-Boss Martin Burkert in Berlin. Palla war kurz zuvor von Schnieder als Wunschkandidatin f\u00fcr den Bahn-Chefposten vorgestellt worden. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bezeichnete die 51-J\u00e4hrige als eine \u201esehr gute Wahl\u201c. Der \u00c4rger der Gewerkschaft richtet sich dabei allerdings nicht gegen Palla selbst, sondern vor allem gegen die zweite Wunsch-Personalie des Ministers: Die EVG will nicht, dass Dirk Rompf neuer Chef der Infrastrukturgesellschaft DB InfraGo wird. \u201eDer Weg nach vorne kann niemals durch die Vergangenheit f\u00fchren. Professor Rompf war sechs Jahre lang Vorstandsvorsitzender der DB Netz und ist mit seinem Sparwahn mit Schuld an der heutigen Situation\u201c, sagte Burkert. \u201eJeder Fahrgast sp\u00fcrt heute noch die Auswirkungen seiner schlechten Bilanz. 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Sollte die n\u00f6tige Mehrheit nicht zustande kommen, tritt Burkert zufolge der Vermittlungsausschuss zusammen \u2013 erstmals in der Geschichte der Deutschen Bahn.Rompf war schon mal Netz-Chef bei der Deutschen Bahn\u201eIch darf zum Ausdruck bringen, dass wir als Arbeitnehmervertreter der EVG das Personalkonzept in G\u00e4nze ablehnen. Dabei geht es nicht prim\u00e4r um die Personalie Frau Palla\u201c, sagte Burkert zur Entscheidung der EVG. Minister Schnieder wolle einen Neustart. Doch indem er Palla den neuen InfraGo-Vorstand Rompf aufdr\u00fccke, sorge er f\u00fcr einen Fehlstart der neuen Chefin. Burkert geht davon aus, dass Rompf im Aufsichtsrat der DB InfraGo auch an einer einfachen Mehrheit scheitern wird.Rompf soll nach Vorstellung Schnieders bei der DB InfraGo Philipp Nagl abl\u00f6sen. Unter dessen Leitung wurde zuletzt der jahrelange Verfall des Schienennetzes gestoppt. Zudem ist Nagl einer der K\u00f6pfe hinter dem sogenannten Generalsanierungskonzept f\u00fcr mehr als 40 besonderes wichtige Strecken, das Palla fortf\u00fchren will. Rompf war Netz-Chef unter dem damaligen Konzernvorstand Ronald Pofalla. In dieser Zeit verfiel die Infrastruktur zunehmend, weil zu wenig Geld in den Erhalt investiert wurde. Seit 2021 ist Rompf Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei der Strategieberatung Ifok. Selbst wenn die EVG letztlich die Berufung von Palla und Rompf nicht verhindern sollte, so ist die Ablehnung beider in den Aufsichtsr\u00e4ten doch ein deutliches Zeichen. 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Zudem ist Nagl einer der K\u00f6pfe hinter dem sogenannten Generalsanierungskonzept f\u00fcr mehr als 40 besonderes wichtige Strecken, das Palla fortf\u00fchren will. Rompf war Netz-Chef unter dem damaligen Konzernvorstand Ronald Pofalla. In dieser Zeit verfiel die Infrastruktur zunehmend, weil zu wenig Geld in den Erhalt investiert wurde. Seit 2021 ist Rompf Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei der Strategieberatung Ifok. Selbst wenn die EVG letztlich die Berufung von Palla und Rompf nicht verhindern sollte, so ist die Ablehnung beider in den Aufsichtsr\u00e4ten doch ein deutliches Zeichen. 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Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf\u00fchrer (GDL), die ebenfalls einen Sitz im Aufsichtsrat h\u00e4lt, \u00e4u\u00dferte sich bislang nicht, wie sie sich bei der Berufung der neuen Bahnchefin verhalten wird. W\u00e4hrend Palla vom Konzernaufsichtsrat berufen werden muss, muss Rompf vom Aufsichtsrat der DB InfraGo berufen werden.Der Konzernaufsichtsrat der Deutschen Bahn ist parit\u00e4tisch mit Vertretern des Bundes als Bahn-Eigent\u00fcmer und der Arbeitnehmerseite besetzt. Beide Seiten stellen jeweils neun Mitglieder. Daneben gibt es noch den Aufsichtsratsvorsitzenden, Werner Gatzer, und seinen Stellvertreter Burkert. Es werde gerade rechtlich gepr\u00fcft, ob f\u00fcr die Berufung Pallas eine Zwei-Drittel- oder eine einfache Mehrheit ben\u00f6tigt werde. Sollte die n\u00f6tige Mehrheit nicht zustande kommen, tritt Burkert zufolge der Vermittlungsausschuss zusammen \u2013 erstmals in der Geschichte der Deutschen Bahn.Rompf war schon mal Netz-Chef bei der Deutschen Bahn\u201eIch darf zum Ausdruck bringen, dass wir als Arbeitnehmervertreter der EVG das Personalkonzept in G\u00e4nze ablehnen. Dabei geht es nicht prim\u00e4r um die Personalie Frau Palla\u201c, sagte Burkert zur Entscheidung der EVG. Minister Schnieder wolle einen Neustart. Doch indem er Palla den neuen InfraGo-Vorstand Rompf aufdr\u00fccke, sorge er f\u00fcr einen Fehlstart der neuen Chefin. Burkert geht davon aus, dass Rompf im Aufsichtsrat der DB InfraGo auch an einer einfachen Mehrheit scheitern wird.Rompf soll nach Vorstellung Schnieders bei der DB InfraGo Philipp Nagl abl\u00f6sen. Unter dessen Leitung wurde zuletzt der jahrelange Verfall des Schienennetzes gestoppt. Zudem ist Nagl einer der K\u00f6pfe hinter dem sogenannten Generalsanierungskonzept f\u00fcr mehr als 40 besonderes wichtige Strecken, das Palla fortf\u00fchren will. Rompf war Netz-Chef unter dem damaligen Konzernvorstand Ronald Pofalla. In dieser Zeit verfiel die Infrastruktur zunehmend, weil zu wenig Geld in den Erhalt investiert wurde. Seit 2021 ist Rompf Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei der Strategieberatung Ifok. Selbst wenn die EVG letztlich die Berufung von Palla und Rompf nicht verhindern sollte, so ist die Ablehnung beider in den Aufsichtsr\u00e4ten doch ein deutliches Zeichen. 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Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) k\u00fcndigte an, gegen die designierte neue Konzernchefin Evelyn Palla stimmen zu wollen. Das sagte EVG-Boss Martin Burkert in Berlin. Palla war kurz zuvor von Schnieder als Wunschkandidatin f\u00fcr den Bahn-Chefposten vorgestellt worden. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bezeichnete die 51-J\u00e4hrige als eine \u201esehr gute Wahl\u201c. Der \u00c4rger der Gewerkschaft richtet sich dabei allerdings nicht gegen Palla selbst, sondern vor allem gegen die zweite Wunsch-Personalie des Ministers: Die EVG will nicht, dass Dirk Rompf neuer Chef der Infrastrukturgesellschaft DB InfraGo wird. \u201eDer Weg nach vorne kann niemals durch die Vergangenheit f\u00fchren. Professor Rompf war sechs Jahre lang Vorstandsvorsitzender der DB Netz und ist mit seinem Sparwahn mit Schuld an der heutigen Situation\u201c, sagte Burkert. \u201eJeder Fahrgast sp\u00fcrt heute noch die Auswirkungen seiner schlechten Bilanz. Das ist kein Neustart.\u201c Die Personalie Rompf habe bis weit in den Bahnkonzern hinein f\u00fcr gro\u00dfe Ablehnung gesorgt.Die Sitzung des Konzernaufsichtsrats beginnt am Dienstag. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf\u00fchrer (GDL), die ebenfalls einen Sitz im Aufsichtsrat h\u00e4lt, \u00e4u\u00dferte sich bislang nicht, wie sie sich bei der Berufung der neuen Bahnchefin verhalten wird. W\u00e4hrend Palla vom Konzernaufsichtsrat berufen werden muss, muss Rompf vom Aufsichtsrat der DB InfraGo berufen werden.Der Konzernaufsichtsrat der Deutschen Bahn ist parit\u00e4tisch mit Vertretern des Bundes als Bahn-Eigent\u00fcmer und der Arbeitnehmerseite besetzt. Beide Seiten stellen jeweils neun Mitglieder. Daneben gibt es noch den Aufsichtsratsvorsitzenden, Werner Gatzer, und seinen Stellvertreter Burkert. Es werde gerade rechtlich gepr\u00fcft, ob f\u00fcr die Berufung Pallas eine Zwei-Drittel- oder eine einfache Mehrheit ben\u00f6tigt werde. Sollte die n\u00f6tige Mehrheit nicht zustande kommen, tritt Burkert zufolge der Vermittlungsausschuss zusammen \u2013 erstmals in der Geschichte der Deutschen Bahn.Rompf war schon mal Netz-Chef bei der Deutschen Bahn\u201eIch darf zum Ausdruck bringen, dass wir als Arbeitnehmervertreter der EVG das Personalkonzept in G\u00e4nze ablehnen. Dabei geht es nicht prim\u00e4r um die Personalie Frau Palla\u201c, sagte Burkert zur Entscheidung der EVG. Minister Schnieder wolle einen Neustart. Doch indem er Palla den neuen InfraGo-Vorstand Rompf aufdr\u00fccke, sorge er f\u00fcr einen Fehlstart der neuen Chefin. Burkert geht davon aus, dass Rompf im Aufsichtsrat der DB InfraGo auch an einer einfachen Mehrheit scheitern wird.Rompf soll nach Vorstellung Schnieders bei der DB InfraGo Philipp Nagl abl\u00f6sen. Unter dessen Leitung wurde zuletzt der jahrelange Verfall des Schienennetzes gestoppt. Zudem ist Nagl einer der K\u00f6pfe hinter dem sogenannten Generalsanierungskonzept f\u00fcr mehr als 40 besonderes wichtige Strecken, das Palla fortf\u00fchren will. Rompf war Netz-Chef unter dem damaligen Konzernvorstand Ronald Pofalla. In dieser Zeit verfiel die Infrastruktur zunehmend, weil zu wenig Geld in den Erhalt investiert wurde. Seit 2021 ist Rompf Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei der Strategieberatung Ifok. Selbst wenn die EVG letztlich die Berufung von Palla und Rompf nicht verhindern sollte, so ist die Ablehnung beider in den Aufsichtsr\u00e4ten doch ein deutliches Zeichen. 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