{"id":275684,"date":"2025-09-17T13:26:12","date_gmt":"2025-09-17T10:26:12","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/"},"modified":"2025-09-17T13:26:38","modified_gmt":"2025-09-17T10:26:38","slug":"kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/","title":{"rendered":"\u201eKinderkliniken werden wieder \u00fcberlaufen\u201c \u2013  Kinder\u00e4rzte warnen vor dem Herbst"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr Ursula Felderhoff-M\u00fcser, Direktorin der Klinik f\u00fcr Kinderheilkunde I der Universit\u00e4tsmedizin Essen, f\u00fchlen sich diese ersten Herbsttage an wie die Ruhe vor dem Sturm. \u201eWenn es nun k\u00e4lter wird und sich das Leben wieder in die Innenr\u00e4ume verlagert, werden Infekte wie Influenza oder RS-Viren wieder zunehmen unter Kindern. Unsere Kinderkliniken werden dann wieder \u00fcberlaufen\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser, die neben der Klinikleitung auch Pr\u00e4sidentin der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) ist. <\/p>\n<p>Die entscheidende Frage f\u00fcr Felderhoff-M\u00fcser wird dabei nicht sein, ob die Kapazit\u00e4ten ihrer Station ausreichen \u2013 sondern wie stark diese in diesem Jahr wohl wieder \u00fcberschritten werden. \u201eWenn unsere Betten voll sind, m\u00fcssen wir stundenlang herumtelefonieren, um freie Kapazit\u00e4ten f\u00fcr Kinder zu bekommen. Dieses Szenario gab es leider in jedem der vergangenen Jahre\u201c, sagt die \u00c4rztin.<\/p>\n<p>So wie Felderhoff-M\u00fcser blicken weite Teile der Kinderklinik-Verantwortlichen mit Sorge auf den Herbst. Zwar ist noch nicht kalkulierbar, wie stark die Infektionswellen in diesem Jahr ausfallen werden. Fachleute bef\u00fcrchten jedoch, dass das Infektionsgeschehen auch in diesem Winter viele Kliniken wieder an oder \u00fcber ihre Kapazit\u00e4tsgrenzen bringen k\u00f6nnte. <\/p>\n<p>Denn das bundesweit herrschende Kliniksterben ist im Bereich der Kinderkliniken besonders ausgepr\u00e4gt. <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/politik\/deutschland\/kinderkliniken-haben-auch-2021-hunderte-betten-abgebaut\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/politik\/deutschland\/kinderkliniken-haben-auch-2021-hunderte-betten-abgebaut\/\">Allein zwischen 2018 und 2023 sind f\u00fcnf Prozent aller Kinderkliniken und -abteilungen verschwunden<\/a>. Was dadurch an Kinderbetten verloren gegangen ist, m\u00fcssen die 323 weiter bestehenden Kinderkliniken nun zus\u00e4tzlich auffangen. <\/p>\n<h3>Impfung gegen RS-Virus als Hoffnungsschimmer<\/h3>\n<p>Doch dieses Unterfangen wird immer schwieriger. So sorgen chronische Krankheiten unter Kindern f\u00fcr h\u00f6here Belegungen der Stationen. Zudem wird die derzeitige Finanzierung der Kinderkliniken dem Bedarf der H\u00e4user laut Fachverb\u00e4nden nicht gerecht. Ein Gegensteuern aus der Politik ist trotz der gro\u00dfen Krankenhausreform, die Bundesgesundheitsministerin <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/politik\/diese-ministerinnen-und-minister-schicken-cdu-und-csu-in-die-neue-bundesregierung\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/politik\/diese-ministerinnen-und-minister-schicken-cdu-und-csu-in-die-neue-bundesregierung\/\">Nina Warken (CDU) <\/a>umsetzen will, derzeit nicht zu erkennen. Zumindest gibt es Lichtblicke, dass bestimmte Infektionen in diesem Herbst m\u00f6glicherweise milder ausfallen k\u00f6nnten. <\/p>\n<p>So wie Klinikdirektorin Felderhoff-M\u00fcser harrt auch Florian Hoffmann, Pr\u00e4sident der Deutschen Interdisziplin\u00e4ren Vereinigung f\u00fcr Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dem Herbstbeginn. \u201eAktuell ist die Lage noch ruhig. Allerdings stehen wir kurz vor der ersten Welle der herbstlichen Virusinfektionen\u201c, sagt Hoffmann. Finanziell sieht Hoffmann die Kinderkliniken dabei schlecht ger\u00fcstet: \u201eSehr viele Kinderkliniken stehen mit dem R\u00fccken zur Wand \u2013 und keine Klinik kann aufgrund von beobachteten Personalengp\u00e4ssen und fehlenden Betten reagieren\u201c, so Hoffmann.<\/p>\n<p>Allerdings hat Hoffmann, der auch Chefarzt der Klinik f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Dritter Orden in M\u00fcnchen ist, auch eine gute Nachricht f\u00fcr Eltern: \u201eIn den zur\u00fcckliegenden Jahren hat vor allem das RS-Virus f\u00fcr volle Stationen gesorgt. Die inzwischen verf\u00fcgbare Passiv-Impfung hat die Lage aber deutlich entspannt und bewahrt viele S\u00e4uglinge und Kleinkinder davor, eine schwere Infektion der Lunge auszubilden.\u201c<\/p>\n<p>Auch der Verband Leitender Kinder- und Jugend\u00e4rzte und Kinderchirurgen Deutschlands (VLKKD) weist auf die positiven Ergebnisse der Impfung gegen das RS-Virus hin. \u201eAktuelle Untersuchungen unter anderem des Robert Koch Instituts (RKI) zeigen eine \u00fcberzeugende Wirksamkeit der Impfung insbesondere bei den schweren, zum Teil mit einer Behandlung auf der Intensivstation verbundenen F\u00e4llen\u201c, hei\u00dft es vom VLKKD. Ob \u2013 auch im Hinblick auf andere infekti\u00f6se Erreger \u2013 die Kapazit\u00e4ten zur Intensivbehandlung von Kindern im Herbst ausreichen werden, seit laut VLKKD jedoch \u201eschwer vorherzusagen\u201c. <\/p>\n<p>Allgemein betrachtet der VLKKD die Lage der Kinderkliniken in Deutschland \u201emit gro\u00dfer Sorge\u201c. So sei laut dem Verband aktuell \u201enicht erkennbar, dass die berechtigten Belange von Kinder und Jugendlichen im gesundheitspolitischen Diskurs ernsthaft Ber\u00fccksichtigung finden\u201c. Da viele Kinderkliniken zweistellige Millionendefizite verzeichnen w\u00fcrden, gerate die Kindermedizin hierzulande \u201efl\u00e4chendeckend unter zunehmend hohen Druck\u201c. <\/p>\n<p>Zugespitzt hat sich die Lage der Kinder- und Jugendeinrichtungen auch durch neue Krankheitsauspr\u00e4gungen. \u201eDie Probleme der Kinderkliniken beginnen nicht erst im Herbst. W\u00e4hrend wir fr\u00fcher im Sommer weniger Patienten hatten, sind die Stationen mittlerweile das ganze Jahr ausgelastet\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser. <\/p>\n<h3>\u201eKindermedizin ist besonders kostenintensiv\u201c<\/h3>\n<p>Der Grund daf\u00fcr liege in der Zunahme der chronischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen: \u201eKrankheiten im Zusammenhang mit krankhaftem \u00dcbergewicht, etwa Diabetes, haben stark zugenommen\u201c, sagt die Kinder- und Jugend\u00e4rztin. Auch psychische Erkrankungen unter Kindern und Jugendlichen zu immer mehr Hospitalisierungen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Krux der Kinderkliniken ist dabei, dass man mit mehr Patienten keineswegs mehr Geld verdient: \u201eKindermedizin ist besonders kostenintensiv. Das beginnt schon bei der Diagnose. Weil Kinder Symptome oft nicht verst\u00e4ndlich bezeichnen k\u00f6nnen, ist es mitunter fast detektivische Arbeit, zu einer Diagnose zu kommen. Das kostet Zeit und kompetentes Personal\u201c, so Felderhoff-M\u00fcser. <\/p>\n<p>Diese Zusatzkosten w\u00fcrde die derzeitige Krankenhausfinanzierung aber nicht ber\u00fccksichtigen. \u201eDie zugestandenen Fallpauschalen f\u00fcr die einzelnen Behandlungen fallen gr\u00f6\u00dftenteils aus wie in der Erwachsenenmedizin\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser. Laut der Klinikdirektorin w\u00fcrden die derzeitigen Pl\u00e4ne der Krankenhausreform an den Finanzierungsproblemen der Kinderkliniken nichts \u00e4ndern. \u201eIch hoffe, dass Bundesgesundheitsministerin Warken den Ernst der Lage erkennt und hier nachbessert\u201c, so Felderhoff-M\u00fcser.<\/p>\n<p>Das <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/gesundheitsministerium\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/gesundheitsministerium\/\">Bundesgesundheitsministerium (BMG)<\/a> teilt dazu mit, dass die Sicherstellung einer \u201ebedarfsgerechten station\u00e4ren Versorgung der Bev\u00f6lkerung und damit auch der Kinder- und Jugendmedizin in Krankenh\u00e4usern im Rahmen der Krankenhausplanung den L\u00e4ndern\u201c obliegen w\u00fcrde. Zugleich sei die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen laut BMG \u201eein wichtiges Thema f\u00fcr die Bundesregierung\u201c. <\/p>\n<p>\u201eSchon mit dem Krankenhauspflegeentlastungsgesetz wurden zus\u00e4tzliche F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von 300 Mio. Euro f\u00fcr die Jahre 2023 und 2024 f\u00fcr die Versorgung von Kindern und Jugendlichen vorgesehen. Mit der Krankenhausreform wurden diese F\u00f6rdermittel verstetigt: Krankenh\u00e4user erhalten in den Jahren 2025 und 2026 einen pauschalen Zuschlag f\u00fcr die station\u00e4re Versorgung von Kindern und Jugendlichen\u201c, so das BMG. Mit dem Entwurf des Krankenhausanpassungsgesetzes solle der pauschale Zuschlag auf das Jahr 2027 ausgedehnt werden.<\/p>\n<p>Medizinerin und Klinikdirektorin Felderhoff-M\u00fcser sieht diese Mittel jedoch als nicht ausreichend an. Sollte die Politik bei der Finanzierung der Kinderkliniken nicht einlenken, f\u00fcrchtet Felderhoff-M\u00fcser drastische Folgen: \u201eMeine gro\u00dfe Sorge ist, dass Kindermedizin zunehmend einfach von der Erwachsenenmedizin mitbetreut wird. Das wird den Patienten aber nicht gerecht und k\u00f6nnte sogar gef\u00e4hrlich werden\u201c, so die Kinder- und Jugend\u00e4rztin.  <\/p>\n<p>So w\u00e4ren Kardiologen f\u00fcr Erwachsenenmedizin etwa auf ganz andere Krankheitsbilder geschult als die Fachleute f\u00fcr Kindermedizin. \u201eInfarkte kommen bei Kindern so gut wie nicht vor. Stattdessen gibt es etwa Probleme mit angeborenen Herzfehlern\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser. Doch um die zu erkennen, m\u00fcssten die \u00c4rzte auch auf solche Krankheitsbilder geschult sein.   <\/p>\n<p><p><b><em>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und <\/em><\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\"><b><em>Business Insider<\/em><\/b><\/a><b><em> erstellt.<\/em><\/b><\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/andreas-macho\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/andreas-macho\/\"><em><b>Andreas Macho<\/b><\/em><\/a><em><b> ist WELT-Wirtschaftsreporter in Berlin mit dem Schwerpunkt Gesundheit.<\/b><\/em><\/p>\n<\/p>\n<p><b><em>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und <\/em><\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\"><b><em>Business Insider<\/em><\/b><\/a><b><em> erstellt.<\/em><\/b><\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/andreas-macho\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/andreas-macho\/\"><em><b>Andreas Macho<\/b><\/em><\/a><em><b> ist WELT-Wirtschaftsreporter in Berlin mit dem Schwerpunkt Gesundheit.<\/b><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr Ursula Felderhoff-M\u00fcser, Direktorin der Klinik f\u00fcr Kinderheilkunde I der Universit\u00e4tsmedizin Essen, f\u00fchlen sich diese ersten Herbsttage an wie die Ruhe vor dem Sturm. \u201eWenn es nun k\u00e4lter wird und sich das Leben wieder in die Innenr\u00e4ume verlagert, werden Infekte wie Influenza oder RS-Viren wieder zunehmen unter Kindern. 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Fachleute bef\u00fcrchten jedoch, dass das Infektionsgeschehen auch in diesem Winter viele Kliniken wieder an oder \u00fcber ihre Kapazit\u00e4tsgrenzen bringen k\u00f6nnte. Denn das bundesweit herrschende Kliniksterben ist im Bereich der Kinderkliniken besonders ausgepr\u00e4gt. Allein zwischen 2018 und 2023 sind f\u00fcnf Prozent aller Kinderkliniken und -abteilungen verschwunden. Was dadurch an Kinderbetten verloren gegangen ist, m\u00fcssen die 323 weiter bestehenden Kinderkliniken nun zus\u00e4tzlich auffangen. Impfung gegen RS-Virus als HoffnungsschimmerDoch dieses Unterfangen wird immer schwieriger. So sorgen chronische Krankheiten unter Kindern f\u00fcr h\u00f6here Belegungen der Stationen. Zudem wird die derzeitige Finanzierung der Kinderkliniken dem Bedarf der H\u00e4user laut Fachverb\u00e4nden nicht gerecht. Ein Gegensteuern aus der Politik ist trotz der gro\u00dfen Krankenhausreform, die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) umsetzen will, derzeit nicht zu erkennen. Zumindest gibt es Lichtblicke, dass bestimmte Infektionen in diesem Herbst m\u00f6glicherweise milder ausfallen k\u00f6nnten. So wie Klinikdirektorin Felderhoff-M\u00fcser harrt auch Florian Hoffmann, Pr\u00e4sident der Deutschen Interdisziplin\u00e4ren Vereinigung f\u00fcr Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dem Herbstbeginn. \u201eAktuell ist die Lage noch ruhig. Allerdings stehen wir kurz vor der ersten Welle der herbstlichen Virusinfektionen\u201c, sagt Hoffmann. Finanziell sieht Hoffmann die Kinderkliniken dabei schlecht ger\u00fcstet: \u201eSehr viele Kinderkliniken stehen mit dem R\u00fccken zur Wand \u2013 und keine Klinik kann aufgrund von beobachteten Personalengp\u00e4ssen und fehlenden Betten reagieren\u201c, so Hoffmann.Allerdings hat Hoffmann, der auch Chefarzt der Klinik f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Dritter Orden in M\u00fcnchen ist, auch eine gute Nachricht f\u00fcr Eltern: \u201eIn den zur\u00fcckliegenden Jahren hat vor allem das RS-Virus f\u00fcr volle Stationen gesorgt. 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So sei laut dem Verband aktuell \u201enicht erkennbar, dass die berechtigten Belange von Kinder und Jugendlichen im gesundheitspolitischen Diskurs ernsthaft Ber\u00fccksichtigung finden\u201c. Da viele Kinderkliniken zweistellige Millionendefizite verzeichnen w\u00fcrden, gerate die Kindermedizin hierzulande \u201efl\u00e4chendeckend unter zunehmend hohen Druck\u201c. Zugespitzt hat sich die Lage der Kinder- und Jugendeinrichtungen auch durch neue Krankheitsauspr\u00e4gungen. \u201eDie Probleme der Kinderkliniken beginnen nicht erst im Herbst. 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Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Andreas Macho ist WELT-Wirtschaftsreporter in Berlin mit dem Schwerpunkt Gesundheit.Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Andreas Macho ist WELT-Wirtschaftsreporter in Berlin mit dem Schwerpunkt Gesundheit.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"noindex, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"\u201eKinderkliniken werden wieder \u00fcberlaufen\u201c \u2013 Kinder\u00e4rzte warnen vor dem Herbst - vof-news.eu\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"F\u00fcr Ursula Felderhoff-M\u00fcser, Direktorin der Klinik f\u00fcr Kinderheilkunde I der Universit\u00e4tsmedizin Essen, f\u00fchlen sich diese ersten Herbsttage an wie die Ruhe vor dem Sturm. \u201eWenn es nun k\u00e4lter wird und sich das Leben wieder in die Innenr\u00e4ume verlagert, werden Infekte wie Influenza oder RS-Viren wieder zunehmen unter Kindern. 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Fachleute bef\u00fcrchten jedoch, dass das Infektionsgeschehen auch in diesem Winter viele Kliniken wieder an oder \u00fcber ihre Kapazit\u00e4tsgrenzen bringen k\u00f6nnte. Denn das bundesweit herrschende Kliniksterben ist im Bereich der Kinderkliniken besonders ausgepr\u00e4gt. Allein zwischen 2018 und 2023 sind f\u00fcnf Prozent aller Kinderkliniken und -abteilungen verschwunden. Was dadurch an Kinderbetten verloren gegangen ist, m\u00fcssen die 323 weiter bestehenden Kinderkliniken nun zus\u00e4tzlich auffangen. Impfung gegen RS-Virus als HoffnungsschimmerDoch dieses Unterfangen wird immer schwieriger. So sorgen chronische Krankheiten unter Kindern f\u00fcr h\u00f6here Belegungen der Stationen. Zudem wird die derzeitige Finanzierung der Kinderkliniken dem Bedarf der H\u00e4user laut Fachverb\u00e4nden nicht gerecht. Ein Gegensteuern aus der Politik ist trotz der gro\u00dfen Krankenhausreform, die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) umsetzen will, derzeit nicht zu erkennen. Zumindest gibt es Lichtblicke, dass bestimmte Infektionen in diesem Herbst m\u00f6glicherweise milder ausfallen k\u00f6nnten. So wie Klinikdirektorin Felderhoff-M\u00fcser harrt auch Florian Hoffmann, Pr\u00e4sident der Deutschen Interdisziplin\u00e4ren Vereinigung f\u00fcr Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dem Herbstbeginn. \u201eAktuell ist die Lage noch ruhig. Allerdings stehen wir kurz vor der ersten Welle der herbstlichen Virusinfektionen\u201c, sagt Hoffmann. Finanziell sieht Hoffmann die Kinderkliniken dabei schlecht ger\u00fcstet: \u201eSehr viele Kinderkliniken stehen mit dem R\u00fccken zur Wand \u2013 und keine Klinik kann aufgrund von beobachteten Personalengp\u00e4ssen und fehlenden Betten reagieren\u201c, so Hoffmann.Allerdings hat Hoffmann, der auch Chefarzt der Klinik f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Dritter Orden in M\u00fcnchen ist, auch eine gute Nachricht f\u00fcr Eltern: \u201eIn den zur\u00fcckliegenden Jahren hat vor allem das RS-Virus f\u00fcr volle Stationen gesorgt. Die inzwischen verf\u00fcgbare Passiv-Impfung hat die Lage aber deutlich entspannt und bewahrt viele S\u00e4uglinge und Kleinkinder davor, eine schwere Infektion der Lunge auszubilden.\u201cAuch der Verband Leitender Kinder- und Jugend\u00e4rzte und Kinderchirurgen Deutschlands (VLKKD) weist auf die positiven Ergebnisse der Impfung gegen das RS-Virus hin. \u201eAktuelle Untersuchungen unter anderem des Robert Koch Instituts (RKI) zeigen eine \u00fcberzeugende Wirksamkeit der Impfung insbesondere bei den schweren, zum Teil mit einer Behandlung auf der Intensivstation verbundenen F\u00e4llen\u201c, hei\u00dft es vom VLKKD. Ob \u2013 auch im Hinblick auf andere infekti\u00f6se Erreger \u2013 die Kapazit\u00e4ten zur Intensivbehandlung von Kindern im Herbst ausreichen werden, seit laut VLKKD jedoch \u201eschwer vorherzusagen\u201c. Allgemein betrachtet der VLKKD die Lage der Kinderkliniken in Deutschland \u201emit gro\u00dfer Sorge\u201c. So sei laut dem Verband aktuell \u201enicht erkennbar, dass die berechtigten Belange von Kinder und Jugendlichen im gesundheitspolitischen Diskurs ernsthaft Ber\u00fccksichtigung finden\u201c. Da viele Kinderkliniken zweistellige Millionendefizite verzeichnen w\u00fcrden, gerate die Kindermedizin hierzulande \u201efl\u00e4chendeckend unter zunehmend hohen Druck\u201c. Zugespitzt hat sich die Lage der Kinder- und Jugendeinrichtungen auch durch neue Krankheitsauspr\u00e4gungen. \u201eDie Probleme der Kinderkliniken beginnen nicht erst im Herbst. W\u00e4hrend wir fr\u00fcher im Sommer weniger Patienten hatten, sind die Stationen mittlerweile das ganze Jahr ausgelastet\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser. \u201eKindermedizin ist besonders kostenintensiv\u201cDer Grund daf\u00fcr liege in der Zunahme der chronischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen: \u201eKrankheiten im Zusammenhang mit krankhaftem \u00dcbergewicht, etwa Diabetes, haben stark zugenommen\u201c, sagt die Kinder- und Jugend\u00e4rztin. Auch psychische Erkrankungen unter Kindern und Jugendlichen zu immer mehr Hospitalisierungen f\u00fchren.Die Krux der Kinderkliniken ist dabei, dass man mit mehr Patienten keineswegs mehr Geld verdient: \u201eKindermedizin ist besonders kostenintensiv. Das beginnt schon bei der Diagnose. Weil Kinder Symptome oft nicht verst\u00e4ndlich bezeichnen k\u00f6nnen, ist es mitunter fast detektivische Arbeit, zu einer Diagnose zu kommen. Das kostet Zeit und kompetentes Personal\u201c, so Felderhoff-M\u00fcser. Diese Zusatzkosten w\u00fcrde die derzeitige Krankenhausfinanzierung aber nicht ber\u00fccksichtigen. \u201eDie zugestandenen Fallpauschalen f\u00fcr die einzelnen Behandlungen fallen gr\u00f6\u00dftenteils aus wie in der Erwachsenenmedizin\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser. Laut der Klinikdirektorin w\u00fcrden die derzeitigen Pl\u00e4ne der Krankenhausreform an den Finanzierungsproblemen der Kinderkliniken nichts \u00e4ndern. \u201eIch hoffe, dass Bundesgesundheitsministerin Warken den Ernst der Lage erkennt und hier nachbessert\u201c, so Felderhoff-M\u00fcser.Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) teilt dazu mit, dass die Sicherstellung einer \u201ebedarfsgerechten station\u00e4ren Versorgung der Bev\u00f6lkerung und damit auch der Kinder- und Jugendmedizin in Krankenh\u00e4usern im Rahmen der Krankenhausplanung den L\u00e4ndern\u201c obliegen w\u00fcrde. Zugleich sei die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen laut BMG \u201eein wichtiges Thema f\u00fcr die Bundesregierung\u201c. \u201eSchon mit dem Krankenhauspflegeentlastungsgesetz wurden zus\u00e4tzliche F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von 300 Mio. Euro f\u00fcr die Jahre 2023 und 2024 f\u00fcr die Versorgung von Kindern und Jugendlichen vorgesehen. Mit der Krankenhausreform wurden diese F\u00f6rdermittel verstetigt: Krankenh\u00e4user erhalten in den Jahren 2025 und 2026 einen pauschalen Zuschlag f\u00fcr die station\u00e4re Versorgung von Kindern und Jugendlichen\u201c, so das BMG. Mit dem Entwurf des Krankenhausanpassungsgesetzes solle der pauschale Zuschlag auf das Jahr 2027 ausgedehnt werden.Medizinerin und Klinikdirektorin Felderhoff-M\u00fcser sieht diese Mittel jedoch als nicht ausreichend an. Sollte die Politik bei der Finanzierung der Kinderkliniken nicht einlenken, f\u00fcrchtet Felderhoff-M\u00fcser drastische Folgen: \u201eMeine gro\u00dfe Sorge ist, dass Kindermedizin zunehmend einfach von der Erwachsenenmedizin mitbetreut wird. Das wird den Patienten aber nicht gerecht und k\u00f6nnte sogar gef\u00e4hrlich werden\u201c, so die Kinder- und Jugend\u00e4rztin. So w\u00e4ren Kardiologen f\u00fcr Erwachsenenmedizin etwa auf ganz andere Krankheitsbilder geschult als die Fachleute f\u00fcr Kindermedizin. \u201eInfarkte kommen bei Kindern so gut wie nicht vor. Stattdessen gibt es etwa Probleme mit angeborenen Herzfehlern\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser. Doch um die zu erkennen, m\u00fcssten die \u00c4rzte auch auf solche Krankheitsbilder geschult sein.  Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Andreas Macho ist WELT-Wirtschaftsreporter in Berlin mit dem Schwerpunkt Gesundheit.Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Andreas Macho ist WELT-Wirtschaftsreporter in Berlin mit dem Schwerpunkt Gesundheit.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"vof-news.eu\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2025-09-17T10:26:12+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-09-17T10:26:38+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/intensivstation-der-kinderklinik-im-st-joseph-krankenhaus.webp\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1200\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"574\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/webp\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Author\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Author\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"6\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/\",\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/\",\"name\":\"\u201eKinderkliniken werden wieder \u00fcberlaufen\u201c \u2013 Kinder\u00e4rzte warnen vor dem Herbst - vof-news.eu\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/intensivstation-der-kinderklinik-im-st-joseph-krankenhaus.webp\",\"datePublished\":\"2025-09-17T10:26:12+00:00\",\"dateModified\":\"2025-09-17T10:26:38+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed\"},\"description\":\"F\u00fcr Ursula Felderhoff-M\u00fcser, Direktorin der Klinik f\u00fcr Kinderheilkunde I der Universit\u00e4tsmedizin Essen, f\u00fchlen sich diese ersten Herbsttage an wie die Ruhe vor dem Sturm. \u201eWenn es nun k\u00e4lter wird und sich das Leben wieder in die Innenr\u00e4ume verlagert, werden Infekte wie Influenza oder RS-Viren wieder zunehmen unter Kindern. Unsere Kinderkliniken werden dann wieder \u00fcberlaufen\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser, die neben der Klinikleitung auch Pr\u00e4sidentin der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) ist. Die entscheidende Frage f\u00fcr Felderhoff-M\u00fcser wird dabei nicht sein, ob die Kapazit\u00e4ten ihrer Station ausreichen \u2013 sondern wie stark diese in diesem Jahr wohl wieder \u00fcberschritten werden. \u201eWenn unsere Betten voll sind, m\u00fcssen wir stundenlang herumtelefonieren, um freie Kapazit\u00e4ten f\u00fcr Kinder zu bekommen. Dieses Szenario gab es leider in jedem der vergangenen Jahre\u201c, sagt die \u00c4rztin.So wie Felderhoff-M\u00fcser blicken weite Teile der Kinderklinik-Verantwortlichen mit Sorge auf den Herbst. Zwar ist noch nicht kalkulierbar, wie stark die Infektionswellen in diesem Jahr ausfallen werden. Fachleute bef\u00fcrchten jedoch, dass das Infektionsgeschehen auch in diesem Winter viele Kliniken wieder an oder \u00fcber ihre Kapazit\u00e4tsgrenzen bringen k\u00f6nnte. Denn das bundesweit herrschende Kliniksterben ist im Bereich der Kinderkliniken besonders ausgepr\u00e4gt. Allein zwischen 2018 und 2023 sind f\u00fcnf Prozent aller Kinderkliniken und -abteilungen verschwunden. Was dadurch an Kinderbetten verloren gegangen ist, m\u00fcssen die 323 weiter bestehenden Kinderkliniken nun zus\u00e4tzlich auffangen. Impfung gegen RS-Virus als HoffnungsschimmerDoch dieses Unterfangen wird immer schwieriger. So sorgen chronische Krankheiten unter Kindern f\u00fcr h\u00f6here Belegungen der Stationen. Zudem wird die derzeitige Finanzierung der Kinderkliniken dem Bedarf der H\u00e4user laut Fachverb\u00e4nden nicht gerecht. Ein Gegensteuern aus der Politik ist trotz der gro\u00dfen Krankenhausreform, die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) umsetzen will, derzeit nicht zu erkennen. Zumindest gibt es Lichtblicke, dass bestimmte Infektionen in diesem Herbst m\u00f6glicherweise milder ausfallen k\u00f6nnten. So wie Klinikdirektorin Felderhoff-M\u00fcser harrt auch Florian Hoffmann, Pr\u00e4sident der Deutschen Interdisziplin\u00e4ren Vereinigung f\u00fcr Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dem Herbstbeginn. \u201eAktuell ist die Lage noch ruhig. Allerdings stehen wir kurz vor der ersten Welle der herbstlichen Virusinfektionen\u201c, sagt Hoffmann. Finanziell sieht Hoffmann die Kinderkliniken dabei schlecht ger\u00fcstet: \u201eSehr viele Kinderkliniken stehen mit dem R\u00fccken zur Wand \u2013 und keine Klinik kann aufgrund von beobachteten Personalengp\u00e4ssen und fehlenden Betten reagieren\u201c, so Hoffmann.Allerdings hat Hoffmann, der auch Chefarzt der Klinik f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Dritter Orden in M\u00fcnchen ist, auch eine gute Nachricht f\u00fcr Eltern: \u201eIn den zur\u00fcckliegenden Jahren hat vor allem das RS-Virus f\u00fcr volle Stationen gesorgt. Die inzwischen verf\u00fcgbare Passiv-Impfung hat die Lage aber deutlich entspannt und bewahrt viele S\u00e4uglinge und Kleinkinder davor, eine schwere Infektion der Lunge auszubilden.\u201cAuch der Verband Leitender Kinder- und Jugend\u00e4rzte und Kinderchirurgen Deutschlands (VLKKD) weist auf die positiven Ergebnisse der Impfung gegen das RS-Virus hin. \u201eAktuelle Untersuchungen unter anderem des Robert Koch Instituts (RKI) zeigen eine \u00fcberzeugende Wirksamkeit der Impfung insbesondere bei den schweren, zum Teil mit einer Behandlung auf der Intensivstation verbundenen F\u00e4llen\u201c, hei\u00dft es vom VLKKD. Ob \u2013 auch im Hinblick auf andere infekti\u00f6se Erreger \u2013 die Kapazit\u00e4ten zur Intensivbehandlung von Kindern im Herbst ausreichen werden, seit laut VLKKD jedoch \u201eschwer vorherzusagen\u201c. Allgemein betrachtet der VLKKD die Lage der Kinderkliniken in Deutschland \u201emit gro\u00dfer Sorge\u201c. So sei laut dem Verband aktuell \u201enicht erkennbar, dass die berechtigten Belange von Kinder und Jugendlichen im gesundheitspolitischen Diskurs ernsthaft Ber\u00fccksichtigung finden\u201c. Da viele Kinderkliniken zweistellige Millionendefizite verzeichnen w\u00fcrden, gerate die Kindermedizin hierzulande \u201efl\u00e4chendeckend unter zunehmend hohen Druck\u201c. Zugespitzt hat sich die Lage der Kinder- und Jugendeinrichtungen auch durch neue Krankheitsauspr\u00e4gungen. \u201eDie Probleme der Kinderkliniken beginnen nicht erst im Herbst. W\u00e4hrend wir fr\u00fcher im Sommer weniger Patienten hatten, sind die Stationen mittlerweile das ganze Jahr ausgelastet\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser. \u201eKindermedizin ist besonders kostenintensiv\u201cDer Grund daf\u00fcr liege in der Zunahme der chronischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen: \u201eKrankheiten im Zusammenhang mit krankhaftem \u00dcbergewicht, etwa Diabetes, haben stark zugenommen\u201c, sagt die Kinder- und Jugend\u00e4rztin. Auch psychische Erkrankungen unter Kindern und Jugendlichen zu immer mehr Hospitalisierungen f\u00fchren.Die Krux der Kinderkliniken ist dabei, dass man mit mehr Patienten keineswegs mehr Geld verdient: \u201eKindermedizin ist besonders kostenintensiv. Das beginnt schon bei der Diagnose. Weil Kinder Symptome oft nicht verst\u00e4ndlich bezeichnen k\u00f6nnen, ist es mitunter fast detektivische Arbeit, zu einer Diagnose zu kommen. Das kostet Zeit und kompetentes Personal\u201c, so Felderhoff-M\u00fcser. Diese Zusatzkosten w\u00fcrde die derzeitige Krankenhausfinanzierung aber nicht ber\u00fccksichtigen. \u201eDie zugestandenen Fallpauschalen f\u00fcr die einzelnen Behandlungen fallen gr\u00f6\u00dftenteils aus wie in der Erwachsenenmedizin\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser. Laut der Klinikdirektorin w\u00fcrden die derzeitigen Pl\u00e4ne der Krankenhausreform an den Finanzierungsproblemen der Kinderkliniken nichts \u00e4ndern. \u201eIch hoffe, dass Bundesgesundheitsministerin Warken den Ernst der Lage erkennt und hier nachbessert\u201c, so Felderhoff-M\u00fcser.Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) teilt dazu mit, dass die Sicherstellung einer \u201ebedarfsgerechten station\u00e4ren Versorgung der Bev\u00f6lkerung und damit auch der Kinder- und Jugendmedizin in Krankenh\u00e4usern im Rahmen der Krankenhausplanung den L\u00e4ndern\u201c obliegen w\u00fcrde. Zugleich sei die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen laut BMG \u201eein wichtiges Thema f\u00fcr die Bundesregierung\u201c. \u201eSchon mit dem Krankenhauspflegeentlastungsgesetz wurden zus\u00e4tzliche F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von 300 Mio. Euro f\u00fcr die Jahre 2023 und 2024 f\u00fcr die Versorgung von Kindern und Jugendlichen vorgesehen. Mit der Krankenhausreform wurden diese F\u00f6rdermittel verstetigt: Krankenh\u00e4user erhalten in den Jahren 2025 und 2026 einen pauschalen Zuschlag f\u00fcr die station\u00e4re Versorgung von Kindern und Jugendlichen\u201c, so das BMG. Mit dem Entwurf des Krankenhausanpassungsgesetzes solle der pauschale Zuschlag auf das Jahr 2027 ausgedehnt werden.Medizinerin und Klinikdirektorin Felderhoff-M\u00fcser sieht diese Mittel jedoch als nicht ausreichend an. Sollte die Politik bei der Finanzierung der Kinderkliniken nicht einlenken, f\u00fcrchtet Felderhoff-M\u00fcser drastische Folgen: \u201eMeine gro\u00dfe Sorge ist, dass Kindermedizin zunehmend einfach von der Erwachsenenmedizin mitbetreut wird. Das wird den Patienten aber nicht gerecht und k\u00f6nnte sogar gef\u00e4hrlich werden\u201c, so die Kinder- und Jugend\u00e4rztin. So w\u00e4ren Kardiologen f\u00fcr Erwachsenenmedizin etwa auf ganz andere Krankheitsbilder geschult als die Fachleute f\u00fcr Kindermedizin. \u201eInfarkte kommen bei Kindern so gut wie nicht vor. Stattdessen gibt es etwa Probleme mit angeborenen Herzfehlern\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser. Doch um die zu erkennen, m\u00fcssten die \u00c4rzte auch auf solche Krankheitsbilder geschult sein. Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Andreas Macho ist WELT-Wirtschaftsreporter in Berlin mit dem Schwerpunkt Gesundheit.Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Andreas Macho ist WELT-Wirtschaftsreporter in Berlin mit dem Schwerpunkt Gesundheit.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/intensivstation-der-kinderklinik-im-st-joseph-krankenhaus.webp\",\"contentUrl\":\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/intensivstation-der-kinderklinik-im-st-joseph-krankenhaus.webp\",\"width\":1200,\"height\":574},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"\u201eKinderkliniken werden wieder \u00fcberlaufen\u201c \u2013 Kinder\u00e4rzte warnen vor dem Herbst\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/\",\"name\":\"vof-news.eu\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed\",\"name\":\"Author\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Author\"},\"sameAs\":[\"http:\/\/vof-news.eu\"],\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"\u201eKinderkliniken werden wieder \u00fcberlaufen\u201c \u2013 Kinder\u00e4rzte warnen vor dem Herbst - vof-news.eu","description":"F\u00fcr Ursula Felderhoff-M\u00fcser, Direktorin der Klinik f\u00fcr Kinderheilkunde I der Universit\u00e4tsmedizin Essen, f\u00fchlen sich diese ersten Herbsttage an wie die Ruhe vor dem Sturm. \u201eWenn es nun k\u00e4lter wird und sich das Leben wieder in die Innenr\u00e4ume verlagert, werden Infekte wie Influenza oder RS-Viren wieder zunehmen unter Kindern. 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So sei laut dem Verband aktuell \u201enicht erkennbar, dass die berechtigten Belange von Kinder und Jugendlichen im gesundheitspolitischen Diskurs ernsthaft Ber\u00fccksichtigung finden\u201c. Da viele Kinderkliniken zweistellige Millionendefizite verzeichnen w\u00fcrden, gerate die Kindermedizin hierzulande \u201efl\u00e4chendeckend unter zunehmend hohen Druck\u201c. Zugespitzt hat sich die Lage der Kinder- und Jugendeinrichtungen auch durch neue Krankheitsauspr\u00e4gungen. \u201eDie Probleme der Kinderkliniken beginnen nicht erst im Herbst. W\u00e4hrend wir fr\u00fcher im Sommer weniger Patienten hatten, sind die Stationen mittlerweile das ganze Jahr ausgelastet\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser. \u201eKindermedizin ist besonders kostenintensiv\u201cDer Grund daf\u00fcr liege in der Zunahme der chronischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen: \u201eKrankheiten im Zusammenhang mit krankhaftem \u00dcbergewicht, etwa Diabetes, haben stark zugenommen\u201c, sagt die Kinder- und Jugend\u00e4rztin. Auch psychische Erkrankungen unter Kindern und Jugendlichen zu immer mehr Hospitalisierungen f\u00fchren.Die Krux der Kinderkliniken ist dabei, dass man mit mehr Patienten keineswegs mehr Geld verdient: \u201eKindermedizin ist besonders kostenintensiv. Das beginnt schon bei der Diagnose. Weil Kinder Symptome oft nicht verst\u00e4ndlich bezeichnen k\u00f6nnen, ist es mitunter fast detektivische Arbeit, zu einer Diagnose zu kommen. Das kostet Zeit und kompetentes Personal\u201c, so Felderhoff-M\u00fcser. Diese Zusatzkosten w\u00fcrde die derzeitige Krankenhausfinanzierung aber nicht ber\u00fccksichtigen. \u201eDie zugestandenen Fallpauschalen f\u00fcr die einzelnen Behandlungen fallen gr\u00f6\u00dftenteils aus wie in der Erwachsenenmedizin\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser. Laut der Klinikdirektorin w\u00fcrden die derzeitigen Pl\u00e4ne der Krankenhausreform an den Finanzierungsproblemen der Kinderkliniken nichts \u00e4ndern. \u201eIch hoffe, dass Bundesgesundheitsministerin Warken den Ernst der Lage erkennt und hier nachbessert\u201c, so Felderhoff-M\u00fcser.Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) teilt dazu mit, dass die Sicherstellung einer \u201ebedarfsgerechten station\u00e4ren Versorgung der Bev\u00f6lkerung und damit auch der Kinder- und Jugendmedizin in Krankenh\u00e4usern im Rahmen der Krankenhausplanung den L\u00e4ndern\u201c obliegen w\u00fcrde. Zugleich sei die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen laut BMG \u201eein wichtiges Thema f\u00fcr die Bundesregierung\u201c. \u201eSchon mit dem Krankenhauspflegeentlastungsgesetz wurden zus\u00e4tzliche F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von 300 Mio. Euro f\u00fcr die Jahre 2023 und 2024 f\u00fcr die Versorgung von Kindern und Jugendlichen vorgesehen. Mit der Krankenhausreform wurden diese F\u00f6rdermittel verstetigt: Krankenh\u00e4user erhalten in den Jahren 2025 und 2026 einen pauschalen Zuschlag f\u00fcr die station\u00e4re Versorgung von Kindern und Jugendlichen\u201c, so das BMG. Mit dem Entwurf des Krankenhausanpassungsgesetzes solle der pauschale Zuschlag auf das Jahr 2027 ausgedehnt werden.Medizinerin und Klinikdirektorin Felderhoff-M\u00fcser sieht diese Mittel jedoch als nicht ausreichend an. Sollte die Politik bei der Finanzierung der Kinderkliniken nicht einlenken, f\u00fcrchtet Felderhoff-M\u00fcser drastische Folgen: \u201eMeine gro\u00dfe Sorge ist, dass Kindermedizin zunehmend einfach von der Erwachsenenmedizin mitbetreut wird. Das wird den Patienten aber nicht gerecht und k\u00f6nnte sogar gef\u00e4hrlich werden\u201c, so die Kinder- und Jugend\u00e4rztin. So w\u00e4ren Kardiologen f\u00fcr Erwachsenenmedizin etwa auf ganz andere Krankheitsbilder geschult als die Fachleute f\u00fcr Kindermedizin. \u201eInfarkte kommen bei Kindern so gut wie nicht vor. Stattdessen gibt es etwa Probleme mit angeborenen Herzfehlern\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser. Doch um die zu erkennen, m\u00fcssten die \u00c4rzte auch auf solche Krankheitsbilder geschult sein.  Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Andreas Macho ist WELT-Wirtschaftsreporter in Berlin mit dem Schwerpunkt Gesundheit.Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Andreas Macho ist WELT-Wirtschaftsreporter in Berlin mit dem Schwerpunkt Gesundheit.","robots":{"index":"noindex","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"\u201eKinderkliniken werden wieder \u00fcberlaufen\u201c \u2013 Kinder\u00e4rzte warnen vor dem Herbst - vof-news.eu","og_description":"F\u00fcr Ursula Felderhoff-M\u00fcser, Direktorin der Klinik f\u00fcr Kinderheilkunde I der Universit\u00e4tsmedizin Essen, f\u00fchlen sich diese ersten Herbsttage an wie die Ruhe vor dem Sturm. \u201eWenn es nun k\u00e4lter wird und sich das Leben wieder in die Innenr\u00e4ume verlagert, werden Infekte wie Influenza oder RS-Viren wieder zunehmen unter Kindern. Unsere Kinderkliniken werden dann wieder \u00fcberlaufen\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser, die neben der Klinikleitung auch Pr\u00e4sidentin der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) ist. Die entscheidende Frage f\u00fcr Felderhoff-M\u00fcser wird dabei nicht sein, ob die Kapazit\u00e4ten ihrer Station ausreichen \u2013 sondern wie stark diese in diesem Jahr wohl wieder \u00fcberschritten werden. \u201eWenn unsere Betten voll sind, m\u00fcssen wir stundenlang herumtelefonieren, um freie Kapazit\u00e4ten f\u00fcr Kinder zu bekommen. Dieses Szenario gab es leider in jedem der vergangenen Jahre\u201c, sagt die \u00c4rztin.So wie Felderhoff-M\u00fcser blicken weite Teile der Kinderklinik-Verantwortlichen mit Sorge auf den Herbst. Zwar ist noch nicht kalkulierbar, wie stark die Infektionswellen in diesem Jahr ausfallen werden. Fachleute bef\u00fcrchten jedoch, dass das Infektionsgeschehen auch in diesem Winter viele Kliniken wieder an oder \u00fcber ihre Kapazit\u00e4tsgrenzen bringen k\u00f6nnte. Denn das bundesweit herrschende Kliniksterben ist im Bereich der Kinderkliniken besonders ausgepr\u00e4gt. Allein zwischen 2018 und 2023 sind f\u00fcnf Prozent aller Kinderkliniken und -abteilungen verschwunden. Was dadurch an Kinderbetten verloren gegangen ist, m\u00fcssen die 323 weiter bestehenden Kinderkliniken nun zus\u00e4tzlich auffangen. Impfung gegen RS-Virus als HoffnungsschimmerDoch dieses Unterfangen wird immer schwieriger. So sorgen chronische Krankheiten unter Kindern f\u00fcr h\u00f6here Belegungen der Stationen. Zudem wird die derzeitige Finanzierung der Kinderkliniken dem Bedarf der H\u00e4user laut Fachverb\u00e4nden nicht gerecht. Ein Gegensteuern aus der Politik ist trotz der gro\u00dfen Krankenhausreform, die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) umsetzen will, derzeit nicht zu erkennen. Zumindest gibt es Lichtblicke, dass bestimmte Infektionen in diesem Herbst m\u00f6glicherweise milder ausfallen k\u00f6nnten. So wie Klinikdirektorin Felderhoff-M\u00fcser harrt auch Florian Hoffmann, Pr\u00e4sident der Deutschen Interdisziplin\u00e4ren Vereinigung f\u00fcr Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dem Herbstbeginn. \u201eAktuell ist die Lage noch ruhig. Allerdings stehen wir kurz vor der ersten Welle der herbstlichen Virusinfektionen\u201c, sagt Hoffmann. Finanziell sieht Hoffmann die Kinderkliniken dabei schlecht ger\u00fcstet: \u201eSehr viele Kinderkliniken stehen mit dem R\u00fccken zur Wand \u2013 und keine Klinik kann aufgrund von beobachteten Personalengp\u00e4ssen und fehlenden Betten reagieren\u201c, so Hoffmann.Allerdings hat Hoffmann, der auch Chefarzt der Klinik f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Dritter Orden in M\u00fcnchen ist, auch eine gute Nachricht f\u00fcr Eltern: \u201eIn den zur\u00fcckliegenden Jahren hat vor allem das RS-Virus f\u00fcr volle Stationen gesorgt. Die inzwischen verf\u00fcgbare Passiv-Impfung hat die Lage aber deutlich entspannt und bewahrt viele S\u00e4uglinge und Kleinkinder davor, eine schwere Infektion der Lunge auszubilden.\u201cAuch der Verband Leitender Kinder- und Jugend\u00e4rzte und Kinderchirurgen Deutschlands (VLKKD) weist auf die positiven Ergebnisse der Impfung gegen das RS-Virus hin. \u201eAktuelle Untersuchungen unter anderem des Robert Koch Instituts (RKI) zeigen eine \u00fcberzeugende Wirksamkeit der Impfung insbesondere bei den schweren, zum Teil mit einer Behandlung auf der Intensivstation verbundenen F\u00e4llen\u201c, hei\u00dft es vom VLKKD. Ob \u2013 auch im Hinblick auf andere infekti\u00f6se Erreger \u2013 die Kapazit\u00e4ten zur Intensivbehandlung von Kindern im Herbst ausreichen werden, seit laut VLKKD jedoch \u201eschwer vorherzusagen\u201c. Allgemein betrachtet der VLKKD die Lage der Kinderkliniken in Deutschland \u201emit gro\u00dfer Sorge\u201c. So sei laut dem Verband aktuell \u201enicht erkennbar, dass die berechtigten Belange von Kinder und Jugendlichen im gesundheitspolitischen Diskurs ernsthaft Ber\u00fccksichtigung finden\u201c. Da viele Kinderkliniken zweistellige Millionendefizite verzeichnen w\u00fcrden, gerate die Kindermedizin hierzulande \u201efl\u00e4chendeckend unter zunehmend hohen Druck\u201c. Zugespitzt hat sich die Lage der Kinder- und Jugendeinrichtungen auch durch neue Krankheitsauspr\u00e4gungen. \u201eDie Probleme der Kinderkliniken beginnen nicht erst im Herbst. W\u00e4hrend wir fr\u00fcher im Sommer weniger Patienten hatten, sind die Stationen mittlerweile das ganze Jahr ausgelastet\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser. \u201eKindermedizin ist besonders kostenintensiv\u201cDer Grund daf\u00fcr liege in der Zunahme der chronischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen: \u201eKrankheiten im Zusammenhang mit krankhaftem \u00dcbergewicht, etwa Diabetes, haben stark zugenommen\u201c, sagt die Kinder- und Jugend\u00e4rztin. Auch psychische Erkrankungen unter Kindern und Jugendlichen zu immer mehr Hospitalisierungen f\u00fchren.Die Krux der Kinderkliniken ist dabei, dass man mit mehr Patienten keineswegs mehr Geld verdient: \u201eKindermedizin ist besonders kostenintensiv. Das beginnt schon bei der Diagnose. Weil Kinder Symptome oft nicht verst\u00e4ndlich bezeichnen k\u00f6nnen, ist es mitunter fast detektivische Arbeit, zu einer Diagnose zu kommen. Das kostet Zeit und kompetentes Personal\u201c, so Felderhoff-M\u00fcser. Diese Zusatzkosten w\u00fcrde die derzeitige Krankenhausfinanzierung aber nicht ber\u00fccksichtigen. \u201eDie zugestandenen Fallpauschalen f\u00fcr die einzelnen Behandlungen fallen gr\u00f6\u00dftenteils aus wie in der Erwachsenenmedizin\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser. Laut der Klinikdirektorin w\u00fcrden die derzeitigen Pl\u00e4ne der Krankenhausreform an den Finanzierungsproblemen der Kinderkliniken nichts \u00e4ndern. \u201eIch hoffe, dass Bundesgesundheitsministerin Warken den Ernst der Lage erkennt und hier nachbessert\u201c, so Felderhoff-M\u00fcser.Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) teilt dazu mit, dass die Sicherstellung einer \u201ebedarfsgerechten station\u00e4ren Versorgung der Bev\u00f6lkerung und damit auch der Kinder- und Jugendmedizin in Krankenh\u00e4usern im Rahmen der Krankenhausplanung den L\u00e4ndern\u201c obliegen w\u00fcrde. Zugleich sei die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen laut BMG \u201eein wichtiges Thema f\u00fcr die Bundesregierung\u201c. \u201eSchon mit dem Krankenhauspflegeentlastungsgesetz wurden zus\u00e4tzliche F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von 300 Mio. Euro f\u00fcr die Jahre 2023 und 2024 f\u00fcr die Versorgung von Kindern und Jugendlichen vorgesehen. Mit der Krankenhausreform wurden diese F\u00f6rdermittel verstetigt: Krankenh\u00e4user erhalten in den Jahren 2025 und 2026 einen pauschalen Zuschlag f\u00fcr die station\u00e4re Versorgung von Kindern und Jugendlichen\u201c, so das BMG. Mit dem Entwurf des Krankenhausanpassungsgesetzes solle der pauschale Zuschlag auf das Jahr 2027 ausgedehnt werden.Medizinerin und Klinikdirektorin Felderhoff-M\u00fcser sieht diese Mittel jedoch als nicht ausreichend an. Sollte die Politik bei der Finanzierung der Kinderkliniken nicht einlenken, f\u00fcrchtet Felderhoff-M\u00fcser drastische Folgen: \u201eMeine gro\u00dfe Sorge ist, dass Kindermedizin zunehmend einfach von der Erwachsenenmedizin mitbetreut wird. Das wird den Patienten aber nicht gerecht und k\u00f6nnte sogar gef\u00e4hrlich werden\u201c, so die Kinder- und Jugend\u00e4rztin. So w\u00e4ren Kardiologen f\u00fcr Erwachsenenmedizin etwa auf ganz andere Krankheitsbilder geschult als die Fachleute f\u00fcr Kindermedizin. \u201eInfarkte kommen bei Kindern so gut wie nicht vor. Stattdessen gibt es etwa Probleme mit angeborenen Herzfehlern\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser. Doch um die zu erkennen, m\u00fcssten die \u00c4rzte auch auf solche Krankheitsbilder geschult sein.  Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Andreas Macho ist WELT-Wirtschaftsreporter in Berlin mit dem Schwerpunkt Gesundheit.Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Andreas Macho ist WELT-Wirtschaftsreporter in Berlin mit dem Schwerpunkt Gesundheit.","og_url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/","og_site_name":"vof-news.eu","article_published_time":"2025-09-17T10:26:12+00:00","article_modified_time":"2025-09-17T10:26:38+00:00","og_image":[{"width":1200,"height":574,"url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/intensivstation-der-kinderklinik-im-st-joseph-krankenhaus.webp","type":"image\/webp"}],"author":"Author","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Author","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"6\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/","name":"\u201eKinderkliniken werden wieder \u00fcberlaufen\u201c \u2013 Kinder\u00e4rzte warnen vor dem Herbst - vof-news.eu","isPartOf":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/intensivstation-der-kinderklinik-im-st-joseph-krankenhaus.webp","datePublished":"2025-09-17T10:26:12+00:00","dateModified":"2025-09-17T10:26:38+00:00","author":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed"},"description":"F\u00fcr Ursula Felderhoff-M\u00fcser, Direktorin der Klinik f\u00fcr Kinderheilkunde I der Universit\u00e4tsmedizin Essen, f\u00fchlen sich diese ersten Herbsttage an wie die Ruhe vor dem Sturm. \u201eWenn es nun k\u00e4lter wird und sich das Leben wieder in die Innenr\u00e4ume verlagert, werden Infekte wie Influenza oder RS-Viren wieder zunehmen unter Kindern. Unsere Kinderkliniken werden dann wieder \u00fcberlaufen\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser, die neben der Klinikleitung auch Pr\u00e4sidentin der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) ist. Die entscheidende Frage f\u00fcr Felderhoff-M\u00fcser wird dabei nicht sein, ob die Kapazit\u00e4ten ihrer Station ausreichen \u2013 sondern wie stark diese in diesem Jahr wohl wieder \u00fcberschritten werden. \u201eWenn unsere Betten voll sind, m\u00fcssen wir stundenlang herumtelefonieren, um freie Kapazit\u00e4ten f\u00fcr Kinder zu bekommen. Dieses Szenario gab es leider in jedem der vergangenen Jahre\u201c, sagt die \u00c4rztin.So wie Felderhoff-M\u00fcser blicken weite Teile der Kinderklinik-Verantwortlichen mit Sorge auf den Herbst. Zwar ist noch nicht kalkulierbar, wie stark die Infektionswellen in diesem Jahr ausfallen werden. Fachleute bef\u00fcrchten jedoch, dass das Infektionsgeschehen auch in diesem Winter viele Kliniken wieder an oder \u00fcber ihre Kapazit\u00e4tsgrenzen bringen k\u00f6nnte. Denn das bundesweit herrschende Kliniksterben ist im Bereich der Kinderkliniken besonders ausgepr\u00e4gt. Allein zwischen 2018 und 2023 sind f\u00fcnf Prozent aller Kinderkliniken und -abteilungen verschwunden. Was dadurch an Kinderbetten verloren gegangen ist, m\u00fcssen die 323 weiter bestehenden Kinderkliniken nun zus\u00e4tzlich auffangen. Impfung gegen RS-Virus als HoffnungsschimmerDoch dieses Unterfangen wird immer schwieriger. So sorgen chronische Krankheiten unter Kindern f\u00fcr h\u00f6here Belegungen der Stationen. Zudem wird die derzeitige Finanzierung der Kinderkliniken dem Bedarf der H\u00e4user laut Fachverb\u00e4nden nicht gerecht. Ein Gegensteuern aus der Politik ist trotz der gro\u00dfen Krankenhausreform, die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) umsetzen will, derzeit nicht zu erkennen. Zumindest gibt es Lichtblicke, dass bestimmte Infektionen in diesem Herbst m\u00f6glicherweise milder ausfallen k\u00f6nnten. So wie Klinikdirektorin Felderhoff-M\u00fcser harrt auch Florian Hoffmann, Pr\u00e4sident der Deutschen Interdisziplin\u00e4ren Vereinigung f\u00fcr Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dem Herbstbeginn. \u201eAktuell ist die Lage noch ruhig. Allerdings stehen wir kurz vor der ersten Welle der herbstlichen Virusinfektionen\u201c, sagt Hoffmann. Finanziell sieht Hoffmann die Kinderkliniken dabei schlecht ger\u00fcstet: \u201eSehr viele Kinderkliniken stehen mit dem R\u00fccken zur Wand \u2013 und keine Klinik kann aufgrund von beobachteten Personalengp\u00e4ssen und fehlenden Betten reagieren\u201c, so Hoffmann.Allerdings hat Hoffmann, der auch Chefarzt der Klinik f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Dritter Orden in M\u00fcnchen ist, auch eine gute Nachricht f\u00fcr Eltern: \u201eIn den zur\u00fcckliegenden Jahren hat vor allem das RS-Virus f\u00fcr volle Stationen gesorgt. Die inzwischen verf\u00fcgbare Passiv-Impfung hat die Lage aber deutlich entspannt und bewahrt viele S\u00e4uglinge und Kleinkinder davor, eine schwere Infektion der Lunge auszubilden.\u201cAuch der Verband Leitender Kinder- und Jugend\u00e4rzte und Kinderchirurgen Deutschlands (VLKKD) weist auf die positiven Ergebnisse der Impfung gegen das RS-Virus hin. \u201eAktuelle Untersuchungen unter anderem des Robert Koch Instituts (RKI) zeigen eine \u00fcberzeugende Wirksamkeit der Impfung insbesondere bei den schweren, zum Teil mit einer Behandlung auf der Intensivstation verbundenen F\u00e4llen\u201c, hei\u00dft es vom VLKKD. Ob \u2013 auch im Hinblick auf andere infekti\u00f6se Erreger \u2013 die Kapazit\u00e4ten zur Intensivbehandlung von Kindern im Herbst ausreichen werden, seit laut VLKKD jedoch \u201eschwer vorherzusagen\u201c. Allgemein betrachtet der VLKKD die Lage der Kinderkliniken in Deutschland \u201emit gro\u00dfer Sorge\u201c. 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Zugleich sei die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen laut BMG \u201eein wichtiges Thema f\u00fcr die Bundesregierung\u201c. \u201eSchon mit dem Krankenhauspflegeentlastungsgesetz wurden zus\u00e4tzliche F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von 300 Mio. Euro f\u00fcr die Jahre 2023 und 2024 f\u00fcr die Versorgung von Kindern und Jugendlichen vorgesehen. Mit der Krankenhausreform wurden diese F\u00f6rdermittel verstetigt: Krankenh\u00e4user erhalten in den Jahren 2025 und 2026 einen pauschalen Zuschlag f\u00fcr die station\u00e4re Versorgung von Kindern und Jugendlichen\u201c, so das BMG. Mit dem Entwurf des Krankenhausanpassungsgesetzes solle der pauschale Zuschlag auf das Jahr 2027 ausgedehnt werden.Medizinerin und Klinikdirektorin Felderhoff-M\u00fcser sieht diese Mittel jedoch als nicht ausreichend an. Sollte die Politik bei der Finanzierung der Kinderkliniken nicht einlenken, f\u00fcrchtet Felderhoff-M\u00fcser drastische Folgen: \u201eMeine gro\u00dfe Sorge ist, dass Kindermedizin zunehmend einfach von der Erwachsenenmedizin mitbetreut wird. Das wird den Patienten aber nicht gerecht und k\u00f6nnte sogar gef\u00e4hrlich werden\u201c, so die Kinder- und Jugend\u00e4rztin. So w\u00e4ren Kardiologen f\u00fcr Erwachsenenmedizin etwa auf ganz andere Krankheitsbilder geschult als die Fachleute f\u00fcr Kindermedizin. \u201eInfarkte kommen bei Kindern so gut wie nicht vor. Stattdessen gibt es etwa Probleme mit angeborenen Herzfehlern\u201c, sagt Felderhoff-M\u00fcser. Doch um die zu erkennen, m\u00fcssten die \u00c4rzte auch auf solche Krankheitsbilder geschult sein. Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Andreas Macho ist WELT-Wirtschaftsreporter in Berlin mit dem Schwerpunkt Gesundheit.Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Andreas Macho ist WELT-Wirtschaftsreporter in Berlin mit dem Schwerpunkt Gesundheit.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/#primaryimage","url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/intensivstation-der-kinderklinik-im-st-joseph-krankenhaus.webp","contentUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/intensivstation-der-kinderklinik-im-st-joseph-krankenhaus.webp","width":1200,"height":574},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinderkliniken-werden-wieder-uberlaufen-kinderarzte-warnen-vor-dem-herbst\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"\u201eKinderkliniken werden wieder \u00fcberlaufen\u201c \u2013 Kinder\u00e4rzte warnen vor dem Herbst"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/","name":"vof-news.eu","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed","name":"Author","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","caption":"Author"},"sameAs":["http:\/\/vof-news.eu"],"url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/"}]}},"yoast_meta":{"yoast_wpseo_title":"","yoast_wpseo_metadesc":"","yoast_wpseo_canonical":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/275684","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=275684"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/275684\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":275691,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/275684\/revisions\/275691"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/275685"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=275684"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=275684"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=275684"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}